Beiträge von Publius Aelius Hadrianus

    Oft genug landete Paulus ja auch im Kerker und wurde angeklagt bezüglich seiner Reden und später dann in Rom hingerichtet. ;)



    Interessant finde ich besonders, daß damals das Judentum genauso wie heute die christliche Kirche auch mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln eine Abspaltung von "jüdischen Abweichlern" zu verhindern versuchte. Hier zeigen sich doch deutliche Parallelen zu dem Verhalten der christlichen Kirche.

    -.^ ;( :( Irgendwie scheinst du mich nicht verstehen zu wollen Hadrianus...


    Zitat

    1. Träumerei war nicht auf die Kaiser oder die Christenverfolgung bezogen, sondern auf den Traum Rom von einem Tag auf den anderen gleich so wie es damals einmal war zu verändern.


    ++++


    Wir leben aber nunmal in Rom und Rom hat sich nur marginal verändert. Ansonsten hieße das, wenn ein tatsächlicher Bruch mit der Tradition mit einmal passiert wäre, daß wir uns gerade mitten im Bürgerkrieg befinden. Aber das ist nicht erkennbar.


    Also könnte man dies als sim:off Aussage werten. Sim:on paßt das nicht wirkich rein.



    Zitat

    2. Damit habe ich den Traum des Eugenius gemeint, der auf der Rostra durch Vorwürfe und Hetzen das alte Rom neu auferstehen lassen will (Nichts für Ungut, Eugenius. =) )


    ++++
    Naja. Hier scheint der Hund begraben zu sein, denn daß was eugenius tut, ist kein "hetzen", sondern nur die Sichtweise eines Konservativen. Wobei die Frage offen bleibt, wer im Rom des Jahres 100 nicht konservativ geprägt war?




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    Das klingt mir alles viel zu sehr nach sim:off als sim:on, denn auch wenn die Stadt Rom sich stetig erweiterte und ihre Machtsphäre permanent ausdehnte, änderten sich die gesellschaftlcihen Vorstellungen nur marginal und extrem langsam.


    Vergleiche einmal das Rom der Königzeit mit seinen gesellschaftlichen Vorstellungen bis zur Kaiserzeit. Das sind über 1000 Jahre.
    Nun nimm einmal die Gesellschaft des 10. Jahrhunderts und vergleiche diese mit unserer Zeit. Fällt dir da auch ein großer gesellschaftlicher Unterschied auf?
    Und genau deswegen kann man die Moderne nicht ohne Weiteres auf die Antike übertragen. Die Gesellschaft waren damals so stockkonservativ, daß der heutige den alten Normen nachhängende Politiker als gnadenloser systemumstürzender Revolutionär durchgehen würde.

    Sicher kann man alles behaupten. Die Frage ist nur, was passiert wäre, wenn jemand im antikem Rom genau jene Behauptung öffentlich aufgestellt hätte. ;)



    Um bei dem Beispiel von Furianus zu bleiben:


    Fakt: vergöttlichte Kaiser ließen in der Vergangenheit Christen verfolgen



    These des Furianus: Das war falsch, weil Träumerei.


    Logische Schlußfolgerung: Furianus kritisiert göttliche Entscheidungen und rüttelt somit am Fundament der Religion.

    Missionierung kann nicht der ausschlaggebende Faktor für eine Religion sein, damit diese erfolgreich existieren kann, denn nach diesem Kriterium dürften z.B. das Judentum und die Naturreligionen überhaupt nicht mehr existieren.


    Zu der Frage, warum das Christentum nun das alte antike Religionsmodell überholte sind meienr Meinung nach wohl eher profane Gründe ausschlaggebend:


    1. Die Menschen fühlten sich nicht mehr von den alten Göttern beschützt


    2. die Religion bot gegen die umwälzenden gesellschaftlichen Veränderungen ausgehend von der Völkerwanderung den Menschen keinen Halt mehr


    3. die konservativ ausgerichtete Religion hielt nicht Schritt mit den umgreifenden gesellschaftlcihen Änderungen, sie entfernte sich also von den Gläubigen


    4. unter Konstantin wurde das Christentum hofiert. Fraglich ist allerdings, was davon politische Berechnung und was religiöse Gläubigkeit für ihn war.


    Wenn man es so will, entschieden oft Kriege und gesellschaftliche Umbrüche über das Verschwinden und Entstehen neuer Religionen. Schon aus diesem Grunde wird es das Christentum, den Islam, den Hinduismus und das Judentum irgendwann auch treffen. Über den jeweiligen Zeitpunkt zu streiten wäre allerdings sehr mühselig. ;)

    Als Beispiel:


    http://www.imperium-romanum.in…?postid=348646#post348646


    Du bezeichnest das alte Rom eindeutig als "Träumerei". Übersetzt bedeutet das: Unsere Ahnen waren alles Spinner und eventuell kann man ein wenig dieser spinnerten Ideen mal wieder einführen. aDas muß aber nicht sein, da ansonsten man auch so auch ganz gemütlich lebt und Aufregung sollte man tunlichst vermeiden um die ruhe und Gemütlichkeit nicht zu stören.


    Nun könnte man deise Interpretaion auch mehr als sim:off Gedanke sehen. Vielleicht liegts daran?

    Aber was soll denn noch passieren, als das an den Grundfesten der römischen Gesellschaft gerüttelt wird?


    Das war bei Avarus Einlage so und bei den Christen nicht anders.Ich weiß, daß wir jetzt wieder zu dem Begriff historisch kommen, aber der Duden definiert dies folgendermaßen:


    his|to|risch <über lat. historicus aus gleichbed. gr. historikós>: 1. geschichtlich, der Geschichte gemäß, überliefert.


