Beiträge von Decima Lucilla

    Is das ein Durcheinander... bevor das 'wo' geklärt wird, sollte man vielleicht mal die Frage nach dem 'wann' stellen. Wenn das ganze eher kurzfristig stattfinden, dann bräuchte man auf einige Mitglieder vielleicht überhaupt keine Rücksicht nehmen, weil sie von vorneherein sagen, dass sie dann sowieso nicht können.


    Ein anderer Punkt ist, wie kommen die Leute überhaupt da hin? Wenn über 80% mit der Bahn kommen wollen, dann wäre es sinnvoll das ganze direkt in einer Stadt zu machen und nicht unbedingt auf einem Zeltplatz, der 40 km von jeglichem Bahnhof entfernt ist. Wenn dagegen sowieso über 80% mit dem Auto fahren, dann ist es (fast) vollkommen egal, wie gut der Ort per Bahn zu erreichen ist.
    Und wie Avitus schon angedeutet hat, Fahrgemeinschaften gibt es ja auch noch, d.h. es müssen nicht unbedingt alle zwingend mit der Bahn kommen. Bei so vielen Leuten sollten sich doch einige finden, die aus der selben Ecke kommen.


    Weiter sollte mal entschieden werden, was das ganze überhaupt sein soll. Ein Wochenende lang lustiges Beisammensein (dafür bräuchte man ja dann auch Räumlichkeiten, wenn man nicht von einem Cafe ins Nächste ziehen will) oder soll noch irgendwas (römisches) angeschaut werden? Das verringert die Zahl der möglichen Gebiete ja auch schon weiter...

    Auch Lucilla war noch vor Meridius an die Bahre getreten ( :huh: ) , hatte ihrem Onkel unter Tränen einen Abschiedskuss auf die Wange gegeben und einen kleinen Beutel neben ihn gelegt.


    Nun steht sie neben Alessa, hat dieser die Arme um die Schultern gelegt und hält sie fest, während ihr selbst die Tränen über die Wangen laufen. Die Umherstehenden stimmen die Totenklage an, doch Lucilla selbst hat keinen Atem dafür.


    Es dauert einige Zeit, bis die Flammen das Holz und den Köper des Toten verschlungen haben. Die heiße Asche wird mit Wein und Wasser gelöscht und in einer gläsernen Urne gesammelt.


    Der Trauerzug setzt sich wieder in Bewegung zum Grabmal der Gens Decima, wo die Urne beigesetzt werden wird.

    Zitat

    Original von Eumenes
    Ein alter Sklave kam zur Pforte des neuen Postofficum und klopfte an.


    "Salve, ich möchte Briefe versenden."


    Als es klopft blickt Lucilla von Spartacus zur Tür und wieder zurück. "Einen Augenblick, ich nehme nur diese Briefe in Empfang, dann können wir weiter über die Optionen beim Briefversand sprechen.


    Sie zwinkert ihm zu und wendet sich dann an den anderen Besucher.


    "Salve, da bist du hier genau richtig. Die Preise kennst du bereits? Ein Normalbrief fünf Sesterzen, Eilbriefe zwanzig."

    Nachdem die Lobrede beendet ist, tritt der bestellte Priester an die Bahre heran und schneidet dem Toten einen Finger ab. Dieser wird vor dem Holzstoß in der Erde vergraben um den Platz der Verbrennung zu heiligen. Dann wird die Bahre auf das Holz gelegt und der Priester fordert die Familie auf Andenken und persönliche Dinge des Verstorbenen zu ihm zu legen.


    Lucilla beobachtet ihre Verwandten, dabei wie sie dies tun. Nicht genug, dass sie die letzte Person war, die dem lebenden Proximus beistand, nun müsste sie auch noch die letzte Person an seinem toten Körper sein.

    Lucilla seufzt und schaut ihn an, hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen.


    "Das mag für dich stimmen, Spartacus. Du bist ein Gladiator, warst vor nicht all zu langer Zeit noch ein Peregrinus. Du bist frei geboren." Sie blickt auf den Schreibtisch und analysiert das Muster im Holz, als sie weiterspricht. "Im Gegensatz zu mir. Ich bin schon mein Leben lang Teil einer Gens und dies ist nunmal etwas, das bindet. Ich kann nicht einfach alles vergessen und ignorieren, was mich mein Leben lang geprägt hat."


