Beiträge von Herius Claudius Menecrates

    Ein Bote aus der Villa Claudia kam angeflitzt, um eine brandeilige Nachricht abzugeben. Er japste, als er erklärte: "Sofort weiterleiten! Wichtig!"


    Equirria
    Ergänzung zu den Startbedingungen


    Um den Nachwuchs zu fördern, hat die Rennleitung folgenden nachträglichen Entscheid getroffen:
    Dem jüngsten Fahrer ist auch dann der Vorzug vor einem älteren zu geben, wenn in seinen Startbüchern nur zwei Wettkampfrennen stehen, er aber im Ausgleich für das fehlende dritte Rennen, mindestens zwei Trainingsrennen nachweisen kann.


    Ein Bote aus der Villa Claudia kam angeflitzt, um eine brandeilige Nachricht abzugeben. Er japste, als er erklärte: "Sofort weiterleiten! Wichtig!"


    Equirria
    Ergänzung zu den Startbedingungen


    Um den Nachwuchs zu fördern, hat die Rennleitung folgenden nachträglichen Entscheid getroffen:
    Dem jüngsten Fahrer ist auch dann der Vorzug vor einem älteren zu geben, wenn in seinen Startbüchern nur zwei Wettkampfrennen stehen, er aber im Ausgleich für das fehlende dritte Rennen, mindestens zwei Trainingsrennen nachweisen kann.


    Ein Bote aus der Villa Claudia kam angeflitzt, um eine brandeilige Nachricht abzugeben. Er japste, als er erklärte: "Sofort weiterleiten! Wichtig!"


    Equirria
    Ergänzung zu den Startbedingungen


    Um den Nachwuchs zu fördern, hat die Rennleitung folgenden nachträglichen Entscheid getroffen:
    Dem jüngsten Fahrer ist auch dann der Vorzug vor einem älteren zu geben, wenn in seinen Startbüchern nur zwei Wettkampfrennen stehen, er aber im Ausgleich für das fehlende dritte Rennen, mindestens zwei Trainingsrennen nachweisen kann.


    Ein Bote aus der Villa Claudia kam angeflitzt, um eine brandeilige Nachricht abzugeben. Er japste, als er erklärte: "Sofort weiterleiten! Wichtig!"


    Equirria
    Ergänzung zu den Startbedingungen


    Um den Nachwuchs zu fördern, hat die Rennleitung folgenden nachträglichen Entscheid getroffen:
    Dem jüngsten Fahrer ist auch dann der Vorzug vor einem älteren zu geben, wenn in seinen Startbüchern nur zwei Wettkampfrennen stehen, er aber im Ausgleich für das fehlende dritte Rennen, mindestens zwei Trainingsrennen nachweisen kann.


    Ein Bote brachte den Antwortbrief vorbei.



    Ad
    Marcus Iulius Dives
    Vicarius Domini Factionis
    Factio Veneta
    Roma



    Nach Sichtung der Unterlagen erfüllt der Fahrer Prusias Kynegros in Bezug auf die Wettkampferfahrung alle Voraussetzungen, um bei den Equirria an den Start gehen zu können.
    In den Startbüchern sind bei ihm fünf Rennen eingetragen, die als Wettkampfrennen gelten.


    Die Annahme, dass ein Trainingsrennen keine Wettkampferfahrung im Sinne der Startbedingungen beinhaltet, ist richtig.
    Die Startbedingungen ändern sich zwangsläufig für die in Reserve gemeldeten Fahrer. Hier erhält der Zweitjüngste den Vorrang vor dem Drittjüngsten, sofern er über die Mindestanzahl an Wettkampferfahrung verfügt. Ist das nicht der Fall, erhält der Drittjüngste den Vorzug.


    Ich gehe davon aus, dass alle Factiones einen Fahrer entsenden und falls nicht, im Höchstfall ein zweiter Fahrer starten dürfte.



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    gez. H. Claudius Menecrates





    Ein Bote gab die Einladung an der Porta ab.



