Beiträge von Tiberius Helvetius Varus

    Eigentlich hatte Varus es damit belassen wollen und weiteres zu dem Thema erst später getan wenn der "Prüfungsauftrag" erledigt war. Doch die Antwort von Shani brachte ihn dazu doch noch einmal nachzuhaken.


    "Die Verhältnisse gut genug sind... wie meinst du das?"
    Ihm war nicht ganz klar ob sie damit meinte wenn Kinder dann in Freiheit, was Varus vermutete, oder an der "Versorgung" an der konnte es ihr im Moment ja eigentlich nicht mangel. Viel besser konnte man es als Sklave ja nicht haben und sehr viele Römer mussten mit weniger auskommen als die Sklaven in Varus Haushalt.


    Varus wurde bei dieser Überlegung auch noch etwas anderes klar. Er hatte keine Ahnung ab wann eine Frau zu alt war für Kinder. Bei Männern spielte das keine Rolle das wusste er aber bei Frauen...
    "Sag mir was wäre das höchste Alter in dem deiner Meinung nach eine Frau noch Kinder bekommen kann?"
    Mit 20 war sie ja schon recht "alt" was dieses Thema anging. Jedenfalls für ein erstes Kind.

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    Bereits durch Esther gewarnt kam Atermas schneller ins Balneum als vielleicht erwartet. Die Ketten hatte er auch gleich dabei.
    Als er die Situation sah, erschien kurz ein trauriger Ausdruck auf seinem Gesicht, der aber sehr schnell wieder verschwand.


    Langsam ging er auf Varia zu und versuchte dabei nur auf ihre Hände und Gesicht zu achten und zu schauen. Das gelang ihm allerdings nicht ganz. Den letztendlich war er auch nur ein Mann und Varia stand triefend nass aber nackt vor ihm.


    So vorsichtig wie es ging legte er ihr in umgedrehter Reihenfolge die Ketten wieder an. Erst Fußfesseln dann die Verbindungskette und dann die um die Hände. Besonders bei letzteren war er besonders vorsichtig. Denn gemeinsam mit der Verbindungskette war das ein Gewicht was kaum jemand lange hochhalten konnte. Jetzt wo Varia keine schützende Kleidung mehr trug war die Möglichkeit sich an den schweren Ketten zu verletzen ja noch größer.


    Als er fertig war schaute er fragend Shani an
    "Und jetzt?"

    "Hmmmhhh.... na dann schau ich mal ob sich nicht vielleicht beides machen lässt. Zu viele sollen es ja auch nicht werden. Sonst wird uns das Haus nachher zu eng."


    Das Thema schien abgehakt und sie kamen nochmal auf Varia zu sprechen.


    "Ja bis vor kurzem war sie frei. Die genauen Hintergründe über das woher, wohin und wieso kenne ich nicht. Falls es sich einfach herausfinden lässt und eine gute Geschichte ist würde ich sie aber hören wollen. Also falls sie leicht aus ihre herauskommt nur zu.
    Das denke ich auch. Doch ich habe da großes Vertrauen in dich und bisher hast du noch alles zu meiner vollen Zufriedenheit erledigt. Sieh es eine letzte Prüfung von mir an, wenn du diese erfolgreich abschließt habe ich mir schon etwas für dich überlegt.
    Bevor du nun aber loslegst hätte ich noch zwei Fragen an dich die auch mit dem Vorhaben nach deiner "Abschlussprüfung" zu tun haben.
    Zunächst wie viele Jahre bist du nun schon genau auf dieser Welt?
    Und möchtest du in deinem Leben einmal Kinder haben. Nicht unbedingt jetzt aber generell?"

    Esther [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/hlfb-2e-68d3.jpg] hatte beim verlassen das Balneum und auf dem halben Weg durchs Atrium noch gehört das es im Balneum lauter geworden war.
    Zunächst hatte sie es verdrängt und bei ihrer kleinen Schwester die "Essensbestellung" von Varia abgegeben.
    Dann hatte sie sich aber doch überlegt das sie die neue Sklavin zu wenig kannte und ihr das alles zu riskant war. Anstatt auf das fertige Essen zu warten übergab sie das servieren an eine merklich begeisterte Hannah und machte sich selber auf die Suche nach Atermas um diesen Bescheid zu geben das es wohl besser wäre er würde sich vor dem Balneum bereit halten.