    Mit einem Lächeln schaut sie wieder auf. "Versteh mich nicht falsch. Auch ich fand es wunderschön und ich werde es niemals vergessen. Du warst immerhin der erste Mann, den ich so richtig geküsst habe. Aber dennoch darf es niemals jemand außer uns erfahren. Bitte, versprich mir das."

    Der Zug erreicht nach einiger Zeit den Verbrennungsplatz am Beginn der Gräberstraße von Tarraco. Die trauernde Menge versammelt sich um den bereits aufgeschichteten, mit Blumen bedecken Holzstoß. Die Träger stellen die Bahre mit Proximus ab.


    Die laudatio funebris folgte und nicht nur von den Mitgliedern der Familie Decima hörte man immer wieder Schluchzen und Schniefen.

    Lucilla holt tief Luft.


    "Wegen neulich, im Stadtpark. Das war..."
    ...wundervoll...
    "... nicht richtig von mir. Ich hätte es..."
    ...viel länger genießen sollen...
    "... nicht zulassen sollen. Wir wissen doch beide, dass..."
    ...wir das jederzeit wiederholen könnten...
    "... das keinen Sinn hat."


    Puh. Lucilla has das Gefühl, dass Spartacus einen dicken "LÜGE!"-Schriftzug auf ihrer Stirn lesen kann. Doch es hat keinen Zweck. Er ist ein Gladiator und wahrscheinlich hatte sie sich soeben sowieso vollkommen lächerlich gemacht, da er nie ernsthaftere Absichten verfolgt hatte. Ganz bestimmt.

    Ein Strahlen legt sich über Lucillas Gesicht. Sie hat doch gewusst, dass ihn das interessieren würde. ;)


    "Also du kannst fast alles als Frachtpost verschicken. Eben nicht alles, aber fast. Und das kostet 50 Sesterzen. Natürlich brauchen wir auch hierfür den genauen Empfänger. Und es sollte gut verpackt sein."


    Mist. Das ist schon alles, was es zu sagen gibt. Zum Geschäftlichen. Und nun zum schwierigen Teil.


    "Spartacus..."

    Zitat

    Original von Marcus Decimus Livianus
    Livianus deutete ihr leise zu reden.


    „Du bist nach Vater die erste, die davon weiß! Also pssst! Zuerst einmal verloben und dann werden wir weitersehen.“


    "Entschuldige." murmelt sie. "Aber ich freue mich so sehr für dich und..." sie blickt ihn mit einem traurigen Lächeln an, "... nach der letzten Woche ist eine gute Nachricht in diesen Mauern einfach etwas Freude wert."

    Ein breites Grinsen tritt auf Lucillas Gesicht, ein Lichtblick an diesem traurigen Tag.


    "Oh Livianus, das ist ja wunderbar! Wann? In Rom? Ich hoffe doch, ihr vergesst mich nicht bei den Einladungen. Ach, ich könnte schon vorher kommen und Aemilia bei den Vorbereitungen helfen. Nicht, dass sie die falschen Trauben kaufen lässt oder so was." :D

    "Oh." Das ist doch nicht möglich. Und es ist der erste Augenblick, indem Lucilla Hungi dafür verflucht, dass er so gut verständliche, einfache Regeln erlassen hat. Die sie auch noch selbst mit entworfen hat.


    "Ähm... " Schnell. Irgendetwas, dass er noch bleibt. "Es gibt auch noch die Möglichkeit, Frachtgut zu versenden. Vielleicht möchtest du deinem Cousin ja mal einen guten hispanischen Wein schicken." lächelt sie.

    Warum hat sie auch gefragt...


    "Ja, auch ganz gut." Es klingt nicht wirklich überzeugend. "Und wie geht es Aemilia?" fragt sie, um abzulenken. "Du musst ihr unbedingt ausrichten, dass die Gladiatorenschule ANTE DIEM IV NON SEP (2.9.) eröffnet. Vielleicht kann sie dann nach Tarraco kommen."



    Sim-Off:

    Da einige Decima wieder nach Rom müssen, geht es mit der Bestattung parallel hier weiter

    Nachdem sich die Agehörigen und trauernden Gäste in der Casa Decima gesammelt hatten, beginnt der Trauerzug von der Casa zur Gräberstraße. Auch vor der Casa schließen sich noch einige Menschen dem Zug an.


