Beiträge von Publius Aelius Hadrianus

    Spielerisch könnte man aus dem Dyonisuskult wesentlich mehr machen, da der Mithraskult in unserer Zeit erst mit den Legionären aus Asien kam.
    Auch ist das Wilde, Unbeherrschte ein schöner Gegensatz zu den Wertvorstellungen des antiken Roms- wobei nat. dann auch die entsprechenden Konsequenzen zu spielen wären, wenn man erwischt wird. Außerdem gibt es für den Dionysuskult keinerlei Einschränken in Bezug auf das Geschlecht. ;)

    So unrömisch aber auch nicht, wenn man an die Bacchanalien denkt. ;)



    [SIZE=5]Aber die Löwen werden sich freuen. Endlich gibts neben den unterernährten Christen mal ein paar wohlgenährte Römer zu verspeisen. :D[/SIZE]

    Für das Mittelalter sollte man aber schon unterscheiden, wer wann und warum Krieg führte.


    Durch die Zersplitterung gab es häufig Fehden der Adligen untereinander. Das hier nun nicht tausende ins Feld geführt werden konnte, liegt doch auf der Hand.
    Im Gegensatz dazu konnten der Krieg gegen andere Reiche bzw. bei einem Feldzug des Königs/Kaisers gegen aufmüpfige Adlige schon Tausende auf beiden Seiten mobilisiert werden.


    Ergo war die Größe des Heeres eine Frage der eigenen Machtdemonstration gegenüber dem Gegner und das Aufwand/Nutzen Verhältnis sollte man auch beachten.

    Der Braunkohlenlink bezieht sich auf folgende Äußerung:


    Zitat

    Könntest du mir bitte sagen wo Braunkohle effektiv und halbwegs umweltfreundlich einsetzen kannst und darfst? Ich wohne in Brandenburg und die Braunkohleförderung ist de facto nicht mehr existent.

    Zitat

    Original von Aine
    Nein ich meine nicht nur die Musik auf den Mittelalterfesten, ich meine das was von Hildegard von Bingen komponiert wurde, oder das was in den Klostern entstanden ist! Ich kenne auch einige Tanzmusik aus dieser Zeit!


    Ah, du meinst eher die gregorianischen Kirchengesänge?


    Ansonsten ist es schwierig mittelalterliche Musik nachzuspielen geschweige denn Tanzmusik. Noten hatte man bekanntlich damals nicht und sind nicht überliefert.Die Tanzschritte selber schon eher, da sie teilweise als Beschreibung erhalten geblieben sind.
    Ansonsten ist viel Moderne und Interpretation bei solchen Sachen mit dabei.



    @Constantius: http://www.brandenburg.de/cms/detail.php?id=174139</a>
    PS: Lieber klug scheißen, als dumm an Verstopfung leiden. ;)

    @Constantius: Die Braunkohle ist als Energieträger noch für die nächsten Jahrzehnte wichtig. Auch in NRW, wo die Orte Garzweiler und Hambach dem Tagebau weichen solle; sprich abgebaggert werden.
    Die direkte Subventionierung des Steinkohlbergbaus mit dem "Kohlepfennig" hat mit der Braunkohlenförderung nichts zu tun, da diese im Gegensatz zur Steinkohle profitabel gefördert wird.


    Aine: Ich hoffe, daß du mit "mitteralterlicher Musik" nicht dieses oftmalige Gequitsche auf Mittelaltermärkten meinst. Wobei zugegebenermaßen manchmal die Musiker gut und eingängig fürs Gehör spielen. ;) Allerdings hat die dort gespielte Musik mit mittelalterlicher Musik soviel gemein, wie die AC/DC mit klassischer Musik.


    Oberlehrermod an:


    Siehst du, so argumentiert man oder frau, wenn man sich nicht wirklich viel mit der Materie beschäftigt hat. Allerdings würde ich persönlich dir hier eine ganze Menge mehr zutrauen, wenn du nur möchtest.


    Oberlehrermod aus.

    Die Gefallenenzahlen sind oftmals überhöht, allerdings besigte Caesar die Gallier wirklich mit einer wesentlich kleienren Truppe und die Griechen besiegten die Perser ebenfalls:aus militärisch anderen Gründen.