    "Naja dieses Mal wohl etwas mehr als ein wenig Zeit aber das wird schon werden", kommentierte Varus sein Aussehend abschließend.


    Bei der Aufzählung von Shani nickte er einige Male.


    "Ja mal sehen, du kannst dich darauf einstellen das es bald einen weitern Zuwachs im Haushalt gibt. Ich glaube dann sind wir aber erst einmal gut versorgt. Oder ist dir noch irgendwo ein Mangel aufgefallen wo es noch einen Sklaven bräuchte? Vielleicht einen stärkeren Mann für grobe Arbeiten?"


    Es war kein Plan dahinter gewesen aber Varus war gerade klar geworden das fast nur Frauen in seinem Haushalt dienten.


    "Ja das wäre eigentlich alles gewesen. Was genau ich an neuer Kleidung für die Sklavin kaufe weiß ich noch gar nicht. Ich muss erst einmal versuchen bei Commodus auszuhorchen ob ihm lieber eine Wache lieber ist die durch gutes Aussehen eventuelle Übergriffe abwehrt oder jemand der schwerer Gerüstet ist. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe muss ich da aber eh jemanden kommen lassen der Maß bei ihr nimmt. Ich denke für die nächsten Tage wirst du was finden aber für auf Dauer muss was angefertigt werden. Normale Frauenkleider werden ihr wohl nicht passen und natürlich auch nicht für ihre Aufgabe vorhanden sein.
    Auf jeden Fall denke ich das ich die nächsten dir die nächsten ein zwei Tage Zeit mit ihr gebe bevor ich mit ihr spreche. Sie soll ruhig etwas Zeit bekommen ihre Lage zu begreifen und sich von der Behandlung der Sklavenhändler erholen. Päppel sie ruhig ein bisschen auf aber natürlich kein verhätscheln."


    Die letzten Worte fand Varus eigentlich fast unnötig da er schon der Meinung war das Shani das gut ohne diese Ermahnungen hinbekam. Aber durch seine lange Abwesenheit musste er sich auch erstmal wieder an die Fähigkeiten der Sklaven hier in seinem Haus in Roma gewöhnen.

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    "Ja lassen wir es gut sein. War ja auch genug für einen Tag!
    Das mit der keine Angst werde ich ihr sagen auch wenn ich fürchte das es nichts bringen wird. Manchmal ist sie wie ein kleines Mädchen."


    Esther kam gerade noch dazu die Essenswünsche zu hören als Shani eintrat. Man merkte sofort das Esther in der Hierarchie unter Shani stand.


    Denn fast als ob sie Meldung machen wollte sagte sie zu Shani.
    "Ich hole dann das essen und sicherlich spricht auch nichts gegen verdünnten Wein oder?"

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    Esther hörte aufmerksam zu und ließ Varia ausreden.


    "Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich bin zwar nicht als Kriegerin aufgewachsen aber auch mein Leben sollte gänzlich anders verlaufen. Ich und Hannah wir waren die Töchter eines reichen jüdischen Händlers mit Verbindungen im ganzen römischen Reich. Wir aßen in unserer Jugend wortwörtlich von goldenen Tellern und wurden von morgens und abends umsorgt und lebten in großen Luxus. Nur der Sturheit meiner Mutter, Gott hab sie selig, ist es zu verdanken das wir wenigstens in Ansätzen die Haushaltsführung und Hannah noch das kochen lernen. Meine Mutter meinte das gehört sich für eine jüdische Frau einfach. Ich weiß nicht wo wir gelandet wären wenn wir das nicht gekonnt hätten. Wahrscheinlich als Lupa mit gebrochener Seele in irgendeinam Lupanar. Naja jedenfalls weiß ich nicht genau was passiert war aber mein Vater begann bei seinen Geschäften einen schrecklichen Fehler und verlor alles. Am Ende sogar seine Freiheit. Ich wollte am Anfang auch einfach nur sterben und nicht mehr weitermachen. Aber ich habe mich nicht getraut mich selber umzubringen... das Leben ist dafür doch zu schön und ich bin doch noch zu jung zum sterben... genau wie du. Schau und nun lebe ich in Roma der größten Stadt der Welt die voller Wunder ist und Dominus Varus ist wirklich ein guter Herr. Natürlich ich muss jetzt arbeiten und bekomme alles andere als täglich meinen Willen. Aber es geht mir auch wirklich nicht schlecht....", irgendwie war Esther schon klar das Varia das jetzt wahrscheinlich ganz anders sehen würde und sie konnte sich auch nur zu gut an ihre eigene Verzweiflung erinnern damals. Was Esther aber eigentlich erst einmal nur schaffen wollte war Varia zu zeigen das die Welt heute nicht unterging und das sie es für die Verhältnisse sehr gut getroffen hatte. Dass mit Commodus verdrängte sie wie gesagt auch wenn der jetzt auch nicht schlimm war. Nur halt nicht ganz so gut wie Varus als Dominus. Bei Varus fühlte man sich immer noch als Mensch während für Commodus die Sklavin mehr Gegenstände waren.


