Beiträge von Lucius Annaeus Florus Minor


    Sorry, man kann hier nicht editieren:


    So gerne ich den König von Tylus wieder spielen würde, so klar ist für mich auch, dass er eben tot ist und nicht einfach in Tylus weilt. Die Lectio hat dieses Teilchen des IR beendet und entsprechend haben andere IDs ihr Spiel am Tod des Königs ausgerichtet. Ihn jetzt, nach so vielen Jahren wieder zu beleben, das würde einige Dinge irgendwie unmöglich oder sinnlos machen, welche während dieser Zeit passiert sind.


    Daher bin ich dafür, dass wir die Lectio belassen, auch mit dem Desideraten- und Totenstatus. Vielleicht kann man über die Zeitdauer der Wartezeit diskutieren, aber nach spätestens 6 Monaten ohne Aktivität sollte man eine ID wirklich als tot erklären.

    OMG, da ist man einmal nicht online und es sammeln sich 4 Seiten Text an. :D


    ALSO: Ich habe gerade 2 Seelen in der Brust.


    1) Die Lectio ermöglichte es, unter ein Spiel, welches ins Stocken kam, einen Schlussstrich zu ziehen, wenn eine ID dann offiziell verstorben war. Das machte manche Dinge die man hier schon gelesen hat sehr viel einfacher.


    2) Ich selbst habe eine ID, die wegen der Lectio nicht mehr aktiv ist. Der König von Tylus ist so einer. Ich würde ihn gerne wieder etwas beleben, wenn das möglich wäre, einfach weil es ein schönes Teilchen der IR-Geschichte ist und dem sonst inexistenten Fernhandel ein Gesicht und eine Spielmöglichkeit gibt. Die Alten Foren in Ostia sind ja noch alle vorhanden, die müsste man nur wieder freigeben und dann kann man dort wieder weiterspielen.


    Und genau deswegen sehe ich die Lectio eben als etwas sinnvolles! Sie schliesst Dinge ab und eröffnet neue Möglichkeiten. Sie beendet Beziehungen und erlaubt es den noch anwesenden IDs, neue Wege zu gehen und sich neu zu orientieren, anstatt weiter in der Ungewissheit zu verbleiben und vielleicht Jahre später durch die plötzliche Rückkehr einer anderen ID einen Nachteil zu haben.

    Zitat

    Original von Appius Furius Cerretanus
    Wen genau meinst du denn?


    Letzte Lohnauszahlung war am 19.10. *grübel*


    Dann muss ich mich hier wohl melden, denn ich habe am 19.10. nichts gekriegt.


    Letzte Lohnauszahlung ohne Vermerk "Stadtwache" war für mich am 5.10. Das könnte auch noch von der Legio sein.


    Letzte Gutschrift mit Vermerk "Stadtwachengehalt" ist bei mir am 20.8. in der Liste.

    Zum Thema "Jahr 0" sage ich meinen Schülern immer:


    Stellt euch vor, die arme Maria hätte 365 Tage lang den Prozess der Geburt ertragen müssen. ;)


    - 1 v.Chr. ist klar, da war "er" noch nicht da.
    - Im Moment wo "er" da ist beginnt das Jahr 1 n.Chr.


    Wer es also ganz genau nehmen will, der hat vielleicht ein Jahr 0, aber das dauert dann gerade nur die Anzahl Stunden des Geburtsvorganges. :D


    Ob man das allerdings einem Umrechner so beibringen kann, das wage ich zu bezweifeln, leider.

    Zitat

    Original von SPIELLEITUNG
    So und da nach Kalender heute der erste Samstag in dieser Woche ist, geht der Rusticus nun nach getaner Arbeit Fahrrad fahren! Kalender sind schon klasse! :D


    WAS geht der fahren? Ach so, der meint wohl eine Biga :D


    Viel Spass dabei, wohl verdient!

    Danke für eure Anteilnahme!


    Zum Glück ist alles nicht ganz so schlimm. Falls es hier Mediziner gibt, dann ist für die der Begriff "Transiente globale Amnesie" vielleicht bekannt. Für Lateiner sollte er auch leicht zu entschlüsseln sein.


    Scheinbar handelt es sich dabei um einen Gedächtnisverlust, der plötzlich und ohne dazugehörige Lähmungs- oder Ausfallserscheinungen auftritt und sich innerhalb von 24 Stunden wieder von alleine verzieht. Was bleibt ist eine Lücke, eine Art Filmriss, in der Länge vom Moment des Eintretens bis zur Rückkehr der Erinnerungen, also eben maximal 24 Stunden. Dabei ist typisch, dass die Personen selbst gerade erlebte Dinge sofort wieder vergessen und somit immer wieder dieselben Fragen stellen.