    Einladung


    Der Consul Claudius Menecrates
    und der
    Quaestor Consulum Flavius Gracchus Minor


    veranstalten zu den Equirria
    PRIDIE ID MAR DCCCLXVIII A.U.C. (14.3.2018/115 n.Chr.)
    ein


    WAGENRENNEN
    für den Nachwuchs

    auf dem Marsfeld.



    Interessierte Factiones sind gehalten, bis
    ANTE DIEM III ID MAR DCCCLXVIII A.U.C.
    (13.3.2018/115 n.Chr.)
    ihre Teilnahme anzumelden.


    Jede teilnehmende Factio darf nur den jüngsten Fahrer melden. Er muss aber über eine Mindestwettkampferfahrung von drei Rennen verfügen.
    Bei weniger als fünf teilnehmen Factiones dürfen zwei Fahrer pro Factio starten und bei weniger als drei teilnehmenden Factiones sind es drei Starter pro Factio.



    Ein Bote gab die Einladung an der Porta ab.



    Einladung


    Der Consul Claudius Menecrates
    und der
    Quaestor Consulum Flavius Gracchus Minor


    veranstalten zu den Equirria
    PRIDIE ID MAR DCCCLXVIII A.U.C. (14.3.2018/115 n.Chr.)
    ein


    WAGENRENNEN
    für den Nachwuchs

    auf dem Marsfeld.



    Interessierte Factiones sind gehalten, bis
    ANTE DIEM III ID MAR DCCCLXVIII A.U.C.
    (13.3.2018/115 n.Chr.)
    ihre Teilnahme anzumelden.


    Jede teilnehmende Factio darf nur den jüngsten Fahrer melden. Er muss aber über eine Mindestwettkampferfahrung von drei Rennen verfügen.
    Bei weniger als fünf teilnehmen Factiones dürfen zwei Fahrer pro Factio starten und bei weniger als drei teilnehmenden Factiones sind es drei Starter pro Factio.



    Ein Bote gab die Einladung an der Porta ab.



    Einladung


    Der Consul Claudius Menecrates
    und der
    Quaestor Consulum Flavius Gracchus Minor


    veranstalten zu den Equirria
    PRIDIE ID MAR DCCCLXVIII A.U.C. (14.3.2018/115 n.Chr.)
    ein


    WAGENRENNEN
    für den Nachwuchs

    auf dem Marsfeld.



    Interessierte Factiones sind gehalten, bis
    ANTE DIEM III ID MAR DCCCLXVIII A.U.C.
    (13.3.2018/115 n.Chr.)
    ihre Teilnahme anzumelden.


    Jede teilnehmende Factio darf nur den jüngsten Fahrer melden. Er muss aber über eine Mindestwettkampferfahrung von drei Rennen verfügen.
    Bei weniger als fünf teilnehmen Factiones dürfen zwei Fahrer pro Factio starten und bei weniger als drei teilnehmenden Factiones sind es drei Starter pro Factio.



    Ein Bote gab die Einladung an der Porta ab.



    Einladung


    Der Consul Claudius Menecrates
    und der
    Quaestor Consulum Flavius Gracchus Minor


    veranstalten zu den Equirria
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    ein


    WAGENRENNEN
    für den Nachwuchs

    auf dem Marsfeld.



    Interessierte Factiones sind gehalten, bis
    ANTE DIEM III ID MAR DCCCLXVIII A.U.C.
    (13.3.2018/115 n.Chr.)
    ihre Teilnahme anzumelden.


    Jede teilnehmende Factio darf nur den jüngsten Fahrer melden. Er muss aber über eine Mindestwettkampferfahrung von drei Rennen verfügen.
    Bei weniger als fünf teilnehmen Factiones dürfen zwei Fahrer pro Factio starten und bei weniger als drei teilnehmenden Factiones sind es drei Starter pro Factio.



    Ein Bote gab die Einladung an der Porta ab.



    Einladung


    Der Consul Claudius Menecrates
    und der
    Quaestor Consulum Flavius Gracchus Minor


    veranstalten zu den Equirria
    PRIDIE ID MAR DCCCLXVIII A.U.C. (14.3.2018/115 n.Chr.)
    ein


    WAGENRENNEN
    für den Nachwuchs

    auf dem Marsfeld.



