Mit Ambrosius im Schlepptau eilt Lucilla durch die Subura Roms. Der Sklave trägt bereits zwei Leinentaschen voll Einkäufe und schaut missmutig drein. Da die Hauptwege verstopft waren, hat ihn Lucilla kurzerhand in die Subura gedrängt um eine Abkürzung zu nehmen.
"Doch, doch, Ambrosius, du wirst sehen, dass wir hier genau richtig sind." beruhigt sie Ambrosius. "Dort hinten kommen wir durch einen kleinen Eingang auf das Augustus-Forum und von dort direkt auf das Traians-Forum. Und ehe du dich versiehst sind wir bereits auf den Traiansmärkten mitten im Einkaufsparadies."
Sie deutet in die entsprechende Richtung, als ihr Blick auf eine Kritzelei an der Wand fällt. Von einer Sekunde zur Nächsten färben sich Lucillas Wangen in ein tiefes Rot. Da nützt keine natürliche Bräune etwas, kein Schatten, den die Häuser auf sie werfen, dieses Rot leuchtet signalfarben und Lucilla hat das Gefühl, ganz Rom könne es sehen.
Als wäre das nicht genug verschluckt sie sich und fängt an zu husten. Mit der einen Hand sich etwas Luft zufächelnd, packt sie Ambrosius mit der anderen an der Schulter und zieht ihn hinter sich her. Crassi und Lucillae gibt es sicher viele in Rom, doch der Schock darüber, deren Beziehungen so deutlich vor Augen zu sehen, ist ihr doch tief in die Knochen gefahren.
(:P)