Beiträge von Gaius Decimus Maior

    An Maximus Decimus Meridius
    Regia Legati Augusti Pro Praetore


    Salve Bruder,


    lange ist es her, als wir uns das letzte Mal sahen und es kommt mir vor wie eine halbe Ewigkeit. Das Leben hier in der Urbs nimmt den gewöhnlichen, hektischen Lauf. Die Wahlen zum Cursus Honorum sind vorbei und - oh Wunder - diesesmal ist sogar wieder ein Decimer unter den gewählten Magistraten. Du hast mit Sicherheit auch schon in der Acta davon gelesen, ich schreibe es dir aber trotzdem nocheinmal.
    Die Casa ist wieder recht belebt seitdem Lucilla wieder von ihrer Dienstreise zurück ist und aus Griechenland ist ein entferndter Verwandter mit dem Namen Phillipus angekommen, der jetzt für einige Zeit in Rom verweilen wird. Ich habe bereits einen Brief an Livianus geschrieben und ihm das gleiche erzählt wie nun auch dir:
    Ich sehne mich danach einmal wieder mit der Familie zu speisen und zu feiern...wie damals als die Legio IX. noch in Tarraco stationiert war und die ganze Sippe vereint war. Vieleich lässt sich das irgendwann einmal einrichten.


    Ich verbleibe mit herzlichen Grüßen, auch an deine Verlobte, Valeria und Maximian und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen


    Maior

    Zitat

    Original von Caius Iulius Seneca
    An der Tür klopfte er und wartete darauf, dass der MO ihn einlassen würde.


    Der Scriba trat an den Tribun heran.


    Tribun! Der Magister hat jetzt Zeit für dich. Er lässt dich bitten, dass du in seinem Besprechungszimmer Platz nimmst. Er wir dann in ein paar Minuten bei dir sein.

    Ich klatschte in die Hände und von drausen kam der Scriba herein. Nach den Üblichen Anweisungen lächelte er den Patrizier an und ging ihm voraus in die Aula Regia.


    Vale bene, Flavius!, verabschiedete ich mich.


    Und als sie das Officium verließen, blickte ich ihm nach und dachte mir meinen Teil über diese Adligen mit all ihren Privilegien...

    Zitat

    Original von Titus Octavius Dio
    "Decimus Maior?"


    Sim-Off:

    Jessas, hab ich ja ganz vergessen....sorry.


    Ich schreckte aus meinen Gedanken über die Gärten des Imperators hoch, als der Octavier mich wiederrief.


    Achja. Entschuldige bitte, Dio. Ich war in Gedanken versunken....


    Also, sagte ich und warf einen Blick auf das Wachstäfelchen vor mir.


    Heute hat der Augustus keine Zeit mehr. Aber ich kann dir vieleicht in der nächsten Woche eine Audienz einrichtien. Müsste dich aber dann noch benachrichtigen. Oder...die andere Möglichkeit, ich spreche selbst mit dem Kaiser und mache mich für dich stark. Dazu bräuchte ich dann aber noch mehr Informationen.

    Ich rollte meine Augen, aber er war ein Patrizier und noch dazu ein Verwandter des Senator Felix, daher musste ich ihm die Audienz gewähren.


    Na schön. So soll dir die Audienz beim Kaiser gestattet werden.


    Ich denke du weißt aber, dass bereits dein Brudes Klient des Lucius Ulpius Iulianus ist? Vieleicht solltest du dir bei gegebener Zeit überlegen nicht doch ihn als Patron zu erwählen...


    Was für eine Lächerlichkeit! Wieso sollte sich der Kaiser einen Bürger zum Klienten nehmen, den er noch nicht einmal gesehen hatte?

    Lasst uns sehen, was die Wahl bringen wird und hoffen wir für Mattiacus alles Gute...


    Sim-Off:

    Ich schließ das Thema mit dem CH mal ab, da die Wahlen schon vorbei sind und geh zu was anderem über


    Einige Schlücke Wein und ein Stück Fleisch später ergriff ich als Erster wieder das Wort:


    Um nocheinmal auf Livianus zurückzukommen: Ich habe bereits einen Brief an die Legio I geschickt, einen persönlichen an ihn, in den ich geschrieben habe, dass es mich freuen würde, wenn die Familie mal wieder zusammen sein könnte...wenn auch nur für einen Tag. Was haltet ihr davon?

