ZitatOriginal von Tiberia Livia
We'll be back.
Sagt nicht, wir hätten euch nicht gewarnt. Harhar.
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ZitatOriginal von Tiberia Livia
We'll be back.
Sagt nicht, wir hätten euch nicht gewarnt. Harhar.
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ZitatOriginal von Gaius Didius Sevycius
"Du hast recht. Spartacus wird es machen, nicht wahr?"
Wohl eher nicht.
.
Etwas später ist es Lucila, die durch das Atrium geistert. Sie findet keinen Schlaf und ist auf der Suche nach frischen Trauben - die beste Nervennahrung, die es überhaupt gibt. Sie hat gerade eine Schüssel erspäht, als ihr das Kind an der Säule auffällt. Ihr Blick geht zwischen der Schüssel und dem Jungen hin und her und schließlich obsiegen die Trauben. Sie genehmigt sich eine Handvoll, als ihr Blick doch wieder zu ihrem Neffen gleitet.
Seufzend geht sie auf ihn zu und überlegt, ob sie ihn einfach zurück ins Bett tragen soll. Doch der 'kleine' Romanus ist mittlerweile ganz schön groß und schwer geworden und eigentlich hat sie momentan für soetwas auch gar keine Kraft übrig. Daher rüttelt sie ihn nur leicht an der Schulter und fragt in leisem Ton: "Romanus, was machst du hier um diese Zeit? Solltest du nicht im Bett liegen und im Reich der Träume wandeln?"
Niedergeschlagen und voll trübsinniger Stimmung flüchtet sich Lucilla nach der Bestattung ihres Cousins in ihr Cubiculum. Sie setzt sich auf ihr Bett, lehnt sich an die Wand an, zieht die Beine an und umfasst sie mit den Armen.
Wieder muss sie an vergangene Zeiten denken und wieder kann sie ihre Tränen nicht zurückhalten. Sie lässt ihre Stirn auf die Knie sinken und weint, bis ihr der Kopf dröhnt und keine Tränen mehr kommen. Erschöpft lässt sie sich auf die Seite fallen und vergräbt ihr Gesicht in ihrem Kopfkissen. Wenn sie nur einschlafen könnte, einschlafen und erst wieder aufwachen, wenn dieser Tag schon lange Zeit vorbei ist.
Mit tränengeröteten Augen blickt Lucilla zurück.
"Womit haben wir das nur verdient?" flüstert sie leise.
Sie fröstelt und zieht ihren Mantel enger um sich, doch gegen die Kälte in ihr kann sie nichts tun. Sie würde sich am liebsten verkriechen, irgendwohin flüchten, weit fort von diesem Ort, weit fort von diesem Tag. Ihr Blick bleibt am Familiengrab hängen, wo sie doch erst vor kurzem den alten Proximus beigesetzt hatten. Es bricht ihr das Herz, dass sie bei den nächsten Parentalia nicht nur mit der Generation über ihr, sondern auch noch mit ihrem Cousin würden speisen.
Lucilla streicht Alessa tröstend über den Kopf. "Ich weiß es nicht, Alessa, ich weiß es nicht. Das einzige, das ich weiß ist, dass es so ungerecht ist."
Einige Zeit stehen sie so schweigend, schluchzend, da.
"Lass uns zurück ins Atrium gehen. Sie werden schon warten." Es klingt mehr wie eine Aufforderung an sich selbst, als an Alessa. Denn Lucilla weiß genau, wenn sie den Raum nicht bald verlässt, würde sie es alleine nicht mehr schaffen.
Lucilla ist sich sicher, dass das nicht lange dauern würde.
"Vale, bis bald."
Nachdem Claudia das Officium verlassen hat, schickt Lucilla einen Scriba hinüber zur Mansio, der Iulia Venusia den Brief bringt.
Nun kann sie es doch nicht lassen. "Oh."
Betrübt blickt Lucilla über ihren Schreibtisch. "Das ist schlimm." Auch wenn sie sich selbst nicht vorstellen könnte, in den Dienst der Götter zu treten, so ist es doch eine seltsame Vorstellung, dass das Imperium und seine Götter irgendwann ohne Priester dastehen sollte. Andererseits, in Erinnerung an ihre Audienz beim Pontifex Maximus kann sie die nicht vorhandenen Interessierten schon verstehen...
