Ach ne, es wird noch komplizierter... Sisenna untersteht nicht meiner PP, ich bin nur der Tutor.
Wie denn jetzt?
Ach ne, es wird noch komplizierter... Sisenna untersteht nicht meiner PP, ich bin nur der Tutor.
Wie denn jetzt?
Ah, okay. Betriebsumschreibungen also von mir zu irgendjemand. Nicht von Sisenna zu irgendjemand. Ich kann ja nur einen übernehmen und mit dem darf ich dann also produzieren.
Dann wäre es, glaub ich, schlau, die eine Betriebsumschreibung zu mir SimOff zu machen, denn sonst weiß ich nicht, wie ich das ausspielen soll.
Okay, danke.
Nur damit ich es richtig verstehe... Sisenna darf jetzt als unter 14-Jährige nicht mehr produzieren?
edit: Also ich meine, bis zur ausgespielten Betriebsübergabe? Gibt es nicht so eine Art Übergangsregelung?
Die Zusammenfassung kommt mir sehr gelegen, da ich mich tatsächlich nicht durch den Gesetzes-Textberg gequält habe.
Ich habe Fragen, die ich eigentlich auch SimOn stellen könnte, da aber hier einmal so ein Thread aufgemacht wurde, stelle ich sie hier.
Bei mir werden einige Umschichtungen notwendig. In welcher Zeit müssen diese abgewickelt sein? Ich gehe davon aus, dass Betriebsübergaben ausgespielt werden müssen.
Menecrates konnte nur beipflichten.
"Wir müssen uns für das nächste offizielle Rennen Gedanken machen, ob wir einen ausgeglichenen Fahrer melden oder einen, der immer für Überraschungen gut ist. Die Überraschungen können dann positiver wie negativer Natur sein. Heute fuhr Syennesis überragend. Er hat nicht nur gewonnen, sondern auch einen erheblichen Vorsprung herausgefahren. Tisander wird einmal ein ganz Großer werden, das zeichnet sich schon jetzt ab."
Unterm Strich zeigte sich Menecrates zufrieden. Er blickte den davonrollenden Wagen nach und ließ die Gedanken schweifen. Leicht hatten sich diese ersten Schritte in die Factioarbneit nicht gestaltet. Langsam zeigten sich aber erste Erfolge.
"Lass und heimgehen", sagte er zu Faustus und meinte damit die Villa Claudia, die ihrer beider Zuhause darstellte.
Menecrates nickte mehrfach während des Redebeitrags.
"Bei zwei verbliebenen Mitgliedern der Kommission hätten wir ein erhebliches Problem, wenn unsere Meinungen differieren würden. Es gäbe immer Gleichstand und wir würden nie zu einem Ergebnis kommen. Ich habe dir den Vortritt für die Ausformulierung und das Resümee gelassen, um zu sehen, wie du die Sachlage bewertest. Es ist klar, dass ich es bin, der mit dem Senat und mit dem Kaiser reden muss, aber es ist wichtig für mich zu wissen, inwieweit deine Einschätzung meiner entspricht. Das tut sie übrigens."
Er ließ das eigene Resümee noch einmal Revue passieren und stellte eine weitgehende Deckungsgleichheit fest.
"Wenn mich jemand zu Beginn oder während der Kommissionsarbeit gefragte hätte, mit wem ich die wenigsten Übereinstimmungen sehe, dann wärst du das gewesen", gab Menecrates zu. "Ich war von Anbeginn sogar besonders auf der Hut, was deine Äußerungen betrafen. Umso mehr wiegt die jetzige Übereinstimmung der Ansichten.
Punkt eins: Ich sehe eine Christenbeteiligung, die ich aber nicht besonders hervorheben würde. Sie ist vorhanden, das war‘s - zumindest aktuell. Aus ihnen kann natürlich ein Problem erwachsen, wobei ich das nicht für akut halte, denn im Zuge der Ludi gab es mehrere Christenhinrichtungen, was ein Signal Roms an diese Gruppierung war. Hier besteht für mich kein aktueller Handlungsbedarf.
