Beiträge von Iulia Severa
-
-
Als Iulia das Balneum betrat schlug ich ihr gleich der gute Geruch des Badeswassers entgegen, kurz fuhr sie über ihre Lippen die immer noch salzig schmeckten und sie freute sich darauf diese Salzschicht bald loszuwerden. Sie löste den Gürtel ihrer Tunika und legte ihn auf das Tischchen neben der Wanne, nachdem sie die Fibel geöffnet und die Tunika übergestreift hatte, zog sie die Haarnadeln heraus, die den Knoten in ihrem Nacken zusammenhielten, so dass ihr ihr langes schwarzes Haar bis über die Schultern fiel. Gallus hatte sich wirklich Mühe gegeben und sogar Blütenblätter in die Wanne gegeben...Kurz beugte sie sich über die Wanne und tauchte ihre Hand in das Wasser, so angenahm warm wie sie es vermutet hatte. Nacheinander setzte sie bei Füße hinein und ließ dann auch den Rest darin versinken. Nicht nur dass das Wasser gut roch, durch die Stutenmilch erschien es auch weicher....
Nach einer Weile verließ sie das Bad mit einer frischen Tunika und gewaschenen Haaren.
-
Herrin....Es war immer noch ein komisches Gefühl in diesem Haus so genannt zu werden, wie lange es wohl dauern würde, bis es nicht mehr fremd klang?
Das Niobe ihre Sklavin sein sollte, auf diesen Gedanken wäre sie nie gekommen. Überrascht schaute Iulia zuerst Gallus und dann Niobe an. Sie hatte noch nie in ihrem Leben eine Gesellschafterin gehabt... Um einen gelasseneren Gesichtsausdrück bemüht, lächelte sie Niobe freundlich an.
"Gut, komm bitte morgen früh zu mir."
-
Nach den eingeschränkten Möglichkeiten auf dem Schiff, wäre nun ein Bad genau das richtige. Gallus machte zwar Anstalten mit der neuen Sklavin den Raum zu verlassen, aber bevor sie jemanden anderen herbeirufen musste, entschloss sie sich doch ihn darum zu bitten.
"Gallus könntest du mir wohl ein Bad einlassen?"
-
Ein wenig gedankenverloren schaute sie Valeria hinter her, sie musste zugeben, dass sie sich ebenfalls freute wieder hier in Tarraco zu sein.
Maximian schien offenbar ein wenig besorgt um sie, was dazu führte das sie ihn anlächelte."Danke aber es geht schon"
Dann warf sie einen entschuldigenden Blick zu Gallus, der eigentlich schon genug damit zu tun hatte den Sklaven Anweisungen bezüglich der Verteilung des Gepäcks zu geben , und nebenbei noch von Maximian und Romanus mit Fragen überhäuft wurde....
Wir hätten wirklich schon mal einen Boten vom Hafen vor schicken sollen....
-
Das Gepäck war inzwischen an Board gebracht worden und so betrat Iulia über die Planke ebenfalls das Schiff. Auch wenn die Jahreszeit für eine Seereise allgemein nicht mehr so günstig war, versprach das momentane gute Wetter eher das Gegenteil. Naja was die kommenden Tage in der Enge des Schiffes wohl bringen würden....
-
"Ich danke dir, dass wäre aber alles.
Sie erhob sich aus dem Stuhl und ging Richtung Tür.
"Ahja fast hätte ich es vergessen, ich soll dich auch noch von Maximian grüßen"
Dann verließ sie das Zimmer.
-
"Ja, auch wenn Rom wirklich schön ist und du ein guter Gastgeber, zieht es mich doch wieder nach Tarraco zurück. Maximian soll dort seine Ausbildung weiter fortführen und abschließen und ich will noch etwas Zeit mit ihm verbringen, bevor er dann vermutlich in die Legion eintritt..... Ganz so einsam wird es dort also nicht sein, auch wenn Meridius immer noch in Germanien ist."
