Ah, schön. Wäre ja zu schade gewesen, wenn ich mal was wirklich spannendes oder lustiges verpasst hätte..
Crassus zuckte mit den Schultern und richtete sich auf seinem Platz auf und wartete gespannt wie es nun weitergehen würde.
Ah, schön. Wäre ja zu schade gewesen, wenn ich mal was wirklich spannendes oder lustiges verpasst hätte..
Crassus zuckte mit den Schultern und richtete sich auf seinem Platz auf und wartete gespannt wie es nun weitergehen würde.
Erst seit gestern, soso... murmelte Crassus fast unverständlich ehe er neben Minervina platz nahm: Hattest du wenigstens Glück mit dem Wetter, sodass deine Schifffahrt ohne größere Probleme ablief?
Schon allein beim Gedanken an eine Schifffahrt bei schlechtem Wetter drehte Crassus den Magen um. Schon bei schönem Wetter war das Schifffahren unangenehm genug, doch wenn dann alles unkontrollierbar hin und her schaukelte, konnte man Crassus meist nur noch von hinten über die Rehling gebeugt sehen....
Darf ich dir etwas anbieten? Hier in Italien sind meine kulinarischen Möglichkeiten im Gegensatz zu Spanien schier unbegrenzt..
Crassus nickte langsam während er über die einzelnen Themen nachdachte. Beide gehörten nicht unbedingt zu seinen Paradegebieten. Nach einem erfrischenden Schluck ging er auf das Angebot von Callidus ein:
Ja, die Themen klingen nicht ganz uninteressant. Deshalb wäre ich auch über eine solche Nachricht erfreut - egal, welchen Kurs du nun letztlich zu erst leiten wirst. Auch wenn ich zugeben muss, dass mich ersteres Thema eher interessieren würde; also das über die "alten Autoren." Welches Thema auch immer es dann sein wird, hast du schon eine ungefähre Zeitvorstellung, ab wann du diesen Kurs anbieten wirst?
Gemeinsam mit zwei Sklaven erreichte Crassus die Casa Prudentia. Langsam schlenderte Crassus auf die Porta zu, während einer der Sklaven schon vorgeeilt war, um anzukopfen.
Alle Soldaten der Rebellen wurden ebenso wie die meisten führenden Köpfe gefangengenommen. Allerdings hätte sich der Transport der einfachen Soldaten nach Rom nicht gelohnt, weshalb ich sie gleich vor Ort im Namen des Kaisers gerichtet habe. Ich denke deshalb kaum, dass die Bevölkerung sobald wieder Probleme machen wird, es würde mich zumindest sehr wundern. Aber wenn der sehr unwahrscheinliche Fall eintreten sollte wird garantiert nicht mehr mit so viel Vorsicht und Rücksicht vorgegangen, wie ich dieses mal...
genußvoll biss er noch einmal in die Keule.
Ja, es wird zu einem Prozess kommen und ich gehe stark davon aus, dass die Anklage auf Hochverrat hinauslaufen wird. Alles andere wäre für mich eine große Überraschung. Allerdings dauert es mit dem Prozess noch etwas, da der Kaiser noch die Anklage bestimmen muss...
Na klar, kenne ich... und wenn du mich fragst, ist es mir so doch auch viel lieber. er schmunzelte ob eines Gedanken den er eben noch gehabt hatte.
Setzen wir uns doch, im Stehen ist es so unbequem... meinte er dann, weil ihm nicht viel mehr einfiel. Galant drehte er sich, so dass er dann neben ihr stand. Mit einer Hand deutete er auf eine Sitzgelegenheit im Säulengang - und damit im Schatten, während er die andere Hand auf ihren Rücken legte. Gemeinsam gingen sie so langsam durch die offene Halle, an dem Brunnen vorbei und durch die Säulen.
Seit wann bist du denn wieder in Rom?
Ja, für jeden in einer führenden Rolle bedeutet die Abwesenheit des Kaisers eine nicht unerhebliche zusätzliche Belastung.
Für die Prätorianer ganz besonders, da man gerade jetzt aufpassen musste, dass die bestehenden Strukturen auch so erhalten bleiben. Zu schnell kann der Gedanke an die absolute Macht eines Augustus einen zu schändlichen Taten verleiten. Besonders wenn der aktuelle ganz weit weg ist...
Ich hörte bereits, dass du einen solchen Kurs abgehalten hast. Wenn ich nicht den Aufstand hätte niederschlagen... dürfen , so hätte ich bestimmt auch an dem Kurs teilgenommen. Naja, hat wohl nicht sollen sein. Dafür freue ich mich jetzt um so mehr über den Erfolg meiner Familie.
