"Gut, dann werde ich mich um das Abendessen kümmern gehen und ihr beide könnte euch noch in Ruhe unterhalten.
Noch ehe sie Widerworte hören konnte, war sie schon zur Tür verschwunden und auf den Weg in die Culina. Man konnte fast meinen, dass sie froh darüber war für einen kleinen Moment aus dem Raum zu kommen.
Beiträge von Duccia Venusia
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Ich halte ihn für zuverlässig und denke schon,dass er diesen Posten mit sehr viel Einsatz nachgehen wird. Ich werde dann die entsprechenden Formalitäten erledigen. Sein Officium wird hier in der Regia sein oder in der Curia Mogontiaci? Dann würde ich ihm dieses nämlich noch einrichten lassen.
Dann trank sie wieder einen Schluck Wasser und überlegte für einen Moment ob sie noch andere Dinge hätte, die es zu besprechen gab.
Wenn du dann keine weiteren Anliegen oder Fragen hättest, wäre es das von mir. -
...und misstrauen deiner Frau. Das werde ich mir merken,
sagte auch sie mit einem Lächeln und verschwieg, dass sie ja auch immer bewaffnet war, wenn auch versteckt. Nicht, dass die da auch noch auf Ideen kämen. Doch ließ sie jetzt das Thema einfach ruhen.
Hast du eigentlich schon zu Abend gegessen. Ich für meinen Teil habe heute noch nicht viel gegessen und jetzt großen Hunger.
Zur Bestätigung ihrer Worte und zu ihrem Leidwesen, knurrte auch prompt der Magen los. -
Das mit dem Spaß haben wir schon gemerkt. Denn man durchsuchte Loki wirklich sehr gründlich an der Porta Praetoria und wies mich dann darauf hin, dass dies notwendig sei, da du ja eine wichtige Person seist.
Noch immer fand sie die Wortwahl der Wache ein wenig eigenartig aber inzwischen nahm sie es mit Humor. -
Es soll ein Dorf im Norden Germaniens sein. Wobei andere vermuten, dass er wieder in sein Dorf zurückgekehrt ist. Bis auf die Aktionen, die wir im winter erleben durften und denen bei den Mattiakern als Vergeltungstat für ihren Verrat an die Germanen wissen sie auch nicht viel mehr, was sie berichten können. Aber ich werde mich auf jeden Fall weiter umhören.
Auf Magnus nächste Frage musste sie mit einem breiten Grinsen reagieren. Es wurde schon dunkel draußen und sie würden nun sicher nicht mehr fortreiten auch gab es ja ihre Casa nicht mehr.
Ich habe schon angewiesen Loki eine Übernachtungsmöglichkeit zu bereiten. Ich war einfach so frei,
sagte sie und zwinkerte ein wenig.
Und ich hatte auch vor hier zu bleiben wo ich es doch mal hierher geschafft habe. Da werde ich dich doch sicher nicht so schnell wieder allein lassen. -
Modorok erfährt viele Sympathien bei den germanischen Völkern. Nur die Mattiaker sowie die Hermunduren, sein eigener Stamm, sind hauptsächlich gegen ihn. Ich habe Nachrichten gehört, dass er es irgendwann wieder schaffen könnte die Germanen noch einmal unter seinem Kommando zu vereinen und gegen Rom zu ziehen. Er hat einen kleinen Rückschlag ins einem Ansehen erlitten, doch ist er wohl dabei den Schaden zu begrenzen.
So redete sie nun einfach erst einmal dazwischen. Der Krieg und seine Folgen damals waren schrecklich gewesen und selbst wenn man gehofft hatte, weit vom Kampfgebiet ab zu sein, so wurde man doch mit ihm konfrontiert. Es war kein schöner Gedanke an die Vergangenheit und die Gewissheit an einen Angriff in der Zukunft war es noch weniger. Die Gespräche mit den Händlern in Mogontiacum suchte sie gern und so erfuhr sie hin und wieder auch etwas von der anderen Seite des Limes -
Ihre Blicke gingen zwischen den beiden Männern hin und her. Zum einen war sie ganz froh, dass Loki sich so gut mit Magnus unterhielt...Doch zum anderen...irgendwie...Loki sollte nicht so viel Geheimnisse über die Germanen verraten sonst konnte sie irgendwann nicht mehr überraschen. Aber hauptsächlich zählte im Moment, dass Loki die "Angst" vor den Römern scheinbar verlor. Magnus Kompliment quittierte sie mit einem verlegenen Lächeln und dann auch noch Lokis Bemerkung dazu. Hatte sie nicht irgendwo noch etwas zu tun? Fieberhaft grübelte sie, wie sie hier für den Moment weg käme. aber es fiel ihr nichts ein.

