Beiträge von Medicus Germanicus Avarus

    Für einen Augenblick meint Avarus darüber zu entscheiden, das Tier einfach leben zu lassen und es in einem überdimensionalen Gehege auszustellen. Aber was wird das Biest fessen, wie lange wird es im klimatisch kühleren Rom überhaupt leben? Lucilla entreißt ihm schnell die Entscheidung und zeigt ihr prakmatisches Wesen in vollen Zügen. Es schleicht sich ein Lächeln auf das Gesicht des Senators und er überlegt wohl mit, wie das Tier am Besten zu verarbeiten sei. Eine großartige Spende von Corvus und Aelia, wahrlich... das Fleisch soll gut schmecken, aber wie bereitet man es zu und vorallem wie läßt sich dieser dickhäutige Panzer vom saftigen Fleisch lösen. Das wird noch etwas an Schweiß kosten. Bis zur Schlachtung noch einige Tage vergehen und da war sie die unausweichliche Frage: Wohin mit diesem Happyhippo bis dahin?


    "Wir danken dem Praefecten von Aegyptus und seiner Gattin für dieses großartige Geschenk..." wandte sich der Senator erstmal an den Gesandten und blickte dann zu Lucilla. "Ich denke wir werden einige schöne und einzigartige Sachen aus dem Tier gestalten können. Vorher denke ich aber sollten wir einen Platz für dieses Hippopotamus zu finden, um über sein Schicksal zu reden." Wieder mit dem Augenpaar zu Lyros gewandt, sprach Avarus weiter... "Du sagtest wildes Tier... wie wild ist es denn? Bis jetzt sieht es ganz friedlich aus... oder habt ihr es ruhig gestellt?" Wollte er sich versichert wissen, kein Monster in seinem Stall zu stellen.

    ... nicht aufzuhalten und kaum kommt man hinterher.


    Meine Güte, das sind nun schon vier Jahre hier im IR. Richtig gehört in Zahlen 4... Hm, mag sich kurz lesen, ist es vielleicht auch, aber naja vier Jahre sind eine lange Zeit und ich hab sie genossen. :]=)


    Zur Zeit sieht es zwar so aus, als würde meine hauptsächlich gespielte ID etwas kürzer treten, aber das haben wir wohl alle mal: kreative Schaffungskrise.


    Was gibt es über diese vier Jahre zu sagen? Schön war sie die Zeit. Vorallem dann, wenn es aufwärts ging. Das war nicht immer so. Simon, wie off. Naja alte Kammelen, würde man zu einigen Themen schreiben zu Anderen die Hände heben. Es ist wie es ist und es war wie es war. Manchmal findet sich eben kein Happy End und oft kommt es anders als man denkt. Aber es hat auch positive Kehrseiten, wenn man nicht perfekt spielt, denn wer ist schon ein Held im Leben? Richtig erkannt, außerdem kommt da noch ein Faktor dazu, der sich mit den Jahren auch immer weiter zuspitzt, die Zeit. Spielt man also nur Helden ohne wenn und aber kommt es wie es kommen muß und wieder scheidet ein Vollmitglied aus. Dann doch lieber auch mal ein wenig unkonventionell agieren und dabei bleiben. Denn letztlich ist dabei sein alles.


    Vielen herzlichen Dank an die Spieler der Spielleitung. Sie bleiben am Ball und sie halten zusammen, was vielmals zu zerbrechen drohte. Was kann man mehr tun, als ein dickes Dankeschön sagen. Naja am Ende bleibt nur ein Aufruf: Auf die nächsten vier Jahre und darauf, das das IR das bleibt, was es sich erarbeitet hat, nämlich eine Micronation, die zum Ziel hat historisch angepasst zu werden. Dafür sind wir Spieler da und dafür sollten wir streben und uns belesen.


    THX @all

    Ein Ort jener Größe und Umfänglichkeit entpuppte sich schnell als Labyrinth und ließ denjenigen Kaufleuten immer eine Hintertüre offen, die ihre Kunden nur des Profit wegen umgarnten. Auf den Traianischen Markt herrschte das Feilschen über allen Türen und nicht selten mußten Händler tiefer gehen, als gedacht, um ihren Plunder noch los zu werden. Trotzdem verkaufte man hier gut und einige noble Boutiquen hielten die Qualitätsflagge hoch. Jene waren im Zentrum des Marktes angesiedelt und boten das an, was die Frau von Welt unbedingt kaufen wollte. Dort aber brauchte es nur geringer Kontrollen. Jene Besitzer waren viel zu ängstlich das Gerede der Stadt anzuziehen.


