Beiträge von Tiberius Helvetius Varus

    Ach du Scheiße was sind das denn für Hühner ging es Varus durch den Kopf als er von dem Worten der beiden Frauen quasi überrollt und größtenteils ignoriert wurde. Er überlegte gerade wie er hier wieder unaufällig und ohne unhöflich zu sein wegkommen könnte.
    Wobei diese Tusca war ja nicht verheiratet wie sie sagte und scheinbar ungebunden. Man hörte ja so einiges von Hochzeitsnächten in denen auch die Trauzeuginnen ... freizügig waren. Während die beiden Frauen miteinander sprachen schaute er sich die Tusca noch einmal genau an. Bisher hatte er ihr Äußeres ja irgendwie noch nicht so richtig wahrgenommen.


    Bevor er in diesem Thema aber zu einem abschließendem Urteil kommen konnte ereignete sich um das Brautpaar ein kleiner Vorfall.
    Der Mann der reinkam, sehr gut gekleidet aber irgendwie auch ...ausgehöhlt aussehend war ihm so erst einmal nicht bekannt. Erst als Tusca...oder war es Paula meinte das wäre ein Nebenbuhler von Dives gewesen und dazu noch der ehemalige Prätorianerpräfekt klingelte bei ihm was.
    "Meint ihr der riskiert so was wirklich? Erst einmal dachte ich der wäre im Kerker verstorben und zweitens soll der nicht sogar gleich am Anfang der Schlacht von Vicetia vom Pferd gefallen sein?"


    Als ihm dann auch noch die anderen Gäste einfielen hakte er noch einmal nach
    "Der Consular ist der nicht auch sein Vater oder war es Onkel? Na dann kann man ja nur für alle hoffen das es keinen Zwischenfall gibt."


    Varus stellte sein Glas ab um im Zweifel schnellstmöglich dazwischen gehen zu können falls es wirklich handgreiflich wurden. Natürlich um primär Fausta in Sicherheit zu bringen. Den Kampf selber sollte Dives dann schon selbst austragen. Wäre ja auch kein gutes Bild von seiner Männlichkeit wenn er in einem Kampf sofort Hilfe bräuchte. Gespannt war er jedenfalls wie es weiterging.

    [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/hlfb-2g-93db.jpg]


    Atermas verfolgte das Geschehen und sah irgendwie so aus als ob er lieber woanders sein wollte. Als Irvin sich dann in der Speisekammer versteckte schüttelte er nur leicht mit dem Kopf und sagte zu Shani:
    "Na großartig...friedlich ist er ja aber ich glaube dafür ....recht einfach, nicht eingewiesen und die Sprache spricht er auch nicht. Ehrlich Shani ich beneide dich nicht um deine Aufgaben in der nächsten Zeit einfach wird es mit dem auch nicht. Ich werde mal schauen was Serrulus treibt damit der dir nich auch noch Arbeit macht und mich meinen sonstigen Pflichten widmen. Wenn du mich brauchst ich bin im Vestibulum."


    Er gab Shani noch einen kurzem Moment für gegenteilige Anweisungen und würde ansonsten die Culina verlassen.


