Tiberios wirkte unnahbar und spöttisch. Ich fragte mich, ob meine Cousine die Wahrheit über den Charakter dieses Jünglings erahnte, der sie mit seiner Bildung und seiner Höflichkeit für sich eingenommen hatte.
„Wie undankbar du bist.“, sagte ich fassungslos:
„Ich denke, ich werde Domina Furia Stella einen Brief nach Brundisium schreiben müssen, in dem ich schildere, was du wirklich denkst und wie du dich aufführst.“
Ob Tiberios noch tragbar als Maiordomus war und ob er immer noch Furia Stellas Vertrauen verdiente, dass musste seine Domina entscheiden.
Beiträge von Aulus Furius Saturninus
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Ich war doch nun etwas entsetzt: Tiberios war diensteifrig und gefällig, aber mir gegenüber hatte er niemals irgendein zweideutiges Verhalten gezeigt. Und anderswo führte er sich auf wie….wie ein Lupo.
„Du bekommst ein größeres Peculium als alle anderen Sklaven hier. Ist das nicht genug für dich? Hier hast du ein Dach über dem Kopf, Kleidung und Nahrung. Für was brauchst du denn noch mehr Geld?“, fragte ich:
„Ich weiß gerade gar nicht was ich sagen soll: Du Maiordomus, dem meine Cousine so vertraut, dass sie ihn alleine nach Alexandria schicken will, belästigst römische Bürger.
Ich hatte die Situation falsch eingeschätzt: Jetzt bin ich gezwungen mich wegen deines Benehmens bei diesem Miles Scato zu entschuldigen.“
Das fachte, weil es mich gegenüber dem Urbaner in eine schwächere Position brachte, meinen Zorn weiter an. -
Ich lachte kurz auf, weil Tiberius mich vollkommen wörtlich verstanden hatte, was aber bei einem Juristen, der sozusagen jedes Wort auf die Goldwaage legte und das meinte ich durchaus in positivem Sinn, wohl natürlich war:
"Nicht noch mehr Philosophen aus Athen hier in Roma bitte, wobei viele davon weder aus Athen stammen noch philosophisch gebildet sind, möchte ich meinen. Doch das wollte ich nicht anregen. Ich dachte eher an eine kleine, aber feine Debattierrunde über philosophische und staatsrechtliche Themen im Privaten, in einem lockeren Umfeld sozusagen, in dem man auch durchaus gewagte Thesen zur Diskussion stellen könnte."
Unter "gewagt" verstand ich "nicht ganz staatstragend". Im öffentlichen Raum konnte man sich mit so etwas durchaus in die Nesseln setzen, weshalb der letzte flavische Augustus ja auch vor ungefähr zwanzig Jahren alle Philosophen, darunter meinen verehrten Epiktetos, aus der Urbs Aeterna verbannt hatte.*Sim-Off: Kaiser Domitian im Jahr 89 (oder 94)
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So ein wenig Weihrauch wäre großartig auf dem Markt.
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"Um der Götter Willen lass diesen orientalischen Überschwang und steh auf!", sagte ich kopfschüttelnd. Solche Unterwürfigkeitsgesten machten mich nervös:
"Einfach nur eine vernünftige Erklärung verlange ich." -
" Tiberios, ich weiß, dass du hier als Maiordomus eine Vertrauensstellung hast.", sagte ich:
"Aber meine Cousine ist auf Reisen, und daher vertrete ich die Hausherrin: Ich habe dich und diesen Urbaner zusammen gesehen und frage dich gerade heraus: Stehst du in irgendeiner verbotenen Beziehung zu ihm? Du hast geweint, war das, weil der Mann grob mit dir wurde?"
Ich winkte Tiberios zu mir her, drehte ihn um und hob seine Tunika an. Sein Rücken war unversehrt, er war wohl auch noch nie kräftig ausgepeitscht worden. Nur sehr blass und kleinlaut war der Alexandriner, was ich meinem Ärger zuschrieb, der aber nur zum Teil dem Sklaven, zum größeren Teil diesem Miles Scato galt:
"Offensichtlich hat er dir nichts getan.", sagte ich: "Also, was war das heute im Park?" -
ich kam aus dem namenlosen, kleinen Park zurück nach Hause, setzte mich hinter den Schreibtisch und wartete auf Tiberios, dem ich eine halbe Stunde gegeben hatte, diesen ominösen Urbaner abzufertigen.