Punkt zwei stellen die offensichtlich katastrophalen Zustände in der Subura dar. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.
Punkt drei, und der hat mir bis jetzt gefehlt, ohne dass ich geahnt habe, was das fehlende Teilstück ist. Es sind fehlgeleitete Frauen." Er übernahm den Begriff, ohne zu durchdenken, ob er wirklich passte. "Wir öffnen Frauen abwegige Karrierewege, das verändert diese Frauen. Sie werden unrömisch, fordernd, respektlos und aufmüpfig. Ganz gleich, was die Außenwirkung vollbringt, ob der direkte Kontakt mit ihnen oder die bloße Kenntnis über das Aufsteigen in ritterliche Ämter und das Hörensagen über deren Auftreten in der Öffentlichkeit, es IST diese Außenwirkung, die andere unzufriedene Frauen dazu ermutigt, römische Männer zu morden und sich letztlich zu erheben."
Er breitete die Hände in einer anbietenden Geste aus.
"Das ist unser Ermittlungsergebnis." Es wurde einstimmig beschlossen, wenn auch von einer kleinen Abordnung. Allen anderen hatte es die Sprache verschlagen.
"Ich werde sicherlich das eine oder andere Mal in dieser Sache deine Aussage brauchen. Den Ermittlungsbericht fertige ich. Du kannst ihn aber gerne gegenlesen und danach korrigieren wir, bevor ich ihn einreiche.
Von meiner Seite war es das. Hast du noch Fragen oder Anliegen?"
Während Marcellus sprach, trank Menecrates ein paar Schlucke des Quellwassers. Als junger Mann schaute er verächtlich auf dieses geschmacklose Getränk. Heute bevorzugte er es, weil er davon weder Magendrücken noch Kopfschmerzen oder sonstige Beschwerden bekam. Mittlerweile zeigte seine über Jahre andauernde Abneigung gegen Alkohol und die Vorliebe für fettarme und ungesüßte Speisen Wirkung. Er blieb weitgehend in Form, während seine Altersgenossen deutlich in die Breite gingen.
Als Marcellus endete und ihn erwartungsvoll anblickte, stellte Menecrates den Becher ab. Eine Meinung hatte er sich bereits während des Vortrags gebildet.
"Eine Priesterkarriere wäre für mich völlig ausgeschlossen gewesen. Vielleicht gerade deswegen schätze ich es sehr, wenn sich andere dazu berufen fühlen. Einer meinen Klienten ist Augur, was ich stets als Vorteil gesehen habe. Dementsprechend erhältst du meine volle Unterstützung auf deinem Weg." Er nickte zur Bekräftigung und fuhr fort.
"Ich meine, die Auswahl unter den Anwärtern trifft der Kaiser, beim Senat würde ich es nicht versuchen. Ich würde also um eine Audienz bitten, bei der ich empfehle, dass du mich begleitest und persönlich vorstellst. Des vollen Terminplanes wegen würde ich dies aber gern nach meiner Amtszeit umsetzen. Wäre das ausreichend?" Da Geduld nicht unbedingt zu Menecrates' Stärken gehörte, sah er der Reaktion gespannt entgegen. Ähnelte Marcellus eher seinem claudischen Vater, konnte es passieren, dass er die Wartezeit weniger erquicklich fand. Ähnelte er seiner Mutter müsste er gelassen reagieren.
"Was die Sodales betrifft, empfehle ich die Salii. Du triffst in beiden claudische Verwandtschaft, die dich unterstützen wird. Die Arvales Fratres würde ich eher nicht empfehlen. Bei den Salii müsstest du dich alleine vorstellen und um Aufnahme bitten. Es wird eine Abstimmung geben. Vielleicht ist es bei den Collini etwas leichter, aufgenommen zu werden. Es gab beim Ansuchen meines Enkels Felix bei den Palatini erhebliche Gegenwehr, sodass er schließlich zu den Collini gegangen ist."
