Wir gingen ins Triclinium.
Beiträge von Rediviva Helena
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Gemeinsam betrat ich mit Tiberiua Vitamalacus das Triclinium und wies die Sklaven an uns Speis und Trank zu bringen. Wo Maximus wohl gerade war? Lächelnd legte ich mich auf eine Clinie und wies auf den Platz mir gegenüber.
Eine Sklavin kam und brachte Obst und eine Karaffe Wein mit 2 Zinnbechern und stellte es auf den Tisch zwischen uns ab. Mit ruhiger Stimme ging ich nun auf seine Worte ein...
"Nun, mein Vater hat die Ehre erhalten zu den Manen aufzusteigen. Und ich sollte nicht mehr zuviel trauern, auch wenn dies leichter gesagt als getan ist. Doch sprechen wir von erfreulicheren Dingen. Bist du schon lange hier? Ich bin ja gerade erst aus Italia zurückgekehrt..."
Ich sprach mit ruhiger, noch vom Weinen ein wenig dünner Stimme. Mit flauem Gefühl im Magen nahm ich mir ein paar Datteln. Eigentlich hatte ich keinen Hunger doch ich musste etwas essen.
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Ich ging nach hinten und bat ihn erfreut herein.
"Ah, Salve. Tiberius sagst du? Wir kennen uns noch gar nicht. Ich bin Helena Tiberia. Wollen wir nicht ins Triclinium gehen? Es ist an der Zeit zu essen..."
Ich sah ihn erwartungsvoll an. Ich würde vermutlich nichts essen, doch allein die Höflichkeit gebot dieses Angebot zu machen. Ich musste noch immer an Vater denken und dieser Gedanke würde sich noch lange in meinem Kopf einscheißen, wie seine Gestalt von den Feuern verschlungen wurde.
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Endlich *ächz*

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Dieses Mal öffnete ich. Es ziemte sich nicht für die Hausherrin, doch ich ging gerade vorbei, sodass ich neugierig wurde: Da kam mein plebejisches Blut wieder hoch. Ich lächelte.
"Salve, Fremder!"
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Ich sah sie verblüfft an. Nicht einmal vorgestellt hatte sie sich. Nun, was machte es schon. Ich würde versuchen Antworten auf ihre Fragen zu finden und nickte leicht.
"Ich danke für die Einladung, die ich gerne annehme! Ich muss zugeben ich bin auch ein wenig entsetzt, was hier vonstatten geht. Es war wohl mein Fehler, dass ich der Beerdigung meines Vaters beiwohnte und sie durchführte, denn hier schien in der Zeit alles drunter und drüber gegangen zu sein."
Ich musste bei dem Gedanken an meinen Vater erst einmal tief Luft holen, bevor ich den Schmerz hinunter geschluckt hatte und weiter sprechen konnte.
"Ich hatte einen Vertreter für den Zeitraum meiner Abwesenheit bestimmt und sehe grade hier auf diesem Zettel, dass er sich aus mir unbekannten Gründen den Pflichten entzogen hatte. Es tut mir aufrichtig leid um Hestia. Auch ich habe sie in mein Herz geschlossen. Ich möchte mich im Namen der hiesigen Priesterschaft entschuldigen, ich habe sie sehr geschätzt."
Ich fühlte mich schon ein wenig schuldig, auch wenn ich aus gutem Grunde fern geblieben war. Doch bei den Göttern, ich war doch nicht die einzige Priesterin in Hispania.
"Sofern es - und davon gehe ich aus - gewünscht ist, dass Hestia noch heute bestattet wird, so mache ich mich unverzüglich auf den Weg. Das kann ja nun wirklich nicht angehen... Achja...!"
Ziemlich enttäuschend. Da hatte ich meinen Vater bestattet und nun lief während meiner Abwesenheit trotz der Liste nichts.
"Zu der Sache kann ich leider nicht viel sagen. Nur soviel: Er war noch ein Schüler und hat sich für einen solchen ziemlich viele Freiheiten herausgenommen, so auch dass er sich gegen des Kaisers Befehl gestellt hat. Es wäre früher oder später ohnehin dazu gekommen. Doch die Tatsache dass die LAPP ihn entlassen hat kommt mir erst jetzt zu Ohren. Ich werde da nachhaken, doch sie war stets eine hohe und hochgeschätzte Person im Cultus Deorum und hatte unter all jenen Umständen sicherlich Grund und Befugnis!"
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Ich spürte wie sich seine Arme um meine Schultern legten und er mich an sich zog. Ich kuschelte meinen Kopf an seine Brust an und nun tat mir diese Nähe doch unwahrscheinlich gut. Ich lächelte leicht. War s bitter? Ich fühlte mich so leer. Die Welt um mich herum war so unwirklich. Mir war alles ziemlich egal.
