Als der Wunsch nach einer Erfrischung fiel, gab Menecrates durch ein Zeichen einem der Haussklaven zu verstehen, er möge das Gewünschte besorgen. Anschließend nahm er die an ihn gerichteten Wünsche entgegen, wehrte aber die Überbringung der Dankbarkeit ab. Er hob beide Hände und obwohl gerade noch ein kleines Lächeln um seine Lippen spielte, wurde er nun ernst.
"Die Familie muss immer zusammenhalten", gab er als erste und für ihn wichtigste Lektion fürs Leben weiter. "Nichts hat Vorrang vor der Familie." Dies stellte seine zweite Leitlinie dar. "Es ist also selbstverständlich, dass ich dich aufnehme und fördere." Er wies auf eine Sitzecke, in der um einen Beistelltisch mehrere Korbsessel standen. "Gleiches gilt natürlich auch für die Sklaven. Ich nehme an, sie sind bereits untergebracht." Zumindest erwartete er das selbstständige Organisieren derlei Sachen von seinem Hauspersonal.
Er ließ sich in einem der Sessel nieder und lehnte sich bequem an. Währenddessen überlegte er, ob er wohl Zeit für Privatpost fand, musste dies aber verneinen. "Lucius, ich wäre dir sehr verbunden, wenn du selbst deine Mutter auf dem Laufenden hältst. Ich stecke aktuell mitten in der Organisation eines Wagenrennens und habe außerdem jeden Tag eine Ermittlungskommission im Haus. Das bedeutet viel Arbeit und Privates steht derzeit weit hinten an. Ich schlage auch vor, ich lasse dich in Ruhe ankommen und selbst bestimmen, wann du für dein Lehrjahr bereit bist. Das eine oder andere werden wir vorher besprechen müssen."
Eine Haussklavin kam und brachte Getränke der verschiedenen Art. Marcellus würde wählen können.