Beiträge von Decima Lucilla

    "Es wird nicht vorkommen, dass ein Betrieb der Gens Decima minderwertige Ware liefert." antwortet Lucilla etwas schnippisch, fügt dann jedoch wieder freundlicher hinzu: "Sollte es jedoch einmal vorkommen, dass etwas nicht in Ordnung ist, so lässt sich das immer durch ein besonderes Angebot ausgleichen."


    Sie überlegt kurz. "Die erste Lieferung könnte Anfang der Woche da sein."

    Zitat

    Original von Gaius Didius Sevycius
    Um logisch zu bleiben könnten wir es so machen:


    1: ein Erbeben
    Dann hätten wir den Großbrand, die entlaufenden Löwen und die Gladiatoren die ermorden. u.s.w.


    Um 'logisch' zu bleiben: die Löwen in der Schule werden ziemlich gut gefüttert. Das erste, was sie also tun würden, wäre weit weg vor dem Ganzen Tummult in die Wälder Hispanias zu fliehen. Eine satte Raukatze zehrt erstmal sehr gut von ihrem Vorrat und wird auch hinterher keine Siedlung angreifen.
    Und die Gladiatoren würden in dem ganzen Durcheinander ebenfalls ziemlich schnell das Weite suchen. Warum sollten sie morden? Sie wären frei, könnten sich in dem Trubel ein Schiff am Hafen klauen und ins ferne Africa segeln, wo sie die Chance hätten, als Peregrinus neu anzufangen.


    Wenn, dann sollte man das ganze doch ein bisschen realistisch halten.

    Lucillas Gesicht erhellt sich, als Pollux offenkundiges Interesse zeigt. Die gallischen Hühner haben sie wohl noch einmal gerettet.


    "Ich könnte gut 100 Stück liefern, bei Bedarf kann ich die Produktion auch steigern, das ist kein Problem. Was den Preis angeht..."

    Zitat

    Original von Salvertorius
    Hä? Verstellst du die Zeit immer wenn du an einen COmputer gehst? Oder ist deine Uhr einfach gestört und verstellt sich von alleine? :P


    Ich fürchte, meine Uhren sind gestört (oder ich, da das an beinahe jedem Rechner auftaucht, den ich nutze.)
    Aber es gibt ja noch die guten alten Analoguhren :D

    -.^


    Ein Großbrand macht auch weniger Sinn, da wir ja eh keine Vigiles haben. Bei der Jagdstroy könnte sich einerseits der Regionarius mit seinen Stadtwachen einklingen, andererseits könnten die starken Männer der Provinz (na gut, vielleicht müssen wir da noch ein paar aus Italia importieren :P) eine Art 'Bürgerwehr' bilden und auf die Jagd gehen.


    Wenn der Brand keine öffentlichen Gebäude betreffen soll, dann wird er ja doch etwas kleiner bleiben und kann demnach auch nicht ganz so lange dauern. Daher hätte die Jagdgeschichte auch hier mehr potential: Das Tier bricht aus, das Tier taucht irgendwo auf, randaliert und verschwindet wieder, die Frage nach dem 'woher kommt das Tier' geht los, gleichzeitig beginn die Suche, ein bis zwei erfolglose Einfangversuche könnten folgen, am Ende vielleicht eine richtige Hetzjagd...

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    Original von Salvertorius
    ähm, man kann die doch mit der zeit von nem internetserver angleichen? bzw. ich kann das -.- dann geht sie wieder ;)


    Kann man, kann man, sogar ich. Man kann sie auch manuell jedes mal umstellen, wenn man sich an den Rechner setzt...


    ...aber ich hab es mittlerweile aufgegeben und gebe mich damit ab, dass an keinem Rechenr, an dem ich sitze, jemals eine korrekte Uhrzeit sein wird. ;)

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    Original von Lucius Annaeus Florus
    Also so schlimm kann das mit der Urzeit im Forum nicht gewesen sein, wenn keiner bemerkt hat, dass es geändert wurde ;)


    Also da meine Rechneruhr prinzipiell falsch geht (zur Zeit ist der 20.10., 17:48 Uhr) hätte ich noch nichteinmal gemerkt, dass die Serveruhr überhaupt falsch ging, wäre nicht dieser Thread aufgetaucht :D

    [Blockierte Grafik: http://img362.imageshack.us/img362/7076/scottys9og.jpg] Mancinus Scotus hatte ja nie viel zu tun in seiner Mansio. Die Bewohner von Corduba schickten selten Briefe ins übrige Imperium, meist schickten sie nur Post an die Provinzverwaltung nach Tarraco. Wenn dann einmal jemand kam, dann freute sich Scotus immer besonders, vor allem, wenn es so netter Damenbesuch war. :D


    Als die Frau das Officium verlassen hatte, legte er die Sesterzen in die Kasse und schloss diese ab, bevor er schnell sein Officium verließ. Der statistische Kunde für heute war ja nun schon da gewesen, daher konnte er es sich erlauben den Brief direkt zu den Tabellarii zu bringen und einen von ihnen nach Tarraco loszuschicken, von wo aus der Brief dann per Eilbote nach Italia gelangen würde.