Meine Miene verriet nichts Gutes. Andreas, mein Cubicularius, sah etwas unglücklich drein; bestimmt hatte er den Maiordomus nicht verpetzen wollen.
Aber er hatte richtig gehandelt. Ich sagte zu ihm:
"Mach dir keine Sorgen. Ich werde Tiberios nicht den Kopf abreißen. Aber was er tut und lässt, darüber ist er mir, solange Furia Stella nicht im Haus ist, Rechenschaft schuldig!"
Ich las etwas in der Politeia von Platon, die auf dem Tisch lag, und wartete. -
"Ich weiß das, was mir der Bote berichtet hat, der die kaiserliche Einladung überbrachte.", sagte ich: "Seius Ravilla ist noch jung, dem Gehabe nach irgendwo aus den östlichen Provinzen. Zumindest besitzt er einen persischen Sklaven, den er so rausputzt wie sich das Volk einen Orientalen vorstellt. Großzügig ist er auch, meinte zumindest Kalli - das war der Bote. Ich könnte mehr herausbekommen, wenn das gewünscht wird."
Ich nahm einen Schluck Wein:
"Der Falerner ist ausgezeichnet.", bemerkte ich.
Tastsächlich hatte ich nicht übel Lust, diesem Ravilla auf den Zahn zu fühlen. Ich wusste auch schon wie. Ich würde ihn bitten, den Empfang des Einladungsschreibens in meinem Officium zu quittieren. Nötig war das zwar nicht, aber woher sollte das so ein Provinzialgewächs wissen? Dann konnte auch Cnaeus Fabius Torquatus, sofern er interessiert war, dazu kommen. -
Salve Stadtwache
ja ich nehme Diocles.Diocles: Alles Weitere per PN.
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Ich warf einen Seitenblick zu dem Fahrer der Aurata, dem Praetorianertribunen Serapio, der mit seiner tadellosen Haltung und der goldenen Tunika ein durch und durch eleganter Mensch, ein leibhaftig zur Erde gestiegener Gott Mars war.
Er würde ein harter Brocken sein, da machte ich mir nichts vor.
Aber ich tat so, als sei ich ein Vertreter der unbekümmerten Jugend, und grüßte ihn lächelnd mit der Reitgerte.
In diesem Moment drängte sich
unsere Sklavin Rhea vor, strahlendweiß gekleidet und jugendfrisch wie eine rosenwangige Hebe und warf ein Strophium, einen Kranz aus mit Indigo blau gefärbtem gedrehten Hanf, in meine Richtung. (Das war Tiberios Idee gewesen, der meinte, solche Omina dürfe man nicht unterschätzen)
Nike sei Dank schraken meine beiden Pferde nicht einmal vor Rhea zurück, die diesen Auftritt ungemein ernst nahm.
Zugleich brach wieder Jubel aus und es wurde „Veneta! Veneta!“ gerufen und natürlich auch im Gegenzug „Aurata! Aurata!“ -
Frage: Was ist mit den Liberti/ Freigelassenen? Sie haben auch eine spezielle Namensgebung, die hier im IR aber auch ganz unterschiedlich gehandhabt wird.
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Ich schaute zu Torquatus hoch und stieß mit meinem Becher an seinen.
„Einverstanden.“, sagte ich mit fester Stimme:
„Und wenn du mich schon nach Merkwürdigem fragst: Ein gewisser Ravilla ist in Roma aufgetaucht und hat nicht einmal einen einzigen Gastfreund in der Urbs, so dass er in der Taverna Apicia logiert. Ein Seius. Ich dachte offen gesagt, mit der gens Seia hätte der göttliche Caesar Augustus Tiberius bereits vor 80 Jahren Tabula rasa gemacht. Aber nein, der Mann erfreut sich bester Gesundheit und hat an den Kalenden des Novembers* eine Audienz bei unserem Kaiser.“
Nur Glück oder steckte mehr hinter diesem Provinzialen? Ob der Procurator weitere Informationen wollte?
