Beiträge von Decima Lucilla

    "Ich arbeite jetzt hier." strahlt Lucilla. "Ist das nicht herrlich? Es hat euch also gar nichts genützt, dass ihr alle aus Tarraco geflüchtet seid." Sie lächelt schelmisch.


    "Nein, im Ernst, ich bin nun Praefectus Vehiculorum von Italia. Der Posten war frei und ich habe Avar... *hüstel*.... Senator Avarus darum gebeten, mich zu versetzen. Du weißt ja, wie sehr ich diese Stadt liebe. Und euch habe ich natürlich auch alle vermisst. Und dann war da noch... ähm... also die besten Aussichten hat man nun einmal in Rom."


    Lucilla grinst etwas verlegen. "Auch wenn diese Stadt ziemlich anstrengend ist. Irgendwie." Und vor allem ihre Einwohner.

    "Da sage ich nicht nein." gibt Lucilla zurück ohne ihren Blick von der Arena abzuwenden. "Sie heißen nicht umsonst Blut-Zwillinge, da müssen sie schon auch ein bisschen Blut verlieren. Um was möchtest du wetten?"


    Sie dreht ihren Kopf zur Seite und schaut ihn herausfordernd an.

    Lucilla beobachtet begeistert den Kampf.


    "Ha, hab ich doch gesagt, diese Zwillinge haben es drauf! Das ging ja schneller als erwartet, gegen je einen von jeder Seite wird diese Ftatatata ganz schön in Bedrängnis kommen. Aber interessant ist es schon, was sie mit zwei Schwertern gleichzeitig anstellen kann."


    Zwischendurch findet Lucillas Hand wieder einmal den Weg in Avarus Schüssel und eine Dattel verschwindet eilig in Lucillas Mund.

    Nachdem Lucilla laut für Conctor gejubelt und applaudiert hat, muss sie schon wieder für die nächste Paarung jubilieren.


    "Die Sklavin von Tiberia Claudia, habe ich das gerade richtig gehört?" fragt sie erstaunt Avarus neben sich. "Na ich weiß nicht... ich würde es Claudia schon gönnen, aber gegen die Blut-Zwillinge von Athen wird sie keine Chance haben. Allein dieser Name: Blut-Zwillinge, da schwingt das 'Muahaha' ja schon mit. Außerdem glaube ich mich an einen früheren Kampf von ihnen zu erinnern, die zwei sind wirklich spitze! Hoffentlich ist diese Fta..ta..ta... nicht allzuviel wert, wäre schade für Claudia."

    Lucilla erwiedert die Umarmung und lächelt. "Du wirst mir doch nicht alt werden?" Leise kichernd lässt sie ihn aus der Umarmung und setzt sich auf einen herumstehenden Stuhl.


    "Die Quaestur war also so anstrengend? Und wie geht es dir sonst? Du vernachlässigst dein Privatleben doch nicht noch mehr als in Tarraco schon? Wo du mitten in der Stadt des blühenden Lebens wohnst?"


    Sie mustert ihren Cousin skeptisch. Immer muss man hinter den Männern dieser Familie her sein, dass sie überhaupt mal aus ihren Officien kommen. :P

    Lucilla öffnet die Tür und tritt ein - in das Zimmmer, nicht in die Tür. ;)


    "Salve mein Lieblingscousin!" Sie versucht ein ernstes Gesicht zu machen. "Rom scheint dir gar nicht gut zu tun, es ist noch nichteinmal dunkel und du liegst schon faul auf der Kline herum." Nun grinst Lucilla doch übers ganze Gesicht.

    Da Lucilla in dieser großen Casa sonst niemandem über den Weg läuft hat sie sich aufgemacht, um ihre Verwandten zu suchen. Im Atrium versorgt sie sich mit einer Hand voll Trauben als Wegzehrung und macht sich sichließlich auf den langen, entbehrungsreichen Weg hinüber in den anderen Wohntrakt. 8)


    Dort angekommen stellt sie fest, dass die Menge der Trauben der Weglänge wohl doch ungangemessen war und bleibt kurz stehen, um die letzten Trauben noch schnell vor der Tür zu verdrücken. Schließlich klopft sie an Martinus Tür.


    *klopfklopf*

    Etwas später tritt Lucilla vor ihr Cubiculum und wendet sich nochmals um. "Ambrosius!"


    Doch nichts rührt sich. "Wo steckt er nur wieder... Nicht, dass er wieder ein Bad vorbereitet... oder sonst etwas... er hat ja ständig neue Ideen für das abendliche Verwöhnprogramm..."


