Beiträge von Rediviva Helena

    Mit einer leichten Verneigung und einem Lächeln auf den Lippen folgte ich seiner Aufforderung. Ich schwieg eine kurze Weile, doch ich versuchte allerdings trotzdem ein Thema zu finden. Ich wollte meine Prophezeihung nicht unbedingt in die Tat umsetzen, dass ich kaum sprach.


    "Geschieht eigentlich sehr viel während deines Tages was du aufklären musst oder hält es sich in Grenzen?"

    "Ah da habe ich doch einen besseren Vorschlag!"


    Ich dachte schaudernd an den vorigen Tag als ich noch mit meinem Cousin über die NMärkte 'geschlendert' bin. Es war ein grausamer Akt gewesen.


    "Wie wäre es mit einem Spaziergang am Hafen oder gar durch den Stadtpark? Auf dem Markt ist mir momentan entschieden zuviel Rummel..."


    Ich grinste leicht. Die Märkte waren einfach tödlich.

    Ich beobachtete ihn eine kurze Weile. Ich konnte mich an sein Gesicht, an seinen Namen und an seinen Beruf erinnern, doch unser damaliges Gespräch war vollkommen versunken. Nun, wer hatte auch schon damit gerechnet, dass ich ihn einmal nicht beruflich treffen würde? Das Lächeln erwiedernd antwortete ich:


    "Ich überlasse dir die Führung! Ich würde mich vermutlich öfter verlaufen als mir lieb ist, denn eigentlich war ich schon lange nicht mehr unterwegs. Mich würde es nicht wundern, wenn sich die Häuser verschoben hätten!


    Ich werde mich überraschen lassen! Mein einziges Ziel war wie gesagt einmal jemand anderen als meine Kinder und mein Spiegelbild zu sehen!"

    "Nein!"


    wagte ich es abermals zu wiedersprechen.


    "Ich habe das alles dir zu verdanken und keinen Beitrag dazu geleistet. Aber lassen wir das! Ich dachte am ehesten für mich an Dinge wie Obst oder eher mageres Fleisch. Anderes geht einfach nicht..."

    "Ich bin Helena Matinia, doch ich denke das wird dir nicht entgangen sein. Solltest du hier in Hispania wohnhaft werden... Es wäre sehr erfreulich, denn es ist arg Priestermangel hier und wir können jede helfende Hand gebrauchen!"


    Ich sah Claudia wieder an.


    "Gibt es Neuigkeiten oder irgendwelche Dinge die wichtig sind zu beachten? Oder ist alles beim Alten geblieben?"

    Ich nickte leicht und lächelte, unweigerlich trat es auf meine Lippen.


    "Ja. Ich weiß selbst erst seit ein paar Tagen davon. Ich bin so glücklich. Ich hoffe nur, ich nehme dir da jetzt nichts fort, wenn ich dich ablöse? Ich möchte nicht, dass du dich versetzt fühlst..."


    Noch ganz anders als beim letzten Gespräch waren meine Reaktionen...

    "Nein, vielen Dank! Ich bin eigentlich hier um mal etwas anderes als die Villa zu sehen. Einfach mal raus aus den Wänden. Mal wieder unter Menschen. Nur musste ich wieder einmal feststellen, dass ich nicht ganz gefeit war!"


    Ich rang mr ein weiteres Lächeln ab, was mir allerdings besser gelang als zuvor.


    "Vielleicht möchtest du mir ein wenig Gesellschaft leisten? Mag sein, dass ich im Moment eine eher schlechte Gesellschafterin bin, aber.. das wird man dann im Laufe des Gesprächs sehen."

    Ich folgte seiner Geste, doch fröstelte ich ein wenig. Es war ziemlich frisch hier oben und ich bedauerte, dass ich doch kein Schultertuch mitgenommen hatte. Ich ließ mich nun auch auf den Rücken gleiten um den Sternenhimmel.


    "Das ist eine gute Idee. Ich weiß nicht besonders viel... Aber auch so kann es wunderschön sein!"

    Sim-Off:

    *lol* Armes Claudinchen ;) Ich hoff für dich, es wird weniger. Sonst teile doch den Thread dass du irgendeins der RPGs draußen hast?!


    Schon seltsam, so in sein eigenes Officuim hereingebeten zu werden, doch lächelnd trat ich ein. Ich hatte Claudia schon an der Stimme erkannt.


    "Salve, Flaminca Minervae Tiberia Claudia. Salve!"


    nickte ich auch der mir unbekannten zu. Claudia jedoch entgegnete ich mit einem Zwinkern.


    "Wie ich sehe musst du hier meine Arbeit machen?"

    Er musste sich nicht wiederholen und mehr oder weniger galant ließ ich mich auf seinen Mantel niedersinken. Als erstes an diesem so 'berühmten' Ort ließ ich meine Blicke schweifen, doch in der Finsternis erkannte ich freilich nicht viel. Das einzige was ich zu Anfang erkennen konnte waren die Schatten der Bäume in der näheren Umgebung.