    "Hannah ist da ganz schrecklich furchtbar. Sie wird dir frühestens in einigen Monaten ohne Angst entgegen treten aber mir keine Ruhe lassen bis sie weiß was dein Lieblingsessen ist und es dir heute machen falls es irgendwie zu beschaffen ist. Jeder verarbeitet die Versklavung halt anders....", antwortete Esther ebenfalls mit Augenzwinkern.

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    "Nein hab ich nicht ich komme aus Judaea da gab es keine kalten Seen...", antwortete Esther bevor die beiden Frauen auf die andere Seite gingen.


    "Ja das nennt sich Hypokaustum und es... hey du brauchst dich doch nicht auf den Boden setzen wir...",


    Esther wollte weitersprechen aber das erschauern und das Kopf auf die Knie legen von Varia unterbrach sie.
    Als dann auch noch Tränen Varia´s Wangen runterliefen überwand Esther ihre durchaus noch vorhandene Angst vor der Kriegerin. Sie war halt auch noch eine junge Frau und wenn sie sich an ihre ersten Tage als Sklavin erinnerte.... sie hatte wenigstens noch Hannah dabei gehabt. Ihrer beider Versklavung war ja auch schon schlimm genug hatte aber den Grund in den misslungenen Geschäften ihres Vaters gehabt. Varia war wahrscheinlich gefangen genommen worden nach oder während eines Kampfes... da war es wahrscheinlich wesentlich rauher zugegangen.
    Esther bügte sich runter und legte ganz vorsichtig den Arm um Varia.
    "Hey nicht weinen.... ich weiß wie du dich jetzt fühlst aber wenn du dich nicht sterben möchtest, und da bist du doch noch viel zu jung für, musst du dich damit abfinden. Ich verspreche dir hier bei Dominus Varus ist es wirklich nicht schlimm", das Varia eigentlich zu Commodus solllte verdrängte sie jetzt erfolgreich.
    "Hannah ist ne schreckliche Heulsuse und ganz furchtbar ängstlich aber sie kann wirklich sehr gut und sehr viele verschiedene Sachen kochen. Möchtest du wirklich nur Brot und Wasser?"

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    "Schrecklich... hat bestimmt sehr sehr weh getan... ich hätte nicht gedacht das man sowas überleben kann. Ihr habt gute Ärzte scheint mir?"


    Esther machte große Augen und bestätigte dann wohl für den ein oder anderen das Bild der verweichlichten Stadtbewohner


    "Angenehm...?!? Das doch bestimmt eiskalt..", sie hielt kurz die Hand rein und zog sie gleich wieder raus.


    "Sag ich doch... nee das doch nur zum abkühlen und vieleicht noch abspülen nachdem Bad. Komm mit!"


    Esther reichte Varia die Hand damit diese aus der Wanne steigen konnte und auf den Fliesen nass wie sie war nicht ausrutschen konnte.


    Sie führte sie auf die andere Seite der schulterhohen Mauer im Raum.
    Die Fließen hier waren inzwischen angenehm warm und da das Haus noch recht neu war roch man auch so gut wie keinen Rauch der ja unter dem Boden entlang zog.
    Vor dem zweiten, noch leeren Becken blieb Esther stehen. Aus einem Metallrohr an der Wand ließ sie Wasser in das Becken laufen bis diese gut halbvoll war.
    "Wir müssen noch etwas warten. Serrulus heizt immer gut vor aber einen Moment brauch das heiße Wasser wohl noch. Ich hoffe es ist dir nicht zu kalt?"

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    Die noch im Atrium gestellten Fragen beantwortete Esther erst hier.
    "Die Kräuter zur Heilung usw. hat Shani alle. Die kommt bestimmt bald."


