Beiträge von Decima Lucilla

    Lucilla nimmt auch die Sesterzen entgegen und legt sie in die Kasse.


    "Danke, den wünsche ich dir auch. Vale."


    Lächelnd legt sie den Brief auf den Eilpost-Stapel. Der Posten in Italia gefällt ihr immer besser, sogar die Kunden sind immer freundlich. ;)

    "Das kommt darauf an, ob du ihn als Eilbrief versenden möchtest, oder als Normalbrief." antwortet Lucilla. "Ein Eilbrief geht normalerweise noch am Eingangstag auf die Reise. Wie lange diese dauert können wir natürlich nicht genau sagen, das hängt stark vom Wetter ab. Aber es geht eben so schnell wie nur möglich, darauf mein Wort. Als Normalbrief geht der Brief erst dann auf die Reise, wenn ein Stapel nach Germania zusammen ist. Was in der Regel aber spätestens innerhalb von ein paar Tagen der Fall ist."


    Sie schaut ihn lächelnd an. "Ah so, ein Eilbrief kostet 20 Sesterzen und ein Normalbrief 5 Sesterzen:"

    Sim-Off:

    Parallel - wir vom CP sind ja multitasking-fähig :]


    Zitat

    Original von Appius Terentius Cyprianus
    Appius kommt zum Büro. Er schaut sich nach jemanden um, der ihm helfen könnte


    Lucilla sieht schon den nächsten Kunden und lächelt freundlich.


    "Salve! Nur immer herein, was kann ich für dich tun?"

    Lucilla wendet sich direkt an die Bedienung. "Einen Obstteller, mit viel Trauben, bitte. Und etwas Brot, und ein wenig Käse."


    Vor allem viel Trauben für die Nerven. Lucilla kann es nicht verhindern, dass ihr beim Gedanken an Käse das Brot im Käsemantel vom Vorabend einfällt. Und Avarus.


    "Vielleicht doch kein Käse. Hauptsache Trauben. Die süßen aus Italia bitte." Oder doch die germanischen?


    "Ach nein, auch keine Trauben. Vielleicht noch Oliven. Ja, Oliven, sind gut."


    Lucilla nickt bestätigend und wendet sich mit einem verkniffenen Grinsen wieder Crassus zu. Vielleicht hätte sie doch direkt das Mulsum bestellen sollen.

    Sie kichert bei der Offenbarung seines Gedanken leise und tritt dann in die Taberna ein. Die ungezwungene Atmosphäre vertreibt die Verwirrung und vorerst auch den Gedanken an die Geschehnisse am vorigen Abend und am Morgen. Das kribbelnde Gefühl im Magen weicht dem Gefühl des Hungers und Lucilla steuert direkt den nächstgelegenen Tisch an.


    "Ich könnte eine ganze Praetorianer-Cohorte verdrücken, so hungrig bin ich." :D

    "Das wäre wunderbar!" Lucilla setzt sich an die Seite von Crassus und rückt ein wenig näher an ihn heran, so, dass fast nur noch der Mantel von Avarus zwischen ihnen ist.


    "Ja, ich bin jetzt so richtig in Rom. Für längere Zeit. Ich habe mein Zimmer in der Casa Decima bezogen und im Officium des Praefectus Vehiculorum habe ich mich auch schon eingerichtet."


    Nun endlich findet ein ehrliches Strahlen zurück auf Lucillas Gesicht. "Und ich war schon bei den Spielen im Circus Flaminius. Und..." sie senkt ihre Stimme etwas. "...ich habe dich schon vermisst."

    Lucilla schaut ihn mit dem Ausdruck eines Seufzens auf dem Gesicht an.


    "Ich... die neue Arbeit..." Eigentlich die gleiche wie bisher, nur in einem anderen Officium. "... die Stadtluft..." -.^ "... ich habe noch nichts gefrühstückt!"


    Am liebsten würde sich Lucilla gegen Crassus Schulter lehnen. Sie wünscht sich, dass er sie umarmt, sie festhält, so wie er es damals in Carthago Nova getan hatte. Doch sie stehen mitten auf der Straße in Roma und für diesen Tag hat Lucilla schon genug Aufregung. Doch allein der Gedanke an Crassus Nähe beruhigt Lucilla ein wenig und sie atmet tief durch.


    "Ich glaube, ich brauche ein paar Trauben. Und ein Frühstück."

    'Ich komme aus der Casa Germanica, ich habe dort übernachtet. Aber frag mich nicht, was ich dort gemacht haben. Es ist überhaupt nichts passiert. Wir haben nur geredet. Und auf einmal war es Nacht.' schießt es Lucilla durch den Kopf, doch sie sagt nichts davon.


    Sie fängt sich, lächelt und räuspert sich. Wenn nur nicht alles so durcheinander wäre ihn ihr.


    "Ich bin auf dem Weg zur Arbeit. Ich arbeite jetzt in Rom. In der Regia. Als Praefectus Vehiculorum von Italia. Ich war bei Senator Avarus..." Seinen Namen auszusprechen klingt nun seltsam, doch Lucilla spricht schnell weiter, "...und weil der Posten ja eh nicht besetzt war, konnte dich direkt anfangen."

    "Ja, zur Zeit bieten wir noch keine Vergünstigungen im Rahmen der Wertkarten an. Außer der vermiedenen Bürokratie, welche durch Quittungen und Abrechnungen zustandekommt."


    Lucilla nimmt die Wertkartenliste zur Hand und trägt den Betrag ein. Dann zeit sie Adria die Liste.


