Beiträge von Decima Valeria

    Valeria lächelte und drückte Maximian einen Kuss auf die Stirn, nachdem er sie zu sich gezogen hatte. Zugegeben, ein bisschen komisch war es schon, wie sie nun so auf ihm hockte. Sie fühlte sich so nicht wohl, hatte sie doch keinerlei Erfahrung - von ihrer ersten Vereinigung mit Maximian einmal abgesehen. Doch sie blieb erst einmal sitzen und wartete, was Maximian nun weiter mit ihr tun würde.

    Maximian löste sich erst eine ganze Weile später von ihr und sah sie an. Valeria betrachtete aufmerksam sein Gesicht, in dem die Gedanken ziemlich gut abzulesen waren. Er schien Trauer zu verspüren darüber, dass alles nicht so gelaufen war, wie sie sich das vorgestellt hatten. Valeria ging es ebenso, doch wollte sie in der noch verbleibenden Zeit einfach nicht daran denken.


    Sie drückte Maximian zurück in die Kissen und fuhr mit den Fingerspitzen leicht lächelnd über sein Gesicht.
    "Lass uns diese eine Nacht noch genießen, Maximian", flüsterte sie und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen, während eine ihrer Hände an seiner Seite entlang nach unten strich, um dann wieder umzukehren und unter seiner Tunika nach oben zu gleiten. Sie sah ihn an, sah ihm in die Augen und fühlte, wie ihr Herz allein bei seinem Anblick und derm Umstand, dass sie ihm berühren durfte, schneller schlug.


    Sie verdränge erfolgreich die Gedanken an Livianus und den Umstand, dass sie erwischt wurden. Es war geschehen und man konnte es nicht rückgängig machen; da brachte es auch nichts, darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn...

    Valeria hatte erfreut gelächelt, als sie seine zwei Worte vernommen hatte. Zwei Worte, für die sie dankbar war. Schließlich hätte er auch anders denken und gehen können. Doch dass er es nicht tat, sprach für ihn und dafür, dass die Gefühle, die sie für ihn hegte, richtig waren.


    Nach einer Weile in angenehmer, vertrauter Stille, drehte sich Maximian so, dass Valeria auf seinem Arm zu liegen kam und er sie ansehen konnte. Ihr Geliebter schien sie regelrecht aufzufuttern mit seinen Blicken. Seine Hand streichelte derweil ihren Bauch und das Kerzenlicht tauchte ihren Körper in einen samtig-goldigen Farbton. Valeria erwiderte seinen Blick und deutete es falsch, als er sich plötzlich zu ihr beugte. Sie dachte, er hatte sie küssen wollen - doch dem war nicht so, denn Valeria, die schon ihre Augen geschlossen hatte, um den Moment voll auszukosten, vernahm nun seine Stimme. Dabei öffnete sie die Augen wieder und musste unweigerlich genauso schmunzeln wie Maximian, der seinen Kopf nun doch senkte und ihr einen zaghaften Kuss gab.


    War er zuerst noch vorsichtig gewesen, so wurde Valeria nun leidenschaftlicher. Ihre Augen waren geschlossen, während die Hand, auf der sie nicht lag, sich unter die Tunika schob, die er seit Livianus' Besuch wieder trug, und sanft über seine Brust strich.
    Ihr ging es gut. Und es ging ihr noch viel besser, wenn Maximian sie berührte und ihr sagte, dass er sie liebte.

    Augenstern....so hatte sie noch nie jemand genannt. Herz des Herzens, ja. Flavius hatte sie damals so genannt, aber Augenstern? Das war neu und es gefiel ihr. Sie seufzte glücklich und verlagerte ihr Gewicht so, dass sie Maximian damit zu Fall brachte und er sich in die Kissen sinken lassen musste. Auf einem Ellbogen aufgestützt, fuhr sie ihm mit der anderen Hand liebevoll über sein Gesicht.


