Beiträge von Medicus Germanicus Avarus

    Er drehte sich nocheinmal um.


    "Das müßtest du doch am Besten wissen. Erinnerst du dich nicht mehr, das du das Land in deinen Besitz übernommen hast?"


    Kratzt sich am Kopf und denkt nach, wann das war. Kommt aber wie so oft nicht dahinter.


    "Erspare ihr eine verwilderten Anblick und schicke eine Handvoll Sklaven vor, die das Anwesen nebst den Gärten herrichten."

    Sim-Off:

    Ganze neumodische Zeugs. 8)


    "Ich dachte du kommst aus dem Schoß deiner Mutter Servilia. Aber lassen wir das. Ich bin wohl etwas durcheinander."


    Überrascht darüber, das sein Neffe die Frischverheiratete Stadtrömerin Paulina mit nach Mogontiacum schleifen wollte, schwieg er einen Moment und staunte nur Sedulus an. Doch er sagte auch dazu noch etwas.


    "Ich hoffe du wirst ein ordentliches Heim für sie mieten und schaffst es neben dieser Art der Nähe das Tribunat mit Auszeichnung zu meistern. Dein Vater soll doch schließlich stolz auf seinen Sohn sein."


    Er grinste und dachte dabei wohl daran, wie der junge Sedulus aus dem Castellum schlich, um die Nacht bei seiner Liebsten zu schaffen.


    Wieder etwas ernster.


    "Gut ich werde pünktlich sein."


    Und schon schickte Avarus sich an das Zimmer wieder zu verlassen, wenn da nicht noch eine Antwort wäre?!

    "Der Kaiser ist nicht in Rom, würde die Korrespondenz nicht etwas zuviel Zeit in Anspruch nehmen?"


    Sicher mit einer ernst gemeinten Bitte des Senats konnte sich dieser Briefwechsel auf einen Durchgang beschränken, aber der Kaiser stand vielleicht schon im Feld. Parthien war viele tausend Meilen weg und selbst die schnellsten Wege würden Wochen dauern.
















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    Jede Antwort negativer Art würde wohl die Trotzigkeit offenbaren, die Sedulus manchmal seinem Onkel gegenüber vorbrachte. Was sicher eine Reaktion auf die Tatsache auslöste, das er, Avarus eben 'nur' Onkel war und nicht Vater. Doch es waren auch Sedulus Füße, die unter dem Tisch des Avarus steckten. Er riss sich zusammen und ließ den Neffen glauben, das er nichts anderes erwartet hatte, jedoch nur anders herum dachte.



    "Oh nein natürlich nicht. Du hast genau das getan, was man von einem Germanicus erwarten würde. Ich war nur der Meinung, du würdest zuvor die Quästur belegen, um dich dann an das Pflichtjahr bei den Truppen zu wagen. Deswegen war ich etwas verwundert. Immerhin heiratest du in wenigen Tagen. Da treibt es einen Ehemann doch nicht gleich wieder fort von der Liebsten."


    Germanicus Avarus zwinkerte seinem Neffen zu. Die Heirat war eh nicht mehr zu verhindern. So würde er sich auch diesmal damit abfinden müssen und konnte nur dann, wenn der Scherbenhaufen wuchs mit dem üblichen: 'Siehste hab ich es dir nicht gesagt.' 8) kommen.


    "Wann werden die Feierlichkeiten beginnen, wann das Opfertier den Göttern geschlachtet?"

    Zitat

    Original von Quintus Germanicus Sedulus
    Was ein Zufall, der Neffe war gerade anwesend und döste ein wenig vor sich hin. Er meinte ein Klopfen gehört zu haben. So richtete er sich auf und zupfte sich seine Kleidung ein wenig zurecht bevor er die Person an der Türe herein bat.


    Ja bitte!


    Der Moment der Stille war gut genutzt, was wollte Avarus eigentlich? Hm ach ja!


    Er trat ein und sah den Neffen sitzend vor sich.


    "Salve Sedulus. Du heiratest ja bald. Ist alles vorbereitet?" begann der Onkel erstmal etwas 'kaffeekränzchenmäßig' zu schwatzen.