    Ich blickte den Patrizier an und war nicht erstaunt, als er mich auf mein Verwandtschaftliches Verhältnis mit Livianus ansprach. Das passierte öfter.


    Du hast ein gutes Gespühr, Flavius. Und es ist richtig, der Legat ist einer meiner Cousins.


    Aber bitte zurück zum Thema., sagte ich um weiterzumachen.
    Ich verstehe durchaus, dass du ein Anliegen von privater Natur nicht näher breittreten möchtest, aber du kannst dir sicher sein, dass das alles vertraulich behandelt wird.


    Du musst verstehen, ich kann dich nicht zum Princeps vorlassen wenn ich nicht weiß worum es geht.


    'Wäre ja auch noch schöner', dachte ich mir, nachher ging der zum Kaiser und jammerte ihn voll, dass sein Bruder ihm verboten hat auf den Markt zu gehen....

    Hinten an der Tür klopfte es und sie wurde geöffnet. Der Scriba Aulus aus der Kanzlei trat ein und gab mir einen weiteren Brief. Danach verschwand er wieder in Richtung der Administratio.


    Mein Kaiser, der Scriba brachte mir gerade einen weiteren Brief aus Germania. Er mus wohl auf einem anderen Stapel gelandet sein und deshalb erhalte ich ihn auch erst jetzt:



    An den Imperator Caesar Augustus
    Lucius Ulpius Iulianus
    Palatium Augusti - Roma



    Mein Kaiser,


    mit Besorgnis habe ich zur Kenntnis genommen, dass die Probleme des Cultus Deorum in Germanien Wellen bis nach Rom schlagen. So habe ich auch von einem Freund erfahren, dass sich selbst der Senat der Sache schon angenommen haben soll.


    Was den Diebstahl im Tempel des Mars zu Mogontiacum betrifft, habe ich Dir bereits berichtet. Bisher sind die Täter jedoch noch nicht ausgemacht und noch haben wir keine heiße Spur. Die hiesigen Sicherheitskräfte sind jedoch angewiesen diesem Vorfall die höchste Priorität einzuräumen und mich umgehend zu benachrichtigen, wenn es neue Erkenntnisse gibt. Ich selbst tippe auf Kunsträuber, die auch vor einem Tempelschatz nicht halt machen.


    Die Worte des ehemaligen Consuls, dürften wohl schwerwiegendere Folgen gehabt haben, als gemeinhin angenommen. Sein Volk der Räuber und Diebe scheint tatsächlich entsprechende Ambitionen zu entwickeln. Ich hoffe daher, dass sich gewisse Senatoren in der Zukunft ihrer Worte wohl bewusst sind. Ebenso wie Amtsträger des Cursus Honorum.


    Das jüngste Edict des Aedils hat in Mogontiacum und der gesamten Provinz jedenfalls für Aufsehen gesorgt und es gibt viele romanisierte Bewohner dieser Provinz, die sich auf das übelste beleidigt fühlen, auch Männer und Frauen, welche aus Deiner Hand das römische Bürgerrecht erhalten haben. So ich entsprechende Anweisung aus Rom erhalte, werde ich das Edict abhängen lassen. Bis dahin hielt ich es aus sicherheitspolitischen Gründen für angebracht, dieses zu verhängen.


    Was die internen Probleme im Cultus Deorum in Germanien betrifft, zeige ich mich ebenso besorgt, wie Du selbst, mein Kaiser. Ich habe erst relativ spät davon erfahren und wurde erst von den Dingen informiert, als der Pontifex sich bereits in Rom befand, und wenig später Dein Schreiben bei mir eintraf.