Menecrates nahm links des Kaisers Platz und rückte sich gemütlich zurecht. In letzter Zeit fiel ihm das Liegen generell nicht mehr so leicht, sodass er eine Weile nach der rechten Position suchen musste.
Er atmete zufrieden durch und wiegte den Kopf, dann äußerte er die empfundene Ambivalenz.
"Auf der einen Seite arbeitet die Kommission stetig, auf der anderen Seite fügen sich die in Erfahrung gebrachten Teile nur langsam zusammen. Etliche Aspekte haben sich durch verschiedene Zeugenaussagen erhärtet, was mich zufrieden stimmt. Der Kreis ist jedoch noch nicht geschlossen, sodass wir weitere Befragungen planen, die sich allerdings noch in die Länge ziehen könnten, weil bevorzugte Zeugen erst ausfindig gemacht werden müssen.
Mir persönlich fehlt im Augenblick noch das eine oder andere schlüssige Teilchen im Gesamtgefüge."
Offene Fragen stellten demnach nicht das Problem dar, eher das Fehlen einer rundum schlüssigen Erklärung, weil Menecrates zwar eine Beteiligung der Christen sah, sie aber nicht für alleinverantwortlich hielt. Etwas fehlte im Gefüge und um dieses in Erfahrung zu bringen, bedurfte es weiterer Zeugenbefragungen.
"Die Abstimmung ist beendet und der Antrag ist mit großer Mehrheit und ohne Gegenstimmen angenommen."
Der Consul, der schon am kommenden Tag die Amtsgeschäfte seinem Nachfolger übergeben würde, blickte zur Tür und nickte auf die Frage hin.
"So ist es, wir sind hier verabredet. Salve, Helvetius Varus."
Der Claudier hatte sich einen der Verwaltungsräume wohnlich einrichten lassen, damit er immer einen Platz zum Arbeiten fand, wenn er auf dem Gelände weilte. Hier beließ er auch die Planungsunterlagen für Rennen, Ankäufe, Zuschüsse und weiteres.
"Nimm doch Platz." Er wies auf einen Korbsessel. Ohne allzu viel Luxus in die Räumlichkeiten bringen zu wollen, hatte er doch auf halbwegs gemütliche Sitzgelegenheiten Wert gelegt, denn in seinem Alter musste er den Rücken schonen.
Er nahm ebenfalls Platz und blickte zu seinem Gast, den er weder kannte noch einzuschätzen wusste.
"Du wolltest mich sprechen. Worum genau geht es dir denn?"
Menecrates' Amtsjahr begann mit einer Prozession und es endete mit einer gleichsam feierlichen Prozession. Er ging mit seinem Amtskollegen allen anderen Magistraten voraus. Ihnen folgten die Senatoren und dahinter liefen jede Menge Schaulustige. Ziel der Prozession war das Forum. Hier sollte die Vereidigung und Amtseinführung der neuen Magistrate stattfinden, hier wurde das neue Amtsjahr eingeläutet und gleichzeitig endete das Amtsjahr der bisherigen Magistraten.
"Hiermit ernennen wir im Namen des Senates und des Volkes von Rom folgende Bürger zu Magistraten der Stadt Rom." Menecrates entrollte das gesiegelte Dokument und verlas die Namen - jeden einzelnen, als wäre er die heutige Hauptperson.
"Sie mögen öffentlich ihren Amtseid sprechen und damit das Amt aufnehmen."
Ernennung der Magistrate der Stadt Rom
IN NOMINE SENATUS
POPULIQUE ROMANI
Hiermit ernennen wir im Namen des Senates und des Volkes von Rom folgende Bürgern zu Magistraten der Stadt Rom:
Zu Consules Zu Praetores Urbani Zu Praetores Peregrini Zu Aediles Curules Zu Aediles Plebes Zu Quaestores Zu Vigintiviri
[...]
