Beiträge von Duccia Venusia

    Natürlich haben wir in der Casa noch ein Zimmer frei. Mit etwas Glück sogar noch neben meinem Raum.
    Dann machte sie wieder eine Pause...
    Du arbeitslos bei mir zu Hause. Das ist eine vollkommen neue Situation. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.
    Und deswegen musste sie nun erst einmal einen Schluck trinken. Das war nun in der Tat überraschend.

    Sie hatte wohl wirklich richtig gehört...Das überraschte sie. Das überraschte sie wirklich.
    Zurückziehen bedeutet, dass du dann erst einmal ohne Posten bist oder willst du einen anderen übernehmen, der kein eigenes Kommando beinhaltet?
    Dann grübelte sie wieder einen Moment...
    Ich werde immer hinter deinen Entscheidungen stehen egal welche du triffst. Wenn du eine Pause brauchst, dann nimm sie dir. Natürlich hoffe ich, dass du dann nach Mogontiacum kommst.
    Und da war wieder ihr Lächeln welches das Grübeln aus ihrem Gesicht vertrieb.

    Diesen las Venusia sich natürlich hatten sie einige Werke, aber es durch. Zum Glück...aber es sollten noch ein paar mehr werden ehe ihre Bibliothek wirklich einige Leute anlocken konnte.
    Das ist sehr schön Clara. Ich danke dir für deine Mühe, die du dir gemacht hast. Ich werde nun versuchen noch eine Werke zu bekommen um unsere Bibliothek ein wenig attraktiver zu gestalten.

    Ah jeh....hatte sie da etwas Besonderes? War ihr da etwas aufgefallen? eigentlich nicht...nein.
    Etwas zu beachten? Eigentlich nicht nein. Die einzige Besonderheit ist, dass du mir Bericht erstattest bis wir einen Architectus Provincialis haben, der eigentlich für dich zuständig ist. Ansonsten gibt es da nichts im Moment, was ich wüsste.

    Öhm...in Ordnung....irgendwie war sie sich gerade nicht sicher ob sie richtig verstanden hatte. Das war alles gerade ein wenig viel auf einmal gewesen. Dies fand sie zumindest und so dauerte es einen Moment bis die Worte wirklich ihren Weg fanden.
    Du willst mir sagen, dass du das Kommando über die ALA abgeben willst?
    Die Frage klang recht ungläubig. Ziemlich sogar. Irgendwie konnte sie sich dieses gar nicht vorstellen. Hatte sie doch den Eindruck gewonnen, dass es ihm Spaß macht die Männer hier kreuz und quer zu hetzen.

    Unerwartet? Sie war unerwartet gekommen? Sofort legte sich ein fragender Blick in ihr Gesicht. Irgendwie musste das heute ein ganz komischer Tag sein.
    Ich höre dir gern zu wenn du mir erklärst was an meinem Besuch so unerwartet ist. Wenn wir schon in zwei verschiedenen Städten arbeiten, kann ich dich doch besuchen kommen wenn ich mal ein wenig Zeit habe. Du solltest mich eigentlich immer erwarten oder komme ich gar ungelegen?
    Das kleine unbeabsichtigte Lächeln sowie der neckende Unterton in ihren eigentlich vorwurfsvoll gemeinten Worten zeigten, dass sie das ganz sicher nicht so ernst meinte, wie die Worte gewählt waren.
    Aber was gibt es denn zu besprechen?
    So ein wenig neugierig war sie ja nun schon geworden.

    Du wirst mir nie glauben welch Löcher er mir gestern Abend und auch schon am Abend zuvor in den Bauch gefragt hat. Nun konntest du ja mal ein wenig zu seinem Wissen beitragen.
    Ein kleines Grinsen schlich sich in ihr Gesicht ehe sie zu ihrem Becher griff und noch einen Schluck trank. Das reden machte wirklich durstig.

    Es ist ein Brief direkt an dich gerichtet...na ja...sozusagen.


    Man hatte ihn in der Curia der Stadt abgegeben und zum Glück hierher gebracht.


    An die Architecti Provinciales und Agrimensi der Regionalverwaltungen


    Salvete,


    im Rahmen meiner Tätigkeit sorge ich auch für die Vergabe des staatlichen Landes. Hier liegen den Archiven auch schon teilweise umfangreiche Listen und Parzellzeichnungen vor, die die Ländereien des Imperiums deklarieren. Jedoch sind die Ländereien des Imperiums immer noch nicht vollständig und akkurat erfasst.
    Hiermit werdet Ihr aufgefordert Eure Archive zu sichten und Einträge zu korrigieren, zu vervollständigen und neue Einträge umgehend an das Archiv in Rom, zu Händen des Quaestor Principis, in Kopie weiter zu leiten.
    Die Einträge müssen folgende Informationen enthalten:


    Provinz
    Regio
    Stadt/Ort
    Größe
    Erschlossen/nicht Erschlossen
    Fruchtbar/ nicht Fruchtbar
    geographische Besonderheiten
    angrenzende Freiparzellen
    wenn ja, welche Richtungen
    Bebaut / nicht Bebaut
    staatlich/privat
    ziviles/militärisches/religiöses Gelände
    Notizen


    Eure Antworten werden umgehend erwartet und zukünftig in regelmäßigen Abständen von maximal 2 Monaten.


