Beiträge von Marcus Vinicius Hungaricus

    Die Medici nicht. antwortete Hungi wahrheitsgemäß, denn den Zeitpunkt der Geburt hatte er ja von seiner Frau erfahren. Livia meint, daß es wohl im Juli soweit sein soll. Vielleicht auch ein wenig früher, da sie einige Wochen ihre Schwangerschaft nicht bemerkt hat. Aber sonst dürfte eigentlich alles passen. Zumindest hatte ihm keiner etwas anderes gesagt. Sieht man von der Hoffnung eines gesunden Erben ab, interessierte ihn auch die Schwangerschaft kaum, sowas war immerhin Frauensache. Er, Hungi, hatte hingegen nur angeordnet, daß es seiner Frau an nichts mangeln sollte.


    Auf alle Fälle weiß ich nichts Gegenteiliges. ergänzte er noch seinen letzten Satz.

    Unter den konservativen Politikern des Imperiums war der heutige Tag ein besonderer. Warum? Sie hatten schon erfreut festgestellt, daß keine Frau in den Hallen des Senates zu finden war, da die einzige Frau, nämlich die, die mit dem Princeps verheiratet war, schon seit einigen Monaten zu keiner Sitzung mehr gekommen war, und daher dachten sie, daß der Senat nun endlich zu einer reinen Männer-Domäne wurde. Daher erschraken sie, als eine Frau im Gefolge des Princeps Senatus zu sehen war. Nein, keine Mätresse oder dergleichen, aber ihre Anwesenheit warf schon etwas Verwunderung auf. Absolut im klaren über diese Tatsache stellte Hungi sich auf seinen Platz, wartete ein wenig (einige Senatoren brauchten immer etwas länger um zu ihren Platz zu kommen als andere) und erhob dann seine Stimme.


    Senatoren! Euch ist es schon aufgefallen, daß meine Frau, Tiberia Livia, uns schon länger nicht mehr mit ihrer Anwesenheit beehrt hat. Der Grund ist wohl bekannt, dennoch erwähne ich ihn gerne: Sie ist guter Hoffnung.


    Deswegen alleine spreche ich heute nicht vor, es geht um etwas anderes, nämlich die Führung der Acta Diurna, die bis zum jetzigen Zeitpunkt meine Frau innehatte. Sicherlich versteht jeder von uns hier, daß eine Frau in ihrem Zustand sich schonen muß und daher eine Tätigkeit wie die angesprochene nur schwer oder gar nicht nachkommen kann. Daher spreche ich mich dafür aus, die Leitung der Acta Diurna, wenn auch nur vorübergehend, in andere Hände legen zu wollen. Ich habe mich in den letzten Tagen mit der Auctrix PPA, Decima Lucilla, die ich euch hiermit vorstellen möchte... Er wies auf die Dame bei sich, ... eingehend beraten. Ich bin der Ansicht, daß sie ohne jeden Zweifel fähig ist, die Staatszeitung kompetent und engagiert führen zu können.


    Selbstverständlich bin ich mir dessen bewußt, daß so eine Entscheidung nicht von mir alleine getroffen werden kann, deswegen möchte ich diese Frage zur Debatte stellen und nicht zuletzt auch die Auctrix PPA Decima Lucilla dem Senat vorstellen, damit die Herren Senatoren sich ein Bild von der Situation machen können.


    Hungi wandte sich nun zu Lucilla, die knapp bei ihm stand und zwinkerte ihr aufmunternd zu. Und wenn sie Lippen lesen konnte, würde sie noch ein "Du machst das schon." von ihm lesen.

    Na, wozu haben wir denn einen Scriba... murmelte Hungi etwas undeutlich und sehr in Richtung des Senatsschreibers, der sich gleich in Bewegung setzte, einem Senator das Schriftstück nach einem "Bitte" aus der Hand nahm und dieses laut und deutlich vorlas.