[...]
[...]
[...]
[...]
[...]
Caius Duccius Callistus
Galeo Claudius Gallus
[...]
Sie mögen öffentlich ihren Amtseid sprechen und damit das Amt aufnehmen.

Zur Ableistung des Amtseides lag allen Magistraten ein Schriftstück vor, von dem sie ablesen konnten, sofern sie vor Aufregung den Text vergaßen oder ihn zum Zeitpunkt nicht auswendig konnten.
- IVS IVRANDVM -
EGO, -NOMEN- HAC RE IPSA DECUS IMPERII ROMANI
ME DEFENSURUM, ET SEMPER PRO POPULO SENATUQUE
IMPERATOREQUE IMPERII ROMANI ACTURUM ESSE
SOLLEMNITER IURO.
EGO, -NOMEN- OFFICIO -AMT- IMPERII ROMANI ACCEPTO,
DEOS DEASQUE IMPERATOREMQUE ROMAE IN OMNIBUS MEAE VITAE
PUBLICAE TEMPORIBUS ME CULTURUM, ET VIRTUTES ROMANAS
PUBLICA PRIVATAQUE VITA ME PERSECUTURUM ESSE IURO.
EGO, -NOMEN- RELIGIONI ROMANAE ME FAUTURUM ET EAM
DEFENSURUM, ET NUMQUAM CONTRA EIUS STATUM PUBLICUM ME
ACTURUM ESSE, NE QUID DETRIMENTI CAPIAT IURO.
EGO, -NOMEN- OFFICIIS MUNERIS -AMT-
ME QUAM OPTIME FUNCTURUM ESSE PRAETEREA IURO.
MEO CIVIS IMPERII ROMANI HONORE, CORAM DEIS DEABUSQUE
POPULI ROMANI, ET VOLUNTATE FAVOREQUE EORUM, EGO
MUNUS -AMT- UNA CUM IURIBUS, PRIVILEGIIS, MUNERIBUS
ET OFFICIIS COMITANTIBUS ACCIPIO.
ÜBERSETZUNG DES AMTSEIDS:
Ich, ____________________ (VL-Name), schwöre mit diesem Eid feierlich, die Ehre des Imperium Romanum zu verteidigen und immer zum Wohle des Volkes, des Senates und des Kaisers des Imperium Romanum zu handeln.
Ich, ____________________ (VL-Name) nehme das Amt als ____________________ (Amtsbezeichnung) des Imperium Romanum an und schwöre die Götter und Göttinnen Roms, sowie den Kaiser, in meinem ganzen öffentlichen Leben und all meinen öffentlichen Handlungen zu ehren und die römischen Tugenden sowohl im privaten als auch öffentlichen Leben zu befolgen.
Ich, ____________________ (VL-Name) schwöre, dass ich die Religio Romana als Staatsreligion beschützen und befolgen werde und niemals öffentlich dagegen verstossen werde, damit sie keinen Schaden erleide.
Ich, ____________________ (VL-Name) schwöre ausserdem, das Amt als ____________________ (Amtsbezeichnung) und alle seine Verpflichtungen mit all meiner Kraft und nach bestem Wissen und Gewissen auszuführen.
Auf meine Ehre als Bürger des Imperium Romanum, und vor allen Göttern und Göttinnen des römischen Volkes, und durch deren Willen und Güte, nehme ich das Amt als ____________________ (Amtsbezeichnung) mit allen damit verbundenen Aufgaben, Rechten, Pflichten und Verantwortungen an.
Obwohl Menecrates den Entwurf noch nicht einmal durch- bestenfalls anlesen konnte - er kam ja zu spät zur Senatssitzung - stimmte er für die Annahme. Zum einen verließ er sich darauf, dass er inhaltlich von den Senatskollegen genauestens geprüft wurde und zum anderen konnte er das Durchlesen auch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.
