Beiträge von Publius Aelius Hadrianus

    Schade, daß man darauf keine Wette halten kann. Ich würde darauf setzen, daß ein Gladiatorenkampf ein wesentlich besserer Quotenbringer im Fernsehen wäre, als Boxen oder Wrestling.


    Somit wäre bewiesen, daß der Mensch im Grunde genommen immer noch von denselben niederen Instinkten gesteuert wird wie vor 2000 Jahren. Humanismus hin oder her.


    PS: Ist auf MTV nicht ein ähnlicher Quotenhit, wo ein paar Chaoten möglichst gefährliche Stunts und anderen möglichst weh tun und Schmerzen aushalten Blödsinn fabrizieren ? Und das nicht als Schauspielerei, sondern Live und in Farbe? ;)

    Auch bei den Gladiatoren untereinander gab es ein rangsystem. Vielleicht vergleichbar den Fußballligen.


    Einen Kämpfer der 1. Liga ließ man noicht so einfach abschlachten, während der aus der Kreis- oder Bezirksliga schon mal in einem der vielen nachgestellten Massenschlachten schnell sein Leben aushauchen durfte. ;)



    PS: Tierhetzen wurden in der Regel nicht von Gladiatoren bestritten.

    Zur Abschreckung dienten die Spiele nicht. Einzig zur Belustigung des Volkes wie später die öffentlichen Hinrichtungen im Mittelalter auch. Nicht umsonst waren diese oftmals mit Volksfesten verbunden. ;)


    Heute pilgern die Leute mangels öffentlichen blutigen Ereignissen zu Unfall- und Mordorten. Sehr schön ist die Sensationsgier z.B. immer auf Autobahnen zu beobachten, wenn auf der Gegenfahrbahn trotz freier Fahrt ein Stau ensteht, weil man ja gaffen muß, ob man vielleicht eine Leiche, ein absolut verbeultes Auto oder was man auch immer sehen will beschauen muß.


    Hierin unterscheiden wir uns von der römischen Gesellschaft in keinster Weise.

    Als Ergänzung: Wohlhabende Eltern schickten ihre Sprößlinge vorzugsweise eine Zeit lang nach Griechenland zur Bildung, da Griechenland als Hort der Kultur schlechthin galt.


    Ansonsten erlernten Mädchen das Schreiben und Lesen wie die Jungen, während letztere aber mehr "Sportunterricht" hatten, legte man bei den Mädchen mehr Wert auf Gesang-, Tanz- und Musikinstrumentenspielübungen.
    Ansonsten lernten teilweise beide Geschlechter das Sticken. Bei den Mädchen kamen dann noch Weben und Spinnen hinzu.
    Beide Geschlechter wurden meist zusammen unterrichtet und der wissenschaftliche Teil wurde oft von Privatlehrern gehalten. (also vor denen, die es sich leisten konnten)
    Fremdsprachenunterrricht gab es auch für beide Geschlechter. Vornehmlich griechisch. Griechische und Römische Literatur war Pflicht und welch Glück für die Frauen: Zwischen 13 und 17 wurde man verheiratet, sprich, die Schulzeit war nicht solang wie bei den Jungen. :D

    Zitat

    Original von Publius Decimus Lucidus


    Die Figur dort nennt sich "Ahmed Ibn Fahdlan Ibn Al Abbas Ibn Rashid Ibn Hamad". Ein etwas komplizierterer Name als der des Vetters von Mohammed ;)


    Öhm. Ist das eine Komödie? Wenn ich das noch ganz richtig zusammenbekomme, bedeutet Ibn= Sohn. Hatte der soviele Väter? :D

    Und da sprach die Adelheid:


    Scheltet die Weiber! Der unbesonnene Spieler zerbeißt und zerstampft die Karten, die ihn unschuldigerweise verlieren machten. Aber laßt mich Euch was von Mannsleuten erzählen. Was seid denn ihr, um von Wankelmut zu sprechen? Ihr, die ihr selten seid, was ihr sein wollt, niemals, was ihr sein solltet. Könige im Festtagsornat, vom Pöbel beneidet. Was gäb eine Schneidersfrau drum, eine Schnur Perlen um ihren Hals zu haben, von dem Saum eures Kleids, den eure Absätze verächtlich zurückstoßen! (aus dem Götz von Berlichingen)


    Gut,also Hirn ausschalten und frei drauflosposten.


    Adelheid und der Franz trafen sich früher gern beim Tanz,
    weil das tanzen Freude macht
    und das Herz vor Freude lacht.


    Wer weiß, vielleicht kam ja dann nach dem Tanz noch Hans Christian vorbei und erzählte ein paar Märchen und weil er so gut erzählen konnte, ist Hans Christian der berühmteste Geschichtenerzähler am Hofe des römischen Kaisers geworden.



    Und dann siegte doch die Bequemlichkeit.

    Nach dem germanischem Wörterbuch von Gebhard Köbler 2003 bedeutet "von Adel" im germanischem: apala, apalaz, apalja;
    von dem Wort Adel: apaladoma


    germ. adela; adelaz bedeutet schlicht: Jauche.
    germ. doma :Rang/Stand


    Darum sollte man sehr vorsichtig sein, denn Sprache lebt und entwickelt sich beständig weiter zumal die Germanen keine Wörterbücher hinterließen. Und mit Fäkalien hat der Name Adelheid nun wirklich nichts zu tun. ;)

    Vatermord ist das schlimmste Verbrechen, was das antike Rom kannte, da der Sohn den Stellvertreter der Ahnen tötete und somit die Familie im religiösem Sinne auslöschte und sich gegen das Grundrecht des Vaters Richter über die Familie zu sein und seine Autorität auflehnte.


