Lucilla winkt ab. "Ach nein, das ist wirklich nicht notwendig. Bis zur Regia ist es ja nicht weit und ein kleiner Spaziergang am Morgen wird mir ganz gut tun."
Sie wartet auf Avarus und wendet sich dann wieder zur Tür.
Lucilla winkt ab. "Ach nein, das ist wirklich nicht notwendig. Bis zur Regia ist es ja nicht weit und ein kleiner Spaziergang am Morgen wird mir ganz gut tun."
Sie wartet auf Avarus und wendet sich dann wieder zur Tür.
Lucilla tritt ein und schließt die Tür.
"Ja, danke. Es war nur ein wenig ungewohnt in einem fremden Bett zu erwachen." Lucilla lächelt verlegen.
"Ich werde dann auch besser bald gehen. Die Arbeit wartet..."
Außerdem möchte sie vorbeugen, dass noch irgendein anderer Germanica sie in der Casa sieht. Wahrscheinlich würde es mit den Sklaven zwar eh nicht verborgen bleiben und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Meridius Spione davon wüssten, aber sie müsste die Gerüchteküche ja nicht mehr als nötig anheizen.
ZitatOriginal von Helena Matinia
Doch sie gelten neuerdings als eigenständige ID
Tatsächlich! ![]()
Dann könnten sie ja aber mit Konto auch Betriebe führen .... ![]()
Lucilla erwacht am nächsten Morgen und blickt sich verwirrt um. Einen Moment lang überlegt sie, wo sie ist und warum ihr das Zimmer so unbekannt vorkommt. Dann jedoch fällt ihr der letzte Abend ein. Sie reibt sich den Schlaf aus den Augen und steht auf.
Nachdem sie sich so gut wie möglich wieder hergerichtet hat, die Haare sind lange nicht so kunstvoll gesteckt wie am Vorabend, verlässt sie das Zimmer und schaut sich vorsichtig in der Casa um. Ein Sklave unterrichtet sie, dass Avarus bereits wach und im Tablinum ist, und zeigt ihr den Weg dorthin.
Lucilla klopft an, öffnet die Tür einen Spalt und steckt lächelnd ihren Kopf in das Zimmer. "Guten Morgen."
ZitatOriginal von Artoria Medeia
Warum werden dann bestimmte Gruppen aus dieser Wirtschaft herausgenommen? Jüngstes Beispiel: Kinder.
Vielleicht weil sie auch aus der ID-Wirtschaft herausfallen (Kind-IDs zählen nicht als eigenständige ID) . Sonst könnte man ja mit 4 IDs Geld schäffeln und Betriebe starten, anstatt der zugelassenen 3.
Lucilla lässt sich bereitwillig von Aemilia mitziehen.
"Was opfert man da? Trauben? Ich weiß, wo es die besten Trauben in ganz Rom gibt. Also ich glaube, dass es die Besten sind, wobei ich neulich auch andere gute probiert habe. Und einen Kuchen? Mulsum auf jeden Fall. Und vielleicht ein paar Datteln? Geht auch eingelegtes Obst?"
Die beiden Frauen verlassen das Zimmer und suchen, mit Umweg über die Märkte, den Tempel des Mercurius auf.
Voll beladen kommen Aemilia und Lucilla in den Tempel des Mercurius. Aemilia trägt einen großen Korb mit Kuchen, Datteln, Oliven, Äpfel, Keksen und Feigen. Lucilla trägt eine große Amphore Mulsum und ein Päckchen Trauben. Zielstrebig schreiten sie zur Rückwand des Tempels mit der Merkur-Statue und laden die Opfergaben ersteinmal ab.
"So." stellt Lucilla fest. "Redest du mit ihm? Ich kann dir ja die ganzen Opfergaben anreichen." ![]()
"Ähm, ja, genau der Crassus... ja... Verlobungsfeier..." Lucilla muss an den Schriftzug in der Subura denken und spürt eine leichte Röte in sich aufsteigen. Sie ist froh, dass Aemilia das Thema nicht weiter verfolgt.
"Ein Opfer? Ja, das ist wirklich eine gute Idee! An welche Gottheit wendet man sich da? Diana passt wohl nicht so ganz. Apollo als Orakelgott? Oder Minerva für die Weisheit? Ach, oder wir wenden uns einfach an alle Götter und gehen in den Merkur-Tempel, er ist schließlich der Götterbote. Er wird es schon an den richtigen weiterleiten. Was meinst du?"