    Meine mehrmaligen Angebote eng mit den entsprechenden Stellen zusammen zu arbeiten, scheinen nicht auf Akzeptanz der betreffenden Personen gestossen zu sein. Erst als ich diese aufgrund Deines Schreibens in die Regia lud, und mit den betroffenen Personen Gespräche führte, kam ich überhaupt in die Lage eingreifen zu können. Offensichtlich liegt bei manch einem die irrtümliche Annahme vor, dass eine sofortige Reise über die Alpen nach Rom der schnellere Weg sein dürfte, als den Legatus Augusti Pro Praetore in der selben Stadt aufzusuchen.


    Ich habe meine Nichte angewiesen, nicht wieder in etwaigen Berichten und Beschwerdebriefen an Rom aufzutauchen, sich unterzuordnen und einzufügen und sich selbst noch stärker ihrer Berufung zu widmen. Sie hat mir diesbezüglich zu verstehen gegeben, dass sie gewillt sei dies zu tun. Der Pontifex indess ließ sich auch nach mehreren Versuchen meinerseits, nicht dazu überreden, seine Arbeit in Germanien forzuführen. Wie ich den Eindruck habe, hindert ihn sein Stolz, die angefangene Arbeit fortzuführen, doch mir obliegt keine Bewertung. Mit seinem Ausscheiden, bitte ich in jedem fall darum mir einen Ersatz aus Rom zukommen zu lassen, da der Cultus Deorum gerade nach diesen Wirren eine feste und straffe Hand benötigt.


    Zum Abschluss dieses Briefes hätte ich noch zwei Mitteilungen zu machen. Zum einen wurde mir der Tod des Tribunen Flavius Prudentius Balbus bestätigt. Balbus war ein Mann, der seine Arbeit immer gewissenhaft erledigt hat und als Regionarius in Tarraco eine erfolgreiche Arbeit leistete. Seinem Vater gilt mein Trost.


    Zum anderen möchte ich Dich davon in Kenntnis setzen, dass ich einem Peregrinus Namens Spurius Lucanus, welcher in der Ala II Numidia diente, wie es das Gesetz vorsieht, in Deinem Namen das römische Bürgerrecht verlieh. Sein voller Name lautet nun Spurius Volteius Lucanus.


    Mögen die Götter Dich und Deine Gemahlin segnen.


    ANTE DIEM III KAL SEP DCCCLVI A.U.C.
    (30.8.2006/103 n.Chr.)


    Maximus Decimus Meridius
    Legatus Augusti Pro Praetore


    http://www.imperium-romanum.in…/siegel-lapp-Meridius.gif


    Ich übergab den Brif an den Augustus und wartete bis er ihn gelesen hatte um noch eine weitere Sache, die ich schon öfter auf den Tisch gebracht hatte zu besprechen. Währenddessen notierte ich mir die Aufträge des Kaisers auf meine Wachstafel.

    Zitat

    Original von Titus Octavius Dio
    "Ich plane ein größeres Bauprojekt in Rom, ein Tierpark, die Gärten Roms gehören dem Kaiser ich möchte ihn bitten mir dort Bauland zu überlassen."


    Ich hörte mir das Anliegen des Octaviers in Ruhe an und überlegte kurz.


    Denkst du, dass du das Thema ausschließlich mit dem Kaiser persönlich besprechen kannst, oder kannst du darüber auch mit einem Mitarbeiter der Administratio Imperatoris sprechen?

    Die Nervosität des Patriziers konnte ich spühren und es machte es mir alles andere als leichter ihn einschätzen zu können. Also ging ich lieber gleich wieder zum Formteil der Audienzvergebung über:


    So sag mir, Flavius. Was ist das Anliegen, dass du dem Kaiser vortragen möchtest?

    Eiligen Schrittes kommt der Bote, nachdem er von seinem Pferd gestiegen war zur Poststube der Legio Prima und hinterlegt einen privaten Brief für den Legaten:


    An Marcus Decimus Livianus
    Castellum Legio I. - Mantua


    Salve Livianus, salve Cousin,


    ich weiß nicht wie lange es her ist, als du Rom verlassen hast und der Kaiser dich an Meridius' Seite nach Germanien geschickt hat. Ein Treffen war daher unmöglich. Umso mehr habe ich mich gefreut, als in der Administratio Imperatoris durchsickerte, dass du das Kommando über die Erste übertragen bekommen würdest. Deiner Ankunft in Italien sah ich mit Freuden entgegen und hoffe es lässt sich einrichten einmal wieder im kleinen Kreis der Familie zu speisen und zu feiern. Ich denke das ist mit Sicherheit auch in deinem Interesse?
    Du weißt, wo du mich erreichen kannst, Livianus, sei es im Palast oder daheim in der Casa; auf eine Antwort von dir Freue ich mich schon jetzt.


