Beiträge von Rediviva Helena

    Ich ließ mich in seine Umarmung ziehen und lehnte meinen Kopf an seine Schulter. Ich war sogar dankbar für die Nähe die er mir gerade gab und rang mir ein leichtes Lächeln ab.


    "Erst einmal solltest du wissen, dass du mich nicht nervst, ich bin dir eher dankbar... Und ja, ich mag ihn sehr, seher gerne...."


    Ich seufzte: Eietnlich war ich es leid über Nova und Vitamalacus zu reden, meistens war es Probleme wälzen und ich fürchtete, genau das würde nun auf mich zukommen!"

    Mein Blick zeigte leichte Besorgnis, in mir wurde Helena wach, ich wollte nicht mehr Tiberia sein. Nur noch Helena. Die Tochter des Anton. Das junge Mädchen, nicht die Frau.


    "Mir geht es ebenfalls ziemlich dürftig... Wünschte ich hätte mich auch gehen lassen!"


    Ich sah ihn müde und sanft an.

    "Dann haben wir uns ja geeinigt, danke fürs loslassen...!"


    Mein Tonfall war ziemlich melancholisch bis traurig, ich riss mch zusammen und sah ihm geradewegs in die Augen. Warum bekam ich das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen...


    "Wie geht es dir?"


    Ablenken, er würde es nicht merken...

    Mein Blick zeigte Angst, Verwirrung und Scheue. Gar nicht die Sachen die ich offenbaren wollte. Ich atmete schnell ..


    "Lucius, du hast getrunken...!"


    Meine Stimme war sarkastisch angehaucht, wogegen ich nichts tun konnte. Und darum sah ich mich auch nicht genötigt, ihm zu antworten.. Aber ich hätte es auch nciht getan, wenn er nüchtern wäre.

    Ich senke meinen Kopf, damit er mein Gesicht nicht erkennen konnte. Es ärgerte mich, dass es Crassus war, auch wenn ich nicht Wut oder dergleichen ihm gegenüber hegte.


    Was sollte ich nun tun? Meine Stimme würde er erkennen... Ich legte meine feingliedrige Hand auf die Seine und nahm sie von meiner Schulter. Hielt sie kurz, um sicherzugehen dass er sie nicht einfach wieder auf meine Schulter legen würde und ging langsam weiter...

    Ich schrak zusammen als ich aus den Augenwinkeln eine Bewegung registrierte und zog das Tuch was um meinen Kopf lag noch enger am Kinn zusammen.


    Ich wusste nicht, wer da war.. ich beschleunigte meinen Schritt...

    Ich hatte nicht vor, mit den anderen zu gehen. Es war ein reines Täuschungsmanöver gewesen. So würden sie nicht erwarten, dass ich nach Germania ginge, sondern sonstwohin. Ich hatte meine Gestalt in einem weißen Überwurf verborgen, damit ich nicht erkannt würde... Meine Schritte waren schnell und leicht...

    Ich war wieder zuhause angekommen, nachdem ich meinen Kopf erst einmal frei gemacht hatte. Ich wusste, was ich nun tun würde und ich wusste, warum mir der Abschied so schwer fiel. Ich war froh, dass ich die Mittel eines Patriziers hatte. Ich ließ die Sklaven Kleider zusammen packen. Ich ließ Vorbereitungen treffen, was ein Schiff anging. Und ich ließ Pentesilea rufen, was allerdings nicht die dringengste Eile hatte.

    Nein sie hat nicht gegen die Spielregeln verstoßen... Sonst hätte sie nämlich ne saftige Verwarnung bekommen.


    Könnt ihr es nicht einfach gut sein lassen?


    Wollt ihr es nicht verstehen?


    Euch wurde von Spielleitung, Offizieren etc pp klar gesagt, was ihr tun dürft und was nicht und das gilt nicht nur für euch, nein, oh wunder für alle.

    Ich stand auf, hatte einen Beschluss gefasst. Ich ging auf mein Pferd zu, hielt es an den Zügeln und schwang mich wieder auf seinen Rücken. Und ich trieb es an, zurück Gen Tarraco. Ich hatte Vorbereitungen zu treffen...