    Man betrat den Hortus der Villa Urbana durch einen kleinen Durchgang vom Peristyl aus. Während im Peristyl nur zwischen den Säulen um das Impluvium Weinstöcke gepflanzt waren und der Boden mit Rasen bedeckt sah es im Hortus ganz anders aus.
    Bis auf einen paar Trittsteine und ein kleines gemauertes viereckiges Becken linkerhand aus dem wie aus einer kleinen Quelle Wasser kam, war es komplett grün.
    Umrahmt war es zwar von Mauern ließ aber mehr als genug Licht ein. Einmal durch die günstige Südlage und zum anderen dadurch das keine höherstöckigen Nachbargebäude den Lichteinfall verhinderten. Die Außenmauern waren auch nur knapp 1,8m hoch (für so gut wie jeden Römer als Übermannsgroß). Auf der Oberseite von diesen waren allerdings scharfe Tonscherben eingelassen so das es Ein- oder Ausbrechern nicht zu leicht gemacht wurden.
    Die Bepflanzung war so gefällt das die Pflanzen die keine volle Sonne vertrugen zu mindestens Teile des Tages im Mauerschatten lagen. Die Pflanzen die sehr viel Sonne brauchten dagegen lagen so das sie nahezu den ganzen Tag in der Sonne standen.
    Was ebenfalls noch auffiel war das der Hortus keineswegs rein zur Zierde angelegt war wie vielleicht in anderen Häusern. Ganz im Gegenteil so gut wie jede Pflanze hier zählte entweder zum essbaren Gemüse, zu essbaren oder heilungsfördernden Kräutern oder zu mindestens die Früchte der Pflanzen.
    Wobei der Schwerpunkt eindeutig auf Kräutern und Pflanzen mit starkem Duft lag.
    Entlang der Außenmauern standen auch insgesamt 6 Bäume in 3 Zweiergruppen und ein paar Obststräucher. In der hintersten Außenecke standen sogar zwei Bienenkörbe.



    Es brauchte sicherlich einiges an Arbeit um diesen Garten in solch einem Zustand zu erhalten und ihn "produktiv" bleiben zu lassen.

    Esther blieb an der anderen Seite von Irvin besonders nachdem Varia wieder aufstand. Sie berührte ihn nicht war aber ganz nah neben ihm, in dem Versuch ihm durch ihre Nähe Sicherheit und Trost zu geben. Sie hatte für sich beschlossen das im Körper eines riesigen Barbaren ein kleiner verletzter Junge steckte. Würde er aufsehen würde sie ihn freundlich anlächeln.


    Atermas stellte seine Waffensuche ebenfalls ein und sprach zu Shani als Irvin und Varia dabei waren sich zu setzen.
    "Das wird noch ein gutes Stück Arbeit, kannst du nicht auf Varus Einfluss nehmen das die nächsten Sklaven die er sich kauft schon an ihre Lage gewöhnt sind?"


    Hannah brauchte wie immer etwas länger und war erst im Inbegriff sich zu setzen als Varia schon dabei war zu gehen. Jetzt war sie es, so mutig war sie sonst sehr selten, die auf Varia zuging. Sie fasste sie vorsichtig an einer Hand um nicht an die Verletzungen dort zu kommen.
    "Du hast doch noch gar nichts gegessen und Shani will bestimmt das du hier bleibst. Wir haben ja schon alle unser Tagwerk aber du ja noch nicht..."

    Esther, Hannah und Atermas waren von der plötzlichen Aktivität von Irvin und Varia überrascht. Sie verstanden ja kein Wort von dem was die beiden miteinander sprachen.
    Als Irvin dann in Richtung Tür ging konnten sich alle drei aber denken das was nicht in Ordnung war.


    Varia und Irvin diskutierten am Durchgang zum Atrium was dazu führte das die drei sich unheilvolle Blicke zuwarfen. Als Irvin dann auch noch laut wurde war es auch mit der Ruhe der anderen vorbei.


    Atermas stand auf und blickte sich suchend um.
    Hannah machte ein paar Schritte von Varia und Irvin weg und murmelte etwas wie
    "Zahm wie ein Lämmchen..."
    Esther[Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/hlfb-2e-68d3.jpg] dagegen riskierte was. Sie ging ebenfalls zu Irvin legte ihm eine Hand auf die Schulter und versuchte mit der anderen eine seiner Hände zu nehmen. Ganz ruhig sprach sie dann zu ihm:
    "Komm mein Großer...alles wird gut. Nur nicht weglaufen dann tun sie dir ganz ganz schrecklich weh!"

    Varus sah natürlich das empörte Gesicht der jungen Römerin verstand ihre Frage an Aculeo aber falsch. An diesen gerichtet sagte er schnell:
    "Entschuldige Aculeo wenn ich jetzt eine Überraschung verdorben habe. Ich hätte wirklich gedacht die Sklavin wäre für dich."