    Noch dazu kannte der Senator Avarus einen reichlichen Teil dieser Männer und Frauen. Verkehrte er doch regelmäßig in diesen Ladenzeilen. Er würde sich hüten dort den Aedilen raushängen zu lassen. Man verstand sich untereinander gut. Noch dazu wenn man an den Abenden zusammen saß, kam es auf Diskretion an, denn auf babarisches Tugendtum. Medicus ließ diesen Teil des Marktes links liegen und schlenderte hinüber zu den einfacheren Händlern. Dort war schon eher mal etwas zu beanstanden. Vorallem bei den Fressbuden gab es immer was auszusetzen. Die Meisten nahmen es nämlich mit der Hygiene nicht so genau und waren sofort wieder schluderig, wenn das Auge des Gesetzes den Laden wieder verlassen hatte.


    Bei einigen machte Germanicus Avarus nur einen Pflichtbesuch. Probierte einige Dinge befand darüber und suchte nicht nach Gesundheitsmängeln. Dies waren wieder Gastleute, die dem gehobenen Klientel ihre Speisen künstlerisch und geschmacklich einzigartig kredenzten. Weiter außerhalb angelangt, blickte der Aedil schonmal viel genauer hin und mußte hier und da einige Hinweise geben. Doch er hielt sich weiterhin zurück, ließ diesen Titel nicht zu dick raushängen, sondern baute auf Läuterung, denn auf Strafe. Viele gewählte Magistrate nutzten nämlich diesen Status rigeros aus um mal jemand zu sein. Da mußte der Germanicier niemanden etwas beweisen. Nein heute ging er sehr professionell durch die Straßen und würde am Abend trotzdem mehrere Kilometer zurückgelegt, einige Bußgelder verhängt und ettliche Mahnungen ausgesprochen haben. Alles in Allem aber brauchte keiner der Händler und Gastwirte um seine Existenz bangen. Immerhin hatten die vielen Jahre harter Arbeit ettlicher Magistrate im Aedilendasein dazu beigetragen, das Rom etwas sauberer und sicherer wurde. Doch der Senator hatte ja auch nur den Kern an diesem Tag besucht. Jene Bezirke, wo diese Regeln immer wieder missachtet wurden, lagen weiter außerhalb und nur ein lebensmüder Aedil würde dahin ohne Begleiter gehen...


    Noch wollte Avarus das auf seine Mitstreiter abwälzen, denn bevor jemand diese Routen überprüfte, war immer ein mühliger Steig durch die Officien der Stadteinheiten von Nöten. Ja das sollten mal die Anderen machen.

    Viel hatte er bereits gesehen, aber das überstieg all bisweil dagewesenes um Längen. Der Senator merkte nichtmal wie ihm der Unterkiefer nach unten klappte. Was in des Götter Namens war denn das für ein ulkig aussehendes Rindvieh. Avarus kratzte sich am Kopf und blickte leicht verunsichert, ob das Ernst oder Komödie war zu dem nüchtern gekleideten Mann. Vielleicht würde sich das alles als ein Scherz bewahrheiten und jener diesen rießigen Fleischberg wieder mit zurückführen. Schon allein der Anblick war doch imposant genug. :D


    "Das ist richtig, dies erreichtest du, herzlich willkommen. Neben mir, das ist die Dame Decima Lucilla und ich bin der Senator Germanicus Avarus, du hast damit alle gesuchten Induvidien gefunden."


    Nichtmal ein Euter konnte er entdecken, das Gegenstück aber auch nicht. Wo hatte dann aber das Rind seine 'Zapfanlage'? Naja vielleicht wußte Lucilla, die ja vom Lande kam, da mehr Bescheid. 8)

    Neben den Begrüßungsfloskeln hört man nicht viel vom Senator germanicus Avarus, denn er ist zusehr mit den leckeren Speisen beschäftigt. Noch am Morgen hatte er den Dienst in der Basilika Iulia versehen und dabei die Zeit vergessen. Das raubte ihm das Mahl und wo sich in der Arena die Löwen ihr Futter rissen, blieb es bei ihm nicht aus ebenfalls an Hunger zu denken. Zwar zeigte er sich nicht besonders begeistert von dem laschen Anfang, aber von den Tiberiern war eben auch nicht mehr zu erwarten. Ein paar klapprige Zepras mußten da ausreichen und die männlichen Löwen zeigten, das sie in ihren Ställen gut versorgt wurden.