Ein wenig hatte mir der Libertus, den ich mit dem Einladungsschreiben in die Apicia geschickt hatte, erzählt.Sim-Off: *Der Termin war schon, wurde aber noch nicht ausgespielt
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Der Palastbote war höchst erfreut über die Großzügigkeit, und verlor ein wenig von seiner Steifheit, als er den Sesterz in der Luft auffing:
" Danke und Vale bene, Galeo Seius Ravilla!", rief er und machte sich auf den Rückweg. -
„Du erwähnst Straftaten – so bist du ein Urbaner?“, fragte ich: „Dann kennst du vermutlich meinen Verwandten, Optio Appius Furius Cerretanus? Grüß ihn schön von mir, sollte er dir über den Weg laufen. Es verstößt übrigens keineswegs gegen die guten Sitten, mit seinem Eigentum zu tun, wonach einem ist – wozu auch gehört, es an Freunde zu verleihen.“
Das seinem und Freunde betonte ich.
Ich hatte zuvor mit dem Gedanken gespielt, dem Soldaten im Interesse der Stoßkraft (schönes Wortspiel) unserer Streitkräfte Tiberios ein, zwei Tage zu überlassen, bis er ihn über hatte.
Doch der Ton des Miles war nichts weniger als unverschämt. Weshalb sollte ich ihm jetzt noch einen Gefallen tun?
Leider hatte ich nur Andreas und keine Custodes mit Knüppeln und Stangen bei mir. Gegen einen trainierten Urbaner würde ich nicht antreten können, ohne den Kürzeren zu ziehen.
Irgendwie kam ich vor wie ein Junge, dem ein anderer Junge sein Spielzeug geklaut hat, und der zu schwächlich ist, es sich wiederzuholen.
Also tat ich zähneknirschend so, als hätte ich nicht gehört, dass mich Scato quasi nach Hause schickte und sprach nur zum Maiordomus:
„Eine halbe Stunde, Sklave, nicht länger. In dieser Zeit werde ich über deine Bestrafung nachdenken. “
Ich warf Scato einen spöttischen Blick zu, bevor ich ging.
Ich wusste, dass Tiberios nicht wirklich etwas Verbotenes tat, doch darum ging es nicht. Es ging schlicht darum, wer am längeren Hebel saß.Nicht ohne Hintergedanken hatte ich dem Blonden bei meiner Begrüßung verraten, dass ich in der kaiserlichen Kanzlei tätig war. Er musste wissen, dass sämtliche imperialen Ernennungsurkunden über meinen Schreibtisch gingen.
Auf seine nächste Beförderung würde der Mann lange warten können, zumindest wenn ich das Dokument ausstellen sollte. -
Dieser Scato schaute mich beinahe wütend an. Der ganze Mann hatte so etwas Ernsthaftes an sich, als wäre er direkt den Tagen der frühen Republik entsprungen, als die Virtus, die Vortrefflichkeit, noch allgegenwärtig gewesen war. Er war auch noch etwas jünger als ich selbst und garantiert kein Politiker.
Ich hatte ihn nicht beleidigen wollen.
„Gemach, gemach!“, lachte ich und hob beide Hände:
„Dann hast du wohl diesen Park mit dem Sklavenmarkt verwechselt? Bist du gar kurzsichtig? Wo dienst du, Miles?“, wollte ich wissen. Der Blonde trug zwar Soldatenstiefel- und Gürtel, aber ich war nicht nahe genug, um die Aufschriften lesen zu können.
Ich fand die ganze Situation zu komisch.