    Er wandte sich danach Valentina zu:
    "Entschuldige meine Unhöfklichkeit, meine Name ist Tiberius Helvetius Varus. Aber ein bisschen hat Aculeo auch selber Schuld. Ich treffe ihn doch recht oft und bisher hat er noch nicht erwähnt eine so bezaubernde Frau zu haben! Oder Schwester?"

    Die drei alten Sklaven begrüßten Shani jeweils auf ihre Art.


    Esther grüßte Shani freundlich und sagte:
    "Einen guten Morgen wünsch ich dir Shani. Zu Varia muss ich ja nichts sagen und das ist Irvin. Ich fürchte er spricht kein Wort Römisch. Varia kann wohl seine Sprache ein wenig."


    Atermas nickte Shani kurz zu und aß erst einmal weiter. Erst als Esther was erklärt hatte fügte er an
    "Ein bisschen ... einfacher scheint er auch zu sein. So wie ich bis jetzt gesehen habe zwar stark wie ein Ochse aber friedlich wie ein Lämmchen. Soweit ich es verstanden habe soll er im Haushalt bei schweren Dingen helfen und sich um den Hortus kümmern."


    Hannah war dagegen gleich aufgestanden und hatte Shani an ihren Platz Teller, Messer und Becher gestellt.
    "T´schuldigung ich dachte du hättest schon oben was abgekriegt."


    Ein aufmerksamer Beobachter konnte durchaus leicht erkennen das Shani, gegenüber Esther und Hannah auf jeden Fall und gegenüber Atermas sehr wahrscheinlich, höher in der Hierarchie stand.

    Wie auf Kommando schnaubten Atermas, Esther und Hannah gleichzeitig als die Sprache auf Serrulus kam.


    Dabei unterscheidete sich das schnaufen bei allen dreien ein wenig.


    Atermas meinte als erstes
    "Der hat sich ja schon genommen was er wollte."


    Hannah fügte an:
    "Ich weiß gar nicht wie oft ich schon versucht hab den von was abzuhalten. Man ist es einfach leid irgendwann. Aber der Dominus mag den Kleinen irgendwie... mir unerklärlich".


    Esther war es schließlich die die längste Antwort gab
    "Der Kleine hat es bisher nicht einfach gehabt und er vertraut niemanden. Dominus Varus hat ihn eines Tages halbverhungert und schwerkrank aus der Subura mitgebracht. Ich glaub es war für ihn ein bisschen so als wenn er einen kranken Welpen mitgebracht hätte. Das Varus Hunde sehr gerne hat weißt du ja schon oder?
    Naja jedenfalls seitdem lebt Serrulus hier im Haus und auf Varus hört er auch. Er heizt ja das Hypokastum und erledigt Botengänge. Aber für den Rest von uns ist er eine Plage. Anfang ist er sogar bei Commodus eingestiegen, hat dem wiedersprochen und sogar was geklaut. Das war ein ganz schrecklicher Tag und seine Schmerzensschreie hör ich jetzt noch. Seitdem hält er sich von Commodus fern und spurt bei dem. Aber ich", sie blickte kurz zu Hannah und Atermas.
    "..wir bringen es bisher noch nicht fertig ihn so zu verprügeln und versuchen es weiterhin auf den normalen Weg. Ab und zu eine Ohrfeige hilft aber offenbar nicht wirklich. Erwischt man ihn ja auch meistens nicht. Seitdem er wieder gesund ist und genug zu Essen bekommt... naja du hast ja gesehen wie flink er ist. Ich schätze aber mal Shani schaut sich das auch nicht mehr lange an."


    Ganz deutlich konnte man am Ende hören das alle drei erleichtert wären wenn Shani die unangenehme Erziehung des Jungen abschließen würde.

    "Das würde mich sehr freuen", gab Esther noch von sich und ließ es damit für den Moment auch. Bei so was durfte man ja nicht zu sehr drängen.



    [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/hlfb-2f-3ef8.jpg%20] Hannah nickte und schenkte dem großen Germanen einen Becher voll Ziegenmilch ein.
    Die Hausherren sahen den Verzehr von Milch ja eher skeptisch aber Hannah störte das weniger. Solange man es nicht mit Fleisch zusammen verzehrte.


