Beiträge von Susina Alpina

    Ausgerechnet als Alpina auf dem Kopf stand, kam Curio herein. Schnell beendete Alpina die für ihn sicher seltsam wirkene Übung und stellte sich wieder auf die Füße. Peinlich berührt, weil sie einen Zuschauer gehabt hatte, strich sie sich die Kleidung zurecht. Nicht nur ihre Augen waren von der Anstrengung gerötet, die Scham ließ ihre Wangen zudem rot aufleuchten.


    "Salve Curio. ...äh... was für eine Überraschung, dich gerade jetzt hier zu sehen..."
    Sie stammelte. "Du wunderst dich sicher, was ich hier mache, nicht wahr?"


    Alpina wartete die Antwort nicht ab. "Ich machte diese Übung um das Kind zum Umdrehen zu bewegen. Es mag seltsam aussehen, ist aber ein altes Hausmittel... allerdings hilft es nicht..."


    Der Blick, der nun Curio traf, enthielt Hilflosigkeit und vielleicht auch ein wenig Angst.

    Alpina betrat die Werkstatt Eckwins. Man hörte, dass hier ein Schreiner am Werk war. Deutlich waren die Geräusche von einer Säge zu hören. Alpina sah sich neugierig um. Viele fertige und unfetige Möbelstücke standen herum. Sie erkannte auch einige Ausstattungsstücke, die sie und Corvinus für die Casa Helvetia in Auftrag gegeben hatten.
    Die schwangere Hebamme bahnte sich einen Weg durch Möbelstücke und Werkzeug. Im Nu waren ihre Schuhe mit Sägemehl gepudert. Den fleißigen Schreiner und seine Gehilfen entdeckte sie schließlich in der Nähe eines großen, geöffneten Schiebetores, das ausreichend Licht in die Werkstatt einließ. Eckwin war so in seine Arbeit vertieft, dass er sie nicht bemerkte.
    Alpina räusperte sich.
    "Salve, Eckwin. Ich bin es, Alpina!"

    Der gute Amon war neugierig. Alpina musste grinsen. Einen Geburtsstuhl hatte er noch nicht gesehen. Nachdem er ihr aber gesagt hatte, dass Eckwin in seiner Werkstatt war, wollte sie seine Neugierde auch befriedigen.
    "In spätestens drei oder vier Wochen ist es soweit."


    Sie lächelte und streichelte sich versonnen über den nun schon beachtlichen Bauch. Dann wandte sie sich zum Gehen.
    "Vielen Dank für die Auskunft, Amon. Dann werde ich mal in den Vicus Navaliorum gehen. Einen schönen Tag noch. Vale!"

    Die Zeit verrann. Tag für Tag tastete Alpina ihren Bauch ab und noch immer saß das Kind aufrecht in ihrem Uterus. Es wollte und wollte sich nicht drehen.
    Im Corpus Hippocraticum hatte sie gelesen, dass Räucherungen mit duftenden Substanzen ein Kind dazu bewegen konnten, sich zu drehen. Alpina hatte also Myrrhe, Weihrauch und Rosenblüten in einem Mörser zerstoßen und sich ein Kohlebecken hergerichtet. In dem Nebenraum der Taberna Medica, in dem sie ihre Vorräte aufbewahrte, streute sie die duftenden Substanzen nun in die glühende Kohle und stellte sich breitbeinig über das Kohlebecken. Wieder und wieder gab sie eine Priese von der Räuchermischung in die Kohle. Der Raum füllte sich mit dichtem Qualm. Ob es helfen würde?



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    Auch Stunden nach der Behandlung zeichnete sich keine Veränderung ab. Die Bewegungen des Kindes waren lebhaft wie immer, doch eindeutig konnte man den Kopf unter dem Zwerchfell spüren. Seufzend versuchte Alpina es mit einem weiteren Trick, den ihr eine Frau aus der Nachbarschaft verraten hatte. Sie machte einen Kopfstand. Aber außer Kopfschmerzen und roten Augen spürte sie keinerlei Drehung des Kindes. Alles umsonst.

