Verwirrt blickte Avarus den Octavier an. "ÄähH, ich verstehe nicht ganz. Auf der einen Seite möchtest du mir meine architektonische Ausübung gerichtlich verbieten, mich nötigen unverhältnismäßige Strafen zu zahlen, weil ich nach deinem Fürdenken gesetzeswidrig arbeite. Auf der anderen Seite willst du es nun fördern? Du verwirrst mich Octavius Avitus...." Neugierig war er dann doch, vielleicht noch ein anderer Tempel, der kurz vor dem Einsturz stand. "... wer sind eigentlich wir und um welchen Hortus handelt es sich deiner Reden nach?"
Beiträge von Medicus Germanicus Avarus
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"... und es ist nicht mehr so unerträglich heiß. Es wird ein wunderbares Fest werden, da bin ich mir ganz sicher..." Ihre Nähe wird bald immer zu spüren sein und es freut ihn nicht ständig hinüber zur Casa Decima hüpfen zu müssen, wie ein junger Bub. "Ich werde einen Text formulieren, eher allgemein gehalten, nehme ich an, das wir nicht alle einzeln bedenken müssen. Ich würde es dann einfach von einer Schreibkraft mehrmals anfertigen lassen." Für die Trockenfrüchte hatte Avarus hindes schon gesorgt. Einige Fernhändler waren sicher verplüfft gewesen und auch die Tylusier würden wohl noch einmal nach dem Sommer sich über die Meere wagen müssen, um ihre Lager standesgemäß gefüllt zu halten.
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Ob der Genuss des Weines nur für die Praetoren frei war oder auch für jene die sich vor ihnen tummelten? Leutseelig winkte Avarus einem der Weinausschenker zu. Man möge ihm doch auch einen kühlen Tropfen kredenzen.
Naja anwesend war er zumindest und das weit vor dem Kläger. Dann hatte dieser wenigstens auch Zeit sich den mitgebrachten Beweis vor der Basilica Ulpia anzuschauen. Insgeheim hoffte der Senator ja, niemand würde ihn dafür eine Standmiete aufdrücken.
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Nunja schicke Aufstellung.

Was mir etwas fehlt, ist die Gliederung in unsere vier Lebensbereiche. Dann erst sieht man, ob sich für den Luxus liebenden Römer (z.B.) eine Verbesserung einstellt.
Beführworten muß ich die komplexere Gestaltung des Winzers und Olivenbauers. Ist so realistischer. Auch den Einwurf von Sedulus würde ich unterstützen, das der Landwirtschaftsbetrieb nicht nur Getreide anbaut, sondern eben auch das Gemüse. In Germanien soll es weitläufige Rüben- und Kohlfelder geben...

Ein Problem sehe ich bei Rohstoffbetrieben, die mehr als nur ein Produkt gewinnen. Dort ist es fraglich, ob sich keine Halde bildet. Vorallem dann, wenn eine dieser Waren nur recht selten verwendbar ist. Die Tinte und der Papyrus zum Beispiel.
Auch ein komisches Beispiel der Jäger. Entweder ich habe es überlesen oder aber er ist der Einzigste, der je Runde 1 wildes Tier produziert. Da wird es schwer, das überhaupt einmal Circus/Amphitheater produzieren können. Oder aber es gibt 20 Jägerbetriebe, die den Markt mit rohen Fleisch überfluten, weil nicht genügend Metzger ihre Würste verkaufen können.
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Einer neuer Tag bracht oft nicht Freude mit sich, vorallem wenn man Senator war und in Rom arbeitete. Heute allerdings war Avarus zuerst Legatus Augusti cursu Publico. Am Abend hatten sie lange debattiert und gestritten. Ein Schreiber war zugegen gewesen, hatte Häppchenweise Worte auf Täfelchen geritzt und nun saß er wieder da und laß die wichtigsten Punkte vor, als das ein zweiter Scriba einen ordentlichen Text ,formuliert für die Stationen außerhalb Roms, verfassen konnte. Ab und zu mußte Senator Germanicus Avarus noch einschreiten und eine Formulierung umstellen lassen, denn gutes Latein war ihm wichtig, wenn es um Interne Post ging.
So schritt mit großen Sätzen das Mittag heran und kurz zuvor konnte er auf einen zukünftigen internen Brief blicken, der einiges an den Postbeförderungsgebühren veränderte und dem Cursus Publicus wohl etliche Sesterzen einsparte. Einen Tag wollte er trotzdem noch einmal darüber schlafen und legte somit die Rolle in das Regal, während er die Schreiberlinge hinaus scheuchte.
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"Nun ich muß gestehen Mantua nicht wirklich zu kennen. Ein zweimal vielleicht war ich dort." Warum auch immer vielleicht nie so genau konnte Avarus das nichteinmal sagen.
"Auch aus meiner Zeit in der Curia kenne ich ihn nicht. Er muß also später dort aktiv geworden sein. Wie auch immer, da kann ich dir wohl leider nicht weiterhelfen." Machte er es dann auch schön kurz, um den Aelier nicht zu verwirren. -
Auch Avarus erhob sich. Es wurde wohl Zeit zu gehen. Eine kleine Hacke vom Wein war schon merklich, wohl zu dick gemischt.
"Senator, ich danke für deine Zeit. Es sind nicht die Ahnen, die uns leiten sollten, sondern der gute Menschenverstand. Ich kann in meinem Fall nur immer wieder an den alten Cicero denken und danach agieren.... wie formulierte er es gleich nochmal... hm *'Neque enim umquam expletur nec satiatur cupiditatis sitis, neque solum ea qui habent libidine augendi cruciantur amittendi metu'."
Er nickte Hungaricus belustigt zu und wartete, das man ihn aus dem Haus entließ. Jener konnte es nehmen wie er wollte. Ansich war das Späßchen derart mystisch platziert, das es garnicht so einfach war es nun im Zusammenhang mit dem Tun und Schaffen des Avarus zu vereinen.
*Denn nie wird der Durst des Habenwollens jemals befriedigt und gelöscht, und diejenigen, die über solche Besitztümer verfügen, peinigt nicht nur die Sucht, sie zu mehren, sondern auch die Furcht, sie zu verlieren. (parad.6)
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Der Cursus Publicus ist schon aus staatsdienlichen Gründen mit genügend Gespannen, Schiffen etc. ausgestattet. Für ihn macht es keinen Sinn eine private Handelsvereinigung am Kuchen zu beteiligen bzw. darüber seinen Handel abzuwickeln.
Mir ging es auch nur um die Realität. Denn wenn ich simon ein Gut transportiere, macht es auch Sinn, das jenes nicht vor dem meist dazugehörigen Brief (eher danach) beim Empfänger ankommt.