    Anschließend setzte sie sich auch. Für einen Moment warteten alle noch, die altgedienten Sklaven deshalb weil Shani noch fehlte.
    Hannah sagte schließlich
    "Shani hat wohl noch zu tun, ich denk die hat auch bei Dominus Varus was mitgegessen, wir können also anfangen."


    Anschließend senkten Hannah und Esther kurz die Köpfe und sprachen ein Gebet auf hebräisch. Atermas betete zwar nicht mit aber wartete bevor er anfing bis die beiden fertig waren. Anschließend griffen alle drei zu.


    Falls Varia und Irvin nicht ebenfalls anfingen würden sie von den anderen dreien ein Zeichen zum anfangen bekommen.

    Mit hoch gezogener Augenbraue schaute Varus Aculeo nach dem Ende der Versteigerung an.
    "Wolltest mich wohl ablenken mit dem Gerede was", halb ernst halb im Scherz sprach er diesen Satz.


    "Na dann wünsch ich mal viel Spaß mit der Kleinen wo da der Weg hingeht lässt sich ja recht schnell erkennen. Ich mach dann los muss mich ja nun nach einem Ersatz umschauen."

    Varus wollte gerade weiter mit Aculeo sprechen bezüglich der Pläne mit Sklavenimport als der Tumult weiter ging. Wie ganz nebenbei bot Aculeo dann mitten im ganzen Aufruf mal eben doppelt so viel wie sein letztes Gebot. Mit einem Blick der sagen wollte 'Was soll das denn' reagierte Varus noch einmal:
    "550 Sesterzen!"

    Atermas lauscht Varias Worten aufmerksam.
    "Ich vertraue ihr nicht unbedingt ich habe nur gesehen das er nahezu unbesiegbar ist und es auf jeden Fall durch sein tun möglich macht das sich hier in Roma die Zivilisation weiterentwickelt in gute und schlechte Richtungen.
    Ich und ich bin sicher auch die anderen werden uns bemühen dir alsbald zu vertrauen."


    Atermas ergriff Varias Hand und schlug ein.


    Esther dagegen nahm mehr die Traurigkeit in Varias Augen wahr. Dadurch das sie schon seit längerem für ihre kleine Schwester Hannah da sein musste waren ihre Sinne geschult in so was. Sie wusste zwar nicht ob Varia das Recht war entschied es aber doch es zu tunt. Sie streichelte ganz sanft kurz über Varias Wange
    "Sei nicht traurig. Du hast noch so viele Jahre vor dir und in denen kann soviel passieren. Wie Atermas schon gesagt hat Gott hat uns hierher gebracht und wir kleine Sterbliche können nur folgen. Auch ich verspreche dir zu versuchen dir zu vertrauen. Vielleicht können wir ja schon sehr bald Freundin zueinander sagen. Ich bin auf jeden Fall für dich da und bevor du das nächste Mal nicht weiter weißt", ganz sanft strich sie über Varias Fingerknöchel.
    "Komm ruhig zu mir."


    Als Varia dann meinte das der riesige Irvin mehr Angst vor Hannah hätte als anders herum mussten Atermas und Esther kurz breit grinsen. Esther schaute Varia dagegen mit einem Gesicht an das fast deutlich aussprach
    Ja genau der hat Angst vor mir!
    und wartete dann auf die Antwort.

    "Salve Aculeo", erwiederte Varus die mündliche Begrüßung die nach seinem Nicken folgte.
    Die beiden waren zwar keine Freunde aber doch Bekannte und soweit es Varus anging nicht unsympathisch.


    "Ja so langsam bin ich wieder drinnen im Stadtleben. Das wir uns aber auch immer wieder hier auf dem Markt treffen... vielleicht sollten wir überlegen ob wir in den Sklavenhandel einsteigen. Ein Verwandter von mir ist Centurio in Germania der könnte uns sicher mit Sklaven von da versorgen!"