    Mit einem Ohr hörte er den Platschern von Lucillas Stimme zu und ließ es sich derweil munden. Das im Sand der Tierhatz gerade reichlich Blut versickerte, weil Zepras niedergestreckt wurden, störte ihn nicht im geringsten dabei. Sowas war doch das normalste von dero Welt.

    "Wenn ich sie hätte vor den Kadi ziehen wollen, wäre ich wohl nicht erst zu dir gekommen. Durch Dich haben sie nochmal Glück gehabt..." besänftigt er sie und grinst. Avarus wird aber wieder etwas ernster im Gesicht, als er weiterspricht: "...als ihre Cousine solltest du dich mit ihnen in Verbindung setzen. Es wird wohl besser sein, wenn durch die Finger ihrer Diener kein amtliches Schreiben gleitet, sondern ein lieben Gruß von Lucilla auf dem Absender zu finden ist." Mit der Hand ist er am Kinn, immerhin will er die beiden Decimer nicht durcheinander werfen. "Decimus Magnus verstößt mit seinen Geschäftstätigkeiten gegen die Lex Mercatus im Teil III-IV. Er betreibt nämlich fünf, statt der gesetzlich erlaubten vier Gewerke. Was Decimus Mattiacus anbelangt, so bin ich mir nicht ganz sicher, ob es zu einem Vergehen gereicht. Aber in seinem Fall fand ich keine amtlich aufgezeichneten Unterlagen, was mich vorerst dazu treibt nachzufragen... hm hatte dein Cousin einmal eine Goldschmiede oder eine Mine?" Mit leicht geneigten Haupt schaut Medicus Lucilla in die Augen. Der Betriebsverkauf ist mit ihrem großen Römerehrenwort für ihn abgetan.

    "Mein Cousin Corvus hat unsere Hochzeit also nicht vergessen..." zeigt gleich Medicus seine Überzeugung wer das Geschenk ausgesucht hat. Wobei seine Lieblingsnichte wohl einen guten Deut dazu beigetragen haben würde. "... ohho so groß? Na jetzt übertreibst du aber ein bisschen. Zwar mag Germanicus Corvus der Stadthalter von Aegypten sein, aber ich denke doch das er weiß, das nicht die Größe eines Geschenkes entscheidend ist. Manchmal sind es die lieben Worte die mehr Weite zeigen, als in einem anderen Fall eine Siluette aus Marmor."


    Aufmerksam schaut er zu dem Buben vor der Tür und spricht ihn an.


    "Na was haben wir denn zu erwarten, das es Menschen zum Gaffen auf die Straße zieht?"


    Etwas neugierig war er nun schon...

    Der lange Regen der letzten Tage hatte Rom gut eingeweicht und Avarus dachte schon das Wasser stünde bereits in der Gasse vor dem Haus, sodas der Türsklave ihn hektisch zur Pforte bat. Dort angekommen, bot sich ihm jedoch ein anderes Bild. Ein Mann davor, die Lucilla darinnen. Nein sie füllte den Eingang nicht aus, aber ihre Gesten schienen die Sache intressant zu machen.


    "Was gibt es denn Schatz?"... näherte sich der Senator von hinten und gab damit auch zu erkennen, das er dem Aufruf des Türdieners gefolgt war und nun mit Anwesendheit glänzte.

    Das der Senator Avarus gemäßigtes Glück bei der Sache hatte, weil nämlich seine Schultern ein Mantel trugen, war eher den fast mütterlich erscheinenden Dienern zu verdanken. So platschte der Regen zwar auf das Geläuft, nicht aber auf die Haare, welche der Senator eh sehr kurz trug, um gewisse Ecken zu verbergen. Die Vereidigung dauerte und mit ihrem Ende schien es auch wieder aufzuhellen. Ja so war der elende Herbst eben... feucht war da eher die versöhnliche Bezeichnung.

    Völlig überrascht, das der Vogel auch noch sprechen kann, blickt Medicus auf das Geschehen. Dann wendet er sich zurück zu Lucilla. Er möchte sie nicht drängen, aber er hofft, das sie auch ihn verstehen kann und das sie im Zusammenhang dessen auch seine Verpflichtungen gegenüber Klienten erahnt.