"Salve Aemilia!" grinst Lucilla breit und schiebt sich in das Cubiculum hinein. Nach einem kurzen Blick lässt sie sich in einen Korbsessel sinken.
"Ich wollte mal vorbeischauen, nachdem wir uns neulich nur so kurz gesehen haben. Und außerdem...," sie seufzt, "... wir sollten überlegen, wie es mit der Societas weitergeht. Jetzt wo ich in Rom bleibe, würde das einiges vereinfachen, aber ich weiß auch nicht... meinst du, es hat noch einen Sinn? Also Crassus hat mich neulich noch einmal darin besträkt, weiterzumachen, aber ich habe seit unserem letzten Treffen auch keinen Traum oder so etwas mehr gehabt..."
Nachdenklich mustert Lucilla den Fußboden vor ihr und schaut dann fragend zu Aemilia auf. In Sachen Götter ist sie schließlich die Expertin. ![]()
Nachdem ein Sklave Lucilla davon unterrichtet hat, dass Aemilia schon ein Cubiculum in der Casa Decima hat, hat Lucilla schon befürchtet, am Ende doch die Hochzeit verpasst zu haben. Doch der Sklave hat sie beruhigt, es sei nur eine Art Gästezimmer, und ihr den Weg gewiesen.
So steht Lucilla nun vor dem Cubiculum ihrer Freundin und klopft voller Elan an die Tür.
*klopfklopf*
Lucilla blickt von dem vielen Papyrus auf und lächelt.
"Salve! Dann möchte ich dich im Namen des Cursus Publicus um vierzig Sesterzen bitten :D. Oder habt ihr eine Wertkarte für den Cultus in Italia?"
Sie kruschtel in den Unterlagen und befördert die Wertkartenliste zutage. "Nein, habt ihr nicht. Aber das könntest du mal bei deinen Vorgesetzten anprangern, ihr schickt doch sicher öfter Briefe, oder nicht?"
Sie denkt an Tiberia Claudia mit ihrer regelmäßigen Post.
"Brauchst du noch eine Quittung?"
Mit großen Augen verfolgt Lucilla die Darbietung, ein wenig nach vorne geleht, um auch nichts zu verpassen. Für die Verbrecher empfindet sie nicht mehr, als zuvor für die Antilopen, ein wenig Bedauern, wenn einer von ihnen zu Boden geht, weil er nun nicht mehr für das Spiel zur Verfügung steht. Viel mehr bewundert Lucilla die Schönheit und Eleganz der Löwen mit ihrem glänzenden goldenen Fell, das, je weiter das Spiel fortschreitet, um so mehr blutrote Flecken aufweist. Nur, wenn ein menschlicher Körper allzusehr zerrissen wird, wendet sie das Gesicht ab und widmet ihren Blick einem der anderen Tiere.
Den halben Tag hat Lucilla damit verbracht Briefe zu schreiben. Einen nach Germania und mehrere nach Hispania. Zum Schluss schaut sie auf den Ausgangsstapel, doch es wartet noch keine Post auf den Versand. Dann muss sie wohl doch selbst für die Eilbriefe sorgen. Sie holt ein kleines Leinensäckchen hervor und entnimmt ihm einige Münzen, welche sie direkt in der Kasse verwahrt. Dann ruft sie nach Rufus, dass er sich gleich auf den Weg nach Hispania und anschließend nach Germania begeben soll.
Als Lucilla die Versandliste zur Hand nimmt und ihr Blick auf den Namen von Senator Avarus fällt, stellt sie lächelnd fest, dass die Angestellten des Cursus Publicus wohl doch seine besten Kunden sind.
"Danke, diese wünsche ich dir ebenfalls." lächelt Lucilla und folgt dann dem Sklaven in eines der Gästezimmer.
Nachdem sie sich zu Bett gelegt hat, schaut sie noch eine Weile an die Decke und lässt sich einige Gedanken durch den Kopf gehen. Dann dreht sie sich zur Seite und schließt die Augen. Am Morgen müsste sie eine Menge Briefe schreiben...