Sie versuchte ein lächeln.
-
Iulia nahm dankend platz.
"Ich werde dich trotzdem nicht lange aufhalten. Ich wollte mit dir nur über meine Abreise nach Tarraco sprechen und fragen, ob ich vielleicht noch etwas bestimmtes mitnehmen oder ausrichten soll."
-
Sie griff nach der Türklinke und öffnete die Tür.
"Salve Livianus, entschuldige, dass ich dich noch so spät aufsuche, ich hoffe ich störe nicht..."
-
In Gedanken war Iulia immer noch bei dem Gespräch mit Maximian. Er hatte erzählt das Valerias Mutter zum Schluß wohl nur noch eine Belastung für sie gewesen wäre, sie hoffte, dass sie nie so eine Belastung sein würde.
Als sie mit der Nase schon fast gegen Livianus Zimmertür stieß merkte sie, dass es wohl Zeit war anzuklopfen.*Klopf,Klopf*
-
Kurz dachte sie über seine Bemerkung nach, dass es Valeria so ähnlich wie ihm ergangen war.Vielleicht war dieses gemeinsame Schicksal mit ein Grund gewesen, der sie zusammengeführt hatte.
Nun sie wollte ihn nicht über Valeria ausfragen und so ging sie auf seinen Themenwechsel ein."Er hat nicht geschrieben wann er wieder zurück kommen wird, dass weiß er vermutlich selbst noch nicht. Wie gesagt das einzige was ich weiß ist, dass er versucht an dem Tag an dem du zum Manne wirst anwesend zu sein."
Sie schaute ihn entschuldigend an, über die Adoption wollte sie erst später mit ihm reden und so überging sie seine erste Frage einfach.
"Hmm aber ich denke ich sollte jetzt noch mit Livianus über unsere Abreise reden, solange ist es bis dahin ja nicht mehr.... sagte sie halb zu sich selbst halb zu Maximian. "Ich werd dir deswegen aber noch bescheid geben und ich bin wirklich froh das du mit nach Tarraco kommen willst."
Lächelnd zog sie ihn kurz an sich und nahm dann ihre Hand von seiner Schulter.
-
Als er das mit dem Umziehen sagte, musste sie herzhaft lachen."Oh da musst du dir keine Sorgen machen Sie tat so als würde sie ihn mustern. "Das kannst du wie es scheint ganz gut selbst und ich werde dich auch nicht füttern " ihr Blick wurde nun etwas ernster auch wenn das lächeln nicht völlig verschwand "aber ich werde wohl versuchen dich von möglichen Dummheiten abzuhalten."
Als er von Valeria sprach, wich Maximian da nicht kurz ihrem Blick aus. Sie war sich immer noch nicht sicher, ob da nicht noch etwas war oder ob es ihm nach ihrem letzten Gespräch einfach nur unangenehm war über sie zu sprechen. Naja sie würde dem ein anderes mal nachgehen, im Besein von Romanus wollte sie nicht darüber sprechen und wenn er erst gerade seine Schwester kennenlernte... sie wollte ihm diesen Augenblick nicht kaputt machen. Außerdem wenn Valeria vor kurzem ihre Mutter verloren hatte...Iulia merkte das sie im Grunde nichts über sie wusste.
"Es tut mir leid für sie." Iulia blickte kurz auf den Boden und versuchte eigene hochkommende Gefühle und Erinnerungen zurückzudrängen ich kann mir vorstellen wie sie sich fühlt..."
Fast hätte sie hinzugefügt, dass Maximian sich ein wenig um sie kümmern sollte, aber das wäre in Anbetracht der Situation nicht gut gewesen, wenn würde er sich ihrer sowieso eher zu sehr als zu wenig annehmen.
"Wenn sie und Romanus sich gerade erst kennenlernen, dann haben sie aber wohl nicht die gleiche Mutter, oder?