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    Original von Helena Matinia
    Wenn Leute aus Germanien und Italien sich über Tratsch austauschen konnten, fand ich das schon doof. Wozu dann noch den CP?


    Ein sehr gutes Argument, welches ich 100% nachvollziehen kann.
    (Wahrscheinlich, weil es auf Dauer meinen Posten retten wird 8) )


    Demnächst beginnen wir dann mit der Werbekampagne: Ein Brief sagt mehr als tausend Worte - Cursus Publicus :D

    Lucilla nickt. "Ja, riesen Tiere. Der Händler, ich glaube er ist aus Lugdunensis, er ist zwei Mal im Monat auf dem Markt in Tarraco - also dieser Händler hat gesagt, sie futtern viel und wachsen schnell. Womit er auch recht hatte. Aber dass sie so legefreudig sind, hat er nicht erwähnt."


    Ein Seufzen entkommt ihr.

    "Eine gute Frage. Weißt du, ich brauche keine Werbung, damit irgendjemand von mir diese Eier kaufen will. Ich will sie auf einmal verkaufen, damit erübrigt sich weitere Werbung. Mein Betrieb ist nicht auf Gewinn ausgelegt, es ist ein Zulieferbetrieb für eine Taberna eines guten Bekannten."


    So gut kennt sie Florus zwar nicht, aber das muss Pollux ja nicht wissen.


    "Ich liefere die Hendln und damit läuft der Laden. Die Eier sind sozusagen ein Nebenprodukt und ich könnte daher auch günstig liefern. Hätte ich gewusst, welche Mengen diese gallischen Hühner legen, dann hätte ich doch besser die persischen Zwerghühner gekauft. Aber nun ist es eben zu spät, außerdem ist an den Gallischen natürlich mehr dran."

    Lucilla beißt ebenfalls ein Stück von ihrem Omlett ab. Etwas Süßes ist genau das, was ihr am heutigen Tag auch noch zum Glück gefehlt hatte.


    "Probleme? Tatsächlich? Was ist denn passiert?" fragt sie, als sie den Bissen heruntergeschluckt hat.


    "Ich kenne eigentlich nur ganz nette Patrizier. Nicht, dass ich sonderlich viele kennen würde. Aber wenn man sie mit dem Respekt behandelt, der meiner Ansicht nach allen Menschen gebührt, dann sind sie doch recht umgänglich. Solange sie sich wie Patrizier verhalten, könne sie ihren Stand haben."


    Ein Schmunzeln zieht über ihr Gesicht, als sie an ihr Zusammentreffen mit Claudius denkt.


    "Schlimm finde ich nur, wenn sie sich aufführen wie Bauerntölpel, aber dann auf ihre Herkunft bestehen."

    "Nun, wer reist nicht gerne durch das Imperium?" fragt Lucila lächelnd. "Tarraco ist eine wunderbare Stadt, aber das sind andere Städte auch."


    Der Händler ist so weit und reicht ihnen die Omletts. Lucilla gibt ihm ein paar Sesterzen und weist dann auf eine Bank am Rand des kleinen Platzes, wo sie sich setzen können.


    "Die Einwohner der Stadt bestehen darauf, nicht nur Römer, sondern gleichzeitig auch Iberer zu sein. Aber ich denke, dieses Phänomen ist in allen Provinzen gleich. Die Verwaltung ist manchmal ein wenig bürokratisch, doch es wird einem in jeder Hinsicht geholfen, wenn man sich Problemen gegenüber sieht. Ansonsten würde ich sagen, sind die Tarraconenser ein sehr umgängliches und gastfreundliches Volk."

    Zitat

    Original von Publius Decimus Lucidus
    Achja, und Soundtrack Of Our Lives. Die gibts zwar glaub ich noch nicht so lange, orientieren sich aber an den frühen Werken von Kula Shaker, Stones etc.


    Muahaha, und die kannte ich sogar endlich mal vor dir! :P :D 8)

    "Zweimal Omlett mit Mandeln und Honig, bitte." weist Lucilla den Händler an dem Stand an, der dies mit einem "Kommt sofort, die Damen" quittiert und sich gleich am Herdfeuer zu schaffen macht.