    "Bleibst du noch, heute Nacht?" fragte sie ihn, leise flüsternd. Es würde wahrscheinlich für eine lange, sehr lange Zeit das letzte Mal sein, dass sie sich so nahe sein würden wie in dieser Nacht. Valeria wollte lieber müde am nächsten Morgen sein, als Maximian in dieser Nacht, die ja nun etwas besonderes war, gehen lassen. Sie bettete ihren Kopf auf seine Brust, spürte, wie sie sich rhythmisch hob und senkte und hörte, wie sein Herz schlug.

    Sie seufzte dankbar und drückte sich sogleich noch fester an Maximian heran. Sie fürchtete sich vor der Zukunft. Was sollte sie nur tun, wenn sie jetzt von ihrer Gens verstoßen wurde? Wenn ihre Mutter starb, war sie allein. Wo sollte sie leben? Wer würde sie lieben, wenn nicht Maximian? Er wäre der einzige, der ihr Herz in Händen halten würde. Leise schluchzte Valeria in Maximians Tunika herein.


    "Wenn....der pater familias erfährt...meinst du, er kommt sofort zurück? Denkst du, dass wir noch etwas Zeit haben, ehe...ich nach Rom zurückkehre? Ich brauche dich..."


    Valeria spürte, wie Maximians Herz im gleichen Takt mit dem ihren schlug. Es musste ebenso schwer sein wie ihr eigenes. Sie war nicht die einzige, die Trost brauchte. Deswegen schob sie den jungen Mann etwas von sich, und legte ihre Hände an seine Wangen. Beruhigend streichelte sie ihm mit den Daumen über die stoppelige Haut. Ihre Stirn lag an seiner, ihre Augen blickten in seine. Ihre eigenen, braunen Augen waren feucht und sie sah, dass die Ereignisse auch Maximian nicht ganz so unberührt gelassen hatten, wie sie geglaubt hatte.


    "Ich werde stark sein, Liebster", flüsterte sie. Ihr Blick glitt zwischen seinen Augen hin und her, zwischen seinen so unwahrscheinlich blauen, vertrauend schauenden Augen.
    "Ich werde auf dich warten. Immer. Ich....habe Angst. Angst vor der Zeit ohne dich. Angst vor dem Tod meiner Mutter. Du bist der einzige, der mir außer ihr so viel bedeutet. Ich könnte es nicht ertragen, dich zu verlieren. Aber wenn....wenn es auch ein Menschenleben dauern mag und wir uns erst im Elysium wiedersehen, ich werde warten."


    Valeria blickte ihn noch einen Moment lang an. Eine eizelne Träne rann an ihrer Wange herab und hinterließ eine silbrig schimmernde Bahn, die im Licht der einzelnen Kerze funkelte. Dann beugte sie seinen Kopf leicht und hob ihren eigenen, um ihm einen zittrigen Kuss auf die Stirn zu geben.


    Sie war noch immer nur halb bekleidet, dass das störte sie nicht, denn sie vertraute Maximian grenzenlos. Eine ihrer Hände suchte nun den Weg zu seiner, um sich mit seinen Händen zu verflechten. Sie sah nun auf ihrer beider Hände hinab und lächelte leicht.


    "Wir werden zusammen sein. Ich liebe dich", murmelte sie sehr leise.

    Stumm hörte sie ihm zu, weiterhin an ihm vorbei sehend. Und als er geendet hatte, wandte sie langsam den Blick und sah ihn an. Einige Herschläge lang sagte sie nichts und tat auch nichts. Dann hob sie ihre Arme um Maximian zu umarmen, was die Decke dazu veranlasste, von ihr herunterzurutschen und sie somit teilweise entblößte. Doch das kümmerte sie nicht. Sie schloss ihren Geliebten in ihre Arme, drückte sich an seinen Brust und weinte nun doch stille Tränen.