    "Hm?" Der Name kam ihm nicht bekannt vor. Den letzten Didier, den Avarus in Erinnerung behielt, hatten die Eunuren des Hardes geholt. Doch er wollte nicht alle Gensmitglieder über einen Kamm scheeren bei den Decimern war es ja ähnlich.


    "Führe ihn in mein Arbeitszimmer." Das zeigte auf, das Avarus keine Lust hatte einen Ortswechsel durchzuführen.

    Er hörte sich die Worte genau an. Nahm dabei auch etwas von den Früchten und vom Wein.


    "Wie verlief deine Reise dann danach? Immerhin ist dein Vater ja schon ein ganzes Weilchen tot. Außerdem würde mich intressieren, ob du mit deinem Bruder in Kontakt geblieben bist. Die familiere Verbundenheit ist äußerst wichtig."


    Dabei fiel ihm ein noch ein Brief schreiben zu wollen. Aegytus war weit und seine Lieblingsnichte dort. Sehnsüchtig wartete diese sicher auf Antwort vom Onkel Avarus.

    Vom Palatin eilte Avarus zur Curia Iulia. Es war nicht weit und doch kam er außer Atem. Das ewige Sänftenbenutzen ließ ihn schwächeln. Doch sich jetzt dafür Vorgaben zu machen, ließ sein Gedankenstrom nicht zu. Heute war einer dieser Tage, wo er die Sitzungen 'schwänzte' mehr um in seinem Officium Berge voller Pergament abzuarbeiten, denn um dem Müßiggang zu fröhnen. Die Halle war trotzdem gut gefüllt.


    Ohne sich erst zu seinem Platz zu begeben, zog es ihn in die Mitte des Baus. Einige Augen vereinten sich auf ihn. Wohl jene Senatoren, die jeden Tag hier 'dienten'.


    Die Diskussion hatte gerade eine passende Pause erfahren und Avarus nutze jene, um keinem Senator ins Wort fallen zu müssen.


    "Senatores traurige Nachricht erreichte mich soeben in meinem Officium auf dem Palatin. Der Consul Gaius Prudentius Commodus wurde auf den Stufen vor dieser Curie ermordet.


    Warum in des Götters Namen erfahren wir erst jetzt davon? Ich fordere eine Untersuchung!"


    Sein Blick wanderte dahin, wo Victor der Praefectus Urbi sitzen sollte, doch der Platz wurde von drei aufgesprungenen Senatoren verdeckt. Würde er anwesend sein?





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    Mit schnellem Schritt erreichte Avarus nach der ungeheueren Nachricht die Kaiserliche Kanzlei. Jene war stark dezimiert, nachdem der Kaiser nicht nur militärische Abteilungen mit in den Osten genommen hatte. Ein Magister Officiorum war zur Stunde der höchste Dienstherr. Das Officium immer gut gefüllt, ließ Avarus keine andere Wahl.


    Er trat ein und blickte sich um. Kein Senator und auch kein Ritter im Raum. Gut dachte er zeitgleich.


    "Alles raus her. Sofort!"


    Hämmerte seine Stimme laut genug, das es auch der Letzte verstand.


    "Aelius Callidus wir müssen dringend sprechen. Es geduldet keinen Aufschub."


    Und schon war er beim Magister. Immer mit dem Auge beobachtend, das auch der letzte Bittsteller seiner Anweisung nachkam. Einige waren zögerlich, schienen auf die Bestätigung des Aeliers zu warten. Doch der Blick vom Senator Avarus war unmissverständlich und so verzogen sich auch die letzten Gäste.


    Avarus reichte dem Aelier die Briefe.


    "Du kannst dir die Wirkung vorstellen? Ich befinde diese Informationen als wichtig genug, um die Equites Singulares zu bemühen. Wieso wissen wir nicht eher darum?" Er schüttelte den Kopf. Ein Consul starb und kein Lauffeuer verbreitet sich in der Stadt.

    Mit den Üblichen Listen und Akten beschäftigt, hörte der Legatus erst beim zweiten Klopfen dieses als Solches. Er blickte zur Tür und rief ein Herein. Einer der Boten aus der Curie erschien. Er trug die übliche Kluft eines Tabellarius Disposti und grüßte den Senator.