    "Kommentar zu § 3 Absatz 5 Lex Mercatus
    verfasst von T. Caecilius Metellus


    Ante diem XVIII KAL FEB DCCCLVII A.U.C. (15.1.2007/104 n.Chr.) begab es sich, dass der Volkstribun Appius Terentius Cyprianus eine Änderung des Lex Mercatus dahingehend anstrebte, dass es Angehörigen des Ordo Patricius und Ordo Senatorius lediglich gestattet sein sollte, mit der Landwirtschaft in Verbindung stehendem Gewerbe nachzugehen.
    Während unser geliebter Imperator Caesar Augustus Lucius Ulpius Iulianus den hinter diesem Entwurf zu vermutenden Grundgedanken, durch dieses Gesetz die Rückbesinnung der ehrenhaftesten Römer auf die Tugenden und Ideale der Vorväter zu forcieren begrüßte, entbrannte ob dieses Entwurfes in den geheiligten Hallen des Senats eine heftige Debatte, in deren Verlauf der Entwurf des Volkstribuns herbe Kritik aus den Mündern der ehrenhaften Patres Conscripti Roms ernten musste.
    Schlussendlich brachte der Tribun des Volkes einen überarbeiteten Entwurf seiner Gesetzesänderung in die Debatte ein, und der ehrenwerte Konsul dieser vergangenen Tage Marcus Vinicius Lucianus ließ über ihn Abstimmen: Die Erweiterung des Lex Mercatus um den Absatz 5 des § 3 wurde ante diem IV KAL FEB DCCCLVII A.U.C. (29.1.2007/104 n.Chr.) mit einer knappen Mehrheit beschlossen.
    Dieser Kommentar soll sich nun näher mit diesem neu zum § 3 Lex Mercatus hinzugekommenem Absatz 5 beschäftigen und den Aedilen und Praetoren eine Hilfestellung bieten um Urteile im Sinne dieses Gesetzes zu fällen.



    Der Volkstribun Appius Terentius Cyprianus brachte den Vorschlag zur Erweiterung des Lex Mercatus § 3 um den Absatz 5 in den Senat ein, seiner Meinung nach sollten sich die Senatoren wieder mehr auf die römischen Traditionen der Landwirtschaft besinnen und ihrer Rolle als Vorbilder für alle Römer gerechter werden. Weiter war er der Meinung, dass Senatoren aufgrund ihres Landbesitzes einen zu großen Einfluss auf die Wirtschaft hätten und das Volk benachteiligen könnten.
    Als Intention für die Gesetzesänderung des Volkstribuns lässt sich also festhalten dass die römischen Traditionen gestärkt werden, die wirtschaftliche Kraft der Senatoren beschnitten und die des einfachen Volkes gestärkt werden sollten.


    Die Meinungen der Senatoren zu dieser Gesetzesänderung waren geteilt, doch bildete sich letztlich unter den Befürwortern eine Linie heraus: Die Einhaltung der Traditionen sollte durch das Gesetz kontrollierbarer gemacht werden. Die Landwirtschaft als ureigene Tätigkeit der Römer sollte gesetzlich bekräftigt werden.



    Da zum Zeitpunkt der Niederschrift dieses Kommentars keine gerichtlichen Entscheidungen zu dem behandelten Absatz des Lex Mercatus existieren, wird dieser Kommentar ohne Bezug auf praktische Urteile und Erfahrungen mit § 3 Absatz 5 Lex Mercatus auskommen.


    Der in diesem Kommentar zu betrachtende Teil des Lex Mercatus lautet wie folgt:


    "§ 3
    (5) Senatoren, Mitgliedern des Ordo Senatorius und Patriziern ist es verboten, andere Betriebe zu besitzen als solche, welche der Produktion landwirtschaftlicher Güter und deren Weiterverarbeitung dienen."


    Während der erste Teil des Satzes eindeutig bestimmt, auf welchen Teil der römischen Bürgerschaft dieses Gesetz anzuwenden ist, nämlich auf Senatoren, Angehörige des Ordo Senatorius sowie des Ordo Patricius, so verdienen die anderen Teile eine sorgfältige Betrachtung: Welche Betriebe gelten als solche für die Produktion landwirtschaftlicher Güter und ihrer Weiterverarbeitung verantwortliche? Wie ist "Weiterverarbeitung" zu verstehen, und wie weit ist diese zu fassen?


    Eine Definition von Landwirtschaft kann so aussehen:
    "Landwirtschaft ist die zielgerichtete Erzeugung von pflanzlichen oder tierischen Produkten auf einer bewirtschafteten Fläche."


    Daraus folgt, dass landwirtschaftliche Güter solche sind, die pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sind. Als Beispiele seien hier Getreide, Weintrauben und Obst genannt. All diese genannten Güter sind pflanzlichen Ursprungs und können auf kultivierten Flächen von Menschenhand herangezüchtet sowie geerntet werden. Ebenso verhält es sich mit Schafen: Sie können herangezüchtet und von Menschen gehütet werden.
    Als Gegenbeispiel seien hier Gold und Ton angeführt: Beide Güter werden aus dem Schoß der Erde gewonnen, sind somit weder pflanzlichen noch tierischen, sondern irdenen Ursprungs und also nicht als landwirtschaftliche Güter zu betrachten, auch wenn man sie mit einigem poetischem Sinn als "Früchte der Erde" bezeichnen mag.