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"Ich gehe doch ab und zu an der Pforte der Castra vorbei. Da ich annehme dich tagsüber dort begegen zu können, werde ich einfach reinschauen."
Ja ab und an verließ Avarus die Stadt zu dieser Seite, um am Grab seiner Ahnen ein paar Blumen nieder zu legen und den alten Geistern den neusten Tratsch zu erzählen...
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"Gut möglich...", ließ der angesprochene Senator verlauten. "... ich bin wegen eines Aushanges auf dem Forum hier und einer diesbezüglichen Nachfrage zu einem alten Angebot durch mein Officium. Genau gesagt geht es um die Instandsetzung des Marsanwesens."
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Noch ein viel größerer Nachteil wäre im Falle wie oben beschrieben:
ZitatMoment... wenn einer einen Versand kauft, und der bleibt in seinem Warenkonto liegen, dann ist das doch nicht das Problem des CP. Schließlich wurde die Ware bezahlt, und das Geld des Kaufvorgangs liegt auf dem Konto des CP, woraus diese ersehen können dass auch bezahlt wurde. Ist ja nichts anderes als die Überweisung von heute, nur dass es halt per 1-click geht.
Für den Käufer ganz einfach, für den Cursus Publicus imens viel Aufwand, weil man diese Liste nicht durchsuchen kann. Bedeutet im konkreten Fall: Kunde eins kaufte vor drei Monaten mal einen "Versand" und will darauf jetzt einen Brief versenden. Der CP hat aber einhundert Kunden und diese zahlten zwischenzeitlich auch kräftig ein. Wer bitte soll sich da hinstellen und den Wert A aus der Kontoeingangsliste raussuchen?
Also ich würde das meinen PV's + Stationarii nicht zumuten wollen.

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"Kein Geld der Welt kein Landstrich im Reich bringt mir meinen Jungen wieder." Was soviel bedeutete, wie man könne sich Zeit damit lassen, es würde nur wieder alte Wunden öffnen.
"Deine Zeit als Vigintivir ist nun fast am Scheitelpunkt angelangt. Und hast du das erhoffte Ziel im Blick? Viel hört man ja nicht dieser Tage von den politischen Ämtern. Was ich dir auch nicht vorwerfe. Als Sachbearbeiter für Erbschaftsangelegenheiten zu enden ist nicht das was man sich sicher erhofft. Naja so richtig bekannt wird man damit doch auch nicht, oder?"
So recht einfallen wollte ihm auch kein Thema, mit dem er sich den Tag vertreiben konnte und gleichsam eine Gemeinsamkeit zu einem Aurelier zu finden.

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"Mehrere Köpfe ergeben sinnvolle kleinere Lasten und zum Zweiten ein gutes Gefühl für jene, die durch diese Männer geführt werden. Nur ein Kopf könnte schnell über sich hinaus wachsen und zur Hydra werden..." spaßte Avarus mit seinem Nachbarn. Die einzigsten möglichen Ergänzungen waren eh lustlos sich dieser Sache anzunehmen, also vermied er es überhaupt in dieser Anhörung seinen Senf dazu zu geben.