    "Es ist gut, wenn du es außerhalb versucht. Konkurrenz bewegt jedes Geschäft und es gibt viele gute Menschen, die sich Hände ringend um solch ein lohnendes Gewerbe bemühen. Zwar ist das dieser Tage nicht so ausgeprägt, aber vielleicht hast du Glück..."


    Eine Pause folgt, dann der Vorstoß.


    "... aber bevor du deine Betriebe an einen Caecilius verkaufst, gebe ich dir das Geld."


    Natürlich brauchte sie es ja nicht, aber was konnte ein Ehemann ihr mehr anbieten in dem Sinne, als die anfallenden Kosten zu übernehmen. Es war zwar eh unwahrscheinlich, das dort noch Kapital floss, wo bisweil mehr dem Tiber entlang gebluppert ist, als wirklich etwas zurück kam, aber manchmal war auch so ein Zukauf der letzte Strohhalm, an den man sich klammerte und Gaius Caecilius Crassus wohl ein Mensch, der auch nicht wußte, wohin mit der vielen Knete. :D


    "Ähm ja ich nehme an, du kennst Marcus Decimus Mattiacus und Primus Decimus Magnus näher? Ich wollte da erstmal mit dir reden, bevor ein Aedil es an die große Glocke hängt..."

    Zuerst fällt der Blick auf den Piepmatz, solches Getier hatte es bis dato in der Casa Germanica nicht gegeben und Medicus überlegt sich, ob eine Voliere im Garten eine gute Idee wäre, um im tristen Rom einen naturnahen Raum zu schaffen. Ganz privat versteht sich und letztlich konnte man auch den Gästen wieder etwas Einzigartiges bieten. Da mußten natürlich noch einige seltene Tiere mehr her... aber wohl auch das Nachbargrundstück, wo er sich schon Jahre darum bemühte. Nur leider wollte der alte Sack von Besitzer nicht abnippeln. Mit dessen Drachen war der Senator sich schon einig. Jedoch so blitzte es in seinen Gedanken, könnte dies jetzt nach seiner neuerlichen Heirat auch anders aussehen und diese alte Dame sich nur den letzten Frühling erhofft haben. Avarus fröstelte und nahm dankbar den Platz an Lucilla's Seite ein.


    "Ich glaube kaum, das die anderen Aedilen sich auf dich stürzen werden, einzigst den Aedilen Curules würde ich das zutrauen, aber jene die dieses Jahr gewählt wurden, sind derart klapprig und alt, das es wohl auch im Geiste nichtmehr soweit reicht. Ich jedenfalls hab noch keinen von denen in der Basilika Iulia zu Gesicht bekommen..." argumentierte er zur Mäßigung der Eile, immerhin gab es noch einiges dabei zu bedenken und so schnell fiel ihm auch niemand ein. "Die Klienten sind soweit gut versorgt. Es gab vor einigen Wochen jemanden, der auch an mich gewandt kam, aber er wollte nicht warten, weil er die Zeit als unaufhaltsam sah und seine Chance mit jedem Tag mehr verstrich. Hmm..." Avarus überlegte sichtlich. "Wir könnten in der Gens rumfragen, ob sich jemand dafür intressiert. Aber ich sehe da wenig Chancen. Wenn dein Herz nicht zu fest daran hängt, kaufe ich sie dir auch ab und lasse sie schließen." Sollte bedeuten das er ihr das Geld schenkte und die Unternehmungen geschlossen wurden. Dabei kam er auf ihre Decimas zu denken... "Ach ja ich muß auch dir eine Frage stellen, aber das hat noch einen Moment Zeit."

    Ja der Rufus war schon eine arme Sau. Da rennt er förmlich durch die Straßen Roms, um seine Botengänge bis spätestens zum Überflug der Sonne über das Kapitol fertig zu haben und dann das. Kommt in die Stube des Aedilen -klar als Erster- und darf sofort nochmal los und natürlich extra weit zu den Claudiern. War das gerecht?


    EDICTUM AEDILIS PLEBIS
    ANTE DIEM VII ID DEC DCCCLVII A.U.C. (7.12.2007/104 n.Chr.)


    An Claudia Aureliana Deandra,


    mit Erhalt dieses Schreibens beginnt für dich eine Frist von vierzehn Tagen. Dabei ist zu beachten, das nicht der Zeitpunkt deines Lesens diesen Fristverlauf setzt, sondern die Abgabezeit des Überbringers zählt.