    (bezogen auf den Anspruch einer historischen Micronation Imperium Romanum. (siehe z.B. Einleitungstext zum IR))


    Mein Problem? Nun, wenn es phantiesiemäßig ablaufen sollte, dann sollte man einen fiktiven Staat Remulum nehmen, oder um es drastischer am Beispiel zu zeigen: eine Bundesrepublik mit einem Kanzler Adolf H., was jeder zu recht als Blödsinn abtun würde.


    Bei Starwars z.B. erwartet auch kein Mensch, daß nun plötzlich die Arbeit der Astronauten an der ISS dokumentiert wird während man z.B. bei einem Film wie J.F.K.- Tatort Dallas schon gewisse Ansprüche hegt, dessen dargestellte Theorie zwar vom Regisseur interpretiert wurde, aber sich dennoch im Gerüst auf den bekannten historischen Tatsachen und Fakten beruht.

    Sim-Off:

    Aber Aufstände und die Gegensätze zwischen den einzelnen Parteien gehörten zu Rom von der Gründung an mit dem sagenhaften Mord an Remus über den Auszug der Pleibejer etc.pp bis zum Untergang des Reiches. Das gehörte zur gesellschaftlichen Entwicklung der Römer einfach dazu und war ein Bestandteil des typischen römischen Lebens.

    Sim-Off:

    Schade, daß ich schon weg bin, aber Rom verdankte seine Größe und langandauernde Macht auch seiner strikten konservativen Ausrichtung, die über 1000 Jahre von der römischen Religion geprägt wurde. Nun einfach von neuen Visionen zu sprechen, ist meines Erachtens nach für einen Römer unvorstellbar gewesen. Dies sieht man an der nur langsamen Änderung des ganzen gesellschaftlichen Systems über diese gesamte Zeitspanne.

    Die römischen Götter werden Rom schützenso wie sie es schon immer taten. Euren Möchtegerngott hat rom dazu nie gebraucht! Gehe in dich und bedeneke gewissenhaft deine Worte wenn du nicht den Weg des Paulus gehen willst der unlängst durch das Schwert starb.Ich fürmeinereiner würde allerdings das Kreuz vorziehen. So kommt ihr doch dem Leidensweg eures geliebten Jesus besonders nahe.


    Ich konnte mir kaum ein Grinsen verkneifen.



    Zu dem Quästor meinte ich dann im Halbumdrehen schon lachend.


    Hier steht ein Christ der geradezu nach dem Tode schreit und dort der neue selbsternannte Praefectus. Ein einfacher Quästor der Schreibarbeiten verrichtet meint nun, daß er was zu sagen hat in Roms großer Politik. Aber ihr habt in einem völlig recht. Die guten Römer sind schon lange tot.


    Ich machte eine abfallende Kopf- und Handbewegung und setzte mich in Bewegung Richtung meines Zuhauses

    Nun vertritt der Kaiser als Pontifex maximus aber nicht nur einen Gott, sondern alle römischen Götter und es ist seine Pflicht und Schuldigkeit diesen gegenüber auf ihre Gebote zu achten! Also gehe hin und opfere dem Iupiter, damit er weiterhin Rom seine schützende Hand gewährt



    Sim-Off:

    So leicht laß ich dich nicht da raus. ;)

    Geht ja auch nicht viel anders. Jeder der schonmal bei der Armee war hat bemerkt, daß selbst der Kompaniechef vor seinen 100 Leuten tüchtig laut sprechen muß, um nicht überhört zu werden. Geschweige denn vor 1000, 5000 oder gar 10000 und mehr Soldaten zu reden.

    Zitat

    Original von Lucius Flavius Furianus
    "..und nicht in einem Fass zu hausen." Fügte Furianus in Gedanken an und lächelte dabei.
    Ruhig nickte er dem Aeilier zu.


    Ja, gerade die kleinen Behausungen lenken den Geist zum Ziel, während die Großen ihn ablenken. Im übrigen, sagte n icht dieser Paulus von Tharsos die folgenden Worte: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
    Sein Gott war mit ihm, als ein römisches Schwert ihm die Gnade eines schnellen Todes und ewigen Friedens erwies.

    Natürlich hat in ganz Rom noch nie jemand einen Christen gesehen. Die Christenverfolgungen waren nur ein paar Träume, die ein paar besoffene Legionäre hatten und auch das das Volk sich daran labte entsprang nur der Phantasie der mehr oder weniger bemittelten Kaiser...
    ...Meinst du nicht auch Quästor, daß es an der Zeit ist sich den Ernsthaftigkeiten des Lebens zuzuwenden?

    Zitat

    Original von Marcus Claudius Constantius
    Der Unterscheid ist ganz simpel das die Juden nicht Andere auf ihren Weg bringen wollen, die Christen sehen das anscheinend als ein hohel Zeil ihres Glaubens an.
    [/simoff]


    Das wäre ja noch schöner, wenn jetzt noch die Christen öffentlich die Götter ächten dürften! Nicht umsonst lies der vergöttlichte Trajan in seiner Gnade diese Juden fragen, ob sie dem Iupiter ein Opfer zu bringen gewillt waren. Und wer dies nicht tat hatte sein Leben verwirkt. Mehr Gnade kann man diesen Christen nicht erweisen als einen schnellen Tod.


    Sim-Off:

    Woher kennst du dich so gut mit einer verbrecherischen Sekte aus? Das zu fragen hab ich mir sim:on verkniffen, denn die Christen selber sind in einer Findungsphase für sich selber in unserer Zeitepoche. Das Urchristentum ist in der Wikipedia gut beschrieben.