    Interessierte Factiones sind gehalten, bis
    ANTE DIEM III ID MAR DCCCLXVIII A.U.C.
    (13.3.2018/115 n.Chr.)
    ihre Teilnahme anzumelden.


    Jede teilnehmende Factio darf nur den jüngsten Fahrer melden. Er muss aber über eine Mindestwettkampferfahrung von drei Rennen verfügen.
    Bei weniger als fünf teilnehmen Factiones dürfen zwei Fahrer pro Factio starten und bei weniger als drei teilnehmenden Factiones sind es drei Starter pro Factio.



    Ein Bote gab die Einladung an der Porta ab.



    Einladung


    Der Consul Claudius Menecrates
    und der
    Quaestor Consulum Flavius Gracchus Minor


    veranstalten zu den Equirria
    PRIDIE ID MAR DCCCLXVIII A.U.C. (14.3.2018/115 n.Chr.)
    ein


    WAGENRENNEN
    für den Nachwuchs

    auf dem Marsfeld.



    Interessierte Factiones sind gehalten, bis
    ANTE DIEM III ID MAR DCCCLXVIII A.U.C.
    (13.3.2018/115 n.Chr.)
    ihre Teilnahme anzumelden.


    Jede teilnehmende Factio darf nur den jüngsten Fahrer melden. Er muss aber über eine Mindestwettkampferfahrung von drei Rennen verfügen.
    Bei weniger als fünf teilnehmen Factiones dürfen zwei Fahrer pro Factio starten und bei weniger als drei teilnehmenden Factiones sind es drei Starter pro Factio.



    Der Consul schloss das Thema mit einem: "Das freut mich" ab, um den Kaiser nicht in Verlegenheit zu bringen. Er sah zum Eingang, aber da sich weder Schritte näherten noch sich eine Silhouette abbildete, wandte er sich wieder dem Kaiser zu.


    "Die Gäste scheinen sich zu verspäten." Da er nicht wusste, wer kam, bestand die Hoffnung, es im Vorfeld zu erfahren. Gleichzeitig empfand er die Wartezeit als unangenehm, weil er sich Zeitverschwendung nie leisten konnte. "Sind wir zwingend auf sie angewiesen oder wollen wir bereits erste Punkte in Angriff nehmen?" Es ging ja um die zurückliegende Amtszeit, weswegen Menecrates nicht annahm, dass die noch zu erwartenden Gäste dabei eine Rolle spielten.

    Menecrates sah sich vor zwei Aufgaben gestellt, die er nur nacheinander angehen konnte. Es bedurfte eines klärenden Gesprächs mit Morrigan und einer Reaktion auf das rechtwidrige Handeln der Praetorianer, allen voran des Tiberius'. Die Sklavin stand vor ihm, das andere musste ohnehin bis morgen warten, denn in der Dunkelheit ging niemand mehr vor die Tür.


    Da Morrigan eine ungewollte Schnittstelle zu den Praetorianern darstellte, besaß der Consul ein erhöhtes Interesse daran, seine Sklavin zu stabilisieren. Er musste sich auf alle Personen in seinem Haushalt verlassen können. Er glaubte, Morrigan umso besser oder schneller aus dem Einfluss der Garde holen zu können je stärker sie eine Bindung an ihr neues, einst altes Zuhause spürte. Also unterstrich er seine Worte mit einer für die Ansprache an eine Sklavin untypischen Geste. Er fasste sie wieder bei den Schultern und drückte sanft, so als wolle er Halt geben.