    Es lässt sich festhalten: Angehörigen des Ordo Patricius und Senatorius ist es nach § 3 Absatz 5 Lex Mercatus gestattet, Getreide oder Obst produzierende bzw. analog geartete Betriebe zu besitzen. Ihnen ist es nicht gestattet, Eisenminen oder Tongruben bzw. analog geartete Betriebe zu besitzen.


    Folgen wir nun dem Gesetzestext weiter, kommen wir zu folgendem Wortlaut: "...und deren Weiterverarbeitung dienen".
    Was versteht man unter Weiterverarbeitung? Stoffe können weiterverarbeitet werden um einen anderen, meist höherwertigen Stoff zu erhalten.


    Definieren wir Weiterverarbeitung also folgendermaßen:
    "Unter (Weiter)Verarbeitung versteht man den Prozess in dem aus einem Rohmaterial ein Produkt geschaffen wird. Das Rohmaterial eines Verarbeitungsprozesses kann dabei selbst das Produkt einer vorhergegangenen Verarbeitung sein."


    Betriebe, deren Produkte aus landwirtschaftlichen Gütern bzw. Rohmaterialien geschaffen werden, dürfen sich also ebenfalls im Besitz der Angehörigen des Ordo Patricius oder Senatorius befinden. Doch nach welchen Kriterien sollen diese Betriebe ermittelt werden? Und wie weit ist diese Verarbeitung in Zusammenhang mit Absatz 5 § 3 Lex Mercatus zu fassen?


    Landwirtschaftliche Güter sind nur solange als solche anzusehen wie sie von Menschenhand unbehandelt bleiben und ihre natürliche Form bewahren. Werden sie von Menschen verarbeitet, verlieren sie ihre Natürlichkeit und werden zu künstlichen Gütern.
    Die Verarbeitung ist im Zusammenhang mit § 3 Abs. 5 Lex Mercatus also nur bis zur ersten Verarbeitungsstufe zu fassen. Die Weiterverarbeitung eines weiterverarbeiteten landwirtschaftlichen Produkts ist nicht mehr als Weiterverarbeitung eines landwirtschaftlichen, sondern eines künstlichen Produkts anzusehen.


    Als Beispiel werde hier die Schafzucht sowie der Schneider betrachtet.
    In der Schafzucht werden Schafe gezüchtet um Wolle sowie Milch zu erhalten, eine Schafzucht ist somit ein landwirtschaftlicher Betrieb. Der Schneider nutzt Tuche um Kleidung herzustellen. Diese Tuche werden durch das Spinnen aus Wolle gewonnen, es werden also in der Spinnerei natürliche landwirtschaftliche Güter weiterverarbeitet. Durch das Spinnen verliert die Wolle allerdings ihren natürlichen Charakter, da sie von Menschenhand bearbeitet wird. Der Schneider, der die verarbeitete Wolle für seine Kleidung nutzt, verarbeitet also keine landwirtschaftlichen sondern künstliche Produkte und ist somit weder ein landwirtschaftlicher noch ein landwirtschaftliche Güter verarbeitender Betrieb.


    Bleiben wir bei obigem Beispiel und wenden wir Lex Mercatus § 3 Absatz 5 an: Der Patrizier/Senator darf eine Schafzucht besitzen, denn diese ist ein landwirtschaftlicher Betrieb. Der Patrizier/Senator darf ferner eine Spinnerei besitzen um das Produkt der Schafzucht, die Wolle, zu Garn zu verarbeiten. Es ist ihm jedoch nicht gestattet, eine Schneiderei zu besitzen, da diese nicht das landwirtschaftliche Gut Wolle, sondern das künstliche Gut Garn verarbeitet.


    Anhand dieses Beispiels wird deutlich, wie die praktische Auslegung des § 3 Absatz 5 Lex Mercatus, vor allem in Hinblick auf die mit diesem Gesetz verfolgte Intention des Gesetzgebers aussehen könnte. Es bleibt nun abzuwarten, wie die Erfahrungen mit diesem Gesetz in der Praxis aussehen werden. Möglicherweise wird es notwendig werden, den Absatz 5 um einige eindeutigere Formulierungen zu ergänzen, damit vorhandener Interpretationsspielraum eingeengt und der Sinn des Gesetzes eindeutiger umgesetzt werden kann. Zunächst aber sollte dieser Kommentar hoffentlich die meisten Unsicherheiten und Fragen beseitigt haben."