    An einen Baum gelehnt sah ich in den Himmel... Warum gab es nur nie einen Lichtblick? Jeder Lichtblick der sich mir auftun wollte wurde wieder durch eine weitere dunkle Wolke verdeckt. Und so schien es mir saß ich nun allein in der Finsternis. Ich zog meine Beine enger an meinen Leib.


    Vater war gestorben, dass das ungeborene Kind überhaupt überleben würde war ungewiss... Maximus war nciht hier. Meridius Worte heiterten mich nicht auf... Nein, Maximus würde das tun, was er auch seinen Soldaten abverlangte, so war er.


    Meine Freunde waren alle nicht hier... Quintus nicht, Flavius nicht und auch Meridius und andere waren in weiter Ferne. Wenn nicht geographisch dann doch emotional.


    Und ich saß allein hier.


    Aber nicht mehr lange.

    Ich hielt jedoch schon bald ein, Tarraco war noch in Sicht, wenn auch in weiter Ferne. Ich stieg von dem Tier herab, war es wirklich nicht mehr gewohnt zu reiten. Ich strich dem Tierchen was ich zu meiner Hochzeit bekommen hatte beruhigend über die Nüstern.


    "Ssssht, ist ja gut mein Kleiner...!"


    Doch auch jetzt konnte ich mir kein Lächeln abringen. Minervina würde mich schon nicht vermissen, ich konnte beruhigt ein paar Tage für mich verbringen, wie auch immer ich das anstellen würde. Ich wischte mir die bereits trocknenden Tränen von den Wangen...


    Ich hatte nicht weiter überlegt, was ich nun tun würde und sah mich unschlüssig um. Doch dann tat ich ein paar Schritte in Richtung einer kleinen Baumgruppe und setzte mich dorthin.

    Ich hatte mich in einem Umhang aus der Stadt geschlichen, man sollte mich nicht erkennen. Nun, da ich vor den Toren der Stadt war konnte ich es abstreifen. Und ich tat es. Es hing mir über die Schultern, mein Haar war ohne jegliche Zierde, mein Gesicht ungeschminkt


    Tränen liefen mir über die Wangen. Ich wusste nicht, welcher der Gründe am Meisten dafür konnte, doch ich war unglücklich. Und das Wetter schien mit mir einer Meinung zu sein, denn der Himmel war bewölkt. Kalt hingegen war es nicht. Ich tríeb das Pferd an, schneller zu reiten, meine Krankheit war vergessen. Sie befand sich ohnehin im Endstadium.

    "Es war keineswegs bös' von mir gemeint. Ich finde es nur - und auch damit möchte ich mich nicht auf dich beziehen - schrecklich wie sehr die Gespräche an der Rostra das Thema verfehlen... Aber nimm meine Entschuldigung an, ich verstehe schon was du meinst!"

    Ich sah ihn beinahe schon resignierend an.


    "Es war das erste Mal dass ich überhaupt jemanden mit Torquatus verglichen habe. Und das auch nur weil ihr euch in dieser Hinsicht ziemlich ähnlich angehört habt... Zudem weiß ich auch nicht, was an diesem Vergleich so dramatisch gewesen sein soll, dass man gleich so reagiert..."


    Staunend, was manche nicht immer für Schlüsse ziehen...:


    "Ich hoffe, dieser Rat war auch beratend und nicht drohend gemeint?"


    Durchaus verständlich, dass ich skeptisch war: Wartete ich doch immer noch auf einen versprochenen Racheakt.. Wenn auch nicht von ihm.


    "Aber du hast Recht, es kommt nicht nur auf die Redegewandtheit an. Da muss ich dir zustimmen. Ich persönlich bewerte allerdings die Kandidaten danach, wie sie wissen sich auszudrücken. An irgendeinem Punkt muss man sich doch festhalten können? Wenn ich jemanden nicht kenne lausche ich nicht deren Versprechen, denn von denen kann man viele machen. Ich achte auf die Worte"


    Gut, dann kannst du die Regeln ja neu schreiben, wenn alles so genau detailliert sein muss. Ich dachte ... Ach :rolleyes: ich wollte es lassen