Doch dann verfolgte sie die Unterhaltung weiter. Sie würde sicher noch interessant werden. -
Ich habe im Moment keine Fragen und wenn du keine mehr hast, so würde ich Lanthilta bitten dich für heute im Gästezimmer unterzubringen und dann schauen wir weiter wo wir dich für die nächste Zeit unterbringen können. Ich würde dich dann nicht weiter von deiner Ruhe abhalten.
Mit einem freundlichen Lächeln wartete dann Venusia, dass sie seine Meinung hören konnte. -
Während dem geschäftlichen Teil des Gespräches hatte Venusia nur mäßiges Interesse gezeigt. Sie wusste nicht viel von den Geschäften des Gestüts und hatte eigentlich auch nicht so viel Interesse daran, ihr Wissen hier zu vertiefen. Was dann jedoch danach kam, lenkte dann doch ihre Aufmerksamkeit auf sich. Ein römischer Christ? Das war ja fast genauso als hätte ein Germane sich dem römischen Glauben offen zugewandt. Zumindest war dies hier im Reich schlimm was die Christen anging. Dass nun aber ein Dorf an der Amisia einen Menschen wegen seines Glaubens umbringen wollte, das war ihr neu. Scheinbar hatte sich in all den Jahren auch hier einiges geändert. Doch viel helfen konnte sie Loki nun bei diesem Gespräch auch nicht. Ihr fehlten schon lange die Informationen aus ihrer alten Heimat. Wie sollte sie auch an diese gelangen. Sie kannte ja dort keinen mehr und dort keiner mehr sie. Soweit sie sich erinnern konnte, hatte Loki ihr die Geschichte noch nicht so ausführlich berichtet. Doch diese Informationen ließen sie sich nun sorgen. Wenn man dort sogar im Dorf aufeinander losging, wie würde die nun den Umgang der anderen Dörfer und Stämme untereinander beeinflussen? Alles in allem...eine sehr traurige und bedenklich Nachricht.
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Nach der Begrüßung hatte Venusia sich einfach gesetzt und verhielt sich ansonsten still. Hier waren Männergespräche an der Reihe und die wollte sie nicht stören. Es hieß also nur zu hören. Sie freute sich, dass Loki scheinbar die Angst vor ihrem Mann verloren hatte und nun so darauf los plauderte.
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Es gibt dort keine Heimat mehr. Das Dorf ist abgebrannt. Alle vertrieben und mit Sicherheit haben sich die Chauken diesen Platz schon einverleibt. Wir fühlen uns in unserem Herzen noch wie Germanen, doch hat man uns entwurzelt. Wir leben noch nach einigen unserer Traditionen. Doch wir tun es hier. Hier ist unsere neue Heimat. Es hat nichts mit Bequemlichkeit oder besserem Leben zu tun. Ich könnte mir noch immer vorstellen wieder ein Leben als reine Germanin zu führen. Doch wo soll ich dies tun. Der Stamm der Ampsivarier hat sich aufgelöst. Wir finden Reste von ihnen überall. Ich selbst bin mit einem Römer verheiratet.Ich denke nicht, dass er ein Leben dort auf der anderen Limesseite suchen würde und wenn ich ehrlich bin. Ich auch nicht. Es ist einfach zu viel passiert...
Für einen Moment betrachtete sie den Becher, den sie noch immer in den Händen hielt. Dann fuhr sie fort.
Es gibt hier in der Gegend noch einige aus unserem Volke. Sie gehen ihren Aufgaben nach. Einige von ihnen sind auch wie es so schön heißt, romanisiert. Andere versuchen wenn man so sagen will, noch immer als reine Germanen. Es gibt vielzählige Möglichkeiten hier in der Provinz Fuß zu fassen und sich durch seine Verdienste das Bürgerrecht zu erwerben. -
Zitat
Original von Manius Pompeius Trimalchio
"Nun ich habe erst kürzlich eine sutrina eröffnet und ich hätte da ein paar Schuhe, die ich Dir gerne zeigen möchte. Natürlich sehr günstig."Da dies Gespräch ein wenig schwer in der Gegenwart der Feiernden war, deutete Venusia Trimalchio ein wenig zur Seite zu gehen. In einer ruhigeren Ecke konnten sie das Gespräch fortführen.
Ich werde mir die Schuhe gern anschauen. Wie hattest du dir das genau vorgestellt? -
Bald waren sie am Tablinum angelangt. Kurz klopfte sie an, öffnete die Tür und trat lächelnd ein. Wie befürchtet, schien er sich wirklich Arbeit mit herüber genommen zu haben. Das würde sich nun halb ändern. Zwar war Loki aus dienstlichen Gründen hier, aber dabei konnte man sich zumindest sehr gut unterhalten.
Erst einmal trat sie näher um ihn gebührend zu begrüßen.