"Er ist tot..."
Es waren die härtesten Worte die ich hätte sagen können, aber es waren auch die wenigsten. So brauchte ich nicht große Reden schwingen und Maximus alles erklären. Oh mein geliebter Vater, ich brauche dich so...
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Ich nickte bei seiner Fragen Trinken, doch ich ging dann etwas zurück. Moment. Wie es meinem Vater ging? Ich sah ihn entsetzt an - tat er das mit Absicht, oder wusste er wirklich nichts davon?
"Er... Ich... Er.. Ihm ist... eine Ehre wiederfahren... Du wirst nichts mehr von ihm hören..."
Ich barg mein Gesicht unter den Schluchzern in meinen Händen. Oh ihr Götter, warum musste er das fragen? Ob es Vater gut geht? Tränen sammelten sich in meiner Handfläche und liefen den Unterarm hinab.
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Ich schrak kurz zusammen als ich Maximus' Stimme hörte. Ich wusste nicht ob ich mich freuen sollte ihn zu sehen. Am liebsten hätte ich einen meiner Cousins bei mir, die Erinnerungen mit mir teilen konnten.
"Ja... Ich konnte nicht eher. Jetzt bin ich ja wieder da..."
Ich sah ihn aus roten und müden Augen an. Auch die letzte Nacht konnte ich nicht schlafen. Während der Überfahrt war ich auch vollkommen abgemagert, ich hatte einfach keinen Hunger mehr. Die Arme waren sehniger und die Knöchel an meiner Hand traten leicht hervor.
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Ich kam den Flur entlanggeeilt und sah Leute vor dem Officum warten. Verwirrt sah ich mich nach Balbillus um. Naja ich würde es ihm nicht krumm neben, schließlich habe ich gesehen wie schlecht es ihm ging.
"Salvete, was ist denn hier los?!"
Ich lächelte und öffnete die Tür des Officiums. Es war tatsächlich leer. Balbillus hatte nicht einmal Vertretung organisiert.. Ich bat Vipsania herein und setzte mich auf meinen Platz.
"Was kann ich für dich tun?"
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Ich war völlig erschöpft von der langen Reise und blieb in der Tür stehen. Unglaublich, wieder einmal hatte ich es nach Hause geschafft. Doch meine Gedanken weilten noch immer bei den lodernden Flammen...
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Mühsam zwängte ich mir Brot hinunter. Es war ein beklemmendes Gefühl hier unten, fern von allem Sonnenlicht zu speisen. Doch die Anwesenheit der Manen erfüllte mich mit stolz - waren sie schon da? Oder würden sie erst kommen wenn Maximus und ich gegangen waren? Ich griff zum Wein und vergoss ein wenig davon um auch die Götter zu ehren. Ob Maximus all diesen Sitten noch folgen konnte? Sicherlich, den Opferungen schon, aber würde er auf die Idee kommen die Speisen wieder ordentlich mit hinausnehmen zu wollen?
"Was denkst du grade?"
Ich wollte das Schweigen brechen, es war ohnehin schon so still und kalt in der Gruft meiner Eltern. Ich sah kurz mit feuchten Augen zum Grabmal meines Vaters und schluckte schwer. Ich musste an alle die Leute denken, selbst Messalina war da gewesen. Obwohl sie und Anton oft Fehden hatten. Dann sah ich Maximus bittend in die Augen.
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Gemeinsam mit Maximus an meiner Seite und anderen Familienmitgliedern betrat ich nun die Familiengruft. In meinen Armen trug ich die Asche, andere hatten Lebensmittel und Lampen dabei. Unsere Schritte die Treppen hinab hallten an den Wänden wieder. Einst war ich schon bei der Beerdigung meiner geliebten Mutter hier gewesen. Ob meine Kinder sich eines Tages auch so bemühten? Ob sie auch so trauerten? War ich überhaupt eine gute Mutter? Ich wandte mich mit leiser, rauher Stimme zu meiner Familie um.
Ich ging zu dem Grabe, zu dem Grabmal meiner geliebten Mutter. Sie war bei meiner und der Geburt meiner verschollenen Zwillingsschwester gestorben. Ich konnte mich nicht an sie erinnern. Neben ihrem Grabe stellte ich nun, in eine kleine Grube die Urne mit der Asche meines Vaters und murmelte ein Abschiedsgebet. Dann warf ich drei Handvoll Erde in die Grube. Somit wurde Vater der Eintritt in die Unterwelt ermöglicht und die Ehre der Götter geschützt. Noch ein wenig mehr Erde warf ich nun darüber, bevor der Grabstein aufgestellt wurde. Auf das wertvollste und erfolgsreichste Mitglied aller Zeiten, das die Gens Octavia gestellt hatte. Die Gräbe von Vater und Mutter waren mitten in der Gruft, zentral.