Ich ging natürlich nicht davon aus, dass da irgendein menschliches Interesse bestand sondern schrieb das Verhalten des Soldaten eher altmodischer Zurückhaltung zu.„Ich bin nicht dein Feind.“, fügte ich an:
„Und ich kann verstehen, dass du Furia Stella, die eine zurückgezogen lebende Dame von tadellosem Ruf ist, nicht mit deinem Anliegen belästigen wolltest. Aber nun bin ich hier, und ich habe für die Wunden durch die Pfeile des Eros und die Suche nach dem Heilmittel Verständnis. Obwohl ich dir der Fairness willen gleich sage, dass Tiberios nicht zum Verkauf steht und älter ist als er aussieht.“ -
Auch der Fabier war also ohne das Geflecht von Familienbeziehungen aufgestiegen und an Förderer geraten, die sein Potential erkannten. Zu Ehre und Reichtum hatte er es offensichtlich gebracht, ich nickte zustimmend. Das alles machte ihn mir nicht umbedingt sympathisch, doch ließ meinen Respekt wachsen. Gleichzeitig wusste ich nun, dass mich mein zweiter Eindruck nicht getäuscht hatte: Cnaeus Fabius Torquatus war kühn und würde sich mit der zweiten Reihe nicht zufrieden geben.
Ich gab den Blick des Procurators zurück.
„Ich bin ein loyaler Freund meinen Freunden.“, erwiderte ich auf dessen Frage. -
Ich war gut gelaunt aus dem Balneum gekommen, hatte nach Tiberios verlangt, damit er mir etwas vorlas, während ich vor der Cena zu ruhen gedachte - und vom Ianitor erfahren, dass der furische Maiordomus mit einem miles(!) namens Scato in Richtung Porta Salutaris fortgegangen war, um über irgendwelche Schriftrollen zu diskutieren, die er übersetzt hatte. Ich schüttelte leicht den Kopf. Tiberios arbeitete gut und viel, aber er war für meinen Geschmack entschieden zu eigenmächtig in seinen Entscheidungen, er war ein Sklave, kein Angestellter.
Ich winkte Andreas herbei, meinen Cubicularius: „Dann lass uns vor dem Essen noch eine Runde gehen.“, ordnete ich an:
„Vielleicht treffen wir ja zufällig euren Maiordomus .“
Meine Stimme triefte vor Sarkasmus.
Da mich Tiberios auf dem Sklavenmarkt verärgert hatte, war ich ohnehin nicht wirklich gut auf ihn zu sprechen, und Andreas machte in bekümmertes Gesicht:
„ Ich weiß vielleicht, wo sie hingegangen sein können, Dominus.“, sagte er, während er mir meinen Mantel umlegte und sich dann bückte, mir die Schuhe zu schnüren:
„Es gibt einen kleinen Park auf halber Strecke, in dem man in Ruhe reden kann.“
„ Tatsächlich? Führ mich dorthin!“
Es war nicht weit, und der Park hatte den Charme des Halbvergessenen, Verwilderten.Als ich Andreas weiter hinein ins Grüne folgte, hörte ich zwei Stimmen, und als ich näher trat, sah ich, dass ein mir unbekannter blonder junger Soldat auf einer steinernen Bank saß. Tiberios kniete vor ihm, und der Miles hatte seine Hand genommen, küsste sie und führte sie an seine Wange.
Ich war nicht aus Stein wie das Abbild der Dryade hinter ihnen, und die Szene hatte etwas Anrührendes.
Armer Miles. Eros verschoss seine Pfeile wohin es ihm die launische Venus befahl.
Dieser Scato war aber nicht der erste Römer in der Geschichte, der sich in einen fremden Sklaven verguckte, und es gab durchaus Wege, statthafte Wege, solch ein Dilemma zu lösen.
Ich trat auf Beide zu, verschränkte die Arme und ignorierte den Tiberios völlig. Stattdessen blickte ich den Soldaten an und sprach:
„Salve, Miles Scato! Ich bin Aulus Furius Saturninus, primicerius ab epistulis in der Kaiserlichen Kanzlei und wäre dir sehr verbunden, wenn du mir verrätst, was das mit furischem Eigentum gerade werden soll.“ -
Zitat
Original von Tiberios
ZitatOriginal von Angus
ZitatOriginal von Flavia Domitilla
Ich schlug Tiberios so kräftig auf den Arm, dass er seinen Stilus fallen ließ:
„Bist du von Sinnen?“, herrschte ich ihn an: „Mit deiner Geste hast du gerade tausend Sesterze auf den Blonden geboten! Meinst du, ich will einen Barbaren haben?