Salve,
sagte sie und strahlte wie sie es immer tat wenn sie in Magnus Nähe war.
ch bin heute auch nicht allein geritten. Ich habe Begleitung mitgebracht. Ein Abgesandter von Ancius Pferdezucht, der sich gern ein wenig mit dir unterhalten möchte. -
Ich danke dir. Wir werden dann erst einmal das Tablinum aufsuchen.
Dann trat Venusia ein und deutete Loki ihr zu folgen. -
Ich möchte gern wissen ob mein Mann schon hier ist? Außerdem habe ich einen Gast mitgebracht. Richte ihm doch bitte ein Zimmer ein.
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Venusia beobachtete dies alles mit ein wenig hochgezogener Augenbraue. Sicher war ihr Mann keine unbedeutende Persönlichkeit. Doch wieso sollte gerade sie jemanden mitbringen, der ihm gefährlich werden könnte. Schnell nahm sie sich vor sich darüber keine weiteren Gedanken zu machen und schob diese zur Seite.
Natürlich. Pflicht ist Pflicht.
Dann nahm Venusia ihr Pferd bei den Zügeln und passierte schließlich das Tor. Dann führte sie ihr Weg Richtung Stall wo sie ihre Pferde abgaben. Dann ging es weiter zum Praetorium -
Nachdem sie dann ihren Weg von der Porta fortgesetzt hatten, ging Venusia schließlich Richtung Praetorium weiter. Mit etwas Glück war er schon hier. ansonsten würden sie wohl warten müssen oder ihn in seinem Officium von der Arbeit abhalten. So klopfte sie an die Porta und wartete, dass man ihr diese öffnen würde. Dann konnte sie gleich fragen wo sie ihren vielbeschäftigten Mann finden konnte.
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Damals als ein Teil der Familie nach langer Flucht hier im Imperium landete, half mein Onkel einem Römer. Aus Dankbarkeit erhielten sie das römischer Bürgerrecht. Viele von uns dienten in der Legion hier in Mogontiacum, einige auch in der Verwaltung. Die Arbeiten erledigten wir immer gewissenhaft und zuverlässig. So wurden wir bald angesehene Leute in der Stadt und Rom dankte einigen von uns diese Arbeit in der Provinz mit der Erhebung in den Ritterstand. Durch unsere Leistungen sind wir angesehene Menschen hier in der Provinz.
Kurz machte sie Pause und trank einen Schluck von ihrem Wasser.
Die Zeit in der jeder Römer uns für Barbaren hielt, ist vorbei. Sicher tun dies noch einige. aber sie haben auch gesehen, dass wir ehrbare Menschen sein können und wir besinnen uns auch wieder unserer Nachbarn. Unsere Politik richtet sich auch wieder gen Osten. Beziehungen zu den Stämmen am Limes werden erneuert, ausgebaut und gefestigt. Wir sind nicht mehr nur Barbaren in ihren Augen.Wie die Verwaltung hier funktioniert...Nun eigentlich ist das ganz einfach. Wir sind eine Militärprovinz. Es gibt den Legatus Augusti Pro Praetore, der nicht nur die militärischen Einheiten befehligt sondern auch die Verwaltung. Die Curia Provincialis ist hier ein beratendes Organ in der Provinzialverwaltung. Das letzte Wort hat jedoch der LAPP.
Zur Wirtschaft musste sie einen Augenblick überlegen. Ein provinzweiter aktueller Überblick fehlte ihr, aber eine ungefähre Ahnung hatte sie dennoch.
Wir importieren viel aus den anderen Provinzen. Durch unsere nördliche Lage können wir nicht alle Waren und Produkte selbst hier anbauen. Auch Handeln wir mit den Germanen, die uns viele germanischen Produkte in die Provinz bringen. Man findet hier einige Holzhandel, natürlich viele landwirtschaftliche Betriebe und auch Viehzuchten. Ansonsten gibt es allerlei Händler. Du musst dich nur einmal auf dem Mercatus umschauen. Dort erhält man einen guten Überblick über alles was hier in der Provinz so angeboten wird. -
Sie nahm es einfach so hin. Man ritt weiter und nach einer Weile wurde schließlich eine kurze Pause gemacht. Die Sonne schickte sich an den Tag freundlich zu gestalten. Zwar unterbrachen Wolken das Blau des Himmels, doch die Sonne hatte inzwischen genug Kraft, dass ihre Strahlen auch ein wenig wärmten.
Am Nachmittag erreichten sie schließlich den Stadtwall und durch die Porta kamen sie schließlich in die Stadt um dann ihren Weg fortzuführen.
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Freundlich grüßte Venusia die Wachen am Stadttor. Auf eine Vorstellung verzichtete sie. Eigentlich sollte man sie ja inzwischen schon kennen und so ging es für sie beide einfach weiter. Durch die Stadt würde sie ihr Weg bald zum Castellum führen.