Das Gremium blieb weitgehend stumm, was der Consul zum überwiegenden Teil darauf zurückführte, dass die Grundintension des iulischen Vorstoßes auf breite Zustimmung traf. Trotzdem wollte er die anwesenden Senatoren noch einmal zur Meinungsäußerung ermuntern.
"Werte Senatoren, ich möchte niemanden übergehen, indem ich vorschnell eine Abstimmung anrege. Wenn also der eine oder andere noch etwas zu sagen hat, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt." Er blickte entlang der Reihen, damit sich weitgehend jeder angesprochen fühlen konnte, dann fuhr er fort.
"Was die Abstimmung betrifft, tendiere ich dazu, sie in zwei Schritten ablaufen zu lassen. Die bisherigen Wortmeldungen lassen erkennen, dass einer der Änderungsvorstöße auf Zustimmung stößt, während der andere eher Skepsis erzeugt bzw. einen Alternativvorschlag erbracht hat.
Ich möchte die Annahme des einen Parts nicht durch die Ablehnung des anderen gefährden. Es ist heute bereits sehr spät und wir haben nur noch kurze Zeit, um überhaupt einen Beschluss zu fassen. Es wäre verschenkte Zeit, wenn ich morgen noch einmal eine Sitzung zum gleichen Thema einberufen müsste und wir wieder von vorn anfangen."
Nochmals schaute er in die Runde.
"Es darf sich jetzt also gerne noch zur Sache geäußert werden. Ist das nicht der Fall, stimmen wir ab. Dann wird sich auch zeigen, wie die einzelnen Vorstöße ankommen."
Der Conaul setzte sich zurecht und nahm eine gemütliche Haltung ein. Damit machte er deutlich, dass er das Gremium nicht unter Zeitdruck setzen würde, obwohl er noch heute eine Beschlussfassung anstrebte. Leider neigte sich der Tag dem Ende zu. Hätte Iulius seine Bitte um die Ansprache des Themas etwas länger im Voraus geäußert, würde seine Redezeit nicht am Ende eines ohnehin vollen Senatstages liegen. Auf der anderen Seite glaubte der Konsul fest daran, dass das Gremium trotz der Zeitknappheit in dieser überschaubaren Sache heute noch zu einem Beschluss kommen würde.