    "Morrigan, ich habe eine Zeit der Bewährung verlangt. Hier und heute war deine Bewährungsprobe und du hast sie bestanden. Ich musste sicher gehen, dass du mir immer die Wahrheit sagst. Das macht heute auf mich den Eindruck, ich glaube dir. Damit ist mein Vertrauen zu dir hergestellt." Er blickte zwar ernst, aber nicht unfreundlich, denn obwohl es eine positive Ansprache gab, stand immer noch der Auslöser, das Brandzeichen, gegenwärtig im Raum.
    "Du bist ab jetzt ein fester Teil dieses Hauses. Da ich dich nicht freilassen darf…" Plötzlich schoss ein Gedanke durch seinen Kopf. Da gab es doch Unstimmigkeiten. Einerseits galt Morrigan als nie freigelassen, weil ihre Papiere vernichtet worden. Andererseits wurde sie öffentlich erneut versklavt. Hin wie her, ohne Prozess und Urteil gab es eigentlich auch keine Handhabe, Morrigan eine spätere Freilassung zu verbauen. Aktuell spielte das aber keine Rolle, weil sie Sicherheit brauchte und klare Verhältnisse boten das.
    Er kehrte gedanklich zu seinem angefangenen Satz zurück und vollendete ihn. "… hast du ein lebenslanges Bleiberecht. In meinem Haus trägt allerdings jeder einen Namen, so auch du." Er schaute eine Spur freundlicher.


    "Dein Name ist Morrigan und du gehörst niemals Rom. Du gehörst zu mir." Er unterstrich die Worte mit einem bedeutungsvollen Nicken, während seine Augen fragten, ob sie ihm folgen konnte.
    "Denkst du, du wirst dich bis morgen an deinen Namen erinnern?" Ein wenig lächelte er. Mit Druck wollte er nicht arbeiten, daher ließ er ihr Zeit für die Verarbeitung. Außerdem vermied er, anklingen zu lassen, was er in Bezug auf Tiberius plante.

    Menecrates unterbrach den Redefluss nicht, obwohl sich Zwischenfragen ergaben. Jede Störung barg die Gefahr des Versiegens und so lauschte der Consul aufmerksam den Ausführungen, die - von Erschütterungen begleitet - dennoch schlüssig klangen. Das Bild, was sich abzeichnete, bestätigte seinen Verdacht. Sollte es der Tiberier wirklich gewagt haben, sich des Eigentums des Consuls zu bemächtigen, um es anschließend zu beschädigen, dann würde das Konsequenzen für den Offizier nach sich ziehen. Menecrates brauchte Gewissheit.
    Er griff nach den Tunikaenden und begann sie höchst eigenständig auf Morrigans Schulter zusammenzubinden. Zwar fehlte ihm die Übung, aber es ging um die Geste. Dabei überlegte er.
    Bevor er Morrigan mit neuen Anleitungen - ihre Selbstwahrnehmung betreffend - überforderte, ging er zunächst auf das Wesentliche ein.


    Noch während er knotete, fragte er: "Die Zelle, die Soldaten, hast du etwas wiedererkannt?" Menecrates dachte dabei sowohl an die Zeit der Haft als auch an die öffentliche Versklavung. Auf alle Fälle unterschieden sich die stadtrömischen Soldaten.


    Das Ergebnis seines Ankleideversuches sah missgeformt aus, aber er strich zufrieden über den Knoten und beide Schultern. Dabei nahm er wahr, wie Morrigan sicherer wurde. Er führte das nicht auf sich zurück, die Dummheit beging er nicht. Er ahnte, woher sie ihre trügerische Sicherheit bezog.

    Das noch fehlende Licht im Dunkel musste Morrigan beisteuern, allerdings fragte sich Menecrates, ob die Sklavin bei ihrem aktuellen Geisteszustand überhaupt zusammenhängend Denken geschweige denn wahrheitsgemäße Aussagen formulieren konnte.


    "Es passierte also auf Roms Straßen am hellerlichten Tag?" Ein Verdacht regte sich, der mehr als naheliegend schien. Sollte er sich bestätigen, würde sich derjenige verantworten müssen. Aber eins nach dem anderen. Zuerst musste der Tathergang ergründet werden, wozu Morrigan eine verlässliche Aussage machen musste.