    Esther war nicht zimperlich und hatte in ihrem Leben auch schon mal den ein oder anderen Schlag kassiert. Aber sie war sehr weit davon entfernt eine Kriegerin zu sein.
    So entlockende ihr der verfärbte Rücken ein kurzes heftiges einatmen. Die große Narbe dagen ein fassungsloses
    "Mein Gott...wer hat... wie kann man sowas...",


    sie fing sich recht schnell wieder und bestaunte einen Moment Varias Statur und Muskeln. Noch nie hatte sie so eine trainierte Frau gesehen. Na gut viele nackte Frauen und Männer generell ja noch nicht. Also außerhalb dieses Hauses eigentlich nur ihre Verwandten.


    Diese Gedanken hielten sie davon ab Varia aufzuhalten. Schwups saß die schon im Frigidarium.


    "Hey warte du bist zu schnell, dass Frigidarium kommt doch erst zum Schluß. Ist dir nicht schrecklich kalt jetzt?"


    Esther merkte zwar schon wie es auf der einen Seite des Raumes, abgetrennt durch eine schulterhohe Mauer, wärmer wurde und sich die Fließen leicht erwärmten. Aber das Becken im Caldarium war noch ohne Wasser und man konnte Varia so wohl auch kaum vorwerfen das sie ins ständig mit kaltem Wasser gefüllte Frigidariumbecken auf der anderen Seite des Raumes gegangen war.

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    Atermas war erleichtert das sie sich an ihren Schwur gehalten hatte. Vielleicht ging die ganze Geschichte hier doch noch gut aus.


    Die Verletzungen die zu sehen waren, sahen für Atermas "Sachverstand" nicht besonders schlimm aus. Der allgemeine Zustand von Varia ließ natürlich dagegen zu wünschen übrig. Das war ja aber auch sicherlich keine Wunder nach der "Reise" die sie hinter sich hatte.


    Er ergriff wieder das Wort und ließ Esther so nicht wirklich Zeit für eine Antwort.


    Esther wird dich gleich ins Balneum des Hauses bekleiten wo du dich deiner Kleidung entledigen und ordentlich waschen kannst. Ich denke das du hungrig bist. Falls ich richtig liege sage ihr sobald du im Wasser liegst was du gerne hättest und sie wird es dir nach Möglichkeit bringen.
    Um deine Verletzungen und weiterer Dinge wird sich Shani kümmern müssen. Sie wird sicherlich bald nachkommen.


    Keine Sorge die Hausherren sind nicht da und ich verspreche dir das Balneum auch nicht zu betreten solange du da drinnen bist. Ich denke das kommt dir entgegen und lässt dich einfacher.... entspannen."



    Nachdem er diese Anweisungen gegeben hatte wartete Atermas kurz ab ob noch eine Erwiderung kam und machte sich dann damit mit Serrulus die Ketten aus dem Atrium zu räumen und anschließend letzteren irgendwie zu beschäftigen damit er keinen Blödsinn anstellt.



    Esther [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/hlfb-2e-68d3.jpg] ging vorsichtig auf Varia zu:
    "Dann folge mir mal."

    "Ich habe auch nichts anderes erwartet", gab Varus zunächst "geschäftlich" zurück. Ihm entging der Blick von Shani bezüglich seines Zustandes natürlich nicht.
    "Ja ich hab mich mal wieder in meinem Weinberg vergraben und alles andere...liegen gelassen. Schlimm oder ob noch Hoffnung besteht?"