    Caesar z.B. schaffte es die gallischen Streitigkeiten untereinander für seine Zwecke auszunutzen und im Kampf schlugen sich seine Truppen besser als die undisziplinierten Gallier. Um es kurz zu machen: seinen Sieg verdankte Caesar, einer Mischung aus Glück, Politik und militärischer Disziplin.


    Die Perser wiederum wurden zu Lande nicht besiegt und die Niederlage ist der Schlacht von Salmais zuuzschreiben, in deren folge die persiche Flotte quasi versenkt wurde.

    Das Kohle schon seit 16 Jahren nicht mehr im Tagebau in Deutschland gefördert wird ist mir völlig neu.
    Mich würde interessieren, woher du diese Erkenntnis hast?


    Also in NRW, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen fördert man mehr denn je im Tagebau. Und das noch auf die nächsten Jahrzehnte hinaus.

    zu 1. Kommt auf die Zeit drauf an. In der Kaiserzeit mehr, als in der Königszeit und in der Republik. ;)


    zu 2.Gesetze- mein Lieblingshaßthema. :D


    Was nützt das beste Gesetz, wenn die Nachfrage nach dem Rohstoff befriedigt werden muß und ein Ersatzstoff andere negative Umweltfolgen nach sich zieht? Ist doch nur wieder Arbeit für Juristen. ;)


    Wenn ichs mir recht bedenke:Also umweltpolitisch waren da die Taliban schon weiter, als die moderne Zivilisation. Kein Radio, kein Fernsehen und dieser ganze modische Schnickschnack für Frauen war auch verboten. Das ist aktive Umweltpolitik (wenn auch doch aus anderen Aspekten heraus ;) )!
    Allerdings wird man das niemanden ernsthaft vermitteln können und darum gehe ich auch nachher Fernsehen schauen. Wohl wissend, daß die Kohle für die Stromerzeugung für diesen von einem Bagger nicht weit von hier aus der Erde gebuddelt wird und die Landschaft im Tagebau aussieht wie auf dem Mond. Das ist da sLeben und so trage auch ich meinen Teil dazu bei, daß dieses Zeitalter als das in die Geschichte eingehen wird, indem der Mensch so stark in die Umwelt eingriff, sodaß die Erde ihr Gesicht in einem kurzem Zeitraum von wenigen Jahrzehnten so schnell verändert wie in Millionen Jahren zuvor nicht.
    Was das mit den Gesetzen zu tun hat? Nun, der Mensch wird immer bestrebt sein seinen erworbenen Lebensstandard zu halten.Darum werden Gesetze auch nur eine Alibifunktion in diesem Bereich haben. Die einzigste Alternative wäre nun wirklich ein Leben wie in der Steinzeit, als die Menschen noch im Einklang mit der Natur lebten. Was MArrx dazu sagen würde weiß ich nicht, mit Sicherheit aber würde er es befürworten, daß der , der die Keule Hirsch für Nichtstun bekommen sollte eine auf die Nuß bekommt und dieser als potentieller Esser nun seinen Beitrag zur Erhaltung der Hirsche durch sein Ableben leisten tut. ;)

    zu 1. Der römische Bürger schickte seinen Sohn zur Schule.Die finanziell besser Gestellten nach Griechenland bzw durch Hauslehrer. Im Gegensatz zu späteren Zeitepochen war das Lesen und Schreiben in der römischen Antike kein Privileg von einigen Wenigen.


    zu 2. Nun muß die Menschheit sich nicht gleich ausrotten. Der Mensch hat schon immer seine Umwelt für seine Zwecke gnadenlos ausgebeutet und ohne Rücksicht auf Umweltgedanken sehr kurzsichtig gehandelt. Beispiele sind z.B. das Ausrotten von Tierarten zum Zwecke der Spiele durch die Römer; die Abholzung auch des letzten Zweiges und damit die Versteppung und Verwüstung von fruchtbaren Ackerflächen in Afrika. Das künstliche Aufstauen von Flüssen etc.pp.