"Nun werden erst einmal die Opfer abgehalten. Wo ist der Widder für Ianus? Das Schaaf für Vesta? Das Schwein für Pluto?"
Prüfend sah ich die drei Tiere an. So eingeengt wirkten sie sehr furchtsam, doch sie waren glücklicherweise betäubt. Ich konzentrierte mich sehr auf den abermalgen Ritus. Dieses Mal ging es noch besser als bei dem Ritus einige Tage zuvor. Als die drei Tiere geopfert waren, machte ich alles für ein Totenmahl zurecht. Da wir nur die engsten Verwandten waren, war nicht viel zu tun. Ich sah zu Maximus und Margarita.
"Zu diesem Mahle nun lade ich alle Manen der Gens Octavia ein!"
Konnte ich Vater spüren? Mir wurde warm, vermutlich allein schon von der Vorstellung. Doch es kam mir grotesk vor, wie auch damals, hier in der Gruft zu speisen. Öllampen erhellten die Szenerie und gestalteten alles freundlicher.
Sim-Off: Ich würde mich freuen, wenn wir hier ein kleines RPG bis zum Abend hinbekommen. Heut Abend muss ich mich aus Italia abmelden. Den restlichen Ritus gebe ich euch und ihr umschreibt den dann in der Casa Octavia selbst

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Hier ruhen die sterblichen Überreste der zu den Manen übergegangenen Mitglieder der Gens Octavia
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Als sich das Feuer gegen Abend immer mehr zu Glut entwickelte, packte ich mit den Sklaven gemeinsam an und löschte die letzte Glut mit Wein und Wasser. Es roch schrecklich nach Elend, Tod, Feuer. Meine Augen trännten nun nicht mehr nur vor Trauer. Ich strich über meinen Bauch und seufzte schwer. Ich war wieder schwanger, wusste es seit knapp einer Woche. Eine leichte Wölbung hatte sich gezeigt und auch meine Blutungen ließen seit 2, 3 Monaten auf sich warten. Vielleicht war es der Erbe, denn Vater sich damals so erhofft hatte? Wie auch mein Gemahl?
Ich wies die Sklaven an, die Asche aufzukehren. Sie taten wie ihnen geheißen wurde. Ein wenig Knochen waren noch wie erwartet zu erkennen, doch total verstümmelt und nicht mehr schätzbar ob es Vaters Gebein oder das der Tiere war. Ich seufzte tief, doch meine Tränen waren versiegt. Ich musste nach vorne schauen, ich war in Abwesenheit meines Mannes seine Stellvertreterin. Und ich hatte ein Kind aufzuziehen wie ein weiteres zur Welt zu bringen.
Als alles aufgekehrt war, wurde es sorgfältig in eine Urne gefüllt. Diese nahm ich an mich und wandte mich vom Ort des Geschehens ab. Ich sah zu Maximus und gemeinsam gingen wir nach Hause. In ein paar Tagen würden wir die Familiengruft aufsuchen müssen um Anton dort, neben meiner geliebten Mutter zu begraben. Ich war allein.
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Selbstverständlich

Damit wärest du der letzte Tiberier für die nächste Zeit der in unsere Gens gefunden hat und finden wird!
Ich bin höchsterfreut dass du zu uns kommen möchtest!
Ich möchte einmal für unseren Pater Familias sprechen: Er ist etwas seltener da und dann bin ich dein Ansprechpartner, da Maximus und ich im RL zusammen sind

Ansonsten: Ich bin echt happy dass du zu uns gefunden hast. Besitzt du icq?
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Salve, Quintus Vitamalcus,
hiermit möchte ich dich im Namen der Gens Tiberia herzlich Willkommen heißen! Und vielleicht bist du ja auch ein Tiberia? Möchtest du den letzten Platz, den wir freistellen, in den Reihen unserer Gens erlangen? Ja, vielleicht sogar zurückerlangen? Ich bin mir sicher, solltest du tatsächlich der Verlorengegangene sein, den mein Gemahl, Publius Tiberius Maximus vermisst, dann würde er dich sicherlich gerne wieder aufnehmen!
Unsere Gens ist Mitglied der kaisertreuen Factio Veneta. Bislang dienen wir dem Kaiser und Rom in allen möglichen Gebieten: Zivil, Militärisch und Religiös. Ich selbst bin Regionalleiterin in Hispania vom Cultus Deorum und mein Gemahl, der Pater Familias ist Praefectus Castrorum bei der Legio IX Hispania.
Unsere Gens ist patrizisch, was dir viele Vorteile verspricht. Als Patrizier bist du neben Zivilisten und Rittern und Senatoren den Plebejern im Vorteil: Du dürftest Betriebe führen. Dies dürfen, wie bereits erwähnt, Priester und Soldaten nur ab dem Ordo Equester und aufwärts, bis in die erlesenen Reihen der Senatoren und Patrizier. Außerdem dürftest du Sklaven halten und solltest du einen benötigen, würde der Pater Familias dir sicherlich einen unserer vielen Sklaven abtreten.
