"Sicherlich." erwiderte sie und begann leicht zu lächeln.
Beiträge von Tiberia Claudia
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"Sie gehören der Familie ihres Vaters. Damals habe ich den Fehler gemacht mich unter die Gewalt meines Mannes zu begeben und dadurch gerieten auch die Kinder unter diese." sagte sie.
Sie erwiderte den Griff und strich dabei leicht mit der anderen Hand über seinen Arm.
"Ich danke dir für deine Worte."
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"Meiner Schwiegermutter ist eine boshafte Frau." sagte sie.
"Ein Sohn und eine Tochter."
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Claudia kam, begleitet von einem nubischen Leibwächter, zur Regia des Cultus. Sie hielt inne und schaute an der Fassade des Gebäudes empor. Nach wenigen Augenblicken betrat sie dann die Stätte ihres früheren Wirkens. Ihren Leibwächter liess sie am Eingang zurück und ging zur Anmeldung. Sie betrat das Officium und schaute sich nach einem Mitarbeiter um.
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Sie war etwas überrascht über die Frage, die er ihr stellte, doch wollte sie nicht, dass er dachte sie habe Geheimnisse oder ähnliches. So entschied sie ihm zu antworten:
"Ich habe seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihnen. In der Anfangszeit bekam ich hin und wieder Briefe von ihnen, doch versiegte das recht schnell."
Sie rechnete kurz nach.
"Sie müssten mittlerweile 16 und 12 sein."
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"Ich werde mich darum kümmern." sagte sie nickend.
"Gibt es noch etwas, dass ich erledigen soll?"
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"Wie du richtig festgestellt hast war ich ein hohes Mitglied, jetzt bin ich eine gewöhnliche Patrizierin." sagte sie.
"Wenn es dir jedoch wichtig ist, können wir gerne beim Cultus Deorum anfragen, ob die notwendigen Zeremonien möglicherweise durch den Rex Sacrorum oder einen Pontifex durchgeführt werden können."
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Sie war etwas überrascht. Hielt er sie etwa für so altmodisch?
"Ehrlich gesagt ist mir diese Form der Eheschliessung dann doch etwas zu altbacken. Mal abgesehen davon, dass ich es nicht unbedingt bevorzugen würde mich unter deine Gewalt zu begeben. Bei aller Liebe, aber erneut meine Freiheit aufzugeben liegt mir fern."
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"Die Zeremonie, eine gute Frage. Hast du dir bereits Gedanken dazu gemacht?" fragte sie zögernd.
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Claudia hörte sich die Aufzählung an und nickte. "Eine gute Wahl."
Nach kurzem Überlegen fügte sie hinzu: "Nein, mir wäre darüber hinaus niemand wichtig."
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"Ich bin mir sicher, dass dir dies gelingen wird." sagte sie ermutigend und lächelte ihn an.
Sie schwieg eine Weile und fragte dann ohne Vorwarnung: "Hast du dir bereits Gedanken über die Hochzeitsgäste gemacht? Werden es die Menschen sein, die bereits zu unserer Verlobung anwesend waren?"
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"Was bleibt von solchen Männern nach ihrem Tod? Sie sind in den Werken der Geschichtsschreiber verewigt, doch findet man dort nicht meistens etwas über ihre Taten statt über sie selbst?"
"Ein Mann, der es schafft eine Frau wahrhaft glücklich zu machen und eine glückliche Familie zu führen wird hingegen stets als der Mensch in Erinnerug bleiben, der er ist."
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Sie erwiderte das Lächeln.
"Männer wie Crassus, Caesar, Hannibal oder Alexander erbauen Reiche oder regieren Völker, doch was ist all dies im Vergleich dazu Wahrhaftes Glück bringen zu können?"
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"Mein Herz wünscht sich zwar zurück nach Tarraco, doch was sollte ich dort tun? Ich wäre dort allein und völlig auf mich gestellt." sagte sie.
"Abgesehen davon, ist der Wunsch nach deiner Nähe, der in meinem Herzen stetig wächst, bereits jetzt größer."
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Na wenn die jetzt schon wieder älter wird, dann sag ich auch mal ganz lieb Happy Birthday und alles alles gute und liebe für die nächsten zweihundert Jahre.
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"Auch der Ort selbst hat es mir angetan. Die Landschaft um Tarraco herum und auch die Städte. Alles dort ist einfach wundervoll und mein Herz wünscht wieder dort zu sein." sagte sie lächelnd.
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"Mein Liebster, das ist die Magie Hispanias. Wer einmal dort war, wird immer wieder dorthin zurückkehren wollen." sagte sie mit einem Lachen.
"Mir ging es genauso. Als ich damals aus Achaia zurückkehrte, spielte ich erst mit dem Gedanken nach Rom zu gehen, doch dann kamen mir die schönen Zeiten meiner Jugend in Hispania wieder vor Augen."
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"Sicherlich hat das Reich auch andere schöne Teile, doch ist Hispania etwas besonderes. Die Zeit vergeht dort anders und die Menschen sind etwas ganz besonderes."
Das er ein Stück Land gekauft hatte hörte sie gern und das Lächeln wurde intensiver.
"Hab ich es mir doch schon fast gedacht, dass du dir dort ein Standbein schaffen würdest."
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Sie geriet ein wenig ins Träumen, als er von ihrer Heimat erzählte und verlor sich fast in ihren Gedanken an die Zeit die sie dort verbracht hatte.
"Ja, die beiden hatten eine sehr starke Bindung. Die Heirat hatte auch viel mit Liebe zu tun, nicht so wie bei den meisten die so etwas nur als Machtmittel benutzen." sagte sie.
"Mir scheint, du hast dich in diese Provinz verliebt." sagte sie grinsend. "Hast du dir bereits ein kleines Landgut dort gesucht?"
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"Ich werde deine Nachricht voller Vorfreude erwarten." sagte sie und fügte in Gedanken hinzu Und wenn der alte Mann dir deinen Wunsch nicht gewährt wird es sicherlich Mittel und Wege geben.
Sie lächelte ihn an. "Erzählst du mir noch ein Wenig von Hispania? Wie ist es dort mittlerweile?"