    Solange sie warten, dreht sich Lucilla wieder zu Livilla hin. "Ob Claudia sehr streng ist, das kann ich nicht beurteilen. Aber als Mensch ist sie eine sehr nette Person. Natürlich ist sie zuerst einmal ganz die Patrizierin, doch wenn man sie näher kennt, dann ist sie wirklich umgänglich. Als Vertreterin des Cultus Deorum gehört sie zu den Stammkunden im Postofficium und wir sind auch gemeinsam in der Societas Veneris."


    Sie schaut in den Stand hinein, wo der Händler noch mit der Zubereitung der Omletts beschäftigt ist und dann wieder zu Livilla.


    "Außerdem ist sie wirklich engagiert. Sie ist sozusagen in der ganzen Region der erste Ansprechpartner in allen religiösen Belangen."

    Sie erreichen die Stände. "Steht dir der Sinn eher nach etwas Süßem? Dort hinten gibt es ausgezeichnetes Omelett mit Mandeln und Honig. Oder wir setzen uns dort vor die Taberna fames parva, dort gibt es vorzügliche Weinbrötchen und Fleischrouladen."


    Während sie spricht, deutet Lucilla jeweils auf den Stand, beziehungsweise die Taberna, welche sie meint.


    "Ich kann verstehen, dass du nach deiner Ausbildung wieder zurück möchtest." Sie denkt einen Augenblick an Crassus, der so weit entfernt in Rom wartet. "Und Ostia ist ja auch keine schlechte Stadt. Ich muss gestehen, sehr lange war ich noch nie dort, meist nur bei der Ankunft in oder Abreise von Italia, aber das was ich bisher gesehen habe, war doch sehr nett. Und vor allem ist man ja doch sehr nahe an der ewigen Stadt, was ich als ganz besonderen Vorteil werte."

    Lucilla lacht verhalten. "Aber nein, da kann ich dich beruhigen, ich bin nicht hier, um ein Rezept zu ergattern. Auch wenn ich es begrüße, dass du ein paar aus deiner Sammlung in der Acta veröffentlichst. Ich werde unserer Küchensklavin dann ein Freiexemplar schenken."


    Sie blickt auf den kleinen Hund, der freudig um den Koch herumhüpft.


    "Der eigentliche Grund, warum ich komme ist der, dass ich eine Hühnerfarm habe. Und meine Hühner legen mehr Eier, als ich Hendln gebrauchen kann. Ich habe die Besuchszeiten der Hähne natürlich einschränken lassen, aber was soll ich mit den ganzen essbaren Eiern anfangen? Der Rest meiner Familie, der noch in Tarraco ist, könnte sich von dem Wochenertag bald einen Monat ernähren. Wobei ich dazusagen muss, dass momentan nicht wirklich viele Decima in Hispania sind. Auf jeden Fall bin ich auf den Gedanken gekommen, dass ihr ja einen großen Bedarf an Lebensmitteln habt. Eier machen groß und stark, das kann dir jede römische Großtante bestätigen, also wären sie doch das Ideale Nahrungsmittel für Gladiatoren."


    Lucilla schaut Pollux abwartend an und ist gespannt, wie er reagieren würde. Sich selbst hätte sie schon so gut wie überzeugt. ;)

    Als Lucilla ihr Officium betritt, erwartet sie bereits der übliche Papierkram. Sie erledigt schnell das Wichtigste und beginnt dann einen Brief nach Italia und einen nach Germania zu schreiben. In den nach Italia schreibt sie lieber nicht, dass sie Romanus vermissen, sondern nur die Frage, ob er gut angekommen ist. In den nach Germania schreibt sie gar nichts über Romanus.


    Sie legt ein paar Sesterzen in die Kasse und schickt dann nach Iulia Venusia, damit diese direkt losreist.

    "Man könnte schon sagen, dass ich seit langem in Tarraco lebe, wenn auch nicht durchgängig. Meine Familie stammt von hier und ich bin hier geboren. Erzogen wurde ich jedoch bei einer Großtante in Roma."


    Lucilla blickt Livilla fragend an. "Hast du schon etwas gegessen, seit du angekommen bist? Gleich dort vorne ist der Markt, wo es viele kleine Stände gibt." Sie weist die Straße entlang und setzt sich langsam in Bewegung.


    "Seit ich wieder hier in Hispania bin, war ich in der Curia von Tarraco tätig und bin mittlerweile Praefectus Vehiculorum von Hispania. Damit bin ich auch ganz zufrieden. Nebenbei sitze ich in der Provinzcurie und versuche mich in der Zucht von Hühnern auf unsrem Landgut, etwas außerhalb der Stadt. Wer bildet dich denn aus? Tiberia Claudia? Sie ist ja die letzte Bastion des Cultus Deorum hier in Hispania. Leider. Es ist noch gar nicht lange her, da haben wir einen wunderschönen Mercur-Tempel eingeweiht, doch bisher hat uns Rom keinen geigneten Priester geschickt. Nur ein paar Tempeldiener geistern dort herum."