-
Sie konnte sich nur mühsam ein schmunzeln verkneifen, als sie hörte, dass er versuchte mit tieferer Stimme zu sprechen um erwachsener zu wirken.
"Ich glaube du hast schon vergessen wie ich früher mit dir gesprochen habe, als du noch klein warst." sagte sie mit einem grinsen, dass langsam zu einem lächeln wurde. Es freut mich das du mit nach Tarraco kommen willst und wenn ich wirklich gelegentlich mit dir wie mit einem kleinen Jungen reden sollte dann ist das keine böse Absicht, ich falle nur manchmal in alte Gewohnheiten zurück..." Sie wusste natürlich das Maximian kein kleiner Junge mehr war , auch seine Sorgen und Probleme waren längst nicht mehr die eines kleinen Jungen, die Zeiten in denen er einfach nur ein aufgeschlagenes Knie oder Streit mit seinen Freunden hatte und es oft schon gereicht hatte, wenn sie ihn einfach nur tröstete waren vorbei. Ein wenig Wehmut ergriff sie. ...du warst ja auch jahrelang ein kleiner Junge. Aber das werde ich mir auch noch abgewöhnen, schließlich ist mir bewusst, dass du inzwischen erwachsen geworden bist... ."
Dann schaute sie über Maximians Schulter, ungefähr in die Richtung in der sich Valeria befinden musste, auch wenn ihr Sohn ihr die direkte Sicht versperrte.
"Sie macht einen netten Eindruck, allerdings scheinen ich oder mein Erscheinen sie etwas eingeschüchtert zu haben."
-
Trotzdem konnte Iulia heraushören, dass Maximian dann entäuscht sein würde und hoffte inständig, dass es Meridius gelingen würde an dem Tag anwesend zu sein.
Er hat von den schlimmen Verlusten in Germanien berichtet und dass ihm jeden Tag mehr bewusst wird, dass Proximus als Held gestorben ist."
Sie machte eine Pause beim sprechen.
Dann schrieb er noch, dass du deiner Familie keine Schande bereiten und dich deiner Verantwortung und deinen Aufgaben stellen sollst,darum möchte ich dich auch darum bitten mit mir, wenn ich in ein paar Tagen nach Tarraco aufbreche zurückzureisen.Dein Hauslehrer ist dort und du musst noch einiges lernen."
Die strengeren Züge die ihr Gesicht bei diesen Worten angenommen hatte, verschwanden nun und sie schaute ihn liebevoll an.
"Außerdem hätte ich dich gern in meiner Nähe und nicht weitentfernt in Rom."
Der Gedanke an den Tag an dem er volljährig werden würde, tauchte wieder in ihrem Kopf auf, dann würde es wohl nicht mehr lange dauern bis er sich bei den Legionen melden würde. Ein klammes Gefühl machte sich in ihr breit. Darum wollte sie jetzt noch möglichst viel Zeit mit Maximian verbringen.
-
"Nein, nein mach dir keine Sorgen, es geht ihm gut zumindest zu dem Zeitpunkt als er den Brief schrieb und glaub mir wenn ihm etwas zugestoßen wäre, dann wäre ich in einer ganz anderen Verfassung als jetzt."
Sie legte ihm die Hand auf die Schulter. Sollte sie ihn erneut auf Valeria ansprechen? Sie entschied sich erstmal dafür über etwas anderes zu reden und sich mit der Frage später noch einmal zu beschäftigen.
Der Grund aus dem ich dich sprechen wollte hätte ruhig noch etwas warten können, aber ich dachte du wärest allein und es würde dich interessieren, dass dein Vater geschrieben hat. Er will übrigens versuchen an dem Tag an dem du die Toga eines Mannes erhälst anwesend zu sein, natürlich gibt es dort viele Dinge auf die er keinen Einfluß hat....
Sie machte eine Pause um Maximian die Chance zu geben auch etwas zu sagen.