Noch eine solche unabgesprochene Aktion, und du kannst dich neben deinen Freund da oben auf den Podest stellen! Dann bekomme ich wenigstens den Bruchteil dieser Summe wieder rein!“
Natürlich hatte ich kein Recht dazu, Tiberios zu verkaufen, denn er gehörte nicht mir, sondern Furia Stella, aber in diesem Moment war ich wirklich wütend, und mit meiner Cousine wäre ich mir später schon handelseinig geworden, auch wenn sie den Jüngling gerne hatte.Aber dann besänftigte ich meinen Zorn beim Anblick der rothaarigen edlen Dame, die auf den Barbaren bot, und lächelte in ihre Richtung. Ich wusste, wer sie war: Flavia Domitilla. Sie gehörte zu den Verwandten meines ehemaligen Patrons, aber leider hatte die Zeit nicht gereicht, ihr vorgestellt zu werden. Was für eine attraktive Frau. Temperament und Feuer sprachen aus ihren Blicken und ihr geschmeidiger Leib...nein, Aulus, denk nicht weiter, ermahnte ich mich.
Die anderen Bieter waren offensichtlich Liberti, die im Auftrag ihrer Ex-Domini handelten.
Ich hielt natürlich zu Flavia Domitilla. Wenn sie einen blonden keltischen Custos wollte, sollte es so geschehen.
Wie ungalant, gegen die edle Dame zu bieten! -
Ich hob meinen Becher.
„Ein Prosit auf die Sanguinea!“, sagte ich: „Und auf die Rechtswissenschaft, die einzige Art Gelehrsamkeit, die wirklich originär von uns Römern stammt, würde ich meinen. Ich wage einmal zu behaupten, dass man sich an Römisches Recht noch erinnern wird, wenn Roma den Weg aller großen Reiche gegangen ist. Und auf Dich, Blüte der Rechtsgelehrsamkeit. Gibt es denn ein bestimmtes Thema, dem gerade deine Aufmerksamkeit gilt?“
Das interessierte mich auch schon deswegen, weil es auch die Arbeit in der Kanzlei beeinflussen würde.
Nun kratzte ich mich am Kopf:
„Ich hoffe, irgendeinmal etwas bewegen zu können, vielleicht eine neue Politeia für unser Staatswesen verfassen. Aber im Moment ist die Kanzlei mein ruhiges Plätzchen, da ich nur das tue, was mir vom Caesar Augustus eindeutig befohlen wird. Es gibt keine Zweideutigkeiten, was einem am Kaiserhof durchaus den Kopf retten kann.“
- und mir gerettet hat, dachte ich:
„Doch unsere Gespräche in Athen vermisse ich sehr. Mir fällt gerade ein, wie bereichernd es doch wäre, unser liebes Athen nach Roma zu holen und ab und zu in heiterer Runde zu debattieren." -
Ich überlegte: "Caius Furius Helios war Tribunus Angusticlavius in Alexandria. Aber er ist schon vor langer Zeit verstorben. Um drei Ecken verwandt bin ich mit Senator Iulius Dives, der mir freundlicherweise gestattete, beim Equus October die Farben der Veneta zu tragen. Mein Cousin Cerretanus ist Optio bei den Urbanern. Ich habe Freunde hier, die ich aber nach und nach erst aufsuchen muss, um sie an ihre Freundschaft zu erinnern.
Kurz und gut, für mich wird gelten: Ego arxo tou genous. - Ich werde der erste meines Geschlechts sein.", zitierte ich die Antwort des Athener Feldherren Iphikrates, als man ihm seine geringe Herkunft vorwarf.
Ich hoffte, damit dem Prokurator (außer Bildung) zweiererlei vermittelt zu haben: Ich hatte keine großartigen Fürsprecher in Roma mehr, ein Schlag, gewiss, doch hatte ich meinen Ehrgeiz nicht verloren.
Vielleicht war auch das freundliche Gespräch von seiner Seite aus gerade mehr als reine Freundlichkeit.