Beiträge von Medicus Germanicus Avarus

    "Warte nicht zu lange, der Blick von den Weinhöhen ins Tal könnte dir sonst verborgen bleiben. Ein solch schöner Ausblick ist im Alter durch Kurzsichtigkeit kaum noch zu genießen." Avarus grinste, ließ offen, ob es ihn bereits verschlossen blieb. Da er darüber scherzte, war dem offensichtlich nicht so.


    "Möchtest du etwas trinken?" Natürlich konnte Aelia in diesem Hause die Sklaven selbst befehligen. Noch wohnte sie schließlich hier. Doch Avarus war eben ein Mann der alten Schule. :P


    Dann wirft er ein, um ihre Bedenken zu zerstreuen: "Lucilla und ich waren ja schoneinmal auf dem Weg nach Aegypten auch damals hatte der Kaiser keine Bedenken. Ich glaube das nächste Mal würde es ähnlich sein. Hoffen wir nur, das er sich nicht Jahre in Parthien festbeißen wird." Sonst müßte ihnen ein Trick helfen. Leider nur war Avarus mit jener Person nicht sooo grün und seine Nochverlobte konnte er schon aus persönlichem Stolz wohl kaum schicken.

    Mit dem Griffel in der Hand saß Avarus über einigen Dokumenten. Die Berichte aus den Provinzen waren gerade frisch rein gekommen. Nur eine Region fehlte dabei und er konnte sich das nur so erklären, das das Schiff in ein Unwetter geraten ist. Zwar kamen die Schreiben aus Hispanien, aus Mauretanien, von den griechischen Städten und dem östlichen Festland genauso über das Mare Internum, aber wer wußte schon, wo eine kleine Windhose wütete und wo die See friedlich vor sich hin schwappte.


    Einer jener besten Reiter hatte er auf eine Mission geschickt. Dabei würde er diese Dinge auch mit klären können. Denn wenn es die erste Sendung war, welche aus Provincia Alexandria et Aegyptus ihr Ziel verfehlte, dann käme dem Senator Germanicus Avarus nichtmal der Gedanke jenen erfahrenen Burschen in den Osten zu senden.


    Bis er davon Kunde bekam, sollten wohl einige Wochen vergehen...

    Ohhhjaaaa diese Umarmungen waren einfach Dank genug. :D


    "Ich hoffe natürlich ihr zwei werdet es einmal zu Gesicht bekommen. Wirklich ein schönes Stückchen Land. Hm wußtest du eigentlich, das Lucilla, meine Verlobte, deine Auctrix Land auf Creta gekauft hat? Nun nur zu wahrscheinlich werden wir euch in Aegypten mal besuchen kommen, wenn wir schon auf halben Wege sind."


    Nur zu absichtlich versuchte er das Thema wieder auf ihre Abreise zu lenken und darauf, wie schade es war, das ihre Zeit in Rom nun dem Ende neigte. Das kleine Geschenk sollte nun wahrlich nicht dazu dienen, das Aelia ihrem Onkel, der sich diese Morgen ständig leisten konnte, die Füße küsst. [SIZE=7]*hmwobeieinschönerGedanke*[/SIZE]


    Avarus hüstelte etwas und trank von seinem Wasser, das auf einem Tischchen neben dem Sessel stand. Nur nicht dehydrieren.

    "Alllssssooooo..." begann er betunlichst zu reden, als ihm die Nervosität von Aelia nicht verborgen blieb. "Dein Vater..." und damit meinte er seinen Bruder, nicht irgendein Didier "... hätte dir zu deiner Hochzeit eben jenes Geschenk gemacht, was ich seiner statt nun an dich weiterreichen werde." immerhin war es nicht ihre Schuld, das Traianus so zeitig dahin geschwebt war. Manche konnten es eben einfach nicht erwarten ins Elysium überzutreten. :D


    "Ich hoffe es stört dich nicht, das es weit weg von Aegyptus gelegen ist. Doch befinden sich nunmal in Germanien die meisten unserer Landmorgen. Ein kleines Häuschen steht dort auch, naja nicht so groß wie diese Casa hier, aber ausbaufähig. Ich möchte dir dieses Land bei Saletio, das liegt am oberen Rhenuslauf zwischen Brocomagus und Tabernae überschreiben. Die Lage sagt eigentlich schon, das es besonders geprägt durch guten Boden ist."


    Medicus hielt ihr jetzt die Rolle hin und hoffte sie würde das kleine Geschenk annehmen und für sie beide verwalten. :)


    Sim-Off:

    Wisim

    "Ahja... " weil er das sonst nicht konnte? "... sie ist wohl dem Familienaufkommen angemessen." Auch er seufzte leise in sich hinein, aber es mußte wohl sein. Gewisse Aufgaben warteten eben nicht. Liebe Verwandte ließ er schon immer nur ganz ungern ziehen.


    "Aelia..." sprach er sie schließlich an, ihm war da etwas eingefallen. "... eure Hochzeit ist nun schon etwas her und ich muß gestehen, ich hab da etwas völlig vertrötelt. Warte hier!"