    "Morrigan, sieh mich an", forderte Menecrates auf. Er bemühte sich um einen ruhigen Tonfall, um die Sklavin nicht zu verängstigen. Gleichzeitig bestand er auf einer Antwort, weswegen er sich erhob und auf Morrigan zutrat. "Ich erwarte die Wahrheit. Wir zwei hatten verabredet, dass es keine Lügen mehr gibt." Daran wollte er sie erinnern, denn immerhin weilte Morrigan immer noch auf Bewährung in der Villa. Sie musste beweisen, dass sie fortan die Wahrheit sagte, um ein Bleiberecht zu erhalten.

    "Was ist vorgefallen, als du beim Verteilen der Spenden gefehlt hast?"

    "Ich sehe auch nicht die Notwendigkeit, explizit Christen zu befragen", schloss sich der Consul dem Tribunus an. "Diese Betrachtung wäre mir zu einseitig." Andererseits schloss Menecrates nicht aus, dass sich in diesem Kerker aktuell jeder zum Christentum bekannt hatte, gleichgültig ob er es war oder nicht. Immerhin bestand die Chance, dies in einer Befragung herauszubekommen. Es käme auf den Versuch an.
    "Befinden sich hier rechts und links Aufständische oder sind die Beteiligten am Aufstand getrennt voneinander untergebracht?"


    Er richtete den Blick auf den benachbarten Kerker, ohne viele erkennen zu können. Wahrscheinlich ließ sein Augenlicht inzwischen etwas nach, obwohl er bei Tage dergleichen noch nicht feststellen musste.

    Als der Consul Iulius das Wort erteilte, nahm er sich bereits vorsorglich Tafel und Griffel zur Hand, hörte jedoch erst einmal zu. Er nickte zum Dank für die einleitenden Worte.
    Anschließend notierte er Stichpunkte, um keines der angesprochenen Themen zu vergessen. Allerdings schob er die Beantwortung auf und begann seinerseits mit einer Einleitung.


    "Danke Senator Iulius, für deine Ausführungen.
    Anmerkungen, vor allem aber Fragen oder gar Verbesserungsvorschläge sind jederzeit willkommen"
    , stellte der Consul klar, indem er in die Runde blickte. "Ich möchte und werde niemandem das Wort verbieten. Viele Köpfe bieten mehr als nur einer die Chance auf stimmige Gesetze. Mir kommt es einzig darauf an, WIE anders lautende Meinungen geäußert werden. Die kontraproduktive Art wäre das Vernichten - siehe unsere letzte Sitzung. Als produktiv sehe ich es an, Gegenformulierungen anzubieten oder erst einmal nachzufragen, was sich hinter unverständlichen Passagen verbirgt. Manches Mal liegt nur ein Missverständnis vor, so zum Beispiel bei meinem ersten Entwurf. Da ist mir ein Schnitzer passiert, als es um die Vertragsstrafen ging. Selbstverständlich wollte ich nicht den Vertragspartner, die Factio, mit einem Startverbot beim nächsten Wettkampf belegen, sondern den Fahrer. Eine Fehlformulierung, die der Nachtarbeit geschuldet ist. Eine Nachfrage hätte ich als äußert hilfreich empfunden, während mich die mehrstimmig erfolgte Vernichtung nicht dazu ermuntern konnte, den Fehler überhaupt aufzudecken."


    Wieder streifte sein Blick durch die Ränge. "Aber die Vertragsstrafen sind nicht unser aktuelles Thema." Er blickte auf seine Notiztafel.
    "Beginnen wir mit der Nachfrage zu Paragraf eins." Er hob den Blick und begann:


    "Ich habe vor der Erstellung dieses Entwurfes viel recherchiert. Nicht alles, was ich in Erfahrung bringen konnte, fand ich auf Anhieb schlüssig. Dazu gehört unter anderem dieser erste Paragraf, aber je länger ich darüber nachgedacht habe umso mehr erschließt sich mir der Sinn. Ich möchte es erklären: Gesetze - und zwar alle Gesetze - müssen geschlossen sein. Das bedeutet in diesem Fall, dass die Definition von Wagenrennen Bestandteil des Gesetzes ist. Ich habe mich anfangs auch gefragt, warum? Jeder weiß, wie ein Wagen aussieht, jeder kennt die Arenen und niemand käme auf die Idee ein Rennen länger oder kürzer als sieben Runden andauern zu lassen. Das alles sind Bestandteile eines ungeschriebenen Gesetzes.
    Halten wir aber die Modalitäten von Wagenrennen per Gesetz fest, dann bedarf es auch beim Grundlegenden eine Festlegung, denn Gesetze sollen menschliches Verhalten regeln. Was nützt ein Gesetz, dass alle Abläufe regelt, aber nicht ausschließt, dass einer der Starter mit einem sehr viel leichteren Streitwagen antritt als die Konkurrenz? Oder ein Ausrichter wählt eine preiswerte Örtlichkeit, die wegen fehlender Sicherheit Teilnehmer und Zuschauer gefährdet.
    Bei Verletzung von Gesetzen kann auf der Grundlage einzelner Paragrafen geklagt werden. Ich frage mich, bietet ein Prolog eine geeignete Rechtsgrundlage für eine Klage?"

    Der Consul konnte das nicht mit Sicherheit ausschließen, zumindest nicht aus dem Stehgreif.


    "Vielleicht weiß jemand der Anwesenden dazu Näheres, ich gehe erst einmal auf die nächste Frage ein. Ich habe die neue Klassifizierung in öffentliche und nichtöffentliche sowie private Wagenrennen gewählt, weil diese sich besser abgrenzen lassen - gerade in Bezug auf die Meldung der Nichtöffentlichen beim Praefectus Urbi. Ich finde, der Praefectus sollte Bescheid wissen, wenn in Rom Ereignisse der Größenordnung von Wagenrennen stattfinden, die weder von einer Person oder Stelle des öffentlichen Lebens ausrichtet noch auf einen Festtag fallen. Aber zurück zum Thema: Ich halte die Gliederung in groß und klein für zu dehnbar. Wäre ein Rennen, an dem vier Factiones geladen sind, groß oder klein? Ich wüsste es nicht zu sagen und vermutlich sieht das auch jeder etwas anders. Hingegen halte ich Wagenrennen, die von einem definierten Personenkreis ausgerichtet werden, für klar abgrenzbar."


    Der Consul wandte sich direkt an Dives.
    "Dem Gesetzentwurf zufolge wäre sowohl das Rennen im Rahmen einer Kandidatur als auch das Totenrennen nichtöffentliche bzw. private Wagenrennen nach Paragraf drei. Ich beabsichtige keine Aufteilung von Rennen in solche, die der Öffentlichkeit zugänglich sind und solche, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Zu allen Wagenrennen darf geladen werden, wer auch immer eingeladen sein soll. Mir geht es um eine Abtrennung von gesamtgesellschaftlichen Ereignissen und solchen, die privat initiiert sind.
    Trainingsrennen…"
    Der Consul legte eine Atempause ein, um sich gleichzeitig zu sortieren.
    "… sind für mich keine Ereignisse in obigem Sinne. Das Training dient der Vorbereitung auf Wettkämpfe oder Schauläufe und bedarf nach meiner Ansicht keiner gesetzlichen Reglementierung. Vielleicht ist es eine Überlegung wert, Freundschaftsrennen unter Beteiligung von mehr als zwei Factiones als meldepflichtig zu deklarieren."


    Er wandte sich wieder an das gesamte Kollegium.
    "Wenn noch irgendetwas unklar geblieben sein sollte, dann bitte gerne nachfragen."
    Anschließend wandte er sich nochmals an Dives.
    "Ich denke, deine Nachfragen bezüglich der Genehmigungspflicht von Trainingsrennen habe ich bereits beantwortet. Sie fallen nicht in die angestrebte Genehmigungspflicht, wobei ich diese Pflicht auch nicht als Geißelung aller Beteiligten einführen möchte, sondern tatsächlich zum Schutz aller. Bei gesamtgesellschaftlichen Großereignissen haben wir ja in aller Regel die Einheiten vor Ort und deren Ausrichtung geht ja ohnehin nicht am Praefectus Urbi vorbei. Anders sieht es bisher, wie mir scheint, bei den privaten und nichtöffentlichen Veranstaltungen aus. Hier möchte ich eine Meldepflicht anregen."


