Beiträge von Lucius Aelius Quarto

    “Ich verstehe. Das ist ein ehrenvolles Ziel und eines Mannes deiner Herkunft würdig.
    Aber du hast deine Stelle hier im Palast gerade erst angetreten. Willst du trotzdem schon bei den nächsten Wahlen antreten? Ich würde denken, dass käme noch ein wenig zu früh.
    Dein Name ist, verzeih mir bitte wenn ich das sage, aber er ist noch recht unbekannt, auch wenn es der Name deiner gens nicht ist und wenn deine Ahnen und nächsten Verwandten ein ruhmreiches Licht auf dich werfen.“

    Die Reaktion war positiv und ebenso direkt und unkompliziert wie die Frage.
    Denn Aelius Quarto öffnete wie zum Willkommen die Hände und sagte:
    “Aber sehr gerne. Es wäre mir eine Ehre und eine ehrliche Freude. Wenn das dein Wunsch ist, dann will ich ihn dir gerne erfüllen und dein Patron werden.“

    Aelius Quarto lächelte in Richtung jenes besagten Quintus (Germanicus), sagte jedoch nichts, vermutlich weil er sich als künftiger Princeps nicht zu sehr in die Wahl seines Stellvertreters einmischen wollte, oder zumindest nicht zu offensichtlich. Das er gegen diesen Kandidaten keine Einwände haben würde lag allerdings nicht nur auf der Hand, es wurde trotz seines Schweigens durch sein Lächeln auch mehr als deutlich.












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    PRINCEPS FACTIONIS - FACTIO VENETA

    Da hielt es Aelius Quarto, der sowohl zu Tiberius Durus, als auch zu den beiden Germanicii-Senatoren gute und freundschaftliche Beziehungen pflegte, nicht mehr auf seinem Platz.


    “Aber, aber, liebe Freunde! Beendet diesen Streit! Wollen wir alle denn nicht mehr oder weniger das selbe? Wollen wir denn nicht eine bessere Lösung für die Vereine als die jetzige, die ihnen jedwedes Vermögen verwehrt?“

    Aelius Quarto, der als Consular zusammen mit den anderen ehemaligen Consuln und den ehemaligen Praetoren am Kopfende des Saales saß, erhob und räusperte sich.


    “Versammelte Väter, verehrtes Kollegium, ich unterstütze den Vorschlag von Senator Tiberius Durus!
    Ich finde, er hat Recht, wenn er das augenblickliche Vermögensverbot für Vereine kritisiert. Und ich teile die geäußerten Bedenken gegen seinen Vorstoß nicht.
    Wenn, wie vorgeschlagen, ein Verein wie jeder gewöhnliche Bürger Steuern zu zahlen hätte, dann glaube ich nicht, dass wir uns vor einem Ausufern der Fiskalbürokratie fürchten müssen. Oder wollt ihr künftig jedes neu geborene Kind beweinen, weil aus ihm einmal ein Steuerzahler werden könnte?
    Außerdem wäre der Anreiz zu irgendwelchen undurchsichtigen Transaktionen sehr gering, zumindest wenn sie der Steuerersparnis dienen sollen.


    Wir haben doch von Senator Annaeus Modestus gehört, welche Umstände das augenblickliche Reicht bereitet, und das auch bei Vereinen, die doch wohl über jeden Zweifel erhaben sind.“

    Aelius Quarto lächelte und neigte als Entgegnung leicht den Kopf.
    Dann probierte er den Wein und war augenscheinlich zufrieden, obwohl, dass muss man gestehen, es andererseits auch kaum einen Wein gab den er nicht schätzte, von gallischem einmal abgesehen.


    “Ja, sehr gut, dieser Wein. Aus Cumae, ja, ja, die campanischen Weine sind doch selten eine Enttäuschung.“


    Er trank noch einen Schluck und stellte den Becher dann auf einem bereit gestellten Tischlein ab.


    “Also, mein junger Freund. Zwar übe ich innerhalb des Palastes keinerlei offizielles Amt mehr aus. Aber ich lebe hier oben auf dem Palatin und da ergibt es sich, dass ich noch das eine oder andere höre. Und wie ich gehört habe wurdest du kürzlich zum Primicerius a rationibus berufen. Ich gratuliere! Eine Anstellung im Kaiserlichen Palast ist eine besondere Ehre.“

    “Cumaer also, sehr schön.“, murmelte Quarto und blickte dabei kurz versonnen in seinen Becher.