    Geduldig hörte Alpina Fusa zu. Ja, sie konnte erahnen was für eine Umstellung ein Leben mit einem Kind für sie bedeuten würde. Zumal Alpina ein sehr selbstbestimmtes Leben führte. Ein Kind veränderte schlagartig alles. Die Aktivitäten wurden sehr stark von den Wach-und Schlafphasen des Kindes und seinen Hungerzeiten bestimmt. Ganz zu schweigen von dem Verantwortungsgefühl, dass man von da ab keinen Augenblick wirklich abschütteln konnte, selbst wenn das Kind bei der Kinderfrau war. Denn die Verantwortung als Mutter blieb schließlich bestehen.


    Alpina nickte also.
    "Danke für deine wertvollen Ratschläge. Ich will mir die Zeit nehmen. Aber sei gewiss, für Fragen bin ich immer erreichbar. Es sieht ja momentan auch alles sehr gut aus bei dir, da erwarte ich keine besonderen Vorkommnisse."


    Sie lächelte Fusa noch einmal freundlich an und verabschiedete sich dann.
    "Wenn du momentan keine weiteren Fragen hast, dann würde ich mich jetzt verabschieden. Grüße bitte deinen Mann und die Familie seines Vetters von mir. Ebenso natürlich Runa, aber die hoffe ich ohnehin bald wiederzusehen. Vale, Calventia Fusa."

    Alpina musste grinsen als Amon neugierig fragte, ob es sich bei ihrem Wunsch um eine Wiege handelte.
    Und sie musste zugeben, dass es ihr großen Spaß machte, ihn auf die Folter zu spannen.


    "Nein, Amon. EIne Wiege ist es nicht..."


    Sie sah seinen enttäuschten Gesichtsausdruck als er danebengelegen hatte.
    "... ich brauche einen Geburtsstuhl für die Entbindungen. Bislang bin ich auch ohne ausgekommen aber ich habe viel darüber gelesen und nun will ich auch einen haben. Ob er für mich noch rechtzeitig fertig ist -wer weiß - aber er soll auf jeden Fall in Zukunft meinen Gebärenden und mir gute Dienste leisten."


    War seine Neugier damit befriedigt? Und würde er ihr jetzt sagen, wo sie den Schreiner finden konnte?

    Alpina überblickte sogleich die praktische Ausstattung des Raumes. Als Fusas Frage kam, nickte Alpina.
    "Ja, etwas Essig und Olivenöl wären gut."


    Und als Fusa die Stirn runzele, lächele die Hebamme.
    "Nicht um einen Salat anzumachen. Der Essig reinigt das Wasser und verhindert, dass meine Hände dir Stoffe übertragen, die dich oder das Kind krank machen könnten. Das Öl damit ich dich bei der Untersuchung nicht verletze. Aber ich habe beides in meinem Korb. Du brauchst dich nicht bemühen. Bitte löse den Gürtel und leg dich auf die Liege, dann kann ich mit der Untersuchung beginnen."


    Sie wartete, bis Fusa sich hingelegt hatte, dann nahm sie den Arm von Runas Mutter und zählte die Pulsschläge. Es war der typische, schlüpfrige Puls einer Schwangeren. Alles in Ordnung.
    Alpina goss nun Essig ins Wasser und wusch sich die Hände. Nach dem Abtrocknen schob sie Fusas Tunika hoch und begann, den noch recht flachen Bauch abzutasten. Die Vergrößerung der Gebämutter entsprach der geschätzten Woche der Schwangerschaft.
    Zufrieden nickte Alpina. "Alles soweit gut. Jetzt möchte ich noch fühlen, ob der Muttermund noch geschlossen ist."


    Sie rieb ihre rechte Hand mit Öl ein und führte sie vorsichtig ein. Der Muttermund war fest verschlossen.
    "Es ist alles bestens. Du kannst dich freuen. Noch sind die Herztöne zu leise, ich kann sie noch nicht hören, aber in zwei oder drei Monden wird es möglich sein."