    Gedankenverloren öffnet Lucilla die Türe und ruft noch einmal nach ihrem Sklaven. "Ambroooo...oooooohhh!" Mit großen Augen bestaunt sie ihr Cubiculum.


    Ganz verzückt geht sie in das Zimmer hinein, wagt kaum, ihre Füße anzuheben, um keines der Rosenblätter zu zertreten. In der Mitte des Raumes geht sie in die Hocke und pustet vorsichtig in die Blüten hinein. Voll Freude beobachtet sie, wie die Blätter in die Luft wirbeln. Dann greift sie vergnügt in die Blüten hinein und wirft eine Hand voll nach oben. Lachend erhebt sie sich und geht zu ihrem Bett hin, auf dem Ambrosius ein kleines Wachstäfelchen mit einem Gruß von Crassus hinterlassen hat. Der freudige Ausdruck auf ihrem Gesicht nimmt zu und sie setzt sich verträumt auf ihr Bett.

    Schmunzelnd blickt Lucilla zu Avarus. Diese Abwesenheits-Phasen scheint Männern irgendwie eigen zu sein und Senatoren bringen es darin sogar bis zur Perfektion. Lucilla kennt dieses Phänomen von ihrem Bruder, welcher damit schon so manches, von ihrer Seite aus intensives, Gespräch über die neueste Mode bei Schuhen und Kleidern und über Düfte und Trauben über sich hat ergehen lassen.


    Sie lacht fröhlich. "Dann hast du sogar rückwirkend noch deine Wette verloren, Avarus. Der Reiter liegt am Boden mit einer Klinge am Hals. Ich befürchte, da bleibt keine Chance mehr für den Sieg."

    Eigentlich will Lucilla ja laut für Conctor jubeln, doch die alte Bekanntschaft macht sie nun doch nervös. Als sie zufällig (;)) wieder zur Seite blickt, lächelt er sie schon wieder an. Sie lächelt zaghaft zurück und immer mehr Details zu der Siegesfeier in Tarraco fallen ihr ein. Er hatte noch einen Kameraden dabei und der damalige Kommandant Florus war auch immer in der Nähe gewesen. Meridius hatte Lucilla aus den Augen verloren und die Nacht war in ein ausgelassenes Fest übergegangen, Lucilla mittendrin. Es war das erste mal gewesen, dass Lucilla sich am nächsten Morgen nicht mehr so ganz sicher gewesen war, was alles passiert war. Die Erinnerung ruft ein leises Kichern in ihr vor und sie kann das Grinsen nicht von ihrem Gesicht vertreiben.


    Mit zusammengekniffenen Lippen blickt sie auf den Kampf.

    'Prätorianer?' denkt Lucilla erschrocken. Doch vermutlich ist er tatsächlich dort, ein Soldat der Ala hat schließlich bei den Spielen nichts zu suchen. Hoffentlich kennt er Crassus nicht. Und Avarus. Und sie am besten auch nicht. 8)


    Lucilla widmet sich der Schüssel Datteln und glaubt schon wieder die Wärme in ihren Wangen zu spüren. Ob das irgendwann wohl einmal aufhören würde?

    Lucilla blickt nur einen Augenblick zur Seite und da geschieht es auch schon. Ein Zwinkern, ein Salve, und Lucilla geht ein Licht auf. Sie kichert verlegen.


    "Salve! Auf die Ala!" Ein breites Grinsen erscheint auf ihrem Gesicht, als sie an den siegreichen Einzug der Legio und der Ala in Tarraco denkt. Leider fällt ihr der Name des Eques nicht mehr ein, doch er scheint eh schon wieder ganz vom Kampf eingenommen.

    "Werde ich machen." flüstert Lucilla noch und blickt eine Weile auf die hinter ihm zufallende Tür. Ein schiefes Lächeln schleicht sich auf ihr Gesicht. Es würde niemals aufhören, immer würde ihr Bruder wieder losziehen um zur Legio zurückzukehren. Sie bedauert schon die arme Frau, welche es irgendwann einmal an Meridius Seite schaffen würde.


    Irgendwann realisiert Lucilla, dass sie nun wieder alleine da steht. Sie dreht sich um, um in ihr Cubiculum zurückzukehren.

    Wie all die anderen Gäste schaut Lucilla gebannt in die Arena hinab.


    "Conctooor!" werden die ersten Rufe laut. Dazwischen auch immer wieder ein "Autolicuuuus!". Das Publikum wartet, dass die Gladiatoren endlich aufeinander treffen.


    Lucilla indes hält fast die Luft an. Jeden Moment würde der Reiter auf Conctor treffen und sie kann sich nur schwer vorstellen, wie dieser der Wucht der Lanze dann noch entgehen will.