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Während der Wartezeit schloss der Consul die Bearbeitung der restlichen Post ab. Marsyas erschien und obwohl Menecrates um diese Zeit sonst entspannte, vertiefte er sich in die gereichten Unterlagen.
Als er aufschaute, spielte ein Lächeln um seine Lippen. Er klappte die Tafeln zu und schob sie an den Rand des Tisches Richtung Marsyas.
"Das Edict ist fehlerhaft und damit hinfällig. Du musst nichts bezahlen."
Der Futtermeister wies in Richtung der Verwaltungsräume, wo vor gar nicht langer Zeit der Consul zu sehen war, wie er sie betrat.
"Salve Helvetius Varus. Der Consul ist gerade vorhin erst in das Verwaltungsgebäude gegangen. Wenn du mit ihm verabredet bist, wartet er sicherlich dort auf dich."
Das Verfassen von Briefen ging dem Ende entgegen, als Marsyas angemeldet wurde. Der Consul nickte Morrigan zu und schob die Schreibunterlagen zur Seite. Seine Konzentration galt dem vorliegenden Edict.
"Salve, Marsyas. Ja, das ist annähernd richtig. Es ist ein Edict, das dich wegen eines Fehlverhaltens als Betriebseigentümer abstraft." Er hob beruhend die Hand, damit sein Jungfahrer nicht vor Schreck zusammenfuhr. "Nichts, was man nicht in den Griff bekommen könnte", beruhigte er.
Er griff zum Schreiben und scheute sich nicht, seine Gedanken mit einem Peregrinus zu teilen.
"Siehst du, das ist das erste Edict, das der amtierende Aedil in seiner gesamten Amtszeit zuwege gebracht hat. Abgesehen davon, dass ich damals als Aedil unzählige wirklich schwere Vergehen aufdecken konnte und ich nicht glaube, dass plötzlich keine solchen mehr zu finden sind - ich glaube nämlich, er hat gar nicht erst gesucht - wie gesagt, abgesehen davon ist das Lächerliche an diesem Edict die Banalität."
Der Consul schüttelte den Kopf. "Du hast hoffentlich deine Bücher mitgebracht, damit ich die Anschuldigung überprüfen kann."
Nach dem Bad fühlte sich Menecrates soweit erfrischt, dass er noch die heutige Post durchsah. Der Stapel konnte nicht als klein bezeichnet werden. Da sein Sekretär Faustus auch mit Factioaufgaben betraut und demzufolge nicht ständig verfügbar war, setzte sich der Consul hin und fing mit der Abarbeitung der Anfragen an.
Ad
Lucius Vinicius Massa
Tribunus Laticlavius
Legio Secunda
Mogontiacum
Salve Tribunus,
und meinen Glückwunsch! Es freut mich zu hören, dass unsere spontane Vorsprache beim Kaiser von Erfolg gekrönt war. Ich glaube, alleine deiner Abstammung wegen, wirst du den Karriereweg in Richtung militärische Laufbahn - gekoppelt an die politische - erfolgreich beschreiten.
Was deine Bitte betrifft, loyale und hilfreiche Klienten sind mir stets willkommen. Ich glaube ohnehin, dass die Götter etwas geplant hatten, als sie dich zu mir schickten. Es kommt selbst bei mir nicht oft vor, dass ich stehenden Fußes meinen Tagesplan über den Haufen werfe, um zum Kaiser zu eilen.
Und das, obwohl ich dafür bekannt bin, jungen aufstrebenden Männern hilfreich unter die Arme zu greifen.
Kurz: Ich nehme dein Gesuch gerne an.
Viel Erfolg in Germanien und die Götter mit dir!
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gez. H. Claudius Menecrates

ANTE DIEM III KAL APR DCCCLXVIII A.U.C. (30.3.2018/115 n.Chr.)
ZitatOriginal von Aulus Tiberius Verus
Was geschah hier gerade? Verus war wirklich zerstört. Nicht im Sinne, dass er aufgab aber diese Frau zerstörte ein klares Weltbild, welches zumindest in seiner einstigen Welt noch Bestand gehabt hatte.