    Der Sohn, der also gegenüber dem Vater die göttliche Pflicht der pietas erga parentes (die Pflicht zum Gehorsam) hatte, entweihte das Haus der Familie. Um es mit Ciceros Worten über den Familiensitz abzurunden: "Hier ist meine Religion, hier mein Stamm, hier sehe ich die Spuren meiner Väter."

    Preußen war nicht militaristischer als andere Staaten zu seiner Zeit auch. Auch die Größe der Armee war nach damaligen Maßstäben nicht überdimensioniert, denn der Vergleich der einfachen Mannstärke hinkt schon deshalb, weil


    - Ausrüstungen kaum veralten und demzufolge nach der Anschaffung nur marginal ersetzt werden müssen
    - der Staatshaushalt kaum anderweite Ausgaben als die Hofhaltung und die Staatssicherheit zu stemmen hat
    - die Einbindung der Soldaten nach der Exerzierzeit in das produktive Arbeitsleben


    und einige andere Gründe mehr im Gegensatz zur "modernen" Wehrpflichtarmee .


    Ansonsten ist der Begriff "klein" oder "groß" sehr relativ. Deutschland allein bestand damals aus ca. 300 Klein- und Kleinststaaten. Preußen jedoch rangierte um 1720 territorial gesehen europaweit an 13. Stelle.

    Die unterschiedlichen Machtstrukturen in den einzelnen Epochen spielen aber schon eine sehr gewichtige Rolle bei der Unterhaltung einer Armee, was wiederum maßgeblich auf deren Größe Einfluß hat.

    Ich verweise einmal auf das zentralistische Persien und das antike Griechenland.


    Oder modern rhetorisch gefragt: Könnte sich der Freistaat Bayern eine in der Größe und Ausstattung der gesamtdeutschen Bundeswehr vergleichbare Armee leisten, um seinen Anschlußwillen nach Italien zu untermauern? ;)


    Was die Logistik betrifft, so waren die Probleme im Prinzip bis zur Erfindung der Eisenbahn diesselben wie annodazumal. Das Heer ernährte sich bis dato von der Zivilbevölkerung wo man gerade war. Das war schon bei den Römern so und bei Napoleon noch nicht anders. ;)

    Die Claudier hatten keinen Abstimmungsmythos von irgendeinem Gotte.
    Eigentlich hatte ich gedacht mich nicht so unverständlich ausgedrückt zu haben. Aber irren ist menschlich. 8)



    Zitat

    Ja so sieht es faktisch aus, aber schon die Adoption allein war sehr zweifelhaft. Das mit der Herkunft stimmt natürlich. Aber denkst du auch das alle "echten Römer" wirklich von Venus abstammten? Das ist ausgedacht, um eine mhytologische Begründung für ihre Herrschaft zu finden. Ebendso verhält es sich bei den Gentis.


    Es gab zu keiner Zeit echte oder unechte Römer. Entweder man hatte das römische Bürgerrecht oder nicht.

    Preußen hatte 1806 noch ein Söldnerheer. Lucidus hat also hier Recht.
    Cypianus, du hast aber auch recht,weil Preußen ab 1807 unter Scharnhorst das Söldnerheer in ein Volksheer umstrukturierte, was allerdings nciht Knall auf Fall gehen konnte, da Preußen von den Franzosen besetzt war.

    Ein stehendes Heer hatte z.B. Karl VII nach dem Hudertjährigem Krieg geschaffen. Auch nach dem 30jährigem Krieg schufen sich viele Landesherren stehende Heere und Machiavelli aus dem 15. Jahrhundert erkannte, daß eine Macht, die auf Söldnerheeren beruhte nichts wert war. ;)


    Napoleon selber hatte keine "Berufsarmee", sondern führte die allgemeine Wehrpflicht ein.

    Die "Familiengottheit" der Venus Erycina kam mit Der Übernahme der griechischen Aphrodite in die römische Religion.
    Ursprung war die Rückführung mancher römischer Gentes auf die trojanische Abstammung. Hierzu zählten die Iulier und die Mammier.


    Caesar gelobte vor der Schlacht bei Pharsalos der Venus Vectrix einen Tempel in Rom, wenn er siegen sollte, weihte ihn aber der Venus Genetrix; d.h. der Stammmutter der Aeneaden zu deren Nachkommen eben die Iulier sich zählten.



    Die Claudier kamen nur durch Adoption des Octavian in Bezug mit der julischen Familie und demzufolge haben sie mit der Gensgottheit der Venus nichts zu tun. Außerdem führten die Claudier ihren Ursprung nicht von Aeneas ab, sondern von einem Sabiner Attius Clausius. (lat. Appius Claudius Sabinus)

    Ceres zu opfern gehörte für jede Bauern und Landinhaber zur täglichen Pflichtübung. Einen besonderen Kult hierfür gab es nicht.


    Du meinst sicher die Fruchtbarkeitskulte aus der Steinzeit. ;)



    Mithras erlebte erst unter Commodus seinen Aufschwung im römischem Reich. Und wie schon gesagt ist dies spielerisch auch nicht ganz so gut, da der Mithraskult im Verborgenen sich abspielt, was dann zu den schon bei den Christen hinlänglich bekannten Vorurteilen der Menschenfresserei usw. führte, zumal er auch ein blutiges Opfer verlangte.
    Das Frauen Priesterinnen dort sein konnten ist eher unwahrscheinlich, da auf Reliefen meines Wissens nach (also was in der Literatur dazu zu finden ist ;) ) nur Männer und Jünglinge abgebildet sind.



    Bachhus wiederum ist zwar ein Teil der römischen Religion, aber in seinem Kult offiziell deutlich entschärft. Nun hier den "verbotenen Teil" zu spielen, ist doch deutlich reizvoller, zumal die Kulthandlungen sowieso in den Hintergrund treten. :D