Als Avarus von vielen Bambinos spricht kann Lucilla ein Kichern nicht unterdrücken. Dann wird sie wieder nachdenklicher. Er hat recht, es ist schon wieder viel zu spät. Wieder einmal ist es passiert, dass sie die Welt um sich herum vergessen, ihre Erziehung über Bord geworfen hat und am Ende in der Casa eines Senators sitzen bleibt. Sie schüttelt innerlich den Kopf, doch nun ist es zu spät, sich darüber Gedanken zu machen.
"Ich nehme das Angebot gerne an, Avarus. Rom ist schließlich nicht das friedliche Tarraco, wo man selbst in tiefster Nacht noch mit schlafwandlerischer Sicherheit durch die Straßen spazieren kann."
Sie seufzt innerlich. Zum Glück würde sie niemand vermissen. Außer Livianus und Aemilia weiß noch niemand, dass sie wieder in Rom ist und die beiden würden am nächsten Morgen sicher annehmen, dass Lucilla schon am Arbeiten ist.
Sie steht auf und lächelt müde. "Ich denke, ich werde mich gleich zur Ruhe begeben. Ich muss morgen noch einige Briefe schreiben, dazu ein paar Boten in die Mansiones Italias schicken um einen Statusbericht anzufordern... Es wird sicher ein langer Tag werden."
Lucilla setzt sich ebenfalls, jedoch auf eine andere Liege, und schaut verträumt in das knisternde Feuer. Crassus kommt ihr in den Sinn, doch bevor Meridius nichts davon weiß, soll es auch kein anderer wissen.
"Träume? Mhm..." Sie schweigt eine Weile. "Ich träume davon, dass die Casa, in welcher ich wohne eines Tages wieder so voll ist, wie die Casa Decima dies früher war. In jedem Zimmer war irgendjemand anzutreffen, das Triclinium und das Atrium strotzten nur so von Leben, ein ständiges ein und aus... und wie wohl jede Frau träume ich von einem Gatten der mich liebt und ehrt... ein sorgenfreies Leben..."
Sie blickt Avarus an und errötet etwas, als ihr bewusst wird, welch kindische Vorstellungen sie ihrem Vorgesetzten unterbreitet. Verschämt blickt sie zu Boden. "Das klingt sicher sehr einfallslos." Als sie wieder aufblickt liegt ein Hauch von Trotz in ihrem Blick. "Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass ich ebenfalls davon träume einmal wie ein Fisch durch das Meer schwimmen zu können."
Lucilla blickt nach oben und schaut in das Gewirr der vielen leuchtenden Punkte am Himmel. Die Seefahrer können daraus angeblich den Weg übers Meer erkennen, die Griechen hatten die Sterne zu Bildern geordnet. Doch für Lucilla bleibt das Durcheinander am Himmel ein großes Durcheinander. Ein Meer endloser Träume und Wünsche. Und der Wohnort der Götter.
"Meine Mutter hat mir früher erzählt, dass für jeden Wunsch, der in Erfüllung geht, ein Stern am Himmel leuchtet." Sie lächelt verlegen. "Mittlerweile glaube ich nicht mehr daran, sonst müsste der ganze Himmel des Nachts hell erleuchtet sein, aber eine schöne Vorstellung ist es allemal."
Sie zieht die kühle Nachluft tief durch ihre Nase. Sie ist erst einen Tag in Roma und doch steht für Lucilla fest, dass sie Hispania nicht missen wird.
"Mach dir um mich keine Sorgen, ich bin die hispanischen Nächte gewöhnt und viel kälter dürften die Italienischen auch nicht sein."
Eigentlich sollte Lucilla bald nach Hause zurückkehren. Zumindest noch bevor es tiefe Nacht ist. Doch so weit gehen ihre Gedanken nicht. ![]()
"Nein danke, nichts mehr für mich. Ich bin wirklich voll." Sie seufzt zufrieden.
Ein wenig Bewegung wäre später sicher nicht schlecht. Lucilla wundert sich kurzt, welch edles Geschirr Avarus auffährt, denkt sich jedoch nichts weiter dabei.
"Dann wollen wir mal hoffen, dass die Wolken uns keinen Strich durch die Rechnung machen."
Lucilla lehnt sich zufrieden zurück und nippt an ihrem Wein.
"Nun bin ich aber wirklich satt." Sie stellt den Becher wieder auf den Tisch und schaut Avarus lächelnd an.