    "Ich finde es ist schön hier. Auch wenn man von der Landschaft nicht viel erkennen konnte."


    Doch die Atmosphäre war unglaublich schön, fügte ich in Gedanken hinzu. Ich sah zu ihm hinaus und wartete darauf, dass er sich zu mir setzte.

    "Natürlich vertraue ich dir! Du hast mir noch keinen Grund gegeben, dies nicht zu tun."


    antwortete ich warm und mit einem sanften Lächeln. Ich hatte sogar großes Vertrauen zu ihm. Er hatte mir schon jetzt mehr gegeben, als es die Tiberia oder Octavia in dieser Zeit je gekonnt hätten.


    "Und wenn uns jemand sieht - dann sollen sie es nur denken! Erwischen würde ich es nicht bezeichnen, schließlich sind wir nicht verbotenerweise hier!"


    Doch ich folgte seiner nachfolgenden Anweisung und achtete etwas mehr auf meine Schritte. Und doch antwortete ich:


    "Na und wenn schon. Eine kleine Verletzung würde keine schlimmen Nachteile mit sich ziehen! Bestenfalls würde ich nach Haus getragen und schlimmstenfalls - was allerdings nicht wirklich schlimm ist - müsste ich die Nacht hier verbringen! Doch sicher nicht allein, oder?"

    Ich schüttelte ein wenig verwirrt den Kopf, doch folgte ich ihm. Es dauerte eine kleine Weile, bis ich verstand, was er eventuell andeuten wollte. Ich musste grinsen, doch wandte ich mein Gesicht ab - er sollte meine späte Reaktion nicht unbedingt bemerken. Unangenehm.


    Ich umschloss seine Hand ein wenig fester, da ich manchmal stolperte und nicht erpicht darauf war, auf dem Boden zu landen.


    "Wohin führst du mich nun?"

    Ich sah ihn dankbar an - ohne seine Hilfe würde ich vermutlich wie ein nasser Sack auf den Boden plumpsen. Ich ließ mich in die Arme meines Cousins, wie Bruders gleiten und war glücklich über das sanfte Aufkommen am Boden.


    Einen Moment schwankte ich beachtlich, doch langsam gewöhnte ich mich wieder an den festen Untergrund und ich führte meine weiße Stute ebenfalls zu dem Baum, an dem schon Metellus' Pferd war und band sie ebenfalls dort an.

    "Nur nichts, was schwer im Magen liegt! Das habe ich mir gründlich abgewöhnen müssen, denn durch meine letzten Monate vertrage ich nur noch leichte Kost. Aber Vater... Eine große Feier musst du nicht daraus machen... Ich.. eher du solltest gefeiert werden!"


    Es war mir beinahe unangenehm, wie groß das Ereignis hingestellt wurde. Dabei hatt er doch dafür gesorgt und nicht ich.

    "Ja! Ich hoffe.."


    Ich war wirklich ziemlich überanstrengt, auch wenn ich es nur mit recht viel Ärgernis eingestand. Als er zu mir sah, lächelte ich. Kaum, dass er den Blick abwandte, zeigte mein Gesicht wieder die Erschöpfung. Ich war ganz schön aus der Puste.


    "Überraschenderweise bleibt mir wirklich der Atem weg! Ich muss glaube ich langsamer anfangen..."


    Nun konnte auch ich langsam den Hügel erkennen. Bald geschafft - mein einziger Gedanke.

    Ich seufzte einmal tief und nahm den Becher lächelnd entgegen.


    "Nagut, aber mehr besser nicht. Ich liege allzuschnell auf dem Boden, wenn ich Wein trinke. Ich sollte es langsam lernen mich nicht immer zu allem überreden zu lassen. Und das mit dem Opfer wird gern gemacht, doch das mit dem Wein muss ich mir noch überlegen... Ich werde dein Verhalten beobachten und danach entscheiden!"


    Ich grinste.

    Ich sah ihm hinterher, trieb mein Tier noch ein wenig mehr an und.. wäre in der Kurve beinahe vom Pferd gerutscht. Ich konnte mich gerade noch mit den Schenkeln festhalten, auch wenn mein Atem vor Schreck etwas schneller ging. Hoffentlich hatte Metellus nichts mitbekommen. Aber der war sicher zu sehr mit dem Weg beschäftigt.


    Ich wandte meinen Blick der Landschaft zu. Hier sah man fast nichts mehr von Tarraco und die Luft war herrlich klar. Vielzulange hatte ich nicht mehr einen Ausritt getätigt und nun da der sternenklare Himmel über mir und die frische Lust um mich herum war, merkte ich, wie guttuend es doch war. Am liebsten hätte ich die Augen geschlossen, doch das war mir nun doch ein wenig zu riskant, da ich noch so unsicher saß.