Beiträge von Decima Lucilla

    Da muss Lucilla nicht lange nachdenken. "Abgemacht."


    Zur Besiegelung der Wette und über die Erleichterung, dass das kritische Thema wieder vom Tisch ist, gönnt sie sich nun doch noch ein paar Trauben.


    "Wirst du eigentlich in Rom bleiben? Ich meine, wenn du nicht gewählt wirst. Oder wenn, nach der Amtszeit? Euer Familiensitz ist irgendwo in Germania, nicht wahr?"

    Zitat

    Original von Medicus Germanicus Avarus
    Dann wieder hinunter und dann die Worte, die wie in Trance heraus purzeln.


    "Und magst du wetten?"


    Verwirrt über seinen Gedankensprung braucht Lucilla etwas, bis sie weiß, worauf er hinaus will.


    "Paris? War er nicht einmal ein Gladiator der Veneta? Ich fürchte, dann muss ich doch auf Toxis setzen. Aber ich denke, der Ausgang des Kampfes ist ohnehin ungewiss. Paris ist schließlich kein Anfänger."

    "Gut, ich werde ihm dennoch eine Nachricht zukommen lassen, auf dass er uns nicht vergisst. Wir Praefecti Vehiculorum haben die Order, den Militärlagern eine Abholmöglichkeit für ausgehende Post anzubieten. Die Legio I ist in dieser Sache eh schon im Hintertreffen. Wenn der Legat selbst der Meinung ist, dass eine Abholung der Briefe nicht vonnöten ist, dann wird es nicht mehr meine Angelegenheit sein."


    Sie nickt dem Wachsoldaten nocheinmal lächelnd zu. "Vale, frohes Wachen weiterhin."


    Lucilla begibt sich zur Kutsche und steigt ein. Schneller als gedacht folgt wieder eine lange, langweilige Reise zurück nach Roma.



    Sim-Off:

    Es geht hierbei um die Abholung von Post, nicht um das Abliefern.
    Und wir bemühen uns, am Tor zu posten, dass wir eintreten und wieder gehen. Dass wir nicht immer warten wollen, vor allem wenn wir Post abholen hat den Grund, dass die Tabellarii zu erkennen sind und irgendwann bekannt sein sollten. Wir CP-Angestellte unterstehen im Übrigen dem Praefectus Praetorio und somit dem Militär.

    Da bestätigt es sich also doch noch, was auch Tiberia Livia schon widerfahren ist. Lucilla verdreht ein wenig die Augen und wendet sich missmutig an die Wache.


    "In eine Taverne? Ich bin eine ehrenhafte Frau, keine Magd, die in Tavernen herumhängt. Ich bin im Auftrag des Cursus Publicus hier um mit dem Legaten eine Vereinfachung des Briefversandes für das Militär zu besprechen." Sie überlegt einen Moment.


    "Nun gut. Ich sehe schon, dass das hier jetzt keinen Zweck hat. Dann werde ich mich eben noch einmal schriftlich bei ihm melden."

    Zitat

    Original von Medicus Germanicus Avarus
    "Ahso... ich hoffe es ist kein Verehrer." Sein Satz bleibt so im Raum stehen, irgendwie scheint sie sich wieder mehr dem Geschehen in der Arena zuwenden zu wollen und er, Avarus läßt ihr natürlich diesen Willen.


    Lucilla wendet den Blick nicht von der Kaiserloge, als sie ihm leise antwortet.


    "Doch. Er möchte mich heiraten." Avarus darf ruhig auch wissen, in welche Gewissenskonflikte er sie gebracht hat. (;))

    "Oh nein, lass nur." Lucilla macht eine abweisende Geste. "Ich glaube, ich sollte so langsam eh aufhören. Ich bin... heute Abend noch zum Essen geladen."


    Sie lächelt unsicher und widersteht nur schwer dem Drang nach einer weiteren Olive zu greifen, um ihre Finger zu beschäftigen. Statt dessen nestelt sie an ihrer Palla herum und weicht Avarus Blick aus, in dem sie ihren eigenen über die Zuschauermenge schweifen lässt. Und letztendlich an der Loge des Kaisers kleben bleibt. Aus zusammengekniffenen Augen versucht sie, die anwesenden Praetorianer zu erkennen.