    "Nein du hast Recht der einzige Grund ist das nicht. Neben dem das ich wissen wollte wie es hier abgelaufen ist während meiner und Commodus Abwesenheit gibt es noch anderes. Commodus wird übrigens auch sehr bald wieder hier sein, wenn er nicht sogar schon da ist.
    Naja jedenfalls gibt es einiges zu erledigen. Ich selber werde mich erst einmal um das hier kümmern", er machte einen kreisende Bewegung um seinen Kopf
    "und dazu die Therme aufsuchen. Das will ich dir nicht zumuten und darüber hinaus hast du demnächst einen weiteren schweren Fall. Ich habe mir gerade auf dem Sklavenmarkt eine Sklavin gekauft. Sie wird hier in Ketten angeliefert und wird noch jede Menge Schliff und Erziehung brauchen. Sie wird ein Geschenk für Commodus muss aber wie gesagt noch auf den ... rechten Weg gebracht werden. Atermas weiß schon bescheid und ich hoffe gemeinsam bekommt ihr sie soweit das sie nicht ... randaliert und ihre neue Situation einsieht.
    Der erste Schritt ist aber erst einmal das ihr sie gründlich säubert. Schau nach ob sie irgendwelche Verletzungen hat und wenn kümmer dich um diese. Ihre Kleidung vom Sklavenmarkt entsorge am besten und besorge ihr erst einmal normale Kleidung. Ich muss mal schauen ob und wie sie als Commodus Wache gerüstet und ausgerüstet sein soll. Zum Schluss kannst du ihr auch gerne noch etwas Pflege zukommen lassen. Also du weißt schon um Haare, Nägel, Haut kümmern. Nehm am besten auch für den Anfang was von den teuren Ölen damit sie den Geruch vom Sklavenmarkt loswird.
    Nachdem ich in der Therme fertig bin werde ich noch meine Betriebe aufsuchen und einiges anderes erledigen, so dass ich also sehr spät wiederkomme. Esther und Hannah haben also genug Zeit sich um meine Räume zu kümmern und du kannst dich mit Atermas also voll auf die neue Sklavin konzentrieren.
    Leider hat mein zweiter Sklavenkauf heute nicht geklappt. Ich hatte ein junges Mädchen im Auge das sich hätte um den Garten kümmern sollen. Wenn Commodus mich in nächster Zeit nochmal in der Nähe von Pflanzen sieht gibt es glaube ich Ärger. Naja sie war glaube ich aus deiner Heimat und wäre sicherlich für dich eine nette Gesellschaft gewesen. Aber leider wie gesagt hat ein anderer den Zuschlag bekommen. Mal schauen ob ich die Tage noch was anderes finde."


    Varus beendete erst einmal seinen Wortschwall um Shani Gelegenheit zur Reaktion zu geben.

    Nach langer Zeit der Abwesenheit von Roma hatte Varus mal wieder sein Lupanar aufgesucht.
    Allerdings weniger um sich zu "entspannen" das würde er vielleicht noch später nachholen. Nein mehr um nach dem Rechten zu sehen und sich die "Bücher" anzusehen.
    Schließlich war er ja lange weg und wenn die Katze aus dem Haus ist.


    Mit dem Zustand des Hauses war er eigentlich ganz zufrieden nur meine er es könnte etwas mehr Kundschaft da sein und vielleicht bräuchte es mal die ein oder andere neue Lupa.


    Er würde sich demnächst darüber mal Gedanken machen.

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    Atermas hörte genau zu und sah Varia die ganze Zeit forschend an. Sicher war er sich ganz und gar nicht aber was sollte er noch mehr verlangen um Sicherheit zu bekommen. Er baute darauf das Varia offensichtlich Kriegerin war und keine gute Lügnerin.
    Einmal kräftig geschluckt und er macht die Schritte bis direkt zu ihr.
    Zuerst löste er die Ketten an ihren Händen, dann würde sie ihn zwar würgen können aber durch die noch verbliebenen Ketten an den Füßen hoffte er sich dann entwinden zu können.
    Als nächstes löste er die Verbindungskette zwischen denen an den Händen und denen an den Füßen.
    Diese beiden legte er soweit es geht weg und gab gleich Serrulus ein Zeichen sie weiter weg zu räumen.


    Der hatte das bisherige mit großen Augen verfolgt und mühte sich nun ab die viele Kilo schweren Ketten in eine Ecke zu bringen.


    Atermas kniete derweil vor Varia nieder und nahm die Fußfesseln ab. Dadurch präsentierte er zwar seinen ungeschützten Rücken aber da Varia nur noch die bloßen Hände hatte hoffte er einen eventuellen Schlag zu überlegen und plante sich dann sofort tot zu stellen.


    Als die Fußketten auch ab waren nahm er diese selber auf und machte ein paar Schritte rückwärts und blickte Varia an
    "Besser oder?"


    Im Hintergrund standen noch Hannah und Esther.
    Hannah blickte recht ängstlich auf Varia und hatte die Hand vor den Mund genommen.
    Esther lächelte Varia freundlich an und ihre Blicke suchten bei Varia nach offensichtlichen Verletzungen.

