Neman war sichtlich froh, dass der Helvetier ihr das zappelnde Kind aus den Armen nahm. Kaum war die kleine Ursicina auf dem Arm ihres Onkels, wandelte sich das kindliche Zetern in ein niedliches Grinsen. Ursi entblößte die ersten Mausezähnchen und schenkte Curio ein strahlendes Kleinkinderlächeln.
Die Kinderfrau beeilte sich, dem Hausherrn die notwendigen Informationen zu liefern. "Mitten in der Nacht erschien der Praefectus Castrorum der Legio II, Iulius Licinus, mit einem kleinen Mädchen auf dem Arm. Die Kleine heißt Esquilina und ist sein Mündel, wenn ich es richtige verstanden habe. Zumindest ist das Mädchen schwer krank, sie fiebert und Alpina hat eine Lungenentzündung diagnostiziert. Essen darf sie nichts und sie könnte es auch nicht. Allerdings bin ich sicher, dass sie wenn das Fieber sinkt eine kräftigende Suppe vertragen könnte. Doch daran ist zumindest heute nicht zu denken."
Der Miene der Gallierin war zu entnehmen, dass sie sich Sorgen um die kleine Patientin machte. "Was uns angeht, könnte ihr uns ja was aufheben. Ich bin nicht sicher, wann Alpina und ich Zeit finden werden, etwas zu essen. Dann komme ich in die Küche und hole es uns. Aber besten Dank für das Angebot. Ich muss jetzt wieder los."