[...]
"Ehm," entfloch dem sonst kalten Trecenarius eine Regung, bevor er den Wunsch des Konsuls realisieren konnte. "Ja, das werde ich," war die knappe Antwort, während er selbst durch die Nase tief Luft holen musste. Immer noch blieb die Frage: Was war hier gerade geschehen? Der erstaunliche Widerstand einer Frau gegen einen Konsul? Einer Frau, die sich erhob und fast königlich agierte. Ja, auch Verus erschien das alte Argument, welches er aufgegriffen hatte, erneut tragfähig. Diese Frau war eine Gefahr für die Sitten und Traditionen. Sie war eine Königin; und damit eine Feindin.
Auch nachdem das letzte Kommissionsmitglied die Villa verlassen hatte, stand Menecrates noch immer unbeweglich im Tablinum. Die Eindrücke der letzten Stunde saßen tief und er verarbeitete sie noch. Schließlich atmete er einmal tief durch, blickte zu Tiberius, zog sich einen Korbsessel zurecht und setzte sich in dessen Nähe.
"Ich habe alle anderen fortgeschickt, weil ich nur mit jemand arbeiten kann, der den Mund aufmacht. Mir nützen Gedanken, und mögen sie noch so wertvoll und passend sein, nichts, weil ich nicht in der Lage bin, sie zu lesen." Damit wollte der Consul ausdrücken, dass jeder die Möglichkeit zur Mitarbeit in der Kommission und damit deren Lenkung hatte, aber dazu musste er auch mitarbeiten. Wer ihn im Zuge einer unerhörten Vorstellung alleine stehenließ, den ließ der Consul seinerseits zurück.
"Lass uns über die heutige Sitzung sprechen. Ich für meinen Teil sehe die Kommissionsarbeit ab dem heutigen Tag als beendet an. Ich bin auf das letzte noch fehlende Teilstück gestoßen, was uns die Unruhen erklärt.
Welchen Eindruck hast du?"
Als der Consul zum Ende des Tages aus dem Senat zurückkehrte, fand er das Schreiben in seinem Arbeitsraum vor. Er nahm es zur Hand und studierte den Inhalt. Dann ließ er nach Marsyas schicken. Bis zu dessen Eintreffen stärkte er sich im Triclinium und nahm ein Entspannungsbad.
EDICTUM AEDILIS CURULIS
ANTE DIEM IV KAL APR DCCCLXVIII A.U.C.
(29.3.2018/115 n.Chr.)
Wegen Verstoßes gegen § 7 (2) der Lex Mercatus durch Bewerben einer Wolltunika als “Tunika aus Seide“ erhebe ich gemäß § 8 (1) der Lex Mercatus eine Geldstrafe von 775,58 Sesterzen von Marsyas.
Dies ist der erste Verstoß gegen die Lex Mercatus, die Schwere des Verstoßes wird als leicht eingeordnet.
Die Strafe ist binnen einer Frist von zwei Wochen ab Verkündung des Edikts zu zahlen.
Beschwerde oder Einspruch ist an den amtierenden Consul zu richten.

... aus der Villa Claudia vorbei und brachte einen weiteren Brief.
Ad
Tiberius Helvetius Varus
Villa Urbana Helvetia
Roma
Salve Helvetius Varus,
ich habe ein Interesse daran, der Praesina zu einer glorreichen Zukunft zu verhelfen. Demnach habe ich selbstverständlich Interesse an einer Unterredung und schlage vor, wir treffen uns im Domus der Factio Praesina, gern morgen um die Mittagsstunde.
[Blockierte Grafik: http://up.picr.de/28136474nt.gif]
gez. H. Claudius Menecrates

ANTE DIEM III KAL APR DCCCLXVIII A.U.C. (30.3.2018/115 n.Chr.)