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    "Ich kenne dich nicht aber du wirkst auf mich wie jemand der töten kann und dazu in einer Ausnahmesituation ist. Dazu sage ich, ein Mann, dir was du tun oder lassen sollst.... gepaart mit deinem bisherigen Verhalten vertraue ich dir halt nicht soweit wie mein Leben...


    Schwörst du mir bei Artemis das, wenn ich dir die Ketten abnehme, du niemanden in diesem Haus, ganz besonders nicht Tiberius Helvetius Varus und Marcus Helvetius Commodus, etwas antust, nicht versuchst zu fliehen und dich wenn ich es sage dir die Ketten wieder anlegen lässt?"

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    Serrulus nickte zufrieden und sagte dann zu allen im Raum


    "Ihr habt gehört ich verlange von nun an das ihr euch merkt das mein Vater Ares heißt... Jawohl!"



    Als sie kurz ihre Schmerzen zeigte sprach Esther [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/hlfb-2e-68d3.jpg] wieder. Schon immer die mutigere der beiden Schwestern fragte sie direkt
    "Atermas ist das denn wirklich nötig. Du siehst doch das sie verletzt ist. Können wir ihr die Dinger nicht abnehmen und erst einmal schauen was sie hat?"


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    Atermas seufzte leicht ob der beiden Frauen und dem was sie eben gesagt hatten.
    "Er ist Römer, sie herrschen über fast die ganze Welt. Ich glaube nicht das er da groß Probleme gesehen hat... Für ihn ist es mehr als nur klar das du dich fügen wirst. Ich will es gar nicht schätzen aber es werden zigtausende Sklaven versucht haben und kein einziger hat es geschafft."


    Auf die Frage von Esther antwortete er:
    "Das würde ich gerne Esther. Sklave sein ist das eine, angekettet wie ein Hund das andere. Allerdings weiß ich nicht wie es dann weitergeht wenn sie von den Dingern befreit ist. Das könnte für uns recht unerfreulich werden wie ich befürchte..."


    Er blickte Varia wieder an.
    "Du glaubst an Artemis sagtest du?"

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    Die beiden Frauen ließen sich durch eine beschwichtigende Geste von Atermas erst einmal dazu bringen nichts weiter zu sagen.
    Das Gespräch nahm zwar eine Richtung die anders war als die von Atermas geplante aber wenigstens schien Varia sich etwas beruhigt zu haben.
    "Nun vielleicht hat er ja genau das vor! In einem anderen Haushalt wäre das durchaus möglich.
    In diesem Fall aber nahez unmöglich. Commodus und Varus sind wie Brüder. Zwar grundverschieden und nicht wirklich blutsverwandt aber vom Verhältnis zueinander wie Brüder. Wobei der eine ganz deutliche der ältere ist und das sagen hat. Und das ist nicht Varus obwohl er glaube ich älter ist... aber das führt jetzt zu weit.
    Ich spekuliere jetzt einmal wild über die Gründe deines Kaufes. Ob es wirklich so war weiß ich nicht.
    Ich glaube Varus will dich Commodus schenken weil er sich damit für irgendwas entschuldigen brauch. Commodus braucht noch so etwas wie einen Leibwächter. Nicht weil er unbedingt aktuell bedroht wäre oder so sonderlich schutzbedürftig wäre. Aber einfach deshalb weil man so etwas ab einem gewissen Stand bei den Römern halt hat. Dafür dann jemanden zu nehmen der aus Völkern am Rande oder hinter dem Rand des Reiches kommt ist wie mir scheint im Moment in Mode. Wobei die Mehrheit da auf germanische Barbaren zurückgreift. Weder Varus noch Commodus als auch wir, wobei wir da natürlich nicht gefragt werden, haben aber Lust sich so einen großen stinkenen behaarten Bären aus dem hohen Norden ins Haus zu holen!"


    Atermas wollte erst einmal Gelegenheit zur Antwort geben und schwieg.



    Serrulus [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/hlfb-2h-c7e1.jpg]
    dagegen, der mit großen Augen das was Atermas gesagt hatte verfolgt hatte schwieg allerdings nicht-
    "Aha Tochter von Ares also.... wie mein Vater heißt weiß ich gar nicht, meine Mutter heißt.. nein hieß Beronoe. Ich finde du siehst mir ähnlich. Kann es sein das mein Vater auch Ares heißt?"