    "Herr, der Praefectus war der Meinung, das diese Schreiben wichtig genug sein werden, um die Eques zu bemühen."


    Eine Augenbraue wanderte Richtung Stirn. Avarus bat mit der Hand in deren Richtung.


    "Sie wurden heute Morgen von einem Civis abgegeben."


    "Was? Das kann doch nicht sein!" Entfuhr es dem Legatus Augusti cursu publico. "Ich kümmere mich darum. Auch der Senat muß informiert werden!"



    "Natürlich."


    Avarus kannte das Prozedere und begab sich nebenan. Dort würde er mit seinem guten Namen bürgen. Wer schleppte schon einen Sack von fünfzigtausend Sesterzen mit sich herum. Am Nachmittag würde er eine ganze Abteilung stark vertraulicher Sklaven damit beauftragen das Geld von einem Ort geheimen Ursprungs zur Kanzlei zu bringen.

    "Du hast Glück mich zu dieser Stunde hier anzutreffen. Aber dieser Tag war vom Müßiggang gezeichnet und dient der Entspannung. Erzähl mir doch von dir und deinen Reisen."


    Ein Sklave bog um die Ecke und tafelte einige Kleinigkeiten auf. Neben gut verdünnten und gekühlten Wein fanden auf dem Tablett neben Trauben und Oliven auch exotische Früchte Platz.



    Sim-Off:

    Wisim

    Avarus aus der Bibliothek kommend, trat über den Säulengang ins Esszimmer ein und blickte sich um. Der Germane hatte ihn über den Gast informiert. Zwar war ihm die Gens soweit geläufig, trotzdem vermochte er nicht mehr das Alter jener Tochter einzuschätzen, die Germanicus Proeliator lange Jahre vor dessen Tod verlassen hatte. An ihren Bruder konnte er sich eher noch erinnern. Trotz das jener die letzte familiere Zusammenkunft nicht besucht hatte.


    Mit einem Hüsteln machte der Senator schließlich auf sich aufmerksam.


    "Salve Germanica Caia, ich muß entschuldigen, das wir kein üppiges Mahl vorbereitet haben, doch deine Ankunft in Rom wurde uns nicht angekündigt."


    Seine Augen musterten das junge Geschöpf. Wie alt mochte sie sein, wie verschlug es sie in die Casa und was hatte sie Jahre in der Fremde gemacht. Alles Wissen, das sie nur sie ihm weiterreichen konnte.


    "Setz dich doch, die Zubereitung der kleinen Speisen wird noch eine Weile in Anspruch nehmen."

    Genaustens notierte der Sklave die Wünsche in seinem Gedächtnis. Derzeit kamen und gingen eine Menge Diener in der Casa und so würde man auf die Dame und ihre Dienerin immerzu ein Auge haben. Ganz wohl dabei sie allein zu lassen, war sich nämlich der Germane nicht. Eine Bestätigung stand immerhin noch aus.


    "Gut werde ich an die Culina weitergeben." sagte er dann noch und blickt auf die Alte. "Du kannst dich in den Sklavenkammern einquartieren. Sie zu finden wird nicht schwer sein. Welches Lager noch frei ist, siehst du an der Deckenfaltung."


    So dann war ersteinmal alles gesagt und Gundhraban machte sich auf den Herren zu suchen, der Küche die Wünsche aufzutragen und sich danach wieder dorthin zu begeben, wo er es bis vor kurzem besonders ruhig hatte.








    SKLAVE - GENS GERMANICA

    "Gut dann lasse ich ein Zimmer richten. Nun allerding führe ich dich ersteinmal ins Triclinium und sage dem Hausherren bescheid."


    Voran ging der Sklave.


    "Wie steht es mit dem Hunger, dem Durst? Soll ich der Magd zuweisen etwas zum Essen zu richten?"


    Die Zeit eines Mahls war zwar gerade nicht gegeben, aber ansich war es egal, wann Speisen verlangt wurden. Sowohl in der Küche arbeitete man eigentlich immer, als auch in den Kammern waren die Tröge, Kisten und Amphoren gut gefüllt.









    SKLAVE - GENS GERMANICA