    An der Spitze gehen die bestellten Musiker und einige Klageweiber. Dann folgt die geschmückte Bahre mit Proximus' Leichnam, hinter welcher die Angehörigen der Gens Decima laufen. Dahinter die übrigen Gäste, doch diese nimmt Lucilla kaum noch wahr. Nun, da es keine Ablenkung mehr gibt, ist ihr Blick verschleiert von Tränen. Sie kann nicht an die Vergangenheit denken, nur an die Zukunft und die Gegenwart, die allzu deutlich über sie hereinbrechen. Und dort gibt es Onkel Proximus nicht mehr. Dort gibt es nur 'nie wieder' und 'nie mehr in diesem Leben'. Natürlich weiß Lucilla, dass er nicht einfach weg ist, dass es letztendlich ein Wiedersehen geben wird, doch all dies ist ihr im Augenblick kein Trost.


    Sie fasst die Hand Alessas, die neben ihr geht, denn sie weiß, wie diese sich nun fühlt.

    Da ist die ganze Casa voller Decima und doch steht Lucilla auf einmal allein zwischen Balbus und Agrippa.


    "Salve Prudentius." nickt sie Balbus zu. "Ich danke dir für dein Angebot." Sie macht sich eine geistige Notiz, dies bei einem Mittagessen in Anspruch zu nehmen.


    Dann wendet sie sich an Agrippa. "Salve Agrippa, schön, dass du kommen konntest."


    Und da sie wieder in der Rolle der Gastgeberin stand, an beide gewandt: "Möchtet ihr etwas trinken? Wasser, verdünnten Wein?" Sie will sie noch etwas im Atrium halten um Alessa die Zeit bei ihrem Vater zu geben, die sie braucht.

    "Gut." lächelt sie und schaut ihm in die Augen. 'Bei den Göttern!' fährt es ihr durch den Sinn. Sie sollte irgendwo anders hinschauen, aber das wäre schließlich ziemlich unhöflich. Also blickt sie ihn weiterhin an und hofft, dass die Röte nicht allzu offensichtlich in ihr Gesicht steigt.


    "Ich habe nun also den Brief von dir." beginnt sie und stockt. "Also, den Brief von dir an deinen Cousin. Du musst dich dann entscheiden, ob du ihn als Normalbrief oder als Eilbrief versenden willst. Normal kostet 5 Sesterzen und er geht raus, wenn die nächste Ladung nach Rom rausgeht. In der Regel ist das allerspätestens nach fünf Tagen der Fall. Ein Eilbrief kostet 20 Sesterzen, geht aber dafür auch noch am selben Tag auf die Reise."


    Sie blickt ihn weiterhin an. Genauer gesagt ist sie nun bei diesen unglaublichen Lippen angekommen. Sie denkt an den Kuss, kann seine Lippen förmlich auf ihren eigenen spüren.


    Sie räuspert sich. "Ja. So geht das. Ähm... hast du... noch Fragen?"

    Nachdem Lucilla ihre Cousine begrüßt und auch sie umarmt hat, wird es wieder leer im Atrium. Nur Livianus steht noch in einer Ecke, so, als wäre er noch gar nicht richtig da.


    Lucilla geht auf ihn zu. "Salve, Livianus. Wie geht es dir?"

    Lucilla nickt verständnisvoll. Auch sie verspürt wenig Appetit.


    "Er ist in seinem Cubiculum aufgebahrt. Gegen Mittag werden die anderen Gäste eintreffen und im Anschluß wird der Trauerzug von hier aus bis zur Gräberstraße ziehen. Dort ist dann die Verbrennung und Beisetzung ins Familiengrab."

    "Ihr kommt dafür in den Genuss von etwas Trinkbarem." lacht Lucilla. "Oder habt ihr gar keinen Durst nach dieser Reise?"


    Sie weist Nyla an, für alle frisches Wasser aus der Küche zu holen.


    "Und wenn ihr Hunger habt, dann lasst es Nyla wissen. Ich habe sie so verrückt gemacht, von den Vorräten kann sie wahrscheinlich Monate lang kochen."