    In jener Zeit ist es dir gegeben die wirtschaftlichen Verbindungen zu dem Betrieb Deandras Keramikhandel - Töpfer zu beenden. Dies kann in deinem Sinne durch Verkauf, Verbringung oder letztlich Schließung geschehen. Nach Fristverstreichung erlischt die öffentliche Kulanz und es ist mit einem angemessenen Straferlass zu rechnen.


    Gezeichnet und verfügt:



    Medicus Germanicus Avarus









    SKLAVE - GENS GERMANICA

    Der amtierende Aedil wartete, bis die Tür sich wieder -und das halbwegs leise- geschlossen hatte, um sich dann seinen Wachstäfelchen zu widmen. Wenn später am Morgen die ersten Boten von ihren Aufträgen zurück kamen, würde dem erste Ankömmling seine Freude über die schnellste Arbeitserledigung rasch verfliegen, wenn er mit neuem Auftrag sofort wieder raus in die Strömungen Roms durfte.













    [SIZE=7]Das Avarus in seinen Gedanken auch viel niederschmetternde Erklärungen für diesen Zustand fand und das man auch Vierundzwanzigjährige unter Umständen auf über fünfzig schätzen konnte, ließ er mal lieber in den unsichtbaren Windungen seines Geistes... nicht das noch Elfen kommen und seine Gedanken lesen können... [/SIZE]

    Ein falscher Fehler, ist ja demnach richtig. Avarus rümft die Nase, als der Klopfer so einfach hinein schneite. Blickt aber dennoch von den Wachstäfelchen auf, die seinen Schreibtisch pflastern.


    "Ave,... " Sklave... "... eine Claudia? Wie das denn?" Überraschung machte sich breit, hatte die wirklich noch einen Mann in ihrem Alter gefunden. "hm na dann gib mir die Rolle einfach wieder, ich werde sie einen Boten auferlegen, der seine Füße Richtung Domus Claudia wendet." Und schon war der Fall für ihn beendet. Sah ganz danach aus, als könnte der Sklave abtreten... :D

    Die Strapatzen der Hochzeit, ihres Höhepunkts und der Nachfeiern waren langsam abgeklungen und der Alltag wieder im Hause Avarus eingekehrt. Da er allerdings nicht scharf genug beim Wahlkampf gesprochen hatte, hing dem Senator eine Mehrarbeit am Bein. Jene formte sich in Stress, langen Sitzungen und vorallem sehr anstrengenden und ewig zu scheinenden Arbeitstagen aus.


    Medicus hatte Lucilla gesucht. Die Casa war zwar groß, aber nicht rießig. Hier im Atrium hatte er sie nun garnicht vermutet und doch war es angenehm warm. Die Sklaven heizten der neuen Hausherrin mächtig ein.


    "Da bist du ja Lucilla... was machst du gerade?" Er wollte sie nicht stören oder zumindest ersteinmal die Launen ergründen... ihre Laune.

    Und das ist es... diese Nacht wird beiden in Erinnerung bleiben, aber nur ihnen, denn weder der Erzähler, noch ein Gast haben dieses Nestchen je zu Gesicht bekommen. Auch auf die ansonsten anwesenden Diener beim Liebesakt verzichtete der Senator, um zum Einen ihr die Angst und Sorge zu nehmen und zum Anderen vorallem den gemeinsamen Genuss zu maximieren. Er konnte sich so geben, wie er einst in jungen Jahren war, damals als die Bären noch größer waren und Avarus von Sklaven die dienten nur träumte.


    Wenn die letzten gebliebenen Gäste nicht schon völlig betrunken wären, wenn sie unanständig lauschten und wenn sie doch noch nicht heim kehrten, dann bekamen sie akustisch etwas mit, denn Schallschutz war im alten Rom ein Fremdwort. Da das Klientel der Gäste allerdings mehrheitlich dem vornehmen Hause entsprach, machte sich der Hausher dabei keine Gedanken. Zudem wer tat das schon in dieser Nacht...


    -fine-

    So hatte der Senator sich das schonmal garnicht vorgestellt. Das Feuer in den Kohlebecken loderte, statt zu klimmen und strahlte damit noch die selbe Hitze aus, wie zu üblicher Arbeitsstunde. Er hockte hinter seinem Tisch und mußte sich ständige Zurufe der Schreiberlinge anhören. Gab hin und wieder seinen Senf dazu und seufzte innerlich. Wer hatte ihm nur diesen Posten eingebrockt? Richtig er selbst und warum eigentlich? Was zum Geier machte er hier? Sich diese Frage bereits am zweiten Abend zu stellen, war bedenklich.


