Beiträge von Rediviva Helena

    Ich sah ihn ein wenig... aber auch nur ein wenig überrascht an. Sicherlich hatte ich nur etwas an den Ohren. Sicherlich, leisten konnte ich es mir, doch war sie es mir wert? 1000 Sesterzen? Ich atmete tief durch. Was blieb mir anderes übrig, ich hatte sie schließlich entkommen lassen.


    "Nur weil sie aus Judaea kommt soll der Auftrag teuer sein? Dann sollte aber nicht noch Aufschlag kommen, wenn sie dir Probleme machen sollte. Ich hoffe das ist in dem Preis schon eingeschlossen..."


    Wie sprach er eigentlich mit mir? In mir machte sich langsam Entrüstung breit, diesen Tonfall hatte ich nicht einmal gehört als ich eine Plebejerin war. Und nun durfte ich mir das als Patrizierin anhören. Wie wohl Claudia reagiert hätte?

    Ich klopfte ihm eher kameradschaftlich auf die Schulter. Ohja, ihn schien etwas ziemlich schwer getroffen zu haben und ich hoffte sehr, es würde sich wieder klären, denn er tat mir leid. Da plötzlich erschrak ich, als ich eine Frauenstimme direkt hinter mir hörte und drehte mich um.


    Claudia, erschrick mich doch nicht so. Schlimm diese Menschenmassen, nicht wahr? Dies ist Sextus. Sextus: Tiberia Claudia.


    Ich stellte die beiden einander vor und überlegte, wie ich den "Kleinen" der größer war als ich aufmuntern könnte. Doch fiel mir nicht viel ein.

    ...und rempelte mich an. Ich stand hier, Minervina hatte ich daheim bei Chryseis gelassen, da ich fürchtete ihr würde es zu langweilig werden. Ich hoffte meinen Cousin zu finden, auch wenn ich es nicht glaubte ihn in der Legion zu finden.


    Verdattert sah ich Sextus an, wie er sich noch gestern bei mir vorstellte.

    Ich musterte ihn.


    Gut. Beginne ich gleich einmal die Lage zu schildern. Mir ist eine Sklavin abhanden gekommen und ich weiß beim besten Willen nicht wohin. Sie stammt... ich glaube aus der Nähe von Judaea. Wie teuer würde dies mich zu stehen kommen?


    Auch ich nahm nun den Becher hoch und musste an Marcia denken. Ich hätte dem Wirt sagen sollen, wer ich war denn dann wäre es sicherlich nicht so ein Pansch gewesen.

    Ich sah erleichtert auf, als der Mann mich ansprach und sah zu ihm auf. Wie seine Andeutung wohl zu verstehen war? Dabei hatte ich schon extra meine Tochter, besorgt wie ich war, daheim gelassen. Ich würde auf sein Späßchen eingehen.


    "Ich weiß mich durchaus zu wehren, wenn ich in Gefahr gerate. Wie sonst hätte ich damals den Piraten entkommen können?"


    Ich lächelte und bot ihm einen Platz gegenüber an, als der Wirt auf meinen Wink hin Wein brachte. Ich wollte ja ein guter "Gastgeber" sein. Außerdem war ich auf ihn angewiesen.


    "Ich hörte, du bist durchaus gewillt gegen Geld unangenehme Aufträge anzunehmen? Ich denke der Meine wird nicht sonderlich leicht sein..."

    Mir war nicht ganz wohl und ich hoffte er würde auch erscheinen. Ganz geheuer war mir dieses eigenständige Handeln nicht, doch ich hatte Pentesilea laufen lassen und musste sie irgendwie zurückbekommen. Also tat ich es wie es auch Curio getan hatte. Ich hüllte mich fester in mein weißes Schultertuch über der weißen Tunika ein und begab mich auf einen Platz. Ich musste ziemlich auffällig sein, dachte ich gereizt.

    Du bist ein ehemaliger Weggefährte meines Gemahls und so wie ich dich kenne, wenn auch nicht besonders gut, glaube ich durchaus dass du der Aufgabe gewachsen bist! Und es ist eine wahre Heldentat, dass du dich für Rom gegen deine Prinzipien stellst ;)

    Zitat

    Original von Gaius Scribonius Curio
    Nun gut, so will ich es auch sagen ;).


    25%


    Helena..MEINE Güte...was musst DU denn alles angestellt haben :D?


    *ggg* Da fragst du am Besten mal meinen Freund... und... meine andere böse Hälfte :D :D :D

    >Aber dieser Tintenkleks da... Das ist doch ein Tier und es hat mich wirklich angeglotzt :(


    Das stimmt, schau dir das doch mal an...


    Und wenn ein Glas halbleer ist, ist es halbleer...


    Was kann ich dafür, wenn ich mich verfolgt fühle?