    "Oh Maximian...was haben wir nur getan...." flüsterte sie in seine Tunika hinein und drückte sich noch fester an ihn heran.
    "Ich will so gern glauben, dass es eine Zukunft gibt, in der wir beide glücklich sind... Aber.... Meinst du, er sagt es ihm?" fragte sie ihn und spiele damit darauf an, dass Livianus es Meridius sogar noch schriftlich mitteilen konnte, ihm vielleicht einen Brief nach Rom sandte.


    "Ich liebe dich auch", sagte sie und schob ihn ein Stückchen fort, um ihm in die Augen sehen zu können.
    "Aber wie können wir guten Gewissens aneinanderdenken, wo wir doch damit den Zorn der Familie auf uns ziehen? War mein Herz eben noch im Himmel, so ist es nun so schwer wie ei Wackerstein", seufzte Valeria frustriert und lehnte sich nun wieder an Maximians starke Brust, in der Hoffnung, er mochte sie trösten.

    Valeria sah auf, blickte in seine blauen Augen, die sie schmerzlich ansahen. Sie selbst sah kurz weg, denn sie würde vollends vor Schmerz vergehen, wenn sie auch nur noch einen Moment länger in dieses stille, unendliche Meer sehe würde. Valeria bereute die vergangenen Tage nicht, nein. Sie sah es ähnlich wie Maximian. Wieso sollten sie die Götter zusammengebracht haben, wenn sie nun beabsichtigten, die wieder zu trennen?


    Sie schüttelte traurig den Kopf und starrte an Maximian vorbei ins Leere.
    "Ich.... Maximian, was....was sollen wir denn nun tun? Man wird es nicht dulden... Sie werden uns beobachten..."


    Valeria verstummte und sah Maximian bitter an. Sie konnte gerade noch das Fließen der Tränen zurückhalten, die ihr in die Augen gestiegen waren.
    "Wenn ich nicht gekommen wäre, dann...."


    Abermals hielt sie inne.
    "Und was willst du tun? Willst du dich gegen deinen Vater stellen? Den pater familias? unseren pater familias?"

    Valeria schluckte und blickte Livianus nach, wie er verschwand. Kaum war er aus der Tür draußen, war das Verlangen kaum noch auszuhalten, sich an Maximian zu kuscheln und ihn nie wieder los zu lassen. Doch sie tat es nicht, sondern saß nur weiter stumm im Bett und blickte auf die Hände in ihrem Schoß.


    "....das war es dann", flüsterte sie kaum vernehmbar.
    "Wir hatten nie eine Chance und werden auch weiterhin keine haben. Es....es tut mir leid, Maximian. Ich hätte niemals herkommen sollen."

    Valeria sah traurig zu Maximian hinüber und räusperte sich dann leise.


    "Ich werde nach Rom zurückgehen", sagte sie kaum vernehmbar. Kurz blickte sie noch zu Livianus hinüber, dann streckte sie einen Arm aus, um ihre Hand auf die Maximians zu legen.


    Sie fühlte sich taub und so, als ob sie ganz allein an allem Schuld war. Wäre sie nicht nach Tarraco gekommen, so hätte sie sich nicht in den Sohn des pater familias verliebt und es wäre nie dazu gekommen. Die junge Decima seufzte , dann nahm sie die Hand wieder zu sich.
    Sie fühlte sich verloren.

    "Es sollte niemand erfahren. Wir....wir lieben uns, Livianus", stammelte Valeria, die sich nun dazu entschlossen hatte, doch etwas zu sagen. Bei den letzen, wenigen Worten sah sie kurz auf.


    Warum setzte er sich zu ihnen? Warum ging er nicht einfach? Wieso ließ er ihr nicht wenigstens die Zeit, sich wieder anzukleiden? Valeria sah stumm zu Maximian hinüber und blickte dann ausdruckslos und in Gedanken wieder in ihren Schoß

    Valeria hatte die Situation sehr angespannt verfolgt. Sie wusste nicht, wie sie reagieren sollte oder was sie sagen konnte, damit Livianus sich nicht zu sehr aufregte. Beschämt senkte sie deshalb den Blick und sah weg, während sie sich gleichzeitig weiterhin bedeckt hielt. Maximian würde sich darum kümmern; aber Valeria mochte gar nicht daran denken, was nun aus ihnen - und ihrer Beziehung zueinander - werden würde.