    "Hah..." ertönte es wieder aus der linken Ecke, dort wo ein besonders eifriger Scriba in den Pergamentrollen wühlte. "Ich hab hier was Senator... ein Decimer!" Noch vor wenigen Monaten wäre das wahrlich eine prickelnde Schlacht geworden. Heute allerdings quälte sich ein erneuter Seufzer aus dem Mund des Avarus. "Bring es her, ich kümmere mich später darum." Auch das aufgelegte Grinsen des besagten Schreibers entging dem Senator nicht und er antwortete mit einem ernsten Gesicht. Die Rolle entrollte sich, der Name Marcus Decimus Mattiacus erschien darauf. Medicus verdrehte die Augen, gerade der mußte es doch wissen! Dann ein Gedanke... "Cesellius bring mir die Berichte der letzten Betriebsänderungen und mach schnell den Fuß die letzten Beamten werden wohl in Kürze die Wirkungsstätte verlassen." Ohja das sollte er auch. Eine Übertreibung schon zu Beginn war weder gut für den untrainierten Körper, noch für die Seele. Jener grummelte etwas und verschwand in der Nacht. Germanicus Avarus hingegen stützte das Kinn auf einer Hand ab und blickte auf die suchende Meute... mit Sicherheit würde gleich der nächste 'Ichweißwas' Held den Arm hoch reißen.

    Wenn ihm nicht die übrige Schriftrolle aufgefallen wäre, nun der Diener hätte es gar fast vergessen auch zu den Aureliern in Rom ein Schreiben zu verbringen...


    EDICTUM AEDILIS PLEBIS
    ANTE DIEM VII ID DEC DCCCLVII A.U.C. (7.12.2007/104 n.Chr.)


    An Claudia Aureliana Deandra,


    mit Erhalt dieses Schreibens beginnt für dich eine Frist von vierzehn Tagen. Dabei ist zu beachten, das nicht der Zeitpunkt deines Lesens diesen Fristverlauf setzt, sondern die Abgabezeit des Überbringers zählt.


    In jener Zeit ist es dir gegeben die wirtschaftlichen Verbindungen zu dem Betrieb Deandras Keramikhandel - Töpfer zu beenden. Dies kann in deinem Sinne durch Verkauf, Verbringung oder letztlich Schließung geschehen. Nach Fristverstreichung erlischt die öffentliche Kulanz und es ist mit einem angemessenen Straferlass zu rechnen.


    Gezeichnet und verfügt:



    Medicus Germanicus Avarus









    SKLAVE - GENS GERMANICA

    Nach den Wohnhäusern in Rom ging es zum Cursus Publicus. Dort ließ der Diener vom Avarus sich einen Schreiberling empfehlen und gab diesem die Anweisung ein Einschreiben des Cursus Publicus zurück zu senden, wenn jener Tabellarius den Brief abgegeben hatte. Gleiches Schicksal für alle und die Fristen sollten auch gewahrt bleiben. Dazu war eben ein genauer Abgabetag von Nöten...


    EDICTUM AEDILIS PLEBIS
    ANTE DIEM VII ID DEC DCCCLVII A.U.C. (7.12.2007/104 n.Chr.)



    An Rediviva Helena
    Casa Rediviva
    Regio Hispania Tarraconensis
    Provincia Hispania


    mit Erhalt dieses Schreibens beginnt für dich eine Frist von vierzehn Tagen. Dabei ist zu beachten, das nicht der Zeitpunkt deines Lesens diesen Fristverlauf setzt, sondern die Abgabezeit des Überbringers zählt.


    In jener Zeit ist es dir gegeben die wirtschaftlichen Verbindungen zu den Betrieben Fernhandel der Matinia - Fernhandel und Taberna Luculli - Taverne zu beenden. Dies kann in deinem Sinne durch Verkauf, Verbringung oder letztlich Schließung geschehen. Nach Fristverstreichung erlischt die öffentliche Kulanz und es ist mit einem angemessenen Straferlass zu rechnen.


    Gezeichnet und verfügt:



    Medicus Germanicus Avarus









    SKLAVE - GENS GERMANICA