"..." Gerade rechtzeitig kann sich Lucilla noch daran hindern, schon wieder 'Oh' zu sagen.
"Nunja, ich werde sehen, was sich ergibt." In Gedanken ist sie bei den Bemühungen um eine Societas Felicitas. Die Societas Veneris würde in ihrem Leben dadurch sowieso noch mehr in den Hintergrund rücken, als sie es eh schon ist. Andererseits ist noch immer fraglich, ob sich eine solche Societas überhaupt jemals gründen lassen würde.
"Es steht also nicht nur um den Cultus Deorum in Hispania so schlecht?"
"Oh. Nun ja. Ich denke mal die Sacerdos Didia Sinona wird sich schon noch melden. Hoffe ich."
Lucilla nimmt das Geld entgegen und legt es zur Seite. "Verpasst? Nein, ich denke nicht. Ich war auch einige Tage in Rom, doch bedeutende Ereignisse gab es wohl nicht."
Da fällt ihr noch etwas ein. "Ach so, sag mal, hast du schon etwas bezüglich der Societas Veneris gehört? Was genau... werden wir nun tun?"
Lucilla nimmt den Brief lächelnd entgegen. "Das macht dann wie üblich fünf Sesterzen."
"Ach, an Av... Senator Avarus. Das trifft sich gut, ich habe eben den Bericht für ihn fertig gemacht. Er bekommt seine Post momentan in die Casa Germanica nach Mogontiacum. Ich werde deinen Brief noch Iulia Venusia mitgeben, sie bricht noch heute im Laufe des Tages auf."
Wie wäre es, wenn du dir beim nächsten Reenactment-Event einfach mal von jemandem einen Helm ausleihst und dich ablichten lässt - das wäre dann der orginal Florus mit dem original Helm ![]()
"Nun, wenn du nur die Casa angibst, reicht es meist auch. Oder wo soll er hingehen?"
"Ah, gut. Normal oder Eilbrief? Die Option der Wertkarte steht im Übrigen auch Familien zur Verfügung, falls sich das für euch rentiert."
"Oh!"
"Das ist ja furchtbar."
Lucilla rutscht ein wenig unbehaglich auf ihrem Stuhl herum und traut sich gar nicht zu fragen, ob es nur in Hispania so ist, oder allgemein, und vor allem, warum.
"Aber was kann ich für dich tun? Wenn du dringende Post an den Cultus nach Rom hast dann... nun, ich würde den Transport als Spende auch selbst finanzieren."
Lucilla seufzt leise, lächelt jedoch schnell wieder. "So könnte man fast meinen. Ich hoffe, dieser Monat läuft etwas besser, als der letzte. Aber nun, da du wieder da bist und schon den Weg in mein Officium gefunden hast, scheint meine Hoffnung ja begründet."
Sie schiebt ein Papyrus an die Ecke ihres Tisches. "Im Übrigen wurde mal wieder eine Neuerung eingeführt, welche vielleicht für dich und den Cultus Deorum Hispania interessant ist. Es besteht nun die Möglichkeit für eine Institution eine sogenannte Wertkarte zu kaufen. Der Cultus Deorum könnte beispielsweise so eine Karte im Wert von 25, 50, 100, 250 oder sogar 500 Sesterzen erwerben, und auf diese könnten alle Mitglieder offiziell gesiegelte Briefe versenden."
Lucilla blickt die Sacerdos neugierig an. Sie ist die erste, welcher Lucilla von dieser wunderbaren Neuerung erzählt und sie ist gespannt, wie sie reagieren wird und ob diese Option wohl Anklang findet.
"Tiberia Claudia. Welch eine Freude." lächelt Lucilla und weist ihrer Besucherin einen Platz.
"Du glaubst gar nicht, wie du dem Cursus Publicus während deiner Zeit in Rom gefehlt hast."
Iulia Venusia hat gerade erst das Officium verlassen, da klopft es an der Türe.
"Ja, bitte!"