    Als der Scriba geendigt hatte, trat er dezent in den Hintergrund zurück.

    Hungi überlegte und wog seinen Kopf, anscheinend war er sich nicht ganz sicher, entschied sich dann aber doch.


    Nein, ich denke, du wirst noch Zeit benötigen, um dich gut vorbereiten zu können. Ich glaube, wir werden es bei der nächsten Sitzung machen, am besten ANTE DIEM XII KAL MAI DCCCLVII A.U.C. (20.4.2007/104 n.Chr.)

    Hungi schmunzelte geheimnisvoll, als sein Klient so freudig beteuerte, ihm eines Tages einen Gefallen erweisen zu wollen.

    Dann werde ich bei Gelegenheit auf dich zurück kommen.

    Livia? Gute Frage, er selbst bekam sie auch nur noch äußerst selten zu Gesicht. Oft war er außer Haus und wenn er zuhause war, dann hatte er oft zu tun. Aber anscheinend ging es ihr gut, sonst hätte Ursus schon längst etwas anderes berichtet.


    Danke der Nachfrage, soweit ich weiß geht es ihr ausgezeichnet. Aufgrund ihrer Schwangerschaft hat sie sich etwas aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen.

    Zitat

    Original von Quintus Didius Albinus
    "Nun ich hoffe es wird dann alles zu eurer Zufriedenheit ablaufen. Wenn ihr wollt, zeigt man euch dann die Gästeunterkünfte"


    Ich danke dir. Ich werde mich beizeiten melden. verabschiedete Hungi den Didier freundlich. Er hatte allerdings derzeit keine Lust, sich um seine Unterbringung zu kümmern, denn: wozu hat man Sklaven? Die wissen im allgemeinen, was ihr Herr so benötigte und geringe Komfortabzüge würde er heute Nacht schon aushalten.

    Schweigend ging Hungi die ersten Namen in seinem Bekanntenkreis durch. Der ein oder andere hatte sicher Verwendung für jemandem, der den Schreibkram für ihn erledigte, dummerweise fiel ihm gerade keiner ein und er selbst brauchte auch keinen. Zögerlich schüttelte er schließlich den Kopf.

    Ich fürchte, im Moment kann ich dir da nicht weiterhelfen. Doch sollte mir etwas zu Ohren kommen, werde ich dich empfehlen.

    Ein paar Tage nach der Anfrage des Avarus, der Senat möge eine Beischrift zu einer umstrittenen Lex erstellen, ließ Hungi einen Punkt auf die Tagesliste setzen, der sich "Kommentar zur Lex Mercatus" nannte. Im Schlepptau hatte er seinen jungen Klienten Caecilius, der heute sein Schriftstück dem Senat präsentieren sollte.


    Senatoren! Vor einigen Tagen habe ich dem Senat erklärt, daß mein Klient hier, Caecilius Metellus, an einem Kommentar zur Lex Mercatus arbeitet. Er hat ihn nun vollendet. An sich würde es vollends genügen, wenn man einen Kommentar publiziert und ihn bestimmten Stellen zugänglich macht, doch in Anbetracht der Situation hielt ich es für das beste, daß Caecilius sein Schriftstück dem Senat vorstelle.


    Bitte, Caecilius.

    Zitat

    Original von Spurius Purgitius Macer
    "Ja, sehen, gesehen werden und vielleicht ein paar alte Kontakte pflegen. Mit den Planungen für das Amphitheater wurde schließlich schon begonnen, als ich hier noch Kommandeur war. Da muss ich mich doch vom Ergebnis überzeugen. Und so eine Freiluftveranstaltung ist tatsächlich etwas anderes als ein übliches Gelage."
    "Sicher, aber auf was wetten wir? Die Länge der nächsten Rede? Auf der kleinen Programmtafel hier habe ich keine Paarungen der Gladiatoren gesehen."


    In der Tat, Freiluft ist immer etwas schönes, erst recht bei so einem herrlichen Wetter. Er ließ sich etwas vom Veranstalter spendierten verwässerten Wein reichen und kostete davon. Mhm, war in Ordnung, aber selbst wenn ihn die Qualität des Weines anwiderte, was auch passieren konnte, so hatte er immer eine kleine Notration für sich in der Hinterhand, besser gesagt, strategisch äußerst gut bei seinem Sklaven plaziert.