PRAECEPTOR - SCHOLA ATHENIENSIS
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SODALIS FACTIO VENETA - FACTIO VENETA -
Er dachte einen Moment nach. Im Kurzzeitgedächtnis hatte sich dieser Name nicht eingeprägt, dann weitere geschlagene Sekunden Stille. Avarus forschte tiefer, doch auch da blieb Ebbe im Fass. Er kratzte sich am Kopf, wollte allerdings noch nicht gänzlich aufgeben.
"Hilfst du mir auf die Sprünge, Aelius Callidus ... wo arbeitet der zur Zeit?"
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"Oh du möchtest also dringend in den konkreten Konkurenzkampf mit den staatlichen Minen treten. Nun dann wünsche ich dir viel Glück. Über deine Ambitionen Land zu Kaufen muß ich nachdenken. Das kann ich nicht von jetzt auf gleich entscheiden."
Da schau an. Crassus liebte es wohl im Dreck zu arbeiten.
Ein förderliches Gewerbe machte trotzdem in seiner Stellung Sinn. Mit genügend Liquidität behaftet, sollte er in der Lage sein auch nur prozentual gering laufende Gewerbe aktiv zu halten. Trotzdem erinnerte sich der Germanicus daran, das es im Besonderen zuviel Überproduktionen gab und Crassus nun so verspätet wohl die Schwere des Geschäftes noch kennen lernen würde. -
"Das tut es in der Tat und es würde mir nicht im Traume einfallen dies anders zu sehen. Was es allerdings so furchtbar reizvoll macht gerade bei diesem Passus zu intervinieren, steht wohl nur zu gut im Gesetz selbst geschrieben."
Zu früh am Wein zu schlürfen machte träge, deshalb beendete Avarus diesen Fortgang mit genau diesem einem Becher und füllte ihn stattdessen mit Quellwasser.
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Zitat
Original von Marcus Aurelius Corvinus
Brix wandte sich nach dieser informativen Auskunft zu seinem dominus um. Ich wägte ab: In wie weit konnte ich den Worten des Händlers Glauben schenken? Geschickt wand er sich aus der Affäre und statt direkt und ausführlich zu antworten, wich er den Fragen gekonnt aus. Dennoch, wenn sie lesen, rechnen und schreiben konnte, obendrein noch ein wenig von Pflanzen verstand und musikalisch war, so konnte sie kein Fehlkauf sein, in dieser Hinsicht hatte Titus also recht. Brix, der immer noch fragend zu mir sah, bekam also ein Nicken als Antwort. Mein Blick indes die umstehenden Interessenten taxierte, und blieb an Senator Avarus hängen. Fünf Namen kamen mir ins Gedächtnis, alles Personen der gens Germanica, welche ich auf meiner Erbschaftsliste hatte. So entschloss ich mich, mir einen Weg zu Senator Germanicus zu bahnen und ihn anzusprechen. "Senator Germanicus, es ist ein günstiger Zufall, dass ich dich hier treffe. Lass mich dir mein Mitgefühl ausdrücken, was den Tod deines Sohnes Traianus anbelangt."Während ich so ein Gespräch begann, hob Brix den Arm. Er wusste um die Summe, die ich maximal ausgeben würde, und mein Nicken hatte ihm verdeutlicht, dass mein Interesse an der dargebotenen Sklavin nicht geschmälert war. "Zweitausendzweihundert", bot er.
"Aurelius Corvinus, richtig?" Hob Avarus nachdenklich an. "Eine tragische Geschichte, die unsere Familie da auszustehen hat. Ich danke dir für dein Mitgefühl." Wenn er sich auch fragte, wo der Aurelier seinen Sohn kennen gelernt hatte.
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"Die Frage Senator Macer läßt sich einfach und kurz beantworten: Ich spreche von Architekten, von Baumeistern und nicht von Handwerkern. Jene mögen auf einer Großbaustelle ebenfalls vor Ort sein. Sie zu führen, zu leiten ist allerdings Aufgabe des Organisators. Jener Mann, der ein Zertifikat haben soll, um die Arbeiten sicherer zu leiten und die Baustelle unfallfreier zu machen. Ein fallender Farbeimer hat wohl noch niemanden umgebracht."

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DECEMVIRIS LITIBUS IUDICANDISIm tragischenTodesfall meines Sohnes Titus Germanicus Traianus übernehme ich Medicus Germanicus Avarus alle Verbindlichkeiten und evtl. Rechnungen, die rechtlich bewiesen werden können. Gleichwohl akzeptiere das Erbrecht laut Erbfolge.
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ANTE DIEM IV KAL OCT DCCCLVII A.U.C. (28.9.2007/104 n.Chr.)