Beiträge von Lucius Aelius Quarto

    “Ich verstehe.“


    Zu Ferrius Theodores gewandt:
    “Ein amtierender Volkstribun ist unantastbar. Wenn Sergius Sulla gewählt wird und du dann Hand an ihn legst, so würdest du schlimme Schande über dich und deine Familie bringen und hättest eine äußerst harte Strafe zu erwarten.“


    “Du hast sicherlich recht. Das erinnert an die unsäglichen Zeiten, als sich die alte Republik selbst zugrunde richtete und die Schlägerbanden eines Clodius oder Titus Milo die Rostra beherrschten.
    Gewaltandrohungen und Schlägereien gehören heute nicht mehr hierher.


    Aber ist es nicht erst wenige Tage her und warst nicht ausgerechnet du es, der genau an dieser Stelle meinen Vetter geschlagen hat? Was würde in deinem Gesetz über einen Kandidaten wie dich stehen?“

    “Ich weiß nicht, ob Wählerbeschimpfungen auf der Rostra zum gewünschten Ziel führen. Schließlich muss sich mehr als die Hälfte aller Wahlberechtigen an der Wahl zum Volkstribun beteiligen, dass überhaupt einer von den beiden Kandidaten gewählt wird. Es wäre doch schlecht, wenn die Wähler verprellt würden und wir am Ende gar keinen bekämen.


    Sergius Sulla, hast du ähnlich konkrete Vorhaben wie Didia Sinona, für den Fall, dass du gewählt würdest?“

    Quarto ging hinunter zur Bühne.
    “Manius Matinius Fuscus, ich dankte dir und deinen Schauspielern für diese ergreifende Darstellung. Apoll wird euer Spiel mit wohlwollen verfolgt haben, so wie auch das Publikum Roms es getan hat. Ich danke euch sehr!“

    Zusammen mit der Senatorin schritt Quarto die Tribüne hinab zur Rennbahn. Sie betraten des Sand, auf dem Helden geboren wurden und gingen zum siegreichen Wagenlenker, der inzwischen die Zügel gelöst hatte, die um seinen Leib gebunden gewesen waren. Der Sieger stieg vom Wagen und Quarto sprach:
    “Du warst ohne Zweifel der Beste und dein glorreicher Erfolg bringt dir und deiner Factio Ruhm und Ansehen. Ich beglückwünsche dich und zolle dir Hochachtung vor deiner Leistung!“

    “Aber meine Liebe, bedenke das Diokles erst vor kurzem schwer gestürzt ist und noch nicht wieder zu alten Kräften gekommen ist. Sonst wäre er mit Sicherheit um den Sieg gefahren.
    Lass uns nach unten gehen und gemeinsam den Gewinner beglückwünschen.“

    Er bot ihr seinen Unterarm an.

    Die Ludi Apollinares gingen dem Ende entgegen. Der Abschluss würde eine große Opferzeremonie sein. Die Menschen versammelten sich bereits, um dem religiösen Schauspiel beizuwohnen.
    Auch Quarto kam, blinzelte in die strahlende Sonne und lächelte zufrieden. Ein verheißungsvoller Tag. Apoll schien guter Dinge.

    “Ich kenne seinen Vater und schätze ihn sehr.
    Ich habe von diesem Mann, dem Sohne, schon viel gehört und zwar nur Gutes.
    Er ist ein treuer Offizier, vielfach ausgezeichnet und dekoriert.
    Da gibt es nichts zu deuteln: Ich freue mich über seine Kandidatur!“


    :app:

    Zitat

    Original von Lucius Sergius Catilina
    Tabularium? Was was soll das denn sein?


    “Das Tabularium, guter Mann, ist das Staatsarchiv des Imperiums. Du findest es beim Forum Romanum in Rom, gleich hinter dem Tempel der Concordia.“


    “Nach den letzten Wahlen und auch den Wahlen davor, hörte ich Klagen, der Cursus Honorum hätte an Attraktivität verloren. Man beklagte allgemein, dass sich zu wenig Bürger zur Wahl stellen würden.
    Mein tatkräftiger, junger Verwandter tut es und sagt, er will die Arbeit tun, die einem Quaestor aufgetragen wird. Ich tat es in meiner Amtszeit als Quaestor ebenso. Darum sage ich: Gut so, Aelius Tubero! Lass dich nicht beirren!
    Hättest du dich in die Legion eingeschrieben und würdest dann kandidieren, dann würden sich dieselben Kritiker einfinden wie heute. Sie würden dir vorwerfen, deinen Dienst in der Armee mit einer Kandidatur zu vernachlässigen.
    So ist das halt. Kandidiert niemand, ist das Geschrei groß. Kandidiert einer, oder auch eine, beklagen sich welche, warum er oder sie nicht besser etwas anderes täte.“