    Ah, noch keine Paarungen? Wie nachlässig. Hungi selber hatte noch keinen Blick auf die Programmtafel verschwendet, er wußte in etwa, was kommen sollte, er ließ sich überraschen. Wie wäre es mit dem Theaterstück? Auf die Güte setzen zu wollen wäre etwas unhöflich. Aber ich sage mal, daß etwas klassisches auf dem Programm steht, irgendwas von den Griechen, nichts neumodisches.

    Ein neuer Tag, eine neue Gelegenheit, einen Klienten zu einem wichtigen Amt zu verhelfen. Also stand er auf und wartete, bis Ruhe eingekehrt war und alle ihm ihr Gehör schenkten.


    Senatoren! Das Collegium Augurum hat mir eine Nachricht zukommen lassen, ein neuer Augur soll bestimmt werden. Ich muß wohl niemandem hier klarmachen, wie wichtig dieses Amt für das römische Imperium ist und welche Bedeutung ein Augur auch in unserer Zeit noch innehat.


    Man hat mir auch einen möglichen Kandidaten unterbreitet und es freut mich, daß einer aus unserer Mitte sich dazu bereit erklärt hat, sich hier uns als einen solchen zu präsentieren. Manius Tiberius Durus.

    Er ahnte, daß die Frage kommen würde, doch momentan stand nichts an, von welchem er wüsste. Daher schüttelte er den Kopf.


    Nein, derzeit gibt es nichts. Ich bin mir aber sicher, daß ich eines Tages eine Bitte haben werde... Geben und Nehmen, darauf basierte das römische System. Nichts gab es umsonst, eine Tatsache, die sich nie ändern wird.

    Zitat

    Original von Publius Decimus Lucidus


    Oha, jetzt bin ich mir meiner Meinung doch nicht mehr so sicher. Ich habe die a,b Optionen stets als "oder", nicht als "und" gelesen. In §3, Absatz 2 ist nur ein "oder" möglich, daher war ich der Meinung, daß das gesamte Dekret so gelesen werden muß.


    *hust* Rechtsverdreher, vortreten! :D


    Ich fühle mich mal angesprochen. ;)
    Dein Beispiel ist lustig... und in diesem Zusammenhang völlig irrevelant. :D


    Meine Meinung zu der Problematik: Ich würde da ein "und" rauslesen. Ist das aber net des Dekret, was der Senat zurückgewiesen hat? Mindestens §5 Abs 2 zweites Wort hab ich damals nämlich beanstandet. ;)

    Hmm... begann Hungi nachdenklich und äußerte einen kleinen Gedanken. Es wundert mich, daß es derzeit keinen Subpraefectus Vigilum geben soll. (Achtung: simon!)


    Aber wie dem auch sei. In der Tat kann die Ernennung eine Weile dauern, denn der Posten eines Praefectus Vigilum ist durchaus mit Ansehen, Status und natürlich auch Macht verbunden. Und mit Arbeit, aber das war auch klar. Es wird sicher eine Menge Bewerber geben und der richtige Mann muß mit Bedacht ausgewählt werden.

    An die Academia Militaris? Eine gute Entscheidung deines Vaters... Welche Prüfungen hast du bereits absolviert? fragte Hungi höflich interessiert. In den meisten Fällen traten die Söhne in die Fußstapfen ihres Vaters, etwas, was er sich auch für seinen noch ungeborenen Sohn erhoffte.


    Ein Tribunat bleibt auch weiter steinig, auch wenn man die vermeintlich schwerste Hürde, die Aufnahme in ein solches, erfolgreich absolviert hat. bemerkte Hungi noch, bevor er sich wieder nach vor beugte und sich mit seinen Armen auf dem Schreibtisch anlehnte. Er mußte lächeln. Der Sohn eines Ritters mittellos? Ich muß deinen Vater wohl an seine Pflichten erinnern...

    Aufwand? Hungi empfand es nicht als Aufwand, den Klienten einfach mit in den Senat zu schleppen. Er mußte ihn nur anmelden, sonst würde der Caecilier gleich wieder nach draußen verfrachtet werden.


    Durchaus. Falls Fragen auftauchen, könntest du sie gleich fachgerecht beantworten. antwortete Hungi. Denn er sah es schon voraus, daß die Senatoren andernfalls ihm die Antworten rausquetschen würden. Nein, das wollte er sich nicht antun.

    In Ordnung. Dann sollten wir wohl mit einem Auguren reden, der dir wohlgesonnen ist. Respektive mit mehreren. Der Spruch "Weniger ist mehr" ist zwar oft angebracht, in solchen Situationen aber völlig deplaziert.


    Und möglichst bald, denn sonst wird dir der Platz noch weggenommen.