    Dann schüttete er sehr konzentriert ein wenig von dem kostbaren Wein auf den Boden. Das war das Trankopfer für die Götter.
    Anschließend sah er wieder zu seinem Gast, hob seinen Becher hoch, prostete ihm zu, und sagte:
    “Auf dein Wohl, Galeo Vinicius, und das dir die Götter stets gewogen sein mögen!“




    Sim-Off:

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    “Nun, solltest du wieder gewählt werden, dann musst du natürlich deine Amtszeit pflichtbewusst zur Gänze erfüllen. Deine Tätigkeit in Misenum ist das Fundament, auf dem du deine weitere Karriere errichten wirst.
    Was deine weitere Laufbahn angeht, da kommt es ganz darauf an, ob du sie außerhalb von Misenum siehst. Ein ergeiziger Mann, und vielleicht bist du ein solcher, wird aber nicht darum herum kommen, einen Ort wie Misenum irgendwann zu verlassen, vielleicht nur auf Zeit, vielleicht aber auch auf Dauer.
    Die eigentliche Frage lautet in dem Fall, ob du dich der Politik zuwenden willst. Eine Karriere im Cursus Honorum lockt mit Ruhm und traditionsreichen und wichtigen Ämtern und selbst ein Sitz im Senat lässt sich so erreichen. Aber es ist auch ein Feld voller Gefahren und Fallen, und die Gunst der Wähler ist nur schwer zu prognostizieren und häufig wechselhaft.
    Eine ritterliche Laufbahn ist berechenbarer, aber kann dafür vielleicht mit nicht ganz so viel Glanz und Ehre aufwarten.“

    “Oh, vielen Dank.“, antwortete Aelius Quarto, wobei er nicht umhin kam, daran zu denken, dass seine Frau einst mit besagtem Vinicius Hungaricus verheiratet gewesen war.


    “Ich hoffe doch, deinem Onkel geht es gut? Leider habe ich ihn noch gar nicht sprechen können, seit er aus Hispania zurückgekehrt ist.“


    Während er das sagte machte er seinen bereitstehenden Sklaven ein Zeichen, sich um den Wein zu kümmern.

    Aelius Quarto nahm die Wahl lächelnd an und dankte seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit.


    Auf die geraunte Frage antwortete er ebenso mit gedämpfter Stimme:
    “Oh, ich lasse dir gerne noch den Vortritt, denn es ist wohl angemessen, wenn du zu Ende bringst, was du begonnen hast.“

    “Salve Galeo Vinicius Sabinus!“, begrüßte der Hausherr seinen Gast.
    “Ich freue mich. Wie schön das du kommen konntest. Bitte, nimm' doch Platz. Darf ich dir etwas anbieten? Einen leichten Wein vielleicht?“




    Sim-Off:

    Bitte entschuldige die verzögerte Reaktion, meine IR-Präsenz leidet zurzeit etwas unter zu vielen anderen Dingen, dich ich um die Ohren habe.

    “Nun…“, antwortete Quarto, nachdem er sich so viel Zeit zum Nachdenken genommen hatte, dass die Anderen scheinbar schon ein wenig ungeduldig mit ihm wurden.
    “Nun, ich bin der Veneta seit jeher sehr verbunden und ein großer Anhänger des Rennsports. Ich war sehr gerne der Vorsteher dieser Factio und wenn ihr, meine Freunde, euch einig seid, in dem Wunsch, dass ich diese Aufgabe wieder übernehmen soll, dann werde ich es gerne tun.“












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    Aelius Quarto strich sich nachdenklich über den Bart. Aber dieser Augenblick währte nur kurz. Dann lächelte er und sagte:


    “Deine Worte ehren mich. Wenn ich dir auf deinem Weg zu höheren Weihen behilflich sein kann, dann werde ich es gerne tun. Es würde mich entzücken, mich als dein Patron bezeichnen zu können, und dir dort Wege zu ebnen, wo es in meiner Macht steht. Es wäre mir eine Freude.“

    “Die Vinicier sind dem Reich und dir treu ergeben und Vinicius Hungaricus ist ein Mann, dem man jede Aufgabe ohne Bedenken anvertrauen kann. Ich habe ebenfalls keine Zweifel, dass er als Nachfolger seines Bruders eine ausgezeichnete Wahl wäre.“


    Fast war Quarto erstaunt darüber, einem Vorschlag Salinators so uneingeschränkt zustimmen zu können.


    “Marcus Claudius Verus kenne ich zu meinem Bedauern leider nicht. Seine Herkunft als Claudier ist selbstverständlich über jeden Zweifel erhaben. Er ist der Sohn von Marcus Claudius Arbiter? Ist das der Claudius Arbiter, der während meiner Zeit als Magister Domus Augusti eine Weile als Rationalis in der Kaiserlichen Finanzverwaltung gearbeitet hat?“