    Müsam erhob er sich aus dem bequemen Sessel und eilte in die Casa. Es dauerte einen Moment. Wahrscheinlich waren wieder einige Pergamente darauf gefallen, was Avarus beabsichtigte zu holen.


    "Soo da bin ich schon wieder." Er setzte sich erneut und blickte seine Stiefnichte, die er gerne als eine Echte sah fröhlich an. "Euer Geschenk von mir, aber du sollst es für euch beide entgegen nehmen." Er tippte mit den Fingern auf eine Pergamentrolle zwischen jenen. Es entstand etwas Spannung, denn es konnte alles, wirklich alles sein. Eine Gedichtssammlung von Ovid zum Beispiel, eine Ausführung von Crassus, Erzählungen des Homer. Ein wenig der theatralischen Hinauszögerung wollte Medicus noch halten...

    "Aelia... fein das du mich nochmal aufsuchst." Das klang fast so als wäre Avarus wirklich ausgerissen. Na der Trubel im Atrium glich einem Auszug und er selbst fragte sich manchmal wo das ganze Zeugs untergekommen war. "Ihr hastet aber auch schnell auf und davon." In seinem Gesicht war Enttäuschung zu sehen, hatte die Casa doch gerade erst angefangen aufzublühen.

    Dem schien nicht so zu sein. Jener Mann schaute nicht einmal auf. Avarus verschränkte derweil die Arme. Manche Beamten waren schon ein komisches Völkchen. Störte man sie zur falschen Stunde, am ungelegenen Tag, erwischte sie sozusagen auf dem linken Fuß, hatte der 'Bittsteller' es schon verschissen, bevor er seine Angelegenheit vortragen konnte. Naja zumindest kannte der Senator jene Stuben ganz genau. Viele Jahre war er selbst dort drinnen gewesen und hatte versucht zu arbeiten. Nicht selten wurde diese Anstrengung durch solche wie ihn gerade zunichte gemacht und dann saß man so da und grummelte in sich hinein. Trotzdem konnte man diese 'Bittsteller' auch nicht ewig stehen lassen und gab vor dermaßen beschäftigt gewesen zu sein, das man den 'Gast' garnicht bemerkt hatte.


    Um diesem Notstand zu begehen, hüstelte Senator Germanicus Avarus hörbar, aber trotzdem dezent und blickte sich dabei in der Räumlichkeit um. Ebenso sauber wie in seinem Officium war es hier. Dazu noch aufgeräumt. Sodas die Beamten nicht unter Bergen von Pergament und Papyrus sitzen mußten. Hier und da standen Regale, die ordentlich gebündelte Schriftrollen beinhalteten. Ein feines Fleckchen Arbeit. Dazu hell durch die großen Lichtöffnungen gehalten. Hätte Avarus nicht auch so ein schmuckes Plätzchen hier auf dem Palatin zum Arbeiten, wer weiß: er wäre glatt neidisch geworden... 8)

    "Das kann ich wohl tun. Es im Senat zu unterstützen, dafür sollte es ausgereift sein. Gibt es denn bereits eine grobe Fassung?"


    Es schien ihm er würde in den nächsten Wochen auch vermehrt in den bestehenden Räumlichkeiten der Schule in Rom vorbei schauen müssen. Mit etwas Disponenz war es aber zu schaffen. Immerhin hatte er einige Aufgabengebiete bereits an fähige Klienten verteilt und auch seine Neffen würden in Zukunft mehr zu tun bekommen. Einerseits konnten sie so etwas lernen, waren in Dingen beschäftigt derer sie irgendwann mal selbst bedurften und Andererseits kamen sie so zu einer Bildung, die es seit hunderten von Jahren in Rom gab. Abgesehen davon, das er Anteil von Dummheiten beiläufig abnahm.


    Wieder verschwand etwas Obst in seinem Mund. Der Tage war Rom ein heißes Pflaster und nur dumme Senatoren oder jene die einfach zuviel um die Ohren hatten, blieben in der Glut hocken, anstatt auf eins ihrer Landgüter zu ziehen. Die kühle der Frucht half da nur wenig drüber hinweg.




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    Das man es als Geschichte sah, brachte Avarus dazu einen Moment zu schweigen und zu überlegen, was an einem Aufstand in Hispanien so unheimlich lesenswert war, um diese Zeit der Aufruhr im Gedächtnis des Senats als eine Geschichte zu verfestigen.


    "Die gibt es natürlich. Ich muß gestehen..." begann der Senator Germanicus Avarus, nachdem er sich erhoben hatte, um in das Gesprochene einzuharken "..., das mir die Ausführungen dem Grund des Aufenthalts von Matinius Agrippa vor der Curie, dem Senat etwas zu dürftig erscheinen."


    Er wandte sich an den Senator Publius Matinius Agrippa.