    Vale bene und bis hoffentlich bald,


    Maior


    Danach verließ der Bote das Castellum wieder.

    Bitte setz dich doch Flavius., forderte ich ihn mit einem Lächeln auf, indem ich auf die zwei bequemen Korbstühle zeigte und selbst Platz nahm.

    Sag mir, es interessiert mich. Bist du ein naher Verwandter vom Senator Flavius Felix?

    Der Diener öffnete mir die Tür und ich betrat das altbekannte Officium des Kaisers. Er selbst saß wie fast immer hinter seinem Schreibtisch und war in Dokumente vertieft.


    Ave mein Kaiser!, begrüßte ich ihn.


    Die Bereichte aus der Provinz Germania sind eingetroffen., sagte ich und legte sich vor dem Kaiser auf den Tisch:



    An den Imperator Caesar Augustus
    Lucius Ulpius Iulianus
    Palatium Augusti - Roma



    Bericht über die Lage in Germanien
    welcher an den Senat eingereicht wurde


    Regio Germania Inferior und Belgica


    Meine Inspektionsreise entlang des Rhenus, von Mogontiacum, über Confluentes, Bonna, Colonia Claudia Ara Agrippinensium, Novaesium, Vetera und Ulpia Noviomagus, welche ANTE DIEM V KAL IUN DCCCLVI A.U.C. (28.5.2006/103 n.Chr.) startete und die Besichtigungen von Stadtverwaltungen, Foren, Märkten und Truppenstützpunkte umfasste, konnte zufriedenstellend abgeschlossen werde.


    Ich sprach mit unzähligen Beamten und Kommandeuren und die allgemeine Stimmung ist die, dass man optimitisch in die Zukunft sieht und sich des Potentials bewusst ist, welches der Provincia Germanie inne wohnt. Einige Posten in Verwaltung und Cultus Deorum mögen unterbesetzt sein, doch die betreffenden Stellen haben mir versichert, alles in ihrer Macht mögliche zu tun, diese Zustände zu optimieren.


    Die Legionen und Hilfstruppen, sowie die Flottenverbände in diesem Abschnitt sind annähernd auf dem Sollstand ihrer Mannschaftsstärke und den Mitteln entsprechend, die aus Rom zu Verfügung gestellt werden, ausgerüstet und vollständig einsatzbereit.


    Regio Germania Superior


    Die selbe postive Stimmung liegt auch in der Regio Germania Superior vor. Die bisherige Magistra Scrinorium Venusia Duccia Britannia wurde von mir ANTE DIEM XVI KAL SEP DCCCLVI A.U.C. (17.8.2006/103 n.Chr.) zur Comes der Regio Germania Superior ernannt und soll als selbige meine Arbeit in der Region verstärken. In diesem Zusammenhang wurde die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Mogontiacum intensiviert und vertieft. Es soll vornehmlich versucht werden den Handel in der Provinz zu vereinfachen und zu stärken, dabei jedoch gleichzeitig rigoros gegen unlautren Wettbewerb, und kriminelles Verhalten vorzugehen.


    Diesem kriminellen Verhalten ist vermutlich auch die Plünderung des Mars-Tempel in Mogontiacum zuzuschreiben. Die bisherigen Ermittlungen konnten den oder die Täter noch nicht überführen, doch es sprechen viele Gründe dafür, dass die Täter Kunstkenner sind und die Kultgegenstände aus einer Sammelleidenschaft heraus, oder um des Profitwillens begangen wurden. Ich habe es mir zu einer Aufgabe oberster Priorität gemacht, dieses Verbrechen aufzuklären und die Schuldigen der Härte des Gesetzes zukommen zu lassen.


