Beiträge von Decima Lucilla

    Lucilla kichert. "Besuch? Ist es Senator Avarus? Er führt mich heute zum Essen aus. Weißt du, er ist mein Vorgesetzter und beim Cursus Publicus geht es in dieser Hinsicht sehr locker zu. Und er ist ein echter Feinschmecker."


    Dann legt sie die Stirn in Falten. "Ach, Spartacus... er ist nach Griechenland. Irgendeine Familienangelegenheit. Und er wird wohl so bald nicht wiederkommen." Sie seufzt theatralisch. "Aber... er ist halt doch ein Herumtreiber." Und gegen Crassus käme er sowieso nicht an. Sie zuckt mit den Schultern. "Naja, egal, ich will den Senator mal nicht warten lassen."

    Gerade eben erst mit dem komplizierten Gesteck ihrer Haare fertig geworden wirft Lucilla einen letzten Blick in den Spiegel und nickt zufrieden. Dann öffnet sie die Tür und stößt fast mit Aemilia zusammen.


    "Oh, salve Aemilia!" Sie umarmt Aemilia kurzerhand. "Wie geht es dir? Ich wusste gar nicht, dass du in unserer Casa unterwegs bist. Sonst hätte ich dich doch längst aufgesucht. Stell dir vor, ich bin nach Italia versetzt worden! Ich bleibe also in Roma - ist das nicht fantastisch!"

    Lucilla blickt den beiden lächelnd hinterher. Die Motivation in Italia scheint wirklich groß zu sein. Sie steht auf, setzt sich hinter den Schreibtisch und blickt sich in dem Officium um. Es ist ein wenig größer als das in Hispania.


    Nachdem sie sich fürs erste satt gesehen hat beginnt sie die Schriftstücke auf dem Schreibtisch zu sortieren und sich umzusehen, wo Vorlagen, Listen und Kasse aufbewahrt werden.

    "Ja, das habt ihr schon richtig gemacht. Wenn Hungi... ähm, Vinicius Hungaricus das so wollte, dann geht das schon in Ordnung."


    Sie blickt sich im Officium um. "Nun gut, dann werde ich mal die Unterlagen durchsehen. Wenn ich noch Fragen habe, dann wende ich mich einfach an euch. Ich bin sicher, wir werden gut zusammenarbeiten." ;)

    Hier wimmelt es ja nur so von Tabellarii - irgendwo muss da ein Nest sein 8)


    Kaum dass Vortex draußen ist, ist Celeripes schnellen Fußes auch schon im Officium drin.


    "Salve Celeripes!" begrüßt Lucilla ihren neuen Mitarbeiter. "So ein Zufall, dann können wir ja direkt eine Mitarbeiterversammlung abhalten."


    Sie lächelt breit. "Celeripes, ich hab den Posten des Praefectus Vehiculorum hier in Italia übernommen. Wie sieht es aus, gibt es irgendetwas, das ich wissen sollte? Irgendwelche Vorkommnisse, Besonderheiten in der letzten Zeit? Unerledigte Arbeit?" Sie schaut die beiden Tabellarii abwechselnd an.

    Lucilla lächelt dem begeisterten Rufus freundlich zu. An Motivation fehlt es in Italia also schoneinmal nicht. Dann wendet sie sich an Vortex.


    "Da Prudentia Valeria zur Zeit noch unterwegs ist, wirst du sie in Hispania vertreten. In die Verwaltung hast du ja mittlerweile genügend Einblick. Falls es wider erwarten doch Probleme geben sollte, dann wende dich getrost an Senator Avarus."


    Sie überlegt kurz. "Ich schlage vor, du machst dich gleich wieder auf den Weg, damit das Officium nicht zu lange unbesetzt ist."

    Lucilla lächelt fröhlich. "Die Arbeit, mein lieber Rufus, die Arbeit. Und diese wird auch dafür Sorge tragen, dass ich in diesen Gestaden bleibe."


    Sie nimmt Platz und weist auch die beiden Tabellarii an, sich zu setzen.


    "Es gibt einige Umstrukturierungen im Cursus Publicus, ihr habt sicher schon gerüchteweise davon gehört. Prudentia Valeria wurde aus dem Dienst in Germania entlassen, ebenso wie ich aus dem in Hispania. In Germania wird der Tabellarius Waldemarr in einiger Zeit das Amt übernehmen. Prudentia Valeria wird in Hispania eingesetzt, sie wird ja in Zukunft dort wohnen. Und ich, nun, ich bin neuer Praefectus Vehiculorum von Italia."


    Lucilla macht eine Pause, um die Reaktionen abzuwarten. :]

    Lucilla kennt das Officium des Praefectus Vehiculorum noch von einem früheren Besuch und findet es dementsprechend schnell. Die Tür steht ein Stück weit offen und so hört sie noch die letzte Frage. Sie steckt ihren Kopf durch die Tür und erblickt nur zwei Tabellarii in dem Raum, daher tritt sie ein.


    "Salvete. Mir geht es gut, Rufus, danke der Nachfrage. Schön, dass du auch da bist Vortex, dann kann ich mir einen Brief sparen." :D

    Lucilla winkt ab. "Das schaffst du schon. Außerdem wirst du mich gar nicht oft sehen. Wenn ich nicht gerade arbeiten bin, dann werde ich über die Märkte schländern, die Thermen besuchen, Spiele anschauen oder auf irgendwelchen Empfängen sein." Oder sich mit Crassus treffen, aber das muss Livianus ja noch nicht wissen.


