Beiträge von Decima Valeria

    Valeria wusste nicht, was sie zuerst machen sollte: Entrüstet die Augen aufreißen oder sich auf den Arm genommen fühlen. So sah sie den Mann einfach nur an und gab der ängstlichen Popa die Anweisung, etwas zu essen in den hinteren, kleinen Versammlungsraum zu bringen. Dass er Gras oder gar ein rohes Kaninchen aß, wollte sie nicht. Schließlich waren sie hier zivilisiert und keine Barbaren. Sie machte eine abwehrende Geste, als er von der "großen Heilerin" sprach und sagte:


    "Nicht der Rede wert", was ehr wohl kaum verstehen würde, das es eine Redewendung war.
    "Komm mit mir, du wirst etwas zu essen bekommen."
    Sie schmunzelte und wiederholte die einladende Geste in das Tempelinnere, wandte sich dann um und ging voraus.

    Sim-Off:

    Ist schon okay. ;) =)


    Valeria war gerade in der tempeleigenen Bibliothek gewesen, als sie einen erschrockenen Aufschrei vernahm und den Kopf aus dem Raum steckte. Sie lächelte flüchtig, legte das Buch fort und ging mit langsamen Schritten auf den "Barbaren" zu. Inzwischen hatte sie einiges über das Volk der Cherusker in Erfahrung gebracht.
    "Guten Morgen", sagte sie lächelnd und deutete auf den Arm.
    "Besser? Hast du Hunger?"

    Sim-Off:

    *räusper* - es wäre nett, wenn du nur deine eigene ID spielst. ;)


    Eila? Was redete der arme Kerl da nur? Sie verstand ihn n icht. Was bedeutete Eila? Hunger vielleicht? Sie versuchte, hinter seiner Stirn zu lesen, konnte es aber nicht. Dann wechselte er wieder ins Lateinische und Valeria verstand ihn.
    "Es ist der IV ID MAI DCCCLVI A.U.C. und du befindest dich in Colonia Claudia Ara Agrippinensum", sagte sie.
    "Römisches Gebiet. Wer bist du?"


    Doch ehe der Fremde antworten konnte, legte er sich wieder hin und schlief ein. Valeria musterte ihn noch einen Moment mit gerunzelter Stirn, erteilte der Popa dann den Auftrag, genauso zu verfahren wie beim letztem Mal und verließ dann den Raum. Das Mädchen folgte auf dem Fuß, blieb aber wieder vor der Tür stehen.

    Die junge Popa hörte ein Rumsen von Innen und kurz darauf ein fragendes...Irgendwas. Geschwind lief sie zu Valeria und berichtete ihr. Die Schwangere kam mit dem Mädchen zurück und öffnete die Tür, sodass Sonnenlicht in den Raum fiel.
    "Keine Angst", sagte sie und war mit wenigen Schritten bei dem Fremden, sie bückte sich, um ihm vom Boden aufzuhelfen, sog aber keuchend die Luft ein, als sie merkte, dass das so nicht ging. Rasch winkte sie der Popa, die dem Fremden aufhalf. Sie sah sich seinen Verband an. Kein Blut war zu sehen. Das war gut.
    "Besser?" fragte sie und deutete auf die Stelle, wo der Pfeil gesteckt hatte.

    Valeria zuckte mit den Schultern und nahm wieder ein frisches Tuch. Den Pfeil legte sie beiseite, das Tuch tränkte sie mit Wasser und wischte das Blut fort. Dann schmierte sie die Kräutersalbe dick auf das Loch, das der Pfeil hinterlassen hatte, und verband dann schnell und geschickt die linke Seite, wobei sie den auf der Seite liegenden Cherusker immer wieder leicht vor und zurück drehte, damit sie das Verbandszeug unter seiner rechten Seite durchschieben konnte und so um seinen Oberkörper bekam. Schließlich trat sie zurück und nickte. Gut, dass sie den Kurs besucht hatte. Apollonius war ein guter Lehrmeister gewesen. Sie löschte alle Kerzen im Raum bis auf zwei, die neben der Waschschüssel standen, in der das Wasser nun rot vom Blut des Fremden war. Dann verließ sie den Raum, sagte aber einer Popa, dass sie geholt werden wolle, wenn der Mann drinnen erwachen würde.

    Valeria beobachtete jede seiner Bewegungen genau und runzelte die Stirn. Das war ein seltsamer Kerl, den sie sich da angeleiert hatte. Aber genaugenommen hatte er Hilfe gesucht und sie auch gefunden. Nur gut, dass sie noch nicht wieder in Mogontiacum war....