    Für meinen Vater heisst das, er mag sich nicht erinnern was passiert ist, er hat keine Ahnung wie er ins Spital kam, aber alles was vor dem Auslösemoment liegt ist wieder da und alles was seit dem "Aufwachen" passiert ist, kann er auch wieder speichern.


    Glück im Unglück. Nun folgt die Phase der emotionalen Verarbeitung. Ist ein ziemlich traumatisches Erlebnis, wenn man einfach nicht weiss wo man ist und warum.


    Für mich heisst das, ich werde vermutlich wieder mehr online sein können als ich dachte.


    LG, Thomas

    Auch wenn ich mich gerade sehr darüber freuen würde, als damaliger Initiator der Namensliste und deren Umsetzung im IR wirklich aktiv dabei mitzureden und zu helfen, damit das auch in Zukunft möglichst historisch bleibt, so muss ich mich zurückhalten.


    Mein Vater hatte gestern plötzlichen Gedächtnisverlust. Ich werde jetzt erst einmal von der Familie gebraucht.


    Sorry. Keine Ahnung wie lange das dauern wird, aber wenn möglich nehme ich mir natürlich etwas Zeit für meine Freizeit.

    Sim-Off:

    Dieser Doppelpost ist eine bewusste Massnahme um zu signalisieren, dass Florus durch die erhaltene Nachricht vorher noch nicht in der Lage war klar zu denken.


    Ganz langsam dämmerte es in meinem Kopf, was eine solche Ernennung bedeuten würde.


    Im Moment war ich zwar ein Sohn eines ehemaligen Senators, ja, und nicht irgend eines Senators sondern eines sehr bekannten und geachteten, doch ich war nur sein Sohn und ich war zum Zeitpunkt seines Todes noch nicht in der Lage gewesen, seinen Platz einzunehmen. Daher gehörte ich zwar dem Ordo Senatorius an, aber ich selbst war kein Senator. Das hiess, dass der Augustus entweder gewillt war, mich auf einen Schlag zum Senator, zum gewesenen Quaestor und dann auch noch zum amtierenden Volkstribun zu ernennen. Das waren ziemlich viele Hürden auf einmal.


    Plötzlich fragte ich mich, ob dies wohl dem Augustus wirklich bewusst war, oder ob es hier nicht vielleicht doch noch einen Haken gab, der sich irgendwann zeigen würde. Doch dies auch auszusprechen, oder dem Kaiser mitzuteilen, dass ich Zweifel hatte, das traute ich mich noch nicht.

    Als der Kaiser mir unvermittelt fast schon kollegial, oder war es eher väterlich, auf die Schulter klopfte, durchströmte mich ein heiss-kalter Schauer. Der mächtigste Mann dieser Welt hatte mir gerade auf die Schulter geklopft!


    Priceps, du hast mich vorhin schon richtig eingeschätzt. Ich bin eher ein Mann der Tat als des Wahlkampfes. Diese Freude lasse ich gerne denjenigen, die es auch als Freude ansehen.


    Mein Gehirn war gerade ziemlich gelähmt und ich wusste nicht, was ich sonst noch sagen sollte ob der extremen Vorzugsbehandlung, die mir soeben widerfahren war.


    Ich danke dir von ganzem Herzen für die Chance mit diesem Amt deinem Namen und auch meinem Vater Ehre zu erweisen.

    Ich glaubte, ich hatte mich verhört und musste aufpassen, dass man mir meine Überraschung nicht sofort anmerkte und ich nicht mit offenem Mund vor dem Kaiser stand. Hatte mir der Augustus gerade zwei Dinge angeboten? Erstens ein Amt im Cursus Honorum durch seine Ernennung zu erhalten und zweitens gleich auch noch eine Stufe zu überspringen?


    Ich befürchtete schon, dass mein Zögern falsch ausgelegt werden könnte und startete einen Versuch: Augustus, ich ... aber noch war ich nicht so weit, dass mein Gehirn bereits einen ganzen Satz zusammen hatte.


    Ein Volkstribunat ... geriet auch der zweite Versuch ins Stocken.


    Dann sammelten sich langsam die Gedanken und ich senkte in tiefer Dankbarkeit mein Haupt.


    Imperator Tiberius Aquilius Severus Augustus, es wäre mir eine Ehre als Volkstribun zu dienen wie es mein Vater vor mir getan hat.


    Ich war mir absolut sicher, dass der Kaiser sehr wohl wusste, dass man dazu eigentlich zuerst Quästor hätte sein müssen und damit eigentlich auch bereits Senator, aber bei einer Ernennung des Kaisers persönlich waren alle Voraussetzungen hinfällig.