    Ganz ernst war das Angebot zwar nicht gemeint aber es fiel auch Varus auf das sie sich öfter hier als sonst wo sahen.


    Die erneute Präsentation der ´Auslage` wusste zu mindestens Varus auch beim zweiten Mal zu gefallen. Ein manchmal sogar anderthalb bis zwei Augen wanderten jedenfalls des öfteren zu selbiger.

    [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/hlfb-2g-93db.jpg]


    Atermas war auch sauer, primär aber auf sich selber.
    Er setzte sich wieder hin und sagte dann ganz ruhig zu Varia:
    "Entschuldige das wir dir nicht vertrauen aber wir kennen dich doch noch gar nicht. Es ist nicht zu übersehen das du dich noch nicht an deine Situation gewöhnt hast", er blickte kurz auf Varias lädierte Hände.
    "Ich weiß nicht wie es bei deinem Volk ist aber falls du deinen Schwur brechen würdest wärst du hier in Roma nicht der allererste der einen Schwur bräche. Nun wollen wir uns aber alle wieder beruhigen. Die Götter, an welcher jeder einzelne von uns auch glaubt, hat es so verfügt das wir hier zusammen gekommen sind. Es steht nicht in unserer Macht dies zu ändern. Da sollten wir versuchen wenigstens untereinander so was wie Vertrauen oder vielleicht sogar Freundschaft und mehr aufzubauen. Also entschuldige noch einmal unsere Reaktion Varia aber wir alle", er schaute kurz auf Irvin und war sich sicher das es bei ihm auch so war.
    "haben noch nie gekämpft oder getötet. Wie genießen hier in Roma die Tatsache das, abgesehen von Räubern wenn man so dumm ist und in die Subura geht, ein Leben in der Zivilisation führen zu können. Das haben wir dem Exercitus Romas zu verdanken den du ja auch bereits kennen gelernt hast."


    Er endete und schaute auf die noch stehenden Esther und Hannah.
    Beide nickten kurz, lächelten Varia kurz an. Esther dabei offen und ehrlich, Hannah eher etwas bemüht und doch noch mit Restangst in den Augen.
    Demonstrativ setzte Esther sich dann neben Varia und nahm ganz vorsichtig eine ihrer trommelnden Hände in die ihre im Versuch sie zu beruhigen.


    Hannah beruhigte sich auf ihre Weise. Sie stellte das Ientaculum auf den Tisch. Wie es aussah hatten die Hausherren heute, mal wieder wie sich später rausstellte, wir Spatzen die erste Mahlzeit des Tages eingenommen. Zumindestens Varia würde bald merken, so fern sie sich mit ihrer zukünftigen Position abfinden würde, dass es auch für sie bald hieße noch vor der Dämmerung aufzustehen und nach einem minimalen Frühstück das Haus zu verlassen. Wohin Commodus und Varus fast jeden morgen zu früh gingen würde sie dann noch sehen. Unter den Amazonen gab es ja keine Klienten und Patrone.
    Auf dem Tisch kam eine zweite Schale mit kleinen schwarzen Oliven nachdem die erste durch Serrulus bereits arg dezimiert war. Die einen Oliven waren so aus der Salzlage geholt worden und die Schüssel verfrachtet die anderen waren in Öl eingelegt. Zwei Körbe mit großem frisch gebackenem Brot kamen dazu. An jedem Brot fehlten ein zwei kleine Stücke.
    Ein Holzbrett mit Käse war als nächstes da, dann folgte eine Schüssel mit Moretum wo eine kleine Menge fehlte. Ein Schale mit Puls, ein Brett mit 17 halben Eiern wo wahrscheinlich mal 20 gewesen waren und 3 kleine Karaffen mit Honig, Garum und Olivenöl schlossen das Speiseangebot ab.
    Zwei große Karaffen mit Wasser kamen zum Schluss.


    Hannah fragte dann Varia noch vorsichtig:
    "Kannst du den Ger... Irvin bitte fragen ob er lieber etwas andere trinken möchte? Ich hätte noch Milch und wohl auch noch irgendwo was an Bier. Er versteht mich ja nicht oder?"