    Des weiteren wurden - ungeachtet der Verwirrungen des Cultus Deorum, welche sich meiner Kenntnis und meines Einblicks entziehen, da ich trotz meiner Vermittlungsversuche und Vermittlerangebote nicht angegangen wurde - Opferungen zu Ehren des Gottes Mars durchgeführt, an denen die Honoratoren der Stadt Mogontiacum, sowie die Bevölkerung zahlreich teilnahmen.


    Auch die Ludi Consualia, welche in Zusammenarbeit mit dem Quaestor Pro Praetore Titus Petronius Varus KAL SEP DCCCLVI A.U.C. (21.8.2006/103 n.Chr.) ausgerichtet wurden, wurden - um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen - dem Sohn der Iuno gewidmet und waren ein großer Erfolg.


    Ein Attentat auf einen römischen Magistraten konnte des weiteren aufgeklärt und die Täter und Hintermänner verhaftet werden. Zur Zeit beschäftige ich mich damit die Zusammenhänge noch genauer zu rekonstruieren, um die Schuldfrage in dieser verworrenen Angelegenheit eindeutig aufzeigen zu können. Auch hier werden die Schuldigen mit der vollen Härte des Gesetzes zu rechnen haben.


    Regio Raetia


    Zum Wiederaufbau der Regio Raetia wurden unter dem Kommando des Tribunus Angusticlavius Decius Germanicus Corcus ANTE DIEM IV NON MAI DCCCLVI A.U.C. (4.5.2006/103 n.Chr.) zwei Chorten der Legio II Germanica und mehrere Turmae der Ala II Numidia nach Brigantium entsandt, wo ein Versorgungslager eingerichtet wurde.


    Die Aufgaben der Mission sehen vor allem vor, zerstörte Infrastruktureinrichtungen, wie Straßen, Brücken und Poststationen wieder zu errichten und auszubessern, die Ordnung des Gesetzes wieder herzustellen und der Bevölkerung bei dem Wiederaufbau der Siedlungen zur Hand zu gehen. Die Legion XXI Rapax aus Vindonisse wurde ebenfalls angewiesen, der Legio II Germanica diesbezüglich logistische Unterstützung zukommen zu lassen.


    Ich selbst begab mich kurz vor Erstellen dieses Berichts in die Region um die Arbeiten der Einheiten zu inspizieren und mir ein Bild über den Zustand der Regio zu machen. Die Männer sind trotz der Widrigkeiten und Widerstände hoch motiviert und konnte auch erste Erfolge mit dem Bau diverser Einrichtungen nachweisen. Darüberhinaus ist es den Truppenverbänden gelungen, eine in der Region herumstreunende Kriegerbande der Chatten aufzugreifen und zu vernichten.


    Die Cohors III Brittanorum equitata wurde angewiesen, die Aufklärungsarbeit am Limes zu verstärken und auch ins Hinterland auszudehnen.



    ANTE DIEM XI KAL SEP DCCCLVI A.U.C.
    (22.8.2006/103 n.Chr.)


    Maximus Decimus Meridius
    Legatus Augusti Pro Praetore







    An den Imperator Caesar Augustus
    Lucius Ulpius Iulianus
    Palatium Augusti - Roma



    Mein Kaiser,


    Den Bericht, welchen ich an den Senat eingereicht habe, befindet sich in einer wortwörtlichen Abschrift in den Anlagen, dieses Schreibens. Die Inhalte sind - dem Senat gemäß - einzig in den militärischen Angelegenheiten etwas verkürzt dargestellt, da ich meine militärische Verantwortung nicht gegenüber dem Senat, sondern Dir, dem obersten Befehlshaber sehe.


    Die Lage in Raetia ist nicht so rosig, wie dargestellt. Der Widerstand einzelner germanischer Gruppen gestaltet sich als ein ernstzunehmendes Problem. Die Verbände, welche für die Aufbauarbeiten nach Raetia entsendet wurden, stießen auf unerwartete Gegenwehr und immer wieder auf germanische Kampfgruppen, welche anscheinend noch seit dem letzten Feldzug in diesem Gebiet operieren und sich bisher in den Wäldern zurückziehen konnten.


