Auch Hungi war eingeladen und es wäre unverzeihlich gewesen, wenn er, der Patron des Neo-Senators, nicht zur Feier seines Klienten gekommen wäre, ja eigentlich schon undenkbar. Ganz gewöhnt hatte sich Hungi immer noch nicht an seine zahlreichen gesellschaftlichen Verpflichtungen, aber schön langsam stellte sich dieser Effekt ein. Wie generell in letzter Zeit war er alleine gekommen, bei seiner Frau war die Schwangerschaft mittlerweile schon fortgeschritten und die Mühen des besonderen Umstandes zeigten schon ihre Wirkung. Es störte ihn nicht, ihm war eine abwesende Frau lieber als eine, die dann nach Hause wollte, wenn es gerade am schönsten war.
Selbstverständlich kam auch er in einer Sänfte, ohne Frage. Zu Fuß gehen wollte er wirklich nicht, dazu war das Tragen der Toga nicht bequem genug und an Reiten konnte man mit dieser umständlichen Kleidung ohnehin nicht denken, mal abgesehen von dem Pferdegeruch, der dann an einem lastete. Als seine Sänfte vor der Villa ankam, bemerkte er, daß er nicht der erste war, der hier ankam, zuviele standen schon dort. Schmunzelnd dachte er daran, daß der Platz für die Sänften bald kaum mehr vorhanden war und wenn noch mehrere kommen wollten, so müßten die Nachzügler auf der Straße parken.
Doch das sollte nicht sein Problem sein, also ließ er sich anmelden und nach seinem Einlass wies man ihm den Weg ins Triclinium, wo die Feier stattfinden sollte.