Achja, wo wir gerade bei den Kursen sind: ist schon absehbar, was in nächster Zeit an Kursen angeboten wird? Durch meine Abwesenheit habe ich da etwas den Überblick verloren...
Doch bei dem trockenen Brot blieb er nicht sehr lange, sondern wandte sich bald den Wachteln zu, welche er genüßlich verspeiste. Leise schmatzend wandte er sich Tiberius zu:
Ich denke eher nicht... zumindest nicht in nächster Zeit. Da werde ich nämlich auch schon so genug zu tun haben.
Nei den Worten von Quintus lachte Crassus.
So ungefähr schaut's aus, ja.
Ja, die Verluste waren für einen direkten Sturm auf eine befestigte Stadt gering. Was natürlich auch der Tatsache zuzuschreiben ist, dass die Bevölkerung nie wirklich hinter den Rebellen stand. Sulla und Strabo haben die Stadt im Prinzip besetzt. Naja, wie auch immer, jetzt befinden sich die beiden ja in meinem Kerker und schon bald werde ich im Namen des Kaisers über sie richten.....
Überrascht hob Crassus seinen Blick als er Minervinas Stimme hörte. Ungläubig, ja beinahe geschockt sah er sie stumm an. Gerade war er noch in irgendwelchen Verwaltungsaufgaben und -rechnungen vertieft gewesen und hätte ihm jemand gesagt, dass Minervina gleich vor ihm stehen würde, wäre ihm das absolut unmöglich vorgekommen - mal ganz davon abgesehen, dass er damit gar nicht gerechnet hatte. Dementsprechend verwirrt war er jetzt auch. Doch als sie dann nach einer kurzen Pause wieder etwas sagte, was Crassus übrigens gar nicht verstanden hatte, da er gerade so mit seinen Gedanken beschäftigt war, verwarf er sie komplett.
Minervina!? er stand auf und ging auf sie zu: Mit dir habe ich ja gar nicht gerechnet... vor ihr angekommen ließ er seinen Blick von oben bis unten über sie gleiten: Gut siehst du aus. und dann fiel ihm auch schon nichts mehr ein, weshalb er sie etwas hilfslos ansah.
Der Ianitor hatte zwar keine Ahnung, dass Crassus die Herrin des Sklaven erwartet hatte, ließ sie aber trotzdem eintreten, auch wenn er nicht sehen konnte, wer es überhaupt war.
Der Herr befindet sich im Peristylium. Wenn die Domina mir folgen würde...
er schickte gleich einen Sklaven voraus, um Crassus zu informieren.
Crassus saß im Peristylium an einem Tisch, auf dem, neben einer großen Anzahl an Dokumenten auch ein Wasserbecher stand, und arbeitete fleißigst. Dort wurde er auch durch einen Sklaven von dem Eintreffen einer Frau informiert. Ohne eine genaue Vorstellung zu haben, wer das sein könnte, ließ er sie eintreten, hob sein Blick aber erst einmal nicht von den Dokumenten.
ZitatOriginal von Manius Matinius Fuscus
"Ähm, ja," meinte dieser etwas überfahren. "Was sollten die Grundstücke denn alles können?" fragte er. "Fruchtbar oder nicht? Berg, Land, Meer oder See?"
Berge? Nein, hügelig wäre noch in Ordnung, dann sollte das Grundstück aber schon gerodet und für Olivenhaine passend sein. Wenn ein See in ein paar Grundstücken wäre, würde ich das begrüßen. Ansonsten würde mir auch ein Fluß reichen - oder eben doch das Meer. Ich brauche den Großteil der Ländereien nicht für irgendwelche landwirtschaftliche Betriebe, sondern als Boden für meine Landhäuser. Sie müssen also nicht unbedingt so fruchtbar sein, es reicht wenn sie gepflegt und schon von dem gröbsten Dickicht freigemacht wurden.
In dem festen Glauben, dass die Curia es sowieso wieder etwas "langsamer" angehen lassen würde, erledigte Crassus die anfallende Arbeit in der Castra mit aller Ruhe. Erst als er damit fertig war, verschwendete er ein paar Gedanken daran, in die Curia zu gehen. Er packte ein paar Dokumente zusammen - in letzter Zeit hatte er während den Sitzungen nämlich immer ziemlich viel Zeit gehabt, die er damit sinnvoll nutzen wollte - und schlenderte dann langsam durch Rom zur Curia. Zu seiner Überraschung musste er feststellen, dass gerade offenbar etwas wichtiges Besprochen wurde - zumindest war richtig was los. Ohne großes Aufsehen zu erregen nahm er auf seinem Beisitzerplatz platz, der eigentlich direkt bei dem des Praefectus Urbi war. Crassus lehnte sich zu ihm hinüber und flüsterte zimelich leise, um die Diskussion nicht unnötig zu stören:
Grüß dich. Hab ich was verpasst?