    Vale bene
    Manius Matinius Fuscus


    So reichte sie ihm nun ein Schreiben, dass sie aus einem der Stapel auf ihrem Tisch zog.



    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI


    ERNENNE ICH DEN
    PEREGRINUS
    Harlif Guthandson


    MIT WIRKUNG VOM
    PRIDIE KAL APR DCCCLVII A.U.C. (31.3.2007/104 n.Chr.)


    ZUM AGRIMENSOR
    DER REGIO GERMANIA SUPERIOR


    - DCCCLV AB URBE CONDITA -



    Im Namen des Legatus Augustus Pro Praetore




    Venusia Duccia Britannia
    Comes Germania Superior



    Wir haben uns eher über die Unterschiede zwischen Germanen und Römer unterhalten und den Gründen warum Stammesrivalitäten im Imperium nicht so an der Tagesordnung sind wie im freien Germanien. Ich denke es gibt vielerlei Gründe warum Rom so erfolgreich ist. Es kann Stabilität bieten für Völker, die sich danach sehnen. Auf der anderen Seite hat Rom aber auch genug Soldaten um Expansionsgedanken mit ihnen durchzusetzen. Nur wenige haben es bisher geschafft sich den Truppen Roms erfolgreich entgegenzustellen und wenn sie dies taten, wurden sie bald auch überrannt.
    Venusia dachte hierbei an die Geschichten der Kelten und Caesars. Natürlich aber auch auf der andere Seite an die große Varusschlacht, die ja für die Römer nicht ganz so gut ausgegangen ist.

    Du musst mir nicht danken. Doch nun gehe und zieh dich zurück. Lanthilta wird dir deine Unterkunft für heute zeigen. Morgen werden wir nach einer Unterkunft schauen wo du für länger unterkommen kannst.



    Fast als hätte die junge Frau das gehört, erschien sie in der Tür und deutete dem Besucher ihr zu folgen. Sie würde ihn in das Gästezimmer bringen.

    Lanthilta hatte das Gästezimmer bereits für den Besucher vorbereitet. Es stand eine Schüssel und ein Krug mit Wasser bereit. Daneben ein Tuch. Das Lager hatte man frisch bezogen. Den Germanen hatte sie nun hierher geführt und deutete auf die Tür, dass dieser nun eintreten konnte. Dann machte sie sich eilig wieder auf den Weg. Sie musste noch dringend Marga in der Küche helfen.

    Die Entscheidung ist positiv ausgefallen,
    sagte Venusia lächelnd.
    Du kannst dir morgen in meinem Officium die Unterlagen abholen und ich wieder dir dann schon erste Anweisungen geben, die du dann ausführen darfst.
    Hier hielt sie sich erst einmal mit seinen Aufgaben bedeckt. Denn derer gab es viele und er würde in nächster Zeit sicher nicht der Langeweile anheim fallen. Ganz im Gegenteil.

    Es wurden die letzten Schalen für den ersten Teil des Essens waren gebracht worden. Venusia selbst hatte sich auf einer Kline neben ihrem Mann niedergelassen und still der Unterhaltung zugehört. Doch nun musste sie die Unterhaltung stören sonst würden sie nie zum Essen kommen.
    Wir sollten nun mit dem Essen beginnen. Mit einem ordentlich gefüllten Magen erzählt es sich doch viel besser.
    Die Becher gefüllt mit den gewünschten Getränken waren schon gereicht worden und nun musste man sich nur die gewünschten Speisen von dem Tisch genommen werden und man konnte beginnen.

    ...kam Venusia zurück ins Tablinum, öffnete die Tür und blieb in dieser stehen.
    Wenn die Herren dann noch kräftig genug sind ins Triclinum hinüber zu gehen. Dort wartet bereits die Vorspeise. Gereicht wird Brot, Oliven und gebratenes Gemüse. Der Hauptgang wird noch ein wenig auf sich warten lassen. In Anbetracht der knappen Zeit ist dies sicher entschuldbar. Gereicht wird dazu Wein und Bier.
    Mit breitem Grinsen wartete sie nun auf die Reaktionen der beiden. :D

    Nachdem sie sich mit den Sklaven in der Culia über die mögliche Ausgestaltung des Abendessens unterhalten hatte, ließ sie diese für einen Moment allein und war nun im Tablinum angekommen. Alles genau begutachtend lief sie durch den Raum und kam zu dem Entschluß hier doch einiges ändern zu müssen.Irgendwie sah das alles viel zu triste aus und sie konnte leider im Moment auch nichts ändern. Einen Sklaven wies sie an, die Clinen für drei in der Mitte des Raumes um den Tisch herum aufzustellen. Kaum war sie damit fertig kam ein anderer Sklave aus der Culina, der ihr vom Stand des Essen berichtete. Die Vorspeisen waren bereits fertig und auch die Getränke wurden schon herein gebracht. Also konnte sie zurück ins Tablinum gehen und die beiden in ihrem Gespräch stören gehen. 8)