    Als letzten Vermerk auf seiner Tabula erblickte er ein Fragezeichen und die Ziffern 323.


    "Wir können gerne über die Streichung des dritten Satzes diskutieren. Ich bin da durchaus kompromissbereit, aber vielleicht liegt hier auch nur ein Missverständnis vor und eine verbesserte Formulierung kann es ausräumen. Da dem Praefectus Urbi die Verwaltung der Hauptstadt und des gesamten Umlandes im Bereich von dreiunddreißig Duo Milia Massum obliegt, schließt das Ostia für mich als einzige Stadt außerhalb Roms mit ein."


    Sicherlich ergaben sich weitere Fragen oder erneute Nachfragen, denn ein Gesetz musste ausgefeilt sein und wo gefeilt wurde, fielen eben auch Späne.

    Zu etwa fünfzig Prozent bestand die Hoffnung, dass Silanas Auftritt würdevoll vonstatten ging. Die anderen fünfzig Prozent setzten sich aus einem Potpourri aus mehr oder minder kreativen Möglichkeiten der missglückten Selbstdarstellung zusammen. Es konnte witzig enden, aber genauso gut auch blamabel. Menecrates blickte seiner Enkelin gespannt entgegen, während er sich fragte, welchen Form von Auftritt sie für Marcellus' Begrüßung vorgesehen hatte, wobei es sich selten um eine Vorsehung, sondern meist um eine Überraschung handelte, die sämtliche Anwesenden als solche wahrnahmen.
    Immerhin - bei allem, was sie verschusselte, wirkte Silana stets anmutig auf ihre spezielle Art.


    "Tja...", kommentierte Menecrates den herausragenden ersten Eindruck, den seine Enkelin hinterließ. "Ich mache euch am besten einmal miteinander bekannt. Marcellus, das hübsch drapierte Seidenkleidchen wird von meiner bezaubernden Enkelin Silana getragen. Silana, meine Liebe, das ist dein..." Er stockte kurz, dann umging er einfach die direkte Bezeichnung. "... der Sohn meines Neffen Victor."

    Nachdem Tiberius Verus einfach einmal reingegangen war, lotste ihn eine ganze Schar von Sklaven in ein Tablinum. Ein einzelner hätte das wohl nicht vollbracht.
    Parallel dazu wurde der Consul benachrichtigt, der seit der Enthüllung des widerrechtlich gesetzten Brandzeichens in Bezug auf Tiberius nicht nur hochgradig misstrauisch reagierte, sondern ihn deswegen auch herbeordert hatte. Allerdings wurde das Vorhaben des Vortages noch nicht umgesetzt, denn schneller als gedacht fand der Trecenarius am frühem Morgen und von allein den Weg in die Villa Claudia.


    Liktor Faustus und Leibwächter Marco folgten Menecrates auf dem Fuß, als er auf das Tablinum zusteuerte. Sein Blick suchte den Trecenarius, während seine Brauen eine Falte über der Nasenwurzel produzierten.
    "Die Zustellung der Vorladung können wir uns jetzt sparen." Es klang nicht freundlich, obwohl der Umstand, dass Tiberius von selbst kam, eigentlich Anlass zur Genugtuung geben könnte.

    Zitat

    Original von Apolonia
    Bleibe uns noch lange erhalten und mach weiter so.
    Du hast IR sehr stark wiederbelebt, durch deine Impulse und deine freundliche Art. :app:


    :dafuer: Absolut!


    Alles Liebe und außerdem die drei "G"s: viel Glück, Gesundheit und immer ausreichend Geld.




    Eigentlich schreibe ich NIE in solchen Threads, sondern gratuliere auf direktem Weg - sofern ich von Geburtstagen weiß. Diese Ausnahme muss sein! :)