    Sie hatte Livanus nichts zu entgegnen, ließ Maximian einfach reden und kauerte weiterhin auf dem Bett, den Blick gesenkt. Sie fühlte sich schlecht, ertappt und unwohl.

    Valeria tat nichts. Sie blickte Maximian nur mit einer Mischung aus Angst und schlechter Vorahnung an. Ihre Augen folgten seiner Bewegung, als er ihr bedeutete, leise zu sein und als er sich dann erhob, seine Tunika suchte und überzog. Sie sah, wie er zur Tür ging, lauschte, und sie wieder ins Schloss drückte. Und dann kam er zurück, reichte Valeria ihr Gewandt und setzte sich dann neben sie.


    Sie war leicht weiß um die Nase herum und sah Maximian in die Augen.
    "Er wird es erzählen, Max", flüsterte sie ängstlich.


    Es war so schön gewesen - und nun das! Am ersten Abend! Warum nur? Sie waren so leise gewesen. Was hatte den Sklaven nur dazu veranlasst, hier herein zu kommen?


    Mechanisch nahm sie das Nachtgewandt an, dass Maximian ihr hinhielt. Sie machte jedoch keine Anstalten, sich wieder anzuziehen. Stattdessen legte sie es neben sich auf das Bett und führe ihre Hand anschließend zu der ihres Geliebten, die auf ihrem Bauch ruhte. Ihe Finger verflochten sich mit den seinen, während sie ihn noch immer nervös ansah.


    "Was machen wir denn jetzt? Was..... Bleibst du noch?"

    Maximian wollte ihr gerade sagen, dass sie ruhig öfter der Fleischeslust nachgehen konnten - als plötzlich ein Klicken erscholl und die Tür sich öffnete. Valerias Augen wurden groß, doch sie reagierte mit einer für die Situation löblichen Schnelligkeit.


    Geschwind zog sie die Decke vom Boden und breitete sie über Maximian und sich aus. Aus großen Augen blickte sie über Maximians Schulter zur Tür hin. Sie hatte Angst. Sie waren entdeckt worden und würden ganz sicher bestraft werden. Ihr Herz pochte wie wild.


    Das Reden hatte sie Maximian überlassen und als der Sklave nun ging, sagte sie nichts, sondern blickte ihren Liebsten nur fragend an.

    In Valeria rollte ein wahrer Sturm von Gefühlen heran. Lust, Erfüllung, Leidenschaft und das unstillbare Verlangen nach mehr. Mehr von Maximian und von diesem Kribbeln, das von ihrem Schoß ausging und ihren gesamten Körper erfüllte.


    Valeria presste ihren Unterleib dem Maximians entgegen, intensivierte damit die Reibung und vergrößerte noch die Lust, die ihr innewohnte. Maximian musste es genauso gehen, denn er stöhnte und wurde schneller in seinen Bewegungen. Valeria seufzte und versuchte, ihren Atem etwas zu beruhigen, doch es war ein sinnloses Unterfangen, obwohl sie doch unten lag.


    Langsam aber sicher wuchs das Kribbeln zu einem so starken Prickeln heran, dass Valeria sich leicht krümmte. Sie hatte eine Hand in Maximians Nacken gelegt und fuhr ihm mit dieser Hand nun durch das braune Haar. Ihren Kopf bog sie in den Nacken und so liegend und mit geschlossenen Augen ließ sie ein leicht ersticktes Keuchen hören, stets darauf bedacht, nicht zu laut zu sein. Neben ihrem Kopf lag der Maximians, der sich in ihre Haare presste und ebenfalls erstickt keuchte.