    Der erste der darauf reagierte das sie sich strammen Schrittes in Bewegung setzte war Serrulus. Er sprang vom Tisch auf und brachte den zwischen sich und Varia. Als er bemerkte das sie "nur" zur Angst wollte nutzte er die gewonnene Zeit. Er grapschte sich eine handvoll Oliven und rannte aus der Cucina.
    An der Tür sagte er noch sowas wie:
    "Ares wird euch rächen!"


    Atermas sah erst verwirrt auf bei der doppelten plötzlichen Bewegung und stand dann auf als er das Ziel von Varia sah. Als sie die Axt durch die Luft schwang machte er, wie er später eingestehen musste, auch zwei Schritte rückwärts zur Tür. Anschließend hob er die Hände und sprach:
    "Varia leg sie bitte weg.... das Essen ist soweit."


    Esther und Hannah wichen beide mit erschrockenem Gesicht Varia aus. Als sie die Luft ergriff zog Esther spürbal Luft ein während Hannah kurz einen Angstlaut von sich gab. Die Schwestern umarmten sich und standen in einer Ecke. Esther mit geradem Blick auf Varia, Hannah hat ihre Gesicht versteckt.

    Varus erkannte und kannte den ersten richtigen Bieter gut. Er nickte Aculeo grinsend zu.
    Ganz seinem Verhalten bei bisherigen Versteigerungen bot er dann nicht viel über dem von Aculeo


    "250 Sesterzen!"

    Serrulus war es der von den alten Sklaven und Hausangestellten zuerst reagierte
    Er streckte Varis die Zunge raus sobald sie sich mehr als eine armlänge entfernt hatte. Er behielt sie jetzt aber genau im Auge und war bereit aufzuspringen und wegzulaufen weil sie wieder auf ihn zukam.
    "Ich bin der Sohn von Ares, dass haben wir gestern festgelegt das kann man nie wieder ändern!"


    Das mit dem Diebstahl kommentierte er gar nicht weiter sondern wollte sich statt dessen weiter Oliven greifen.
    Atermas rieb sich gerade mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand die Nasenwurzel und sah diesen erneuten Raubzug nicht kommen.


    Esther
    [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/hlfb-2e-68d3.jpg]dagegen war auf Zack und verhinderte es indem sie die Hand packte und zurück in Serrulus Schoss drückte.
    "Jetzt reicht es, benehm dich oder du fängst dir ein paar und kriegst gar nichts mehr!"


    Ohne auf eine weitere Reaktion zu warten sprach sie dann zu Varia.


    "Varia, setz dich doch bitte hin. Du machst mich ganz nervös wenn du da rumstehst. Gott hat uns diesen Tisch gegeben das wir an ihm essen und nicht in seiner Nähe!"


    Mit großen Augen sah sie dann den reinkommenden Germanen an.


    Indem Moment wo dieser im Raum angekommen war drehte Hannah
    [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/hlfb-2f-3ef8.jpg%20]sich um und bemerkte ihn. Sie zuckte ordentlich zusammen und gab ein kurzes...quiken von sich.
    "Bei Gott was ein Rie...", sie machte einen Schritt rückwärts und schaute fragend in die Runde. Ganz so als ob sie sagen würde. Plündern Barbaren gerade wieder Rom?

    "Du solltest öfter lachen", kommentierte Varus gut gelaunt Shani´s Lacher.


    "Na dann kannst du ja jetzt darauf mal Gedanken verschwenden. Wie gesagt sobald wir die Sache mit der neuen Sklavin erledigt haben und eventuell noch mit dem den ich als Ersatz für den heute nicht geklappten Verkauf sprechen wir noch einmal darüber. Wenn du dann nichts mehr hast würde ich sagen gehen wir beide wieder unserem heutigen Tagwerk nach."


    Es war nicht wirklich wie ein Rauswurf formuliert und im vollkommen freundlichen Ton aber ebenso symbolisierte es das Ende dieses Gespräches.