    Als es an einem Tag recht ruhig in ihrem Officium in Rom ist, macht Lucilla sich auf den weiten Weg nach Mantua. Erschöpft tritt sie nach der langen Reise aus ihrer Kutsche, lässt den Kutscher dort warten und geht auf die Porta Praetoria des Castellums zu. Freundlich spricht sie die dort postierte Wache an.


    "Salve. Ich bin Decima Lucilla, die Praefecta Vehiculorum von Italia. Ich würde gerne den Legatus Legationis sprechen. Ist das möglich?"

    Zitat

    Original von Medicus Germanicus Avarus

    "Siehst du, es war das Beste so... wir hätten uns vielleicht noch um den Sieger gestritten, ein toter Verlierer ist da allemal eindeutiger." :D


    Er umringt seinen Hals mit den Armen und läßt wieder los. Einige Dehnungen des Rückens folgen und dann spricht er:


    "Mögen die Aediles dieses Jahr spendabel sein und uns ein ganzes Jahr Frohsinn schenken... du bist eine gute Begleitung und ich würde dich missen hier."


    Lucilla reckt den Kopf etwas nach vorne. "Vielleicht stirbt ja doch noch einer in den nächsten Minuten." Es schien überall Uneinigkeit zu herrschen, wer der Sieger ist. Ein toter Verlierer würde dem auf jeden Fall abhelfen.


    Schließlich wendet sie sich wieder lächelnd Avarus zu. Zum wievielten Mal an diesem Nachmittag? Und dennoch wird sie es nicht leid. Um ihre Unsicherheit zu überspielen greift sie in eines der Schüsselchen und erwischt dieses Mal die Oliven.

    Lucilla überlegt ein wenig. "Maximian und Romanus sind noch in Hispania. Maximians Mutter. Und Valeria. Das waren dann auch schon alle, soweit ich weiß. Ja, Maior ist auch hier. Und Magnus ja noch immer in Germania."


    Einen Augenblick versucht sich Lucilla daran zu erinnern, wann sie ihren Cousin zuletzt gesehen hat. Es muss im Frühjahr gewesen sein, kurz vor dem Triumphzug.


    "Magnus geht es übrigens gut. Soweit man Meridius glauben darf, in seinem Weltbild geht es ja jedem gut, der Legionär ist." Sie lächelt schief. "Aber ich denke, wir müssen uns zumindest keine Sorgen machen."


    Dann blickt sie ihren Cousin erstaunt an. "Du willst zurück nach Hispania? Was wirst du dort tun? Ich meine... so alt bist du jetzt ja auch wieder nicht, dass du dich schon zur Ruhe setzen kannst." Sie grinst frech. "Hast du Aussicht auf einen Posten? Oder fängst du nochmal als Scriba in Tarraco an?"

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    Original von Medicus Germanicus Avarus
    "Außergewöhnliche Spiele und eine außergewöhnliche Frau..." entfährt es ihm, bevor er wieder in des Staub der Arena blickt. "Die Aediles sollten die Geduld des Volkes nicht zu lange strapazieren."


    Alles andere drückt er wohl weislich in den Skat.


    Lucilla lächelt leicht und blickt Avarus musternd von der Seite an. Es fasziniert sie, wie geschickt er seine Worte zur rechten Zeit plaziert und wie sie sich selbst seiner Wirkung nicht entziehen kann.
    "Je länger sie sich Zeit lassen, desto länger können wir..." sie zögert einen Moment, schwenkt den Gedanken dann um. "... desto länger können wir die Spiele genießen."


    Auf dem Kampfplatz findet mittlerweile der nächste Kampf statt. "Es sieht so aus, als würde Pugnax vorne liegen. Möchtest du noch setzen und dein Abendessen retten?"

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    Original von Medicus Germanicus Avarus
    "Der muß ein Loch haben...


    Sklave bringe mir einen neuen Becher und etwas frischen Wein und sieh zu, daß der Krug der Dame immer gut gefüllt und der Inhalt frisch bleibt."


    An wieviel Kämpfen sie sich wohl noch ergötzen könnten... ?


    Wenn Lucilla an ihr eigenes Gehalt denkt, dann muss das von Avarus noch um einiges höher sein. Dazu ein paar Betriebe, und das wirtschaftliche Auskommen einer ganzen Familie ist gesichert.