    Valeria war warm - so schrecklich warm - und die Gefühle, die er in ihr auslöste, verstärkten mit jeder seiner Bewegungen noch mehr.


    Und dann.....dann zog sich plötzlich alles in ihr zusammen. Sie keuchte und hielt sich an Maximian fest, der sich einen Moment später zurückzog und sich entlud. Sein unterdrücktes Stöhnen reizte sie noch einmal zusätzlich und ließ Valerias Körper erbeben. Nur langsam sank sie zurück in die Kissen und entspannte sich.


    Eine Weile lagen sie noch so da, leise keuchend nach Atem schnappend und darauf wartend, dass sich ihr Herzschlag verlangsamte. Dann rollte sich Maximian von Valeria herunter und bot ihr seinen unverletzten Arm an, den sie auch sogleich nutzte, um sich an ihn zu kuscheln. Sie sah zu ihm auf und seufzte glücklich. Mit einer Hand fuhr sie durch sein Haar und ließ die warme Hand schließlich auf seiner Wange ruhen. Leicht lächelte sie ihn an.


    "Das....das war....unbeschreiblich.... So schön..." flüsterte sie und schloss die Augen, nur um sich noch enger an ihren Geliebten heranzukuscheln. Sie machte sich dabei so klein als möglich, um das Gefühl der Geborgenheit noch zu verstärken.

    Valeria genoss Maximians Berührungen, erbebte unter jeder einzelnen. Und er verstand es, eine Frau zu betören, das musste man ihm lassen. Kurz fragte sie sich, ob er schon einmal mit einer anderen Frau so eng beieinander gelegen hatte, ob es diese Julia gewesen war und ob er die gleichen Gefühle gehabt hatte wie nun bei ihr. Doch dieser Gedanke wurde von seiner Hand beinahe augenblicklich weg gewischt.


    Zurück ließ Maximians Hand ein angenehmes Prickeln, vermengt mit Vorfreude und Nervosität. Sein Gesicht kam dem ihren wieder näher und dann sah er sie fragend und sehr verlangend an. Sie lächelte leicht und schlug die Augen nieder, was Maximian als ein Ja deutete, denn das war es.


    Kurz darauf langte Maximian nach unten und befreite sich umständlich von seinem Lendenschurz. Valerias Atem ging schnell wie der seine. So etwas hatte sie noch nie gefühlt, noch nie war sie von einem Wunsch so dermaßen beseelt gewesen wie jetzt von diesem: sie wollte Maximian. Sie wollte ihn mit jeder Faser ihres Körpers und jedem Gedanken. Und dann zeigte er ihr, was sie tun sollte, und sie tat es und öffnete sich für ihn. Maximians Erregung verschmolz mit der ihren. Valeria schloss die Augen bei diesem unbeschreiblichen Gefühl und umarmte Maximians Oberkörper. Sie war nur leicht verkrampft, weshalb der Schmerz auf ein Mindestmaß zurückging. Der junge Decimus vergrub sein Gesicht in Valerias Haaren. Ihm entfuhr ein seufzender Laut. Und als ihr Geliebter die ersten, zaghaften Bewegungen machte und sie dabei ansah, konnte sie auf seinem Gesicht die verschiedensten Gefühle ablesen. Da waren Zärtlichkeit, Verlangen, Glück und auch etwas Schelmisches. Und Liebe, so viel Liebe!


    Valeria seufzte glücklich und umarmte Maximian, um ihn zu Küssen, während er sich weiterhin vorsichtig bewegte. Ihr eigenes Gesicht war entspannt, ihr Blick zärtlich und erwartungsvoll. Was er ihr schenkte, war einfach wunderbar. Dabei hatte sie noch längst nicht alles spüren können...


    Mit geschlossenen Augen und auf einer Welle gleitend, die langsam an Beständigkeit zunahm, flüsterte sie leise an Maximians Ohr:
    "Ich....liebe dich...du machst mich so glücklich......"