    "Letztlich beschränkt sich also das Eingreifen in den Fortlauf der Geschehnisse in Corduba mit einer Bitte an die Reitercohorte in Emerita, dem unheimlich zeitaufwendigen Entlassen jener Magistrate, -die ihre Stellung wohl dazu nutzen Stimmen gegen Rom zu sammeln, statt für das Imperium- und dem beständigen Abwarten, ob und wie der Senat oder der Kaiser jenem Aufflammen einer neuen Bedrohung entgegen treten wird? Du sprachst von den anderen nötigen Schritten. Welche waren das neben jenem Ansuchen geschickt nach Emerita?"


    Wahrscheinlich hatte es ein großer Teil des Senats noch nicht bemerkt: Mit dem kaiserlichen Niederschlagen des Aufstandes von Corduba hatte die senatorische Administration der Provinz Hispanien gezeigt, das sie wohl zur Krisenbewältigung unfähig war.


    Ein Imperator suchte mit Sicherheit keine eroberten Gebiete in denen es ständig und fortlaufend Aufstände, Revolten oder offenen Unmut gegen Rom gab. Der Senat war dazu angesprochen Sorge zu tragen, das die Provinz Hispanien dauerhaft befriedet blieb und das Augenmerk von Iulianus nicht nocheinmal darauf gerichtet werden müßte. Wie schnell konnte sonst jene Ansammlung von Magistraten ein weiteres Stück Verwaltungsmacht verlieren. Irgendwann wären sie nurnoch einfach da.


    'present' wie man so sagt...




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    "Creta..." mit geübten Gedächtnis fährt der Senator über die Landkarte. Im Osten auf halben Wege nach Aegyptus liegt sie im Meer. Lang gestreckt am Fuße von Achaia. "Ein schönes Eckchen im Mare Internum. Sicher werden wir mal dahin finden." Er ließ keinen Grund aufkommen Lucilla nicht dahin zu begleiten.


    Mit einigen in Honig gemantelten Dattelfrüchten schloss er das Essen ab. Das Mahl begann sich dem Ende zu neigen und wurde mit dem traditionellen Brautzug beschlossen. Als näherer Verwandter war Avarus mit Lucilla von eingereiht und bekamen einen Geschmack darauf wie es bald sein würde am Anfang dieser Schlange zu schweben.


    Sein Geschenk blieb nun bei ihm, aber am nächsten Mittag oder Abend würde er Aelia schon noch einmal zu Gesicht bekommen. So schnell lief sie wohl nicht weg und das Getöse war eh nicht dafür angetan jene kleine Aufmerksamkeit zu überreichen. So war es auch für Germanicus Avarus an der Zeit sein Gemach aufzusuchen. Das nicht sofort, denn einige liebe Gäste, Freunde und nicht zuletzt Lucilla wollten noch gebührend verabschiedet werden.


    Das sich sowas lange hinziehen konnte, wußte er, das es manchmal so ewig dauerte seit dem Tage. Im ersten Morgengrauen ging er dann endlich zu Bett...

    Der Senator holte zwei Becher aus Glas aus dem Schrank und stellte zwei Kannen dazu. Neben all jenen thronte eine silberne Schüssel mit frischen Obst. Die Becher waren schnell gefüllt. Gut verdünnt dazu, versteht sich.


    Sim-Off:

    Wisim


    Hm es ging also um diesen Senator, den Avarus nicht ausstehen konnte. Warum also sollte er ihm etwas ermöglichen. Ein guter Zeitpunkt um eine blockierende Haltung einzunehmen.


    "Flavius Furianus also. Soweit ich weiß, ein Mann mit alten Prinzipien. Da fragt man sich warum er sich in Gebieten des einfachen Volkes lehrt. Eine passende Erklärung wie jene Gattung Römer mit zweierlei Maßen urteilt. Nun ich kann es mir einmal ansehen. Doch erinnere ich mich daran, das es gerade bei einem so -im Status Ausführung- gefährlichen Terain der Architektur nötig wäre die gesamten Kurse abzulegen. Und das bevor eine Magisterarbeit auch nur angenommen würde. Nach meinem Wissen legte er bisweil nur eine Stufe ab und das mit ach und krach."


    Ein leidliches Thema, noch dazu ein Römer der vor Schleim triefte, wenn es darum ging den eigenen Stand zu verteidigen. Das dem Gehabe nun Haare wuchsen, belustigte den Senator Germanicus Avarus zwar, aber die Arbeit würde er wieder haben. So nahm jener vom stark verdünnten Wein, um dabei oder danach eine Weintraube auszuperlen. Mit diesem Thema hatte es der Rector geschafft ihm seine bisweil gute Laune anzukratzen.




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    Zitat

    Original von Decima Lucilla


    Wo sind nur die Fischchen hin, ah da. Avarus zieht sich die Ablage heran und greift weiter mit gutem Hunger zu. So ein defftiges Buffett gab es ja nur einmal in der Woche hier. Außerdem hatte ihn die kargere Kost auf dem Weg von Nord nach Süd ausgezehrt.


    Sein Neffe lag so am Rand und schien zu träumen.


    "Was würdest du dazu sagen, Sedulus?" Ein Blick ein Lächeln, ein Schwenk zu seiner Liebsten. "Wenn du viel größer sagst, Lucilla, dann hätte ich an eine Centuria