Wollte nichts anderes hören. Du kannst Wegtreten.
Crassus wandte sich wieder irgendwelchen Dokumenten zu...
Nein, du kannst dir ein paar Männer aus den gesamten Cohortes Praetoriae aussuchen.
Crassus nickte langsam
Es ist unnötig zu erwähnen, dass ich auch entsprechende Platzierungen sehen möchte. Alles andere als eine Topplatzierung wäre eine herbe Enttäuschung für mich und ich müsste über ernsthafte Konsequenzen nachdenken. Crassus räusperte sich: Und von dir verlange ich ganz besonders eine gute Platzierung. Ich war bei den letzten Militärwettkampfspielen der Sieger des Schwertkampfes, ich möchte, dass du die Ehre der Caecilier hoch hälst.
Natürlich gibt es sonst noch etwas. den Brief hätte ja auch gleich sein Sekretär austragen können.
Du hast sicherlich schon etwas von den Militärwettkampfspielen der Cohortes Urbanae und der Vigiles gehört. Ich möchte, dass du ein paar Prätorianer auswählst, die daran teilnehmen. Du wirst aber auch daran teilnehmen.
Crassus wartete ob Decius schon etwas dazu sagen wollte.
So schauts aus.
begrüßte Crassus den schnellen Optio:
Erst einmal möchte ich, dass du diesen Brief zu den Ställen der Equites Singulares bringst, damit sie ihn schnellstmöglich austragen.
Crassus überreichte Decius den Brief:
An
Praefectus Alae
Tiberius Prudentius Balbus
Confluentes - Castellum Ala II Numidia
Salve Prudentius Balbus!
Ich hoffe, du bist nach deiner schnellen Abreise aus Rom in Germanien wohlbehalten angekommen. Deine schnelle Versetzung kam für dich sicherlich ein stückweit überraschend. Aber ebenso auch für mich, hatte ich doch gedacht, dass Iulianus, in seiner göttlichen Weisheit, warten würde, bis ich wieder aus Spanien zurückgekehrt wäre.
Hat er nun aber nicht, weshalb ich dir für deinen Brief, in dem du mich über deine Versetzung informiertest, danken möchte. Ebenso möchte ich dir für deine gute Arbeit während meiner Anwesenheit, aber besonders während meiner Abwesenheit in Spanien danken und möchte dich dafür auch loben. Ich konnte nie über deine Arbeit klagen, weshalb ich es ein stückweit auch schade finde, dass du meine Einheit nun verlassen musstest.
Doch war das das einzig richtige. Denn gerade an der Front brauchen wir unsere fähigsten Männer an den kommandierenden Positionen. Deshalb möchte ich dir zu deinem Kommando herzlich gratulieren und dir alles Gute für deinen noch kommenden Weg wünschen. Ich bin davon überzeugt, dass du in Germanien am Limes einen guten Dienst ableisten wirst.
Mögen die Götter immer über dich wachen und deine Einheit immer siegreich sein lassen
Gaius Caecilius Crassus
der Praefectus Praetorio
Scriba! Optio Caecilius Decius soll sich unverzüglich bei mir melden!
im Inneren des Officiums hörte man noch ein dumpfes "In Ordnung" ehe sich schnelle Schritte immer weiter von der Türe entfernten.
Ich wünsche dir einen guten Nachhauseweg.
verabschiedete sich Crassus von dem Magistraten. Er wandte sich wieder seiner üblichen Arbeit zu, nachdem Sedulus das Officium verlassen hatte.
Crassus hatte im Prinzip nichts anderes erwartet. Zu oft schon hatte er aufstrebende junge Menschen gesehen, die im ersten Anzeichen einer ansteigenden Laufbahn ihre Nüchternheit verloren haben und sofort nach den Sternen greifen wollten. Heute haben sie meist immernoch irgendeinen Beamtenposten in der tiefsten Provinz inne. Aber auch nur, falls sie ihren Verstand nicht völlig weggesoffen haben sollten.
Ja, ich habe mit ihm bereits ein längeres Gespräch geführt - und bis zu seiner Abreise werden sicherlich noch einige lange folgen. Neben den üblichen Aufgaben, die mich als Praefectus Praetorio in seiner Abwesenheit beschäftigen werde, werde ich den Prozess gegen die Anführer, die ich in Spanien in Gewahrsam nahm, führen. Ich werde also das Iudicium Imperialis in Vertretung des Imperators leiten.