Zufrieden beobachtete der Beamte die zwei, als sie wieder gingen. Und dann widmete er sich wieder diesem Soldaten und seiner Freundin. Jeder Mensch brauchte nun einmal etwas, mit dem er sich wichtig machen konnte. Bei Verginius Scaeva war das die Arbeit, und die nahm er nicht nur genau, sondern äußerst genau. Ernst hörte er sich den Vorschlag an. Das war schon in Ordnung, wie es der Quintilier vorschlug. Scaeva zog trotzdem eine Grimasse. "Naja... Also, eigentlich dürfte ich das gar nicht machen", begann er zögerlich und sah den Soldaten kritisch an. Dann warf er der Germanica einen Blick zu und seufzte, als hätte sie ihn mit ihrem Anblick herumbekommen. "Aber gut. Für euch mache ich eine Außnahme. Du musst mir oder meinem Kollegen aber bei der Eheeintragung auf jeden Fall eine Abschrift mitbringen! Die Urkunde in der Kanzlei nützt uns ja hier nichts, wenn wir sie dringend brauchen. Da müssten wir erst einen cursor zum Palatin schicken, und das würde alles viel zu lange dauern..." Scaeva tat so, als ob das ständig vorkommen würde. Dabei war das während seiner Zeit in der Eheregistratur noch nie vorgekommen, eigentlich.
"Also gut." Scaeva seufzte und schlug das Ehereigster auf. Schnell war er bei den eigetragenen Verlobungen angekommen. "Spurius Quintilius Valerian und Germanica Calvena, war das richtig?" Fragte er noch mal nach. "Wann fand die Verlobung denn statt?"