-
Sie drückte Maximian an sich, bald würde er die Toga eines Mannes tragen, vermutlich würden solche Momente dann seltener werden. Die Verunsicherung ihres Sohnes und das Abrücken Valerias war ihr jedoch nicht entgangen, entweder stimmte ihre anfängliche Befürchtung oder beide waren einfach nur nervöus, weil sie genau wussten, dass sie Kenntnis von ihrer Liebe hatte und nur keinen falschen Eindruck aufkommen lassen wollten. Auf jeden Fall machte ihnen etwas zu schaffen....
...Iulia Severahalf sie Romanus weiter, der ihr die Hand gab."Schön dich kennen zulernen" Sie lächelte "Und dich natürlich auch Valeria, Maximian hat schon von dir erzählt."
Diese Bemerkung hatte sich jetzt nun doch nicht verkneifen können, auch wenn es nicht gerade zu einer Entspannung der Situation beitragen würde, wie sie sich selbst scholt, naja vielleicht war das auch gar nicht so schlecht...dennoch fügte sie rasch hinzu.
"Dein Vater hat mir geschrieben und ich wollte mit dir reden, Maximian."
Zu Romanus und Valeria gewandt.
Ich soll euch übrigens auch von Meridius grüßen.
-
Auf der Suche nach ihrem Sohn war Iulia Ihn hier zusammen mit Valeria im Garten zu finden, ließ gleich ein paar ungute Befürchtungen in ihr aufsteigen. Warum hatte Maximian nicht eine Liebe finden können, die unter einem glücklicheren Stern stand als die zu seiner Cousine. Aber was möglicher Weise vor ihrem Erscheinen passiert war konnte sie nicht wissen und es hätte sowieso keinen Sinn gemacht ihn jetzt darauf anzusprechen. Außerdem stand ein kleiner Junge bei ihnen, den sie erst jetzt wirklich wahrnahm, die beiden waren also nicht allein gewesen... So schob sie die Gedanken beiseite und versuchte sich einfach nur darüber zu freuen Maximian wieder zu sehen. Der im ersten Moment etwas kritische Gesichtsausdruck machte, einem strahlenden lächeln platz.
"Maximian,schön dich zu sehen, ich hatte dich in letzter Zeit schon vermisst."
Sie ging weiter auf ihren Sohn zu und begrüßte dabei die anderen zwei.
-
Eigentlich war Iulia nur in die Küche unterwegs, um sich etwas zu Essen zu holen, als ihr ein Sklave einen Brief in die Hand drückte, er war von Meridius. Schon auf der Hälfte des Weges zu ihrem Zimmer öffnete sie den Brief und betrachtete eingehend die Handschrift. Seine Handschrift wiederzusehen, zu wissen, dass er den Brief ebenfalls in Händen gehalten hatte, erst dann fing sie an zu lesen, wobei sie sich in den nächstbesten Korbsessel fallen ließ.
Sie las den Brief noch ein paar Mal, einige Stellen noch häufiger, dann blieb sie eine Weile in Gedanken versunken in dem Sessel sitzen, den Brief immer noch in der Hand.Maximus vermisste sie also, bei dem Gedanken musste sie lächeln und versuchte beiseite zu drängen, dass ungewiss war wann sie ihn wiedersehen würde...
Um ihn heiraten zu können musste sie also von einer anderen Familie adoptiert werden, nun der Gedanke war ungewohnt, aber eine eigene Familie, die ein Hinderungsgrund hätte sein können, hatte sie in dem Sinne sowieso nicht mehr, ihre Eltern waren tot und zu ihrem Vater hatte sie in den letzten Jahren seines Lebens sowieso nicht mehr das beste Verhältnis gehabt....Heute Abend würde sie Meridius schreiben. -
Sie musste grinsen.
"Stimmt und mein Leben ist auch so schon skandalös genug."
Sie verließen das Zimmer.