    Einen Moment noch ruhte der skeptische Blick des Cheruskers auf ihr, dann verschwamm er zusehends und schließlich sank er auf die Liege. Valeria wartete noch einen Augenblick, dann beugte sie sich vor und nahm ihm den Becher aus der Hand. Sie stellte ihn fort und begann dann damit, den armen Kerl zu untersuchen. Mit einem der bereitgelegten Tücher wischte sie Dreck und Blut um den Pfeil herum fort und begutachtete dann die leichte Schwellung. Wenigstens hatte sich noch kein eitriges Geschwür gebildet. Sie nickte und besah sich den Pfeil genauer. Er steckte vielleicht etwas weniger ale eine Handbreit drinnen und Valeria fragte sich, ob sie es riskieren konnte, den Pfeil herauszuziehen - oder ob der Mann dann erwachen und wild umsich schlagen würde.


    Doch vorerst legte sie sich Verbandstücher und die Kräutersalbe zurecht. Dann wagte sie sich an den Pfeil. Sie suchte sicheren Stand und griff mit beiden Händen fest zu. Mit einem RUCK zog sie am Pfeil. Sofort schoss Blut in die Wunde, aber nicht zuviel. Er hatte keine lebenswichtige Ader getroffen. Prüfend sah sie zu dem Fremden.

    Ah, ein Cherusker! Valeria nickte verstehend. Und was redete er da? Rote Haare? Valeria eine Germanin? Sie musste kurz schmunzeln, ehe sie ebendiesen blonden Haarschopf schüttelte und erklärte:


    "Römerin, nicht Germanin."
    Aber wenn er sich nicht bald legte, würde sie ihm nicht helfen können. Der Pfeil musste doch irrsinnig weh tun? Ah...Moment....mit was hatte Apollonius den "Versuchs-Gladiator" damals nochmal betäubt? Ja, Mohn...irgendwas mit Mohn...


    Sie grübelte nach und begann, in der Tasche herumzusuchen, was angesichts ihrer rundlichen Kugel vor dem Körper kein leichtes Unterfangen war. Dann hatte sie die runden, dunkeln Samen gefunden und mahlte sie rasch klein in einer Schale mit einem Mörser. Das feine Pulver gab sie in einen Becher und in diesen Wasser. Und dann hielt sie es dem Mann hin, dessen Name sie nicht wusste, machte eine auffordernde Bewegung und wartete, dass er den Mohnsud trank. Er würde ihn beruhigen (denn er erschien Valeria aufgeregt) und leich schläfrig machen, sowie ihm seine Schmerzen lindern. Abermals deutete sie auf die Liege, diesmal nachdrücklicher.


    "Hinlegen", sagte sie bestimmt.

    Zitat

    Original von Rediviva Helena
    Ich hab mal eine Frage, die ich kaum wage zu stellen :) Wäre es vielleicht möglich den Cultus Deorum, nun da die Priester recht gut verteilt sind, auch im Tabularium nach Provinzen zu unterscheiden? Und wenn nur Germania und Hispania eine einzige Seite kriegen wo die ihre Daten zusammensammeln können? :)


    Rein theoretisch, ist nichtmal eine Bitte :D


    :dafuer:
    Das fänd ich gut! :)

    Valeria sah den Mann irritiert an und nickte dann verstehend. Das war also kein Germane. Hm. Woher kam er dann bloß? Sie deutete auf den Fußboden.


    "Germanien, ja", sagte sie und nickte. Dann lächelte sie den Mann an und legte kurz die Hand auf ihren Babybauch. Ihr ging es in den letzten Tagen nicht so gut. Die Geburts stand wohl kurz bevor. Sie zwang das Lächeln wieder auf ihre Lippen und deutete abermals auf das schmale, aber zweckmäßige Lager, während eine Popa hereinkam und ihr die Ledertasche brachte. Valeria dankte rasch und schickte das Mädchen dann fort. Dafür trat ein anderes ein und brachte Tücher und heißes Wasser. Auch sie schickte Valeria fort und als sich die Tür schließlich schloss, waren sie und der Fremde allein. Jetzt musste sie improvisieren.


    "Valeria", sagte sie erneut und deutete auf sich. Dann zeigte sie auf den Pfeil.
    "Ich werde dir helfen." Dabei machte sie eine ruckartige Bewegung zu sich und deutete dann wieder auf das Lager. Er sollte sich hinlegen.

    Valeria unterhielt sich gerade mit einigen Tempeldienern, als sie ein komisches Geräusch hörte. Sie verstummte und lauschte. Da! Da war es wieder! Sie runzelte die Stirn und machte eine herrische Geste, die die anderen zum Schweigen bringen sollte - was sie auch tat. Sie lauschten nun allesamt und auf einmal zeigte einer der Popae aufgeregt auf einen Mann, der genau zwischen den Torflügeln stand und aussah wie ein Toter. Valeria riss erschrocken die Augen auf und war mit wenigen Schritten bei dem Mann, um ihn zu stützen. Dabei fiel ihr Blick auch auf den Pfeil in seiner linken Seite. Erschrocken wies sie zwei Popae an, die hintere Priesterkammer herzurichten und Wasser und Tücher zu holen, sowie die kleine schwarze Tasche aus Leder, die sie in einem der Schränke aufbewahrte. Dann wandte sie sich vollends an den Mann.