    Maximian schien nicht mehr lange Stand halten zu können. Nur ganz kurze fragte sich Valeria, was sie denn an sich hatte, dass sie so anziehend auf ihn wirkte, doch schnell verflog der Gedanke wieder, als seine Hand abermals an ihrem Körper herunter fuhr und nun auf dem dünnen Stoff verweilte, der ihre Haut noch von der seinen trennte.


    Valeria atmete nun rascher. Das Kribbeln war so elektrisierend, dass es kaum mehr auszuhalten war. Sie wollte nur noch Maximians Körper spüren, seine Stärke, seine Sanftmut. Sie blickte in seine blauen Augen, so weit und so unergründlich wie das Meer, dass sie darin versinken konnte.


    Auch ihr Herz schlug schneller, als Maximian seine Hand mit samt dem Stoff über ihren Oberschenkel nach oben gleiten ließ und erst auf ihrer Taille zum Erliegen kam. Die ganze Zeit über sah Maximian sie an und nahm ihm damit die Angst, die sie zugegebenermaßen doch etwas verspürte, denn Maximian war der erste, den Valeria überhaupt an sich heran ließ.


    Und bei dem nächsten Kuss dachte sie, sie würde vergehen, wenn er auch nur einen Herzschlag länger andauern würde, so sinnlich war er. Valeria ihrerseits hob beide Hände und strich über Maximians muskulöse Brust, seinen Rücken, seine Oberarme und fuhr dann wieder zurück zu seinem Gesicht. Sie legte eine Hand in seinen Nacken und zog ihn zu sich herunter, um sogleich wieder in einem fordernden Kuss mit ihm zu verschmelzen. Was er mit ihr tat, eigentlich ohne dass er etwas tat, erfüllte sie ganz und vollkommen.


    Und sie wollte mehr davon.

    An Maximians Brummen erkannte Valeria, dass es ihm gefiel, wie sie ihn streichelte. Deswegen machte sie weiter damit, bis Maximian sich plötzlich umständlich erhob und seine Tunika ablegte. Nun ja, ablegen war sicherlich nicht der beste Begriff. Eher pfefferte er sie in eine Ecke neben der Lagerstatt...


    Und dann kam er zurück und bettete sich halb auf Valeria, was sie mit einem schlemischen Ächzend quittierte. Doch allzu lange konnte sie nicht schmunzeln, denn schon waren Maximians Lippen wieder auf ihren, schon umschlangen sich ihre Zungen wieder und schon fühlte sie das angenehme Kribbeln wieder, als seine Lippen tiefer hinab rutschten. Sie atmete leise hörbar aus und schloss genießend die Augen. Seine Hand kam auf ihrem Bauch zu einem Halt, was sie dazu veranlasste, die Augen wieder zu öffnen und ihn verträumt anzusehen. Maximian war anzusehen, was er gern getan hätte. Und Valeria erwiderte diesen Blick bis ins kleinste Detail, denn sie spürte dasselbe.


    Eine ihrer Hände griff die seine und verflocht sich mit seinen Fingern, die sie fest drückte. Und dann hauchte er ihr einen Kuss auf die Lippen und brachte einige wenige Worte hervor, die in ihrem Inneren zu schwingen begannen. Ihre andere, freie Hand fuhr durch sein Haar und strich ihm zärtlich über das Gesicht, wobei seine Barthaare - nein, von Stoppeln konnte man da nicht mehr sprechen - leise kratzten.


    "Nicht gut. Du wirst ihn noch brauchen...." schmunzelte Valeria, verfiel jedoch kurz darauf wieder in die naiv-positive Art zurück, die den Verliebten eigen ist.
    "Maximian....was stellst du nur mit mir an...ich will dich fühlen...dich überall spüren...."


    Valeria schloss die Augen und hob den Kopf so weit an, dass sie Maximians Nase küssen konnte; was sie auch tat. Sie bedeckte sein Gesicht mit kleinen Küssen, ließ sich dann zurücksinken und sah ihn erwartungsvoll an.