    "Das macht dann 100 Sesterzen. Oder möchtest du gleich noch Post versenden?"

    Lucilla steht noch immer völlig unbeindruckt von dem Lärm an der Hauswand und fährt mit ihren Blicken das Muster des Straßenpflasters nach, als ein paar gut geputzte Sandalen mit ein paar staubigen Füßen (:P) darin in ihr Blickfeld geraten.


    Sie sieht auf und blickt direkt in die endlosen Augen von Crassus. Lucillas Gesichtsausdruck schwankt zwischen Freue, Entsetzen, Scham und Glückseligkeit.


    "Crassus."


    Die Parzen treiben heute wohl wirklich ihre Scherze mit ihr.

    Von der Casa Germanica aus kommend irrt Lucilla völlig durcheinander durch die Straßen Roms. Natürlich kennt sie fast jeden Winkel der Stadt, doch ihre Gedanken sind ganz woanders und sie achtet nicht unbedingt darauf, wo ihr Weg sie hinführt. Zur Regia Legati Augusti pro Praetore auf jeden Fall nicht. ;)


    Obwohl ihr mittlerweile mehr heiß denn kalt ist, zieht sie Avarus Mantel etwas enger um sich. Erst als sie glaubt, weit genug von der Casa Germanica weg zu sein, bleibt Lucilla stehen, lehnt sich an eine Hauswand und atment tief durch.

    Kaum ist der junge Mann vom Cultus aus dem Officium, steht die nächste Kundin im Raum. Das Officium des Praefectus Vehiculorum in Italia ist halt doch etwas anderes, als selbiges in Hispania. ;)


    "Salve Senatorin!" lächelt Lucilla erfreut. "Genau das ist unser Wertkartenkonzept. Das mögliche Guthaben hängt davon ab, ob es eine Wertkarte für eine Familie oder für eine offizielle Institution sein soll. Familien können Karten im Wert von 25, 50, 100 oder 250 Sesterzen erwerben. Institutionen im Wert von 50, 100, 250 und 500 Sesterzen. Natürlich kann jederzeit ein weiterer Betrag investiert werden. Die Karten gelten jedoch nur innerhalb einer Provinz. Also in diesem Fall für alle Briefe, die von Italia aus gesendet werden."

    'Jössas!' ist alles, was Lucilla noch durch den Sinn geht. Die Sprache hat es ihr nun endültig verschlagen. Wenn sie jetzt nicht gehen würde, dann würde sie noch auf der Straße umkippen.


    Mit großen Augen und einem Dauerlächeln nickt sie, dreht sich um und eilt die Straße hinunter. Die nächste Quergasse ist ihr Ziel, auch wenn diese nicht unbedingt zur Regia führt. Doch wer kann jetzt schon an Arbeit denken...

    "Ja... bis bald... das mache ich sicher ... dann mache ich mich Mal auf den Weg..." meint Lucilla, bleibt aber wie angewurzelt stehen und sieht Avarus an.


    Sie hört ihr Herz bis in die Ohren klopfen, und sie weiß nicht genau warum. Schließlich blinzelt sie und reißt sich endlich los. In ihrem Officium würde sie sich ersteinmal einen Becher Mulsum genehmigen...

    Lucilla überlegt einen Augenblick, wo sie vorhin noch die Quittungsvorlagen gesehen hat, greift dann zielstrebig in das Regal zu ihrer Seite und legt ein Papyrus vor sich. Sorgfältig darauf achtend, dass sie nicht ausversehen Praefectus Vehiculorum Hispania darauf schreibt, füllt sie die Vorlage aus und reicht sie lächelnd dem jungen Mann.


    Quittung


    über
    40 Sesterzen
    für zwei Eilbriefe


    vom Cultus Deorum (ITA) nach GER


    ANTE DIEM XVI KAL DEC DCCCLV A.U.C.
    (16.11.2005/102 n.Chr.)


    Decima Lucilla, Praefectus Vehiculorum Italia.



    "Bitte sehr." Sie nimmt das Geld entgegen und verwahrt es. "Kann ich sonst noch etwas für dich tun?"

    Tausend Gedanken schießen Lucilla durch den Kopf. Natürlich war sie auf seinen Ruf hin stehen geblieben. Auf einmal ergibt alles einen Sinn. Obwohl es vollkommen unsinnig ist. Oder etwa doch nicht?


    Vergeblich sucht sie nach den richtigen Worten, denn um diese zu finden müsste sie ersteinmal wissen, in welcher Richtung sie überhaupt suchen sollte. Belanglose Worte, von irgendjemandem gesprochen, die etwas mit auf die Gefühle hören zu tun haben, fallen ihr ein. Dann Crassus Worte am Strand. Als nächstes kommt ihr Meridius in den Sinn. Wenn er davon erfährt, dass sie sich mit seinem politischen Todfeind einlässt, würde er sie zu den Vestalinnen schicken.


    Am Ende kommt es, wie es kommen muss. :]


    "Ja,... gerne." Und sogar der Anflug eines Lächelns findet zurück auf Lucillas Gesicht.

    "Das würde ich doch nie." lächelt Lucilla und tritt ebenfalls nach draußen. Sie fröstelt ein wenig und bleibt unschlüssig stehen.


    Dann dreht sie sich noch einmal zu ihrem Vorgesetzen um, öffnet den Mund leicht um etwas zu sagen, schließt ihn jedoch wieder. Sie errötet leicht und versucht es mit einem noch breiteren Lächeln zu überdecken.