    Eine Ernennung durch meinen Kaiser werde ich niemals ausschlagen. Wo der Kaiser meine Arbeit sieht, da werde ich sie so gut ich es kann tun.

    Wie ich erwartet hatte, war der Kaiser in der Tat gut über mich und meinen bisherigen Weg unterrichtet. Er wäre ja wohl kaum der Kaiser, wenn er nicht überall Leute hätte, die ihm mitteilten, welche seiner Audienzen wo, wann, was erreicht hatten.


    Danke Herr. Ich wurde dazu erzogen, die Arbeiten anzunehmen und auch dann das Beste zu geben, wenn etwas nicht ganz so beliebt oder grossartig erscheint. Die Arbeit als Vigintivir hat die Stadt sauberer gemacht. Darauf darf ich mit Freude zurückblicken.


    Dass ich eigentlich Stolz meinte und nicht Freude, das musste hier niemand wissen.

    Innerlich ziemlich erfreut entspannte ich meine Haltung etwas. Obwohl Kettenhemd oder Plattenpanzer in der Legio wesentlich schwerer waren als eine Toga, so war dieses Kleidungsstück doch nicht dafür gedacht, in Achtungstellung auszuharren und irgend eine Falte auf der linken Schulter war in den letzten Momenten doch deutlich ins Rutschen geraten, so dass ich nun die Chance nutzte, diese schnell wieder zu bändigen während ich den offerierten Falerner annahm.


    Falerner gab es nicht gerade, aber auf trinkbaren Wein muss man in Germanien nicht verzichten.


    Ein wenig verzog ich das Gesicht als ich an gewisse Getränke dachte, welche mir dort auch als Wein verkauft worden waren.


    Und nun kam der Kaiser zur Sache. Die Audienz drehte sich also um meine Ziele im Cursus Honorum.


    Ja Herr, ich möchte gerne den Cursus Honorum weiter beschreiten.

    Natürlich war es erfreulich, dass der Kaiser ein Ohr für seine Offiziere haben wollte, aber es wäre absolut dämlich gewesen, wenn ich angenommen hätte, dass ich dem Princeps irgend etwas hätte erzählen können, was er nicht bereits von seine Legatus Augusti Pro Praetore gehört hätte. Solche Nachrichten wurden ja ohne Verzögerung auf Wegen übermittelt, deren sich normale Bürger nicht bedienen konnten.


    Ja Herr, die Legio war zwar noch immer nicht auf Vollbesetzung, aber die Moral war gut und die Zusammenarbeit mit der Ala II Numidia funktionierte auch einigermassen. Zumindest machte es diesen Anschein, als ich die Castra verliess.


    Ich brauchte sicherlich nicht zu sagen, dass es meine Aufgabe gewesen war, genau dafür zu sorgen, das wusste der Kaiser sicher. Auch wusste er bestimmt über den Mann Bescheid, den wir bei einer unserer gemeinsamen Übungen aufgegriffen hatten und bei dem es sich herausstellte, dass er mit der Augusta zusammen nach Germania gekommen war und bei einem Überfall sein Gedächtnis verloren hatte. Dies war ja schliesslich durch die Ala nach Rom gemeldet worden, also wusste der Kaiser darüber sicherlich Bescheid.


    Nach der aktuellen Bedrohungslage hatte er nicht gefragt, also sagte ich darüber auch nichts und blieb noch immer in meiner militärischen Achtungshaltung.

    Als der Kaiser den Raum betrat, nahm ich sofort militärisch Haltung an, auch wenn ich nicht Uniform sondern Toga trug. Ob dies einfach nur ein Reflex war, durch den jahrelangen Aufenthalt in der Legio, oder ob es ein tief verwurzeltes Verhalten war, das konnte ich nicht sagen, aber es erschien mir auf jeden Fall das Richtige zu sein.


    Genau gleich wie die Tatsache, dass ich so verharrte, auch als der Kaiser mit mir sprach. Es war klar, dass er mich ansprechen musste. Es stand mir nicht zu als Erster zu sprechen und auch nicht, mich einfach bequem hinzustellen.


    Imperator Tiberius Aquilius Severus Augustus, danke für die Frage. Die Reise war angenehm und verlief zum Glück etwas schneller als erwartet. Für mich ist es eine grosse Ehre, dass du einen unbedeutenden Spross der Gens Annaea zu einer Audienz einlädst.


    Die Antwort kam in präzisen Sätzen, aber in einem Tonfall in welchem diese hohe Ehre durchaus mitschwang. Zum Glück stotterte ich nicht vor Nervosität.