    Und wenn alle über mich lachen?

    Zitat

    Original von Marcus Octavius Nauticus
    Helena, wir sollten mal dringend deine DNA vorsoirglich dem BKA zur Verfügung stellen... nur 30% Unschuld übrig und 65% Psycho... klingt nach Triebtäter...


    Nautileinchen? Ich bin ein richtiger Psychopath... Ich sag lieber nicht was auf diesem Zettel steht :D


    Du bist ein 83% Psychopath

    Ich sah mitleidig hinter ihm her, ich hatte mir so gewünscht, ihm helfen zu können. Leise murmelte ich ihm noch etwas zu.


    Sextus...? Etwas dass einem stets hilft, gleich was man hat sollte der Gedanke sein, dass es in der eigenen Hand und in der Hand der Götter liegt wie die Dinge kommen werden. Ist man den Göttern wohlgesonnen sehen sie auch wohlwollend auf einen herab. Die Zeit wird, wenn du aufgibst, alle Wunden heilen. Was die Zeit bringt wenn du kämpfst weiß niemand...


    Ich lächelte ihm aufmunternd zu und hob Tiberia Minervina zärtlich hoch. Und wieder sah ich zu Sextus und nickte.


    "Vale, Sextus. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege einmal. Und vielleicht haben meine Worte dir geholfen, was auch immer dich bedrückt. Naja, dann mache ich mich einmal auf zum Magister Septemvirorum, muss mich ja auch noch von Plinius verabschieden..."


    Letztere Worte murmelte ich leis vor mich hin und setze mich leicht in Bewegung.

    Ich sah ihn skeptisch an. Er schien verdammt schlechte Laune zu haben. Ob ich ihn besser ihn Ruhe lassen sollte? Zu Plinius Secundus musste ich schließlich auch noch, um mich zu verabschieden... ( :D )

    "Ich bin Helena Tiberia und das ist Tiberia Minervina, wenn dir das ein wenig weiter hilft. Ich wollte auch bloß helfen, aber wenn ich störe dann brauchst du es nur zu sagen, dann gehe ich..."

    Ich sah ihn fragend an. Ich wollte ihm helfen - aber nur wie?


    Kann ich dir irgendwie helfen?? Ich habe mir Sorgen gemacht, als ich dich hier so sitzen gesehen habe... Muss ja etwas ziemlich schlimmes passiert sein.


    Edit// Als ich plötzlich Minervinas Stimme hörte und lächelte.


    Das ist ein Stock...


    Ich deutete auf den von ihr gefundenen Gegenstand und lachte.

    Es gehörte sich eigentlich nicht, dass man einfach fremde Leute ansprach, doch wenn jemand allein war und scheinbar Hilfe benötigte konnte ich einfach nicht vorbei gehn. Ich hielt die kleine in meinen Armen und kniete mich zu dem verzweifelt wirkenden Jungen hinunter.


    "Das Gleiche könnte ich dich fragen... Ich darf mich doch zu dir setzen?"


    Minervina setzte ich nun auf das Gras ab, so konnte sie gleich einmal ein wenig umherlaufen. Ich musste sie nur im Auge behalten, wenn sie in der Gegend herumkrabbelte.

    Nachdenklich schlenderte ich mit meinem kleinen Liebling auf dem Arm den Tiber entlang. Ich wollte noch einmal den Tiber gesehen haben, bevor ich nach Tarraco aufbrechen würde. Ich hielt Minervina ganz fest. Nach dem gestrigen Abend war ich grübelnd geworden. Ob es diesmal wieder ein Kind geben würde? Schön wäre es, wenn Iuno mich mit dieser Fruchtbarkeit ausgestattet hätte. Ich küsste meinen kleinen Schatz auf die Stirn, sie würde meine kleine erstgeborene Schmuckfanatikerin bleiben.


    Da plötzlich hörte ich ein Schluchzen und verwundert blieb ich stehen und sah mich um. Ich erblickte nicht weit von hier einen Jungen an einen Baum gelehnt. War er das der so weinte? Unschlüssig sah ich zu ihm herüber. Ob er lieber allein sein wollte? Ich konnte es nicht mit ansehen. Langsam ging ich auf ihn zu.


    Hallo?


    Fragte ich mit leiser Stimme, sanft.

    Mein Blick wurde automatisch äußerst distanziert. Ich mochte diese Christen nicht, die glaubten es gäbe nur diesen einen Gott. Und ein Lügner schien er auch zu sein.


    "Wolltest du nicht eben gerade noch zu Gaius Octavius Victor?"


    Ich hatte nichts gegen einzelne Menschen, die Christen waren, doch den Glauben konnte ich nur wenig leiden, er war ein Frevel gegen die Götter.