    Valeria sah in seine wunderbar blauen Augen und hörte die wenigen Worte, die er flüsterte, doch sie wusste, dass er sie nur um ihretwillen sagte. Seine Streicheleien um ihren Mund herum kitzelten sie. Und das widerum bewegte sie dazu, verführerisch zu schmunzeln und zaghaft in seinen Finger zu beißen, ehe sie ihm die Zunge heraus streckte und ihn dann mit beiden Armen zu sich herunter zog, um ihn zu küssen.


    Und während sie sich wieder küssten, fordernder, verlangender diesmal, spürte Valeria, wie Maximians Hand über ihren Körper glitt. Sie sog Luft ein und hielt sie einen Moment lang an, denn diese einzelne Berührung allein löste einen wahren Sturm von Gefühlen in ihr aus. Langsam atmete sie aus und genoss Maximians Liebkosungen. Doch auch sie wollte ihm Gutes tun; deswegen fuhr sie mit einer Hand so weit sie konnte über seinen Rücken und wieder zurück. Und als sie es das nächste Mal tat, streichelte sie seine blanke Haut unter der Tunika, denn sie hatte die Hand nun darunter geschoben.


    Gespannt und mit einem wohlig-warmen Kribbeln im ganzen Körper wartete sie darauf, was Maximian als nächstes tun würde...

    Valerias Herz begann nun vollends gegen den Brustkorb zu hämmern, als sei er ein Gefängnis und es wolle ausbrechen. Der Kuss elektrisierte sie. Zuerst war er zärtlich, dann wurde immer leidenschaftlicher. Maximian und Valeria waren auf das Lager gesunken; und Valeria konnte nich umhin, Maximian mit beiden Armen eng zu umschlingen. Sie wollte ihn nie mehr loslassen, nie wieder seinen Atem auf ihrer Haut missen. Kurz trennten sie sich, um nach Luft zu schnappen. Dann senkte Maximian seine Lippen wieder auf die Valerias, die bei dieser wiederholten Liebkosung nun die Augen schloss. Ihr Herz klopfte mittlerweile bis in den Hals hinauf und schien zerspringen zu wollen.


    Ihre Finger waren leicht feucht. Sie war aufgeregt und etwas nervös, vertraute aber Maximian wie niemand anderem auf dieser Welt. Und als er schließlich an ihrem Hals hinab wanderte und immer wieder kleine Küsschen auf ihre zarte Haut setzte, erbebte sie innerlich vor Verlangen. Ihr Atem ging bereits jetzt etwas schneller.


    Langsam hob sie eine Hand und führte sie zu Maximians Kopf. Sie strich über sein Haar und dann hinab zu seinem Kinn. Sanft drückte sie es nach oben, sodass er zu ihr aufsehen musste. Ihre Hand ruhte auf seiner Wange, als sie nun sprach.


    "Sie werden uns bestrafen..." flüsterte sie warnend, doch ihr Blick und ihre Körperhaltung straften diese ausgesprochene Warnung Lügen.

    Ein leises Kichern war zu vernehmen. Valeria, die den dumpfen Laut gehört hatte und sich darüber amüsierte, wie Maximian in der Dunkelheit herumtastete. Ihre Augen hatten sich bereits an das Dunkel gewöhnt, sodass sie Maximian recht gut erkennen konnte. Sie stand auf, ging zu ihm hinüber und schob ihn sanft in Richtung ihres Lagers.


    "Na, hast du dir weh getan?" grinste sie ihn belustigt an, während sie durch seine Haare strich. Sie entschied sich, nun doch etwas Licht zu machen. Deswegen zündete sie eine einzelne Kerze an, die auf einem kleinen Tischchen stand und nun den Raum mit warmem, schummrigem Licht erfüllte. Valeria setzte sich neben Maximian und sah ihn verliebt an.


    Sie hob eine Hand an sein Gesicht, strich behutsam darüber und murmelte:
    "Ich liebe dich...."