Sie seufzte. So hatte sie das noch gar nicht gesehen. Aber hatten nicht die Götter das Schicksal eines jeden Einzelnen schon im Voraus festgelegt? War es nicht so, dass sie hier neben ihm lag, weil die Götter es so wollten?
Und dann küsste er sie, drückte seine Lippen liebevoll auf die ihren. Valeria erwiderte seinen Kuss, lächelte ihn an, als sie wieder auseinander gingen. Sie sah in seine Augen, in das unendlich weite, tiefblaue Meer, das sie in sich bargen.
"Es ist nicht rechtens und doch...kann ich mir nicht vorstellen, dass ein andere Mann die gleichen Gefühle in mir hervorrufen kann wie du..."
Wieder küsste sie ihn sanft, wieder huschten ihre Hände über die stoppeligen Wangen Maximians, liebkosend, zärtlich und ihn auf eine besondere Weise wissen lassend, dass sie diese Worte durchaus ernst meinte. Liebste....ihr Herz frohlockte bei dem Wort, das nun zum ersten Mal bewusst über seine Lippen kam und ihr schmeichelte. Ihre Augen bekamen einen wunderbaren, strahlenden Glanz. Valeria schloss die Augen und bewegte den Kopf zu seinem hin, sodass ihre Nasen nebeneinander lagen. Sie atmete seinen Duft ein, wollte am liebsten ganz nah bei ihm sein, doch wusste sie, dass es nicht ging....noch nicht...
"Und doch sehne ich mich nach dir..." flüsterte sie an seiner Wange vorbei direkt in sein Ohr. Eine plötzliche Gänsehaut überzog ihren Körper. Doch ihr war nicht kalt. Es war eine Gänsehaut, die sie noch niemals zuvor verspürt hatte. Maximian hatte sie ausgelöst, mit seiner puren Anwesenheit.