    "Gerüchte, soso. Nun, bevor du Not leiden musst, wende dich vertrauensvoll an mich. Ich werde dann ein gutes Wort bei meinem Bruder einlegen, er gewährt dir sicher einen guten Kredit, wenn ich ihn darum bitte. Denn ich weiß, welche Gerüchte in Bezug auf ihn die mit dem wahren Kern sind." Sie grinst verschmitzt zurück und blickt dann zur Arena, wo der tumbe Konon noch immer auf irgendein Zeichen von wem auch immer wartete.


    "Du darfst nicht vergessen, dass einige der Gladiatoren zwar von der Schule ausgebildet werden, ihr jedoch nicht gehören. Ich bin sicher, die Preisgelder werden die Besitzer schon alleine einstecken. Gerade Flavius Felix ist doch auch einer von diesen Senatoren, denen gerüchteweise nachgesagt wird, dass sie nie genug Sesterzen erwirtschaften können."


    Sie hält dem Sklaven ihren Becher hin und spürt, dass sie langsam aufpassen sollte. Der Wein ist gut gemischt und sie möchte vermeiden, dass Avarus sie nach Hause tragen müsste. Ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf das anschließende Abendessen mit Crassus.


    "Ich denke, die Hälfte haben wir hinter uns. Mehr als 6 Kämpfe wären doch außergewöhnlich. Auch wenn ich zugeben muss, dass es bisher durchaus außergewöhnliche Spiele sind. Kein Wunder, ist doch ein Decima an der Organisation beteiligt." :D

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    Original von Medicus Germanicus Avarus
    Steckt sich einige Oliven zwischen die Zähne und fügt hinzu:


    "Seufzt, dann wird mein Abendbrot heute wohl etwas dürftiger ausfallen."


    Kichernd dreht sich Lucilla wieder um und setzt sich auf die Kline.


    "Ach herrje, immer diese armen Senatoren." Sie zwinkert Avarus verschmitzt zu. "Aber noch ist der Tag nicht vorbei, es gibt sicher noch ein paar Kämpfe. Und wenn alle Stricke reißen, dann lasse ich dir sogar den Vortritt auf Toxis zu wetten, er kann gar nicht verlieren."


    Ein paar Trauben folgen. Dann fügt sie, etwas nachdenklich hinzu: "Mein Abendbrot ist eh schon gesichert." Und dabei ist sie sich noch nichteinmal sicher, dass sie nach dieser ganzen Schlemmerei überhaupt noch viel essen könnte.

    "Jaaaa!" Lucilla springt jubelnd auf und eilt an die Brüstung. Lachend dreht sie sich zu Avarus um. "Das musst du dir ansehen! Er zermalmt ihn! Er zermalmt ihn tatsächlich!"


    Begeistert dreht sie sich wieder zur Arena um, wo der große Menschenberg fast wie ein Kind wirkt als er ein wenig verloren zur Loge des Kaisers aufschaut.

    Amüsiert folgt Lucilla dem Kampf. Als der Germane buchstäblich am Netz hängt, kann sie ein Auflachen nicht unterdrücken.


    "Das ist zu köstlich! Man sollte diesen... dieses Exemplar von Gladiator zum Militär schicken. Er könnte der Legio vorausmarschieren und die Gegnerschar allein schon einmal um die Hälfte reduzieren. Doch, ich glaube, dieses mal habe ich meinen Einsatz gut angelegt."

    Zitat

    Original von Medicus Germanicus Avarus
    ...
    Ich gehe mal davon aus..." er kratzt sich am Kinn "... daß der Babar Konon einiges an Wunden zusetzen wird. Der ist doch zu blöd seine Muckies gescheit einzusetzen."


    Läßt die Weinbecher nachfüllen.


    Lucilla blickt lachend auf den großen Gladiator, der soeben die Arena betritt.


    "Wunden? Na ich glaube nicht, so wie sie ihn ausgerüstet haben. Ich denke eher, dass er schnell an Puste verliert und im Kampf nicht mehr vom Fleck kommen wird mit dem ganzen Gewicht. Aber das ist wohl nebensächlich, solange er sich noch um sich selbst drehen und zuschlagen kann."

    Lucilla, die die ganze Zeit mit dem Essen beschäftigt gewesen ist, blickt hinab in die Arena.


    "Ich bleibe bei dem Kämpfer der Gladiatorenschule, also Konon." Sie spült ein Stückchen Brot mit etwas Wein hinunter. "Und damit es spannend bleibt, setze ich darauf, dass er den Germanen letztenendes mit bloßen Händen besiegen wird."