Der Stammsitz unserer Gens ist in Hispania, der friedlichen und sonnigen Provinz des Imperiums. Genauer gesagt befindet sich die Villa Tiberia in Tarraco. Doch selbstverständlich könntest du wohnen wo du wolltest. Zufällg habe ich gehört, dass die Provincia Germania noch Leute in allen Bereichen sucht, vorallem militärisch.
Aber gleich wie du dich entscheiden magst: Viel Spaß im Imperium Romanum.
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Ich ließ meinen Blick hilfesuchend über die beiwohnenden Leute schweifen. Da sah ich meinen Cousin und sah schnell weg. Ich erinnerte mich an unser Gespräch, wo ich mich so allein gefühlt hatte. Obwohl er nichts dafür konnte. Ich sah das nun angekommene Opfer in Form eines reinweißen Schafes an. Es blöckte einmal nervös. Auch dieses betröpfelte ich wie die vorigen Opfer auch mit dem heiligen Wasser bevor ich auch dieses Schaf für Vesta opferte.
"Vesta, als abschließendes Opfer bringe ich dir, Schutzgöttin des römischen Staatsherdes und reine Göttin des Endes dieses Schaf da, in Anlass des Todes meines geliebten Vaters. Ich spreche im Namen der ganzen Familie wenn ich ihn als Vater bezeichne, denn ein solcher war er für jeden von uns. Mögest du und die Götter ihn gnädig aufnehmen, ich hoffe auch in eurer Sicht hat er es sich verdient...!"
Meine Gebete wurden depressiver. Ein Haruspice trat nun auch bei diesem letzten Opfer für die Göttin des Endes vor und auch hier gab es keine Probleme, sodass das verstorbene Schaf den Flammen übergeben wurde.
Und nun stand ich da, wartend dass die Flamen erlischen würden. Wartend dass nur noch Asche meines Vaters, gemischt mit den Opfergaben an die Götter da lag. Gebein neben Gebein. Ich schluckte schwer.
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Nun ließ ich ein Schwein herbeibringen. Ich sah es an und musste an die Probleme denken, die seine Herbeischaffung bereitet hatten. Es war schwer gewesen ein schönes Schwein zu finden, doch letztendlich erlangte diese 2 - Jährige Eber das Glück.
Ich opferte den Eber zu Ehren Antons für den Übergang in die Totenwelt.
"Senator Cicero Octavius Anton, Vater, der du uns ein solch wertvolles Mitglied der Familie, möge dieses Schwein der Götter angenommen werden aufdass deine Reise hinab in Plutos Reich reibungslos verlaufe. Nun da du in die göttliche Welt zu den Manen aufgestiegen bist, wirst du fortan nur noch Plätze in unseren Herzen besitzen, doch diese seien für immer!"
Eine Träne rann mir über die Wange und nachdem auch das Schwein von einem Haruspicen untersucht wurde, leckten auch bald die Flammen nach seinem Fleisch. Der Geruch war beißend und mir wurde ein wenig übel. Vater.
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Schwer seufzend stand ich da, sah noch auf die hochlodernden Flammen, wie gebannt. Ich bemerkte wie sich die Menschenmenge langsam auflöste. Ebenso wie der Leib meines Vaters. Wie gerne hätte ich ihm noch einen letzten Kuss auf die Stirn gegeben, doch das würde mir bis zu meinem Eintritt ins Elysium verwehrt bleiben.
"Bring das Opfer!"
wies ich einen Popa an und er führte einen prachtvollen Widder an einem starken Seil her. Ich sah das Tier mitleidig an und ließ es anbinden. Beruhigend sprach ich auf es ein, es schien vollkommen ruhig. Ob es von der Ehre wusste, die ihm gleich wiederfahren würde? Ich ging in meinem Priestergewand vorsichtig auf den Widder zu. Ich wandte den Blick nicht ab, auch wenn es mir unendlich schwer zu fallen schien und der absurde Gedanke, ob er nicht auch Familie zurück ließ formte sich in meinem Kopf.
Ianus, nimm dieses Opfer die zu Ehren und anlässlich des Todes des Senators und ehemaligen Censors an, der ein wahrhaft ehrbarer Mann gewesen ist.
Ich sprach deutlich, kräftig, jedoch nicht laut. Mit meinen Worten schnitt ich dem Tier die Kehle durch und fing das Blut in einer Schale auf. Ein Haruspice trat vor und ehrfürchtig machte ich ihm platz. Er studierte genau das Opfer und befand es für rein. 2 Sklaven warfen es in das Feuer.