    Sie zwinkert ihm frech zu. "Und außerdem bist du ja nicht mein einziger Lieblingscousin, ich habe ja noch ein paar mehr zum nerven, ganz zu schweigen von Onkel Mercator und Allessa." :P

    "Ach, bis die Nachricht hier ankommt, dass ich komme, bin ich doch selbst immer schon da." Lucilla erwiedert die Umarmung ihres Cousins und lächelt ihn fröhlich an.


    "Ich habe bei Senator Avarus um meine Versetzung nach Rom gebeben. Eigentlich wollte ich nur ein paar Tage bleiben, mit ihm sprechen und bei den Ludi vorbeischauen. Ich muss doch kontrollieren, ob du auch ein guter Aedil bist."


    Sie grinst schelmisch. "Wie es der Zufall so will, ist das Gespräch bei Avarus jedoch besser verlaufen als geplant. Die Stelle des Praefectus Vehiculorum von Italia ist ja momentan vakant. Das heißt, sie war es. Ich kann den Posten sofort übernehmen und werde daher direkt hier bleiben." :D

    Lucilla öffnet die Tür und tritt ein. Livianus sitzt hinter einem Berg von Arbeit und entspricht damit dem typischen Decima-Bild des dauerarbeitenden Römers. :]


    "Salve Livianus, ich hoffe, ich störe dich nicht." Ein breites Grinsen liegt über Lucillas Gesicht.

    Am Abend nach ihrer Ankunft befindet sich Lucilla auf der Suche nach ihrem Cousin. Sie glaubt zwar nicht wirklich, dass er sie abweisen könnte, aber er sollte zumindest Bescheid wissen, dass sie sich über länger Zeit in der Casa einnisten würde. :]


    Da sie Livianus weder im Triclinium noch im Atrium finden konnte, versucht sie es in seinem Arbeitszimmer.


    *klopfklopf*

    Lucilla stutzt einen Moment, wird dann ein wenig rot und versucht dies gleich im Anschluss durch ein breites Lächeln zu überdecken.


    "Ich werde es im Hinterkopf behalten. Vale, Legatus."


    Sie lächelt ihm nochmals schelmisch zu und verlässt dann das Officium. Ganz sicher ist sie sich nicht, was das eben war, doch anstatt darüber nachzudenken, belässt sie es bei einem breiten Grinsen auf ihrem Gesicht.

    "Gut, dann werde ich mich mal wieder auf den Weg machen. Es ist noch viel zu organisieren. Zuerst einmal werde ich meinem Cousin beibringen müssen, dass ich nun auch noch in seiner Casa hausen werde. Der Gute beherbergt ja schon die halbe Familie."


    Sie lacht leise in sich hinein bei dem Gedanken, dass Livianus sie vielleicht schneller wieder los ist, als er denkt.


    "Ein paar Schreiben nach hier und da, was eben so alles zu erledigen ist."


    Lucilla erhebt sich lächelnd und verabschiedet sich von Avarus. "Wir sehen uns dann also morgen."

    Lucilla nickt lächelnd. "Ich werde da sein."


    Sie trinkt noch einen Schluck und stellt den Becher dann ab.


    "Dann möchte ich dich auch nicht länger von der Arbeit abhalten. Es sei denn, es gäbe noch etwas zu besprechen?"

    Morgen schon, das kommt nun etwas plötzlich. Andererseits, er ist der Cheffe. (:P)


    "Morgen? Mhm, ja, das ist gut. Gegen Abend? Dann könnte ich mir am Tag schon das Officium ansehen und schauen, ob es irgendwelche Mängel gibt, über die dann ohnehin zu sprechen ist."

    Lucilla überlegt, welche Termine noch anstehen: Briefe schreiben nach Hispania, den Umzug ihres Gepäcks organisieren, ein Brief an Meridius, ein Gespräch mit Livianus, das neue Officium beziehen, die Spiele besuchen, Crassus irgendwo treffen.


    Und doch könnte sie sich mit all dem Zeit lassen. Es gibt keinen Termin mehr, an dem sie unbedingt zurück in Hispania sein müsste. Es gibt keinen Tag, an dem sie dringend aus Roma abreisen müsste. Ein Essen mehr oder weniger dazwischen würde sich nicht im Geringsten auf den Rest auswirken.


    "Es wäre mir eine Freude." antwortet sie zufrieden. "Hast du bereits einen bestimmten Tag im Auge?"

    Einen Moment irritiert Lucilla seine Wortwahl ein wenig, doch sie schüttelt unmerklich den Kopf und antwortet weiterhin lächelnd.


    "Das feine Essen in deiner angenehmen Gesellschaft hat schon jedesmal die Örtlichkeit übertroffen, sei es in einer kleinen Taberna in Tarraco oder einem Feinschmeckerlokal in Rom gewesen. Also mach dir darüber keine Gedanken."


    Sie trinkt einen Schluk und grübelt nochmals über die Wortwahl nach. Letztendlich kommt sie jedoch zu dem Schluss, dass sie nicht zu viel interpretieren sollte.


    "Wann wirst du wieder nach Germania reisen?" fragt sie, um sich abzulenken.

    Bei seinem Angebot kann Lucilla nur schwer das Lächeln über ihr ganzes Gesicht verbergen. Seit sie ihn ihm Zuge ihrer Arbeit kennen gelernt hat, genießt Lucilla jedes Zusammentreffen mit ihrem Vorgesetzten. Und das nicht nur, weil an seinem Tisch immer nur die ausgewähltesten Delikatessen aufgetischt werden.


    "Wie könnte ich diese Einladungen abschlagen?" fragt sie schelmisch lächelnd. "Will ich doch meinen Posten hier in Italia noch eine Weile behalten."