    Alpina wusch erneut ihre Hände und bat Fusa sich wieder aufzusetzen.
    "Wenn du dich schonst wirst du sicherlich eine gute Schwangerschaft haben. Es ist alles so wie es sein sollte. Ich hoffe dass ich noch vor meiner eigenen Niederkunft noch einmal nach dir sehen kann. Denn danach muss ich die obliatorischen 40 Tage pausieren, bis ich nicht mehr unrein bin."


    In der römischen Gesellschaft galt eine Frau wähend des Wochenflusses, also in der Zeit von etwa 40 Tagen, als unrein und durfte weder einen Tempel betreten noch eine andere Schwangere anfassen.

    Mal wieder begab sich Alpina zum Stand des Handelskonsorium Freya Mercurioque. Wieder suchte sie einen Schreiner. Mit einem freundlichen Lächeln begrüßte sie Amon, den sie nun ja bereits kannte.


    "Salve, Amon. Ich hätte heute einen ganz besonders ausgefallenen Wunsch. Meinst du ich könnte Eckwin sprechen?"

    Alpina hatte Johanniskrautblüten kleingeschnitten und in ein großes bauchiges Glas gefüllt. Nun füllte sie Olivenöl darauf. Gleich konnte man erkennen, dass sich das Öl leicht rötlich färbte. Nach einem Sommer an der Sonne würde es eine tiefrote Farbe und einen eigentümlichen Geruch angenommen haben. Dann war es hervorragend geeignet gegen Brandverletzungen, Sonnenbrand und Nervenschmerzen eingesetzt zu werden.


    Als Alpina schließlich das bauchige Gefäß auf das Bord vor dem Fenster tragen wollte, fiel ihr auf, wie schwer es war. Sie hatte das nicht bedacht und nun, wo sie es anhob, spürte sie zunächst ein hefiges Ziehen im Unterbauch. Nachdem sie das Glas an seinem Platz abgestellt hatte, veränderte sich das Ziehen und wurde zu einem krampfartigen Schmerz. Deutlich konnte Alpina die Kontraktion der Gebärmutter spüren.


    Sie erschrak. Es war noch zu früh! Nicht nur weil es eigentlich noch ein paar Wochen dauern musste, nach den Berechnungen sondern auch, weil das Kind noch immer aufrecht in ihrem Leib saß. Es hatte sich nochimmer nicht mit dem Kopf nach unten gedreht.
    Schon seit einiger Zeit schlief sie bewußt auf der Seite und nicht mehr auf dem Rücken und versuchte durch gezielte Massagen, ihr Kind zum umdrehen zu bewegen, doch noch es wollte einfach nicht.


    Alpina nahm sich einen Hocker. Sie rieb sich den Bauch und wartete bis die Muskelkrämpfe aufhörten. Dafür wurden die Bewegungen und die Tritte heftiger. Alpina hielt die Luft an. Drehte es sich jetzt endlich?
    Doch als nach einiger Zeit die Tritte aufhörten, konnte sie deutlich wahrnehmen, dass der Kopf noch immer unter ihrem Zwerchfell zu spüren war. Seufzend stand sie wieder auf.
    Sie hatte noch einen wichtigen Termin.

    Fusa wurde sehr nachdenklich. Es war offensichtlich, dass sie mit Runa gelitten hatte. Als sie Alpinas Hand ergriff und sich für ihre Unterstützung Runas bedankte, drückte Alpina diese fest. Sie konnte bislang nur ahnen wie schwierig es war Mutter zu sein, doch bald würde sie es wissen.


    Dann sprach Fusa die notwendigen Untersuchungen an. Alpina nickte.
    "Ja, es wäre schon gut, wenn ich dich untersuchen könnte. Wir wollen ja sicher gehen, dass alles in Ordnung ist, nicht wahr?"


    Lächelnd stand Alpina auf und folgte Fusa.