    Allerdings war dies zu keiner Zeit so rigoros und gnadenlos wie jetz; was aber einzig der Tatsache geschuldet ist, daß die Menschheit ein bestimmtes technologisches Knowhow erworben hat und rein anzahlmäßig es viel zu viele Menschen gibt, die alle diesen Raubbau an der Umwelt vorantreiben. Sei es bewußt oder unbewußt.



    edit://
    Auf dem Weg der Besserung wäre die Menschheit erst, wenn wir den Urkommunismus hätten. Sprich: Mit Pfeil und Bogen früh morgens in de rHöhle aufstehen und auf Jagd gehen. ;)

    zu 2. Das Wissen war in Klosterbibliotheken schon vorhanden, aber es gab nur eine beschränkte Anzahl von Menschen die lesen konnten und was hauptsächlicher war, das wissen galt als heidnisch: ergo die Kirche wachte strikt darüber, daß es nicht angwandt bzw. weiterverbreitet wurde. So ging es für die allergroße Masse der Menschen verloren und für den geringeren Teil verstaubte es. ;)


    zu 3. Informationsverlust weniger. Eher die Tatsache, daß der Mensch seinen Untergang bzw. den der anderen Lebewesen bewußt und in einer immer schnelleren Spirale vorantreibt. Atom- und Wasserstoffbombe, Klimakatastrophe, Regenwaldabholzung, Überfischung der Weltmeere, Boom des Aussterbens von Tier- und Pflanzenarten auf nichtnatürliche Weise sind doch nur ein paar Faktoren, die sich in den letzten Jahrzehnten summierten und irgendwann in der Katastrophe zum "Wohle und dem Fortschritt der Menschheit" münden.

    Zitat

    Original von Aurelia Antonia
    So ich eröffne diesen Thread für den friedlichen Schlagabtausch zwischen Mittelalterfans und reinen Römerfans.
    War das Mittelalter ein finsteres Zeitalter?
    Wo gab es mehr wissenschaftlichen Fortschritt
    Welche Lebensbedingungen waren besser?
    Meine Meinug zu dem Thema ist eigentlich klar, ausser in der Kriegsmaschinerie lag das Mittelalter was Lebensumstände, Kultur und Forschung angeht, weit hinter den Verhältnissen des römischen Imperiums zurück.


    Genau genommen waren beide Perioden Zeiten des wissenschaftlichen Stillstands. Die Römer übernahmen die griechische Kultur und deren Wissensstand und entwickelten ihn kaum weiter. Einzig das INgenieurwesen hob sich hier von dem griechischem Wissen ab und das Mittelalter (ich denke mal du meinst insebsondere das Frühmittelalter) zehrte vom Wissenverlust aus der untergegangenen Antike.


    Was nun finsterer war? Nun, um ganz ehrlich zu sein, ist es die heutige Zeit. Insbesondere die letzten Jahrzehnte. Wenn du mir nicht glaubst, so frag mal in ein paar hundert Jahren wieder nach. ;)

    Zu den Tätigkeiten von Vigiles und CU findest du hier Informationen:


    http://www.meinebibliothek.de/Texte/html/rom.html


    Allerdings ist zu sagen, daß es eine Polizei, wie sie heute bekannt ist es damals nicht gab und die Kriminalität trotz dieser Einheiten für heutige Maßstäbe extrem hoch war.
    Ebenfalls sollte man das standesrecht bei Festnahmen nicht außer acht lassen. Es konnte für einen ehemaligen Sklaven, der z.B. bei den Vigiles diente böse enden, wenn er an ein Mitglied des gehobenen Standes, oder einen Klienten mit einem einflußreichem Gönner geriet, da das Strafrecht oftmals willkürlich oder einfach aus politischen Gründen heraus angewandt wurde.

    Höchstwahrscheinlich aber war Lukas kein Augenzeuge. Ob er Jesus nun höchstselbst kannte, darf man also bezweifeln.


    Da das Christentum sich nur langsam als neue Religion ansah, dürfte es deshalb schwierig sein, eine klare Grenzlinie zu finden, wer sich nun als Christ und wer sich noch als Jude definierte.
    Geschweige, daß man dies nun nach fast 2000 Jahren noch vermag außer in unsäglicher Puzzlearbeit, bei der gerade einmal ein paar Teile des Ganzen zusammengefügt sind.