    Um dieses Problem zu beseitigen, werde ich in Kürze eine Verlegung der Ala II Numidia in dieses Gebiet anordnen und auch die Truppenstärke der Legio II erhöhen. Zusätzlich soll eine weitere Legion aus dem nördlichen Abschnitt in den Süden verlegt werden, um zusammen mit der Ala II Numidia und der Cohors III Brittanorum, die Waldregionen in Raetia systematisch zu durchkämmen. Wenn in diesem Gebiet langfristig Ruhe herrschen soll, gibt es zu diesem Vorgehen keine Alternative.


    Des weiteren schlage ich vor auf langfristige Sicht eine weitere Ala oder Cohors auszuheben, oder aus anderen Provinzen des Imperiums heranzuführen.


    Die Lage mag zwar am Limes zur Zeit verhältnismäßig ruhig sein, doch traue ich dem Frieden nicht. Ich habe daher die Comes darauf angesetzt, sämtliche Verträge mit unseren germanischen Verbündeten zusammenzustellen und mir zukommen zu lassen.


    So ich von Dir aus Rom die Zusage bekomme, werde ich einige dieser Verbündeten als militärische Puffer vor dem Limes ansiedeln und so es mir gestattet ist, durch die Ala bei eventuellen Verteidigungsaktionen unterstützen lassen.


    Was die Arbeit der Flotte betrifft, bin ich erleichtert, dass die Classis Germanica einen neuen Kommandeur erhält. In der Übergangszeit sind doch etliche Dinge auf der Strecke geblieben. So blieben unter anderem Berichte und stärkere Kapazitäten für die Mission in Raetia aus. Sobald Lucius Sabbatius Sebastianus in Mogontiacum eingetroffen ist und in Colonia Claudia Ara Agrippinensum seine Arbeit antritt, wird diesbezügliche eine interne Untersuchung stattfinden.


    Den Tribunus Angusticlavius Decius Germanicus Corvus erhob ich im Feldlager zu Brigantium zum Praefectus Castrorum der Legio II Germanica um die Lücke zu schließen, welche der Abzug des Praefecten Germanicus Reverus riß.



    ANTE DIEM XI KAL SEP DCCCLVI A.U.C.
    (22.8.2006/103 n.Chr.)


    Maximus Decimus Meridius
    Legatus Augusti Pro Praetore


    So sei es, Aedil., sagte ich knapp. Als noch amtierender Magistrat wirst du gleich zum Kaiser vorgelassen.


    Ich klatschte in die Hände und der Scriba trat ein. Nachdem ich ihm die üblichen Anweisungen erteilt hatte ging er voraus in die Aula Regia .


    Vale bene Helvetius. Und viel Glück wünsch ich dir, du wirst viel Überzeugungskraft brauchen um den Augustus zu beschwichtigen.

    Zitat

    Original von Caius Helvetius Tacitus
    Den Scriba hatte er ja völlig übersehen. So hieß es warten, römische Bürokratie, er war sie ja schon gewohnt. Aber er wollte ja auch zum Kaiser, keinem kleinen Stammesfürst oder einem Senator. Dies würde schon einige Zeit in Anspruch nehmen und so ging während er wartete nochmal in Gedanken die Worte durch den Kopf, die er dem Kaiser sagen, wenn er leibhaftig vor ihm stehen würde. Ob sich der Kaiser noch an ihn erinnern würde ? Immerhin war es schon über zehn Jahre her. Tacitus zählte die Zeiten. Damals war der heutige Kaiser noch nichtmal Kaiser, sein Bruder ein geachteter Mann, der seinen Platz stets im Herzen des Palatin hatte. Und heute ? Von Geminus hatte er auch lange nichts mehr gehört. Er beschloß ihm zu schreiben. So vergingen die Zeiten.


    Und er wartete...


    Sim-Off:

    Neue Zeitebene


    Der amtierende Magistrat wurde von dem Scriba in das Officium gebeten.