    Auch Alpina hatte sich eingefunden als sie gehört hatte, dass der geheimnisvolle Mann, der erst kürzlich in ihrer Taberna Medica gewesen war, eine Präsentation seiner Künste plante. Begleitet von ihrer Sklavin Neman sah sie sich die Zeremonie an.
    Als sie sah, wie er einem Mann eine Salbe gab und sie mit einigen ritualisierten Gesten garnierte, runzelte sie die Stirn. Erwuchs ihr aus dem Druiden eine Konkurrenz? Sie würde das Treiben beobachten.

    Zufrieden nickte Alpina. Fusa schien vernünftig zu sein und die Ratschläge anzunehmen. Sie stimmte auch ihrem Vorschlag zu, sich von nun an monatlich zu sehen.
    Schließlich schnitt sie Runas Ausbildung in der Kräuterkunde an.
    "Ja, ich habe damit begonnen Runa meine Kenntnisse zu vermitteln. Leider hatte sie zuletzt nicht so viel Zeit dazu. Aber ich bin sicher, dass das in Zukunft wieder besser wird. Zumal wir ja irgendwann unter einem Dach leben werden."


    Nun lächelte Alpina. "Es ist schön, Runa zur Freundin zu haben. Sie ist mir sehr wichtig."

    Interessiert lauschte Alpina Fusas Ausführungen über die Schwangerschaft mit Runa und das verlorene zweite Kind. Es war positiv zu hören, dass sie momentan keine Probleme mit dem Zustand der erneuten Schwangerschaft zu haben schien. Ihren Kommentar, dass es ein starker Junge werden würde, kommentierte Alpina mit einem Lächeln.
    "Ich freue mich sehr, wenn du dich bislang wohl fühlst in der erneuten Schwangerschaft und keine Blutungen oder andere Anzeichen für ein vorzeitiges Ende hattest. Nachdem die ersten kritischen drei Monate bereits vorüber sind, können wir auch hoffen, dass es so bleibt."


    Alpina würde die Schwangere nicht beunruhigen. Noch immer standen mindestens 26 Wochen aus in denen alles mögliche passieren konnte, aber die erste Klippe war genommen.
    "Wir haben allen Grund zur Hoffnung, dass die zweite Geburt etwas zügiger vonstatten geht, doch werden wir uns nachdem was du von Runas Geburt erzählst auf eine kräfteraubende Entbindung einstellen müssen. Deshalb ist es notwendig, dass du dich im Vorfeld nicht zu sehr anstrengst und dich pflegst. Ich gehe davon aus, dass du keine Reisen unternehmen wirst, davon müsste ich dir nämlich dringend abraten."


    Eindringlich sah sie Fusa an. "Auch intensiven Sport, große Hitze und zu warme Bäder würde ich meiden. Geh viel spazieren, ihr habt hier ja ohnehin ein Paradies. Und versuch Aufregungen zu verhindern. Was die Ernährung angeht, kennst du dich sicher selbst sehr gut aus. Wenn du fragen hast, kannst du dich jederzeit an mich wenden."


    Alpina bückte sich zu ihrem Korb hinunter. "Ich habe dir ein Duftöl gegen Dehnungsstreifen mitgebracht. Ich weiß ja nicht, wie du das bei der letzten Schwangerschaft gehalten hast und wie dein Geweben reagiert, aber dieses Öl mit den ätherischen Essenzen von Rose und Lavendel ist ideal geeignet die Haut schön und elastisch zu erhalten."


    Mit einer weiteren breitbeinigen Bückbewegung förderte sie eine Dose mit einer Teemischung hervor.
    "Hier drin ist ein Tee, der dich durch die ganze Schwangerschaft begleiten sollte. Er enthält Brennnessel, Frauenmantel, Schafgarbe, Himbeer- und Bronbeerblätter und etwas Goldrute. Brühe ihn auf, lass ihn ein wenig ziehen und trinke zwei Becher davon täglich. Du kannst ihn mit Honig süßen, wenn du möchtest. Sollte diese Menge nicht reichen, bringe ich dir nocheinmal etwas. Wir sollten uns ohnehin ab jetzt regelmäßig einmal in jedem Mond sehen, um den Verlauf der Schwangerschaft zu kontrollieren. Wenn es dir recht ist."


    Fragend sah sie die Mutter ihrer Freundin an. Hatte sie ihr Vertrauen gewonnen?

    Alpina setzte sich, als Fusa sie aufforderte und nahm das Glas mit dem Wasser dankend an.


    "Dass wir uns verstehen ist die Grundvoraussetzung für eine gute und erfolgreiche Entbindung, Calventia Fusa. Wenn es nicht so sein sollte, müsstest du dich nach einer anderen Hebamme umsehen. Es gibt mit Sicherheit auch andere, die ihr Handwerk verstehen. Wenn du möchtest können wir damit beginnen, dass du mir von deiner ersten Schwangerschaft erzählst, von der Geburt, eventuellen Schwierigkeiten während Schwangerschaft und Geburt und vielleicht auch ob du danach Schwangerschaften hattest, die nicht bis zur Geburt kamen..."


    Alpina wusste, dass das kein einfaches Thema war, aber es war wichtig, damit sie erahnen konnte, welche Schwierigkeiten auf sie und Fusa zukamen und welche Ratschläge sie der Schwangeren geben sollte.

    Abgeholt vom Wagen hatte Alpina einen äußerst entspannten Weg zu den Ducciern hinter sich gebracht. Sie ließ sich aus dem Wagen helfen und den Korb mit den Heilmitteln für die schwangere Fusa reichen.


    Alpina liebte den Garten der Duccier, den sie bereits einige Male betreten hatte. Er hatte dieses verzauberte Flair, diese besondere Note auch weil im Hintergrund ein Bach plätscherte. Langsam näherte sie sich der Mutter ihrer besten Freundin, die an einem kleinen Tisch im Schatten saß. Alpina stellte den Korb ab und lächelte Fusa herzlich an.
    "Salve. Mein Name ist Susina Alpina. Ich bin Obstetrix und Kräuterfrau und wie du vielleicht weißt eine gute Freundin deiner Tochter Runa. Es freut mich dich kennenzulernen."

    Lächelnd nahm Alpina die Komplimente für ihre Arbeit entgegen. Sie würde selbstverständlich eine Entlohnung akzeptieren, aber eben erst nachdem er den Wert ihrer Arbeit wirklich einschätzen konnte.


    "So wollen wir es halten, Duccius Verus. Ich habe keine weiteren Fragen, alles was ich wissen muss, werde ich mit deiner Frau persönlich klären. Und nein, diesmal habe ich auch keine Bitte an dich, ich werde so schnell nicht wieder nach Germania magna reisen. Noch heute danke ich dir für deinen Rat. Ich und auch dieses Kind wären wohl nicht da, wenn du mir Osrun nicht empfohlen hättest..."


    Sie reichte ihm lächelnd die Hand. "Danke und mögen die Götter ihre Hand immer schützend über dich und deine Familie halten."


    Mit diesem von Herzen kommenden Wunsch verabschiedete sie den Pontifex und ließ ihn seines Weges gehen.

    Der Pontifex sprach die Frage der Vergütung an.
    "Nun, Pontifex, ich habe keinen festen Satz für meine Dienste. Er richtet sich nach dem Einkommen und vor allem nach der Zufriedenheit. Lass mich erst einmal meine Arbeit tun, dann werden wir sehen, wie ihr es mir vergüten wollt. Und, wenn ich ehrlich bin, für den Vater meiner besten Freundin und zukünftigen Schwägerin, der mir selbst schon so sehr geholfen hat, werde ich diesen Dienst auch ohne Entlohnung gerne erbringen."


    Sie lächelte den Duccier freundschaftlich an. Vermutlich würden sich ihre Wege zukünftig noch öfter kreuzen.

    Alpina nickte. Sie wollte es nur angesprochen haben. Aber nachdem der Pontifex so zuversichtlich war - und er hatte ja wohl den direkten Draht zu den Göttern - würde schon alles gut gehen.


    "Sehr gut. Da bin ich froh, dass du die Götter auf eurer Seite weißt. Dann warte ich auf den Wagen, den du mir schickst. Grüß deine Frau von mir."