    "Wir werden dir helfen, keine Sorge. Komm ersteinmal mit. Ich werde mich um den Pfeil kümmern", sagte sie und deutete auf denselben, da sie nicht wusste, ob der Mann sie verstand.
    "Ich bin Valeria."
    Aufmerksam sah sie den Fremden von der Seite an und geleitete ihn in die Kammer, vor der nun zwei besorgte Popae standen und warteten. Dort angekommen deutete sie auf das schlichte Lager.

    45 in 80 Litern?? 8o8o
    Wo wohnst du? Schreib mir mal ne PN, ich find sicherlich Abnehmer für die...bin in mehreren Foren zugange. 45...ist ja schon fast Tierquälerei...*sniff*

    Zitat

    Original von Publius Aelius Hadrianus
    Also wenn einer zuviel Welse im Aquarium hat: Ich meld mich an zum abangeln. Die anschließende Grillparty kann man sich ja teilen. ;)


    -.^..........


    Hat denn sonst niemand ein Aquarium? Los Leute, traut euch! :)

    Valeria fragte sich, ob Livianus immer so wortkarg war, schob die Gedanken dann aber beiseite. Man verlor nicht jeden Tag jemanden, der einem nahe stand. Sie schlenderte durch den Garten, gedankenverloren an dem Apfel knabbernd, den sie in der Hand hielt, und besah sich Grünes und die wenigen Blumen.
    Ihr Blick glitt in die Ferne, war bei Maximian. Kein Brief war angekommen, in dem er fragte, ob sie gut angekommen war. Verabschiedet hatte er sich nicht, interessierte sich nicht mehr für Valeria und das Kind unter ihrem Herzen. Langsam senkte sie die Hand mit dem Apfel und starrte vor sich hin. Sie und Maximian, sien beide würden ein ernstes Gespräch führen müssen. Und der Ausgang würde wohl kein guter sein.

    Valeria grinste, während sie ihm beim Essen zusah.
    "Na gut", gab sie sich geschlagen.
    "Aber wenigstens ist die Wahrscheinlichkeit nun geringer, dass der Legatus Legionis vom Pferd fällt."
    Sie zwinkerte ihm spitzbübisch zu und erhob sich dann.
    "Treffen wir uns im Garten wieder?" fragte sie ihn, wie sie so im Sonnenlicht stand.

    Valeria schmunzelte.
    "Halt halt - so schnell nicht. Du hast ja kaum etwas gegessen.... So geht das nicht. Ich will ja nicht, dass du unterwegs umkippst."
    Sie lächelte und schob ihm Käse, Brot und Fleisch rüber.

    Valeria kaute fertig.
    "Würdest du mir die Stadt zeigen?" fragte sie geradeheraus. Sicher, das konnte auch einer der Sklaven machen, aber Valeria wollte, dass Livianus dabei war.

    Valeria sah ihn einen Moment prüfend an, nickte dann aber beruhigt. Kurz strich sie noch mit dem Daumen über Livianus' Hand, dann zog sie ihre zurück und griff nach einem Apfel.
    "Hm...musst du heute im Castellum bleiben?" fragte sie. Zwar war sie schrecklich müde, aber sie wollte auch für Livianus da sein und ihn auf andere Gedanken bringen. Und da hatte sie schon eine Idee...

    So!
    *eine rieeeeeeeeeeeeeesige Geburtstagstorte auf den Tisch stell *....damit alle sich von nehmen können. =)
    Alles Liebe und Gute, Lucilla! Fühl dich mal virtuell durchgeknuddlert. :D

    Großes Lob, alles sehr schön. :)
    Leider sind die "alten Iconfehler" von damals wieder da, sprich: beim Narrator, unserer Stadtwache, Sybille und den Göttern sind die kleinen roten Kreuzchen plötzlich wieder sichtbar. :)


    edit: Ah, und noch was: Wieso werden nirgendwo mehr die Kontaktdaten im Profil angezeigt?


    edit2: Jetzt gehts plötzlich wieder. 8o

    Geplanter Besatz sind 3M 3W Mosaikfadenfische, ein Trio Betta smaragdina (ein friedlicher Kampffisch), 2 Paare Trichopsis schalleri (wie die auf Deutsch heißen weiß ich gar nicht), 2 Paare Grundeln (wie im 54er), 10 Corydoras (Panzerwelse) und 10 Red Fire Garnelen. :) Eventuell noch ein Schwarm Boraras maculata, aber sicher bin ich mir noch nicht...


    Für Interessierte: http://www.zierfischverzeichnis.de ;)