    Hab jetzt mal ein wenig von Prof. Dr. Krampe abgeschrieben ;) :


    Das römische Strafrecht ist ursprünglich selbst bei schweren Tötungsdelikten weitgehend Gegenstand privat initiierter Strafverfahren. Nur schwerste gegen den Staat gerichtete Verbrechen wie Hoch- und Landesverrat (perduellio) sind von Staats wegen verfolgte, mit der Todesstrafe geahndete crimina publica. Indessen ist in den beiden letzten Jahrhunderten vor Christus die öffentliche Strafverfolgung nach und nach ausgeweitet worden. Augustus hat mit der lex Iulia iudiciorum publicorum des Jahres 17 v. Chr. insbesondere für Mord, Menschenraub, Vergewaltigung und Ehebruch ständige Staatsgerichtshöfe errichtet. Als crimina publica wurden zu Beginn der römischen Kaiserzeit außer der perduellio folgende Verbrechen verfolgt: Mord (parricidium), Brandstiftung (incendium), Münzfälschung (crimen falsi), Provinzausplünderung (crimen repetundarum) sowie die Majestätsverletzung (crimen laesaemaiestatis), d. h. in republikanischer Zeit die Verletzung der Majestät des römischen Volkes, seit Augustus die Verletzung der kaiserlichen Majestät.

    Um es kurz zu machen: Selbstjustiz war oft der Fall. Allerdings wurde meines Wissens nach unterschieden, wer nun das Delikt begang. Die Standeszugehörigkeit spielte bei der Strafbemessung eine nicht zu unterschätzende Rolle und wenn man nun den Falschen verprügelte konnte dies für den sein Eigentum verteidigenden fatalere Folgen haben als für den vom rechten Wege abgekommenen. ;)


    Eine Literaturliste findest du hier:
    http://www.uni-muenster.de/Jud…NT/RKNT_Bibliographie.htm

    Natürlich gab es die unterschiedlichsten mehr oder weniger gewalttätige jüdische religiöse Strömungen.
    flavius Josephus- ein jüdischer, später von Vespasian adoptierter Feldherr,der sogar aktiv gegen die Römer kämpfte, führt hierzu die Phariser, Essener, Sadduzäer und die Zeloten auf. Die Zeloten selber führten neben dem Aufstand gegen die römischen Besatzer einen Bürgerkrieg gegen jüdische Kollaborateure.
    Jesus Lehren selbst standen im Einklang mit denen der Pharisäer, was diese als besonderen Affront gegen sich werten mußten, was wiederum zu den bekannten Anklagen und Verfolgungen führen mußte, soweit es rechtlich gedeckt war. Rechtlich deshalb, weil die Römer als beherrschende Macht keinen Bürgerkrieg wollten und scharf darauf achteten, daß Ruhe im Lande blieb auch wenn ihnen der jüdische Bruderzwist um den einen und anderen Messias völlig egal war.


    Da die Religion wie so oft von den obersten Vertretern zu politischen Zwecken mißbraucht wurde/wird ist es nur natürlich, daß auch innerhalb des Judentums die unterschiedlichsten religiösen Strömungen sich als die einzig wahre betrachteten und versuchten dies auch politisch mit Gewalt-wie damals üblich- umzusetzen.


    Nun das Judentum als friedvolles und glückseeliges Volk zu betrachten, das abends im Beisammensein Eierkuchen aß und sich an der Vielfalt der Religionen erfreute ist nun wirklich absolut falsch.

    Zitat

    Noch einmal: Es geht mir nicht um die Interpretation von Jesus' ursprünglicher Meinung (die Kirchengeschichte hat nämlich gezeigt, wie wenig das eine Rolle spielen muss), sondern einzig und allein um die historisch relevante (!) Umsetzung der Urchristen!


    Genau hier liegt ja der Hase im Pfeffer begraben. Die Urchristen scheinen sich zum allergroßem Teil als Juden definiert zu haben die die Erscheinung des Messias als Fakt hinnahmen, während die große Mehrheit des alten Judentums noch auf den Messias wartete und Jesus als falschen Propheten wie so viele vor ihm ansah.