Beiträge von Tiberius Prudentius Balbus

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    Original von Spurius Purgitius Macer
    Mit so einer direkten Nähe zum Kaiserhaus hatte Macer nicht gerechnet. Andererseits musste er zugeben, dass er mit dem Namen Aelia Vespa allgemein nicht allzu viel anfing und die Nähe zum Kaiserhaus damit dann doch wieder relativ unbedeutend schien. "Du durftest dich selber auf deine Vertrauenswürdigkeit hin untersuchen und mussten das die Kollegen tun?" scherzte er dann, da er annahm, dass bei solchen Hochzeiten in der näheren Umgebung des Kaisers die Prätorianer umfangreiche Ermittlungen anstellten.


    Balbus musste grinsen. "Ich persönlich habe mich nicht untersucht. Und wenn meine Kollegen dies getan haben, dann werde ich die entsprechenden Männer am besten für eine Beförderung vorschlagen, denn sie waren dabei absolut unauffällig." sagte er.

    Balbus Blick folgte dem Quartos zu den Büschen, doch dessen Kommentar konnte er durch diesen Blick nicht bestätigen. Er war einfach der falsche Prudentier für Gespräche über Gartenpflanzen, dafür wäre sein Vater besser geeignet gewesen. Er seufzte kaum hörbar.
    "Er wird sich sicherlich erholen und im nächsten Jahr wieder in voller Pracht stehen." kommentierte er laienhaft.


    Nach einem kurzen Moment des Schweigens sagte er dann: "Senator, es war mir wie immer eine Freude mit dir zu sprechen, doch leider muss ich dich nun auch langsam wieder verlassen. Der Dienst in der Garde hält derzeit noch einen recht straffen Tagesplan für mich bereit und ich fürchte, dass mein nächster Termin schon bald beginnt."

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    Original von Spurius Purgitius Macer
    "Ich werde das berücksichtigen", deutete Macer vage an. Warum sollte er jetzt auch schon sagen, von wem er sich in über einem Monat begleiten lassen würde? "In welcher verwandtschaftlichen Nähe steht deine Braut zum Kaiserhaus?", erkundigte er sich dann noch, da er soetwas natürlich wie immer nicht im Kopf hatte.


    "Sie ist eine Nichte Valerians." antworttete er. Es war ihm in den letzten Tagen, m Zuge der Hochzeitsvorbereitungen, erst richtig bewusst geworden, dass ihn die Heirat in ein verwandtschaftliches Verhältnis zur kaiserlichen Familie brachte. Natürlich hatte er bei der Verlobung gewusst, dass sie Quartos und damit auch Valerians Nichte war, doch war damals bei weitem nicht abzusehen, dass er so bald den Thron besteigen würde.

    Das war sicherlich die einzige Gelegenheit sich Dinge schenken zu lassen, die ein normaler Mensch sich niemals hätte leisten können, schliesslich fragte hier nicht irgendwer, sondern einer der reichsten Männer Roms nach Wünschen. Doch Balbus hatte leichte Skrupel sich hier das Blaue vom Himmel herunterzuwünschen, denn seine Mutter hatte ihn stets zur Bescheidenheit ermahnt.
    So schüttelte er leicht mit dem Kopf. "Wir haben keine besonderen Wünsche." sagte er.

    Balbus nickte. Das sich Flamma nicht im Carcer befand erwähnte er nicht. Die dort wachenden Milites würden entsprechend instruiert werden, so dass sie bezeugten, dass sie die Nacht dort verbracht hatte.
    Eine Kleinigkeit musste er jedoch noch fragen.
    "Soll ich trotzdem noch eine Nachricht nach Germania vorbereiten?" fragte er.

    "Derzeit befinden sich vier Mitglieder der Gens Duccia in Rom. Der Miles Duccius Eburnus hier in der Castra, Duccia Flamma und der angehende Priester Duccius Verus, die beide in der Casa Duccia leben. Darüberhinaus lebt eine Duccia Clara im Haus der Aurelier, die jedoch von ihrer Familie verstossen wurde und den Namen Duccia nur noch pro forma trägt." begann er.
    "In der Casa Duccia leben darüber hinaus noch ein Custos Corporis und ein weiterer Sklave."


    Er überlegte kurz. "Duccius Verus ist gemeinsam mit Duccius Eburnus in Rom eingetroffen. Duccia Clara kam erst vor wenigen Tagen gemeinsam mit dem Custos Corporis hier an."


    "Bei der Durchsuchung wurde nichts verdächtiges gefunden. Die Casa befindet sich allerdings allgemein in einem eher baufälligen Zustand, da den hier ansässigen Ducciern die finanziellen Mittel fehlen."
    Ein weiterer Moment des Überlegens.
    "Es gab keine Hinweise darauf, dass irgendein Mitglied der Gens Duccia romfeindliche oder sonstig auffällige oder gar verräterische Absichten hegt."

    Natürlich hatte Avarus Recht damit, dass es eigentlich eine Einladung von Quarto war, doch so wollte Balbus das ganze nicht im Raum stehen lassen.


    "Es war auch der Wunsch meines Vaters, Prudentius Commodus, die wichtigen Mitglieder der Gens Germanica bei dieser Feier anwesend zu wissen." schob er daher kurz ein.


    "Am zehnten Tag vor den Kalenden des Oktobers (22.09.) und entsprechend der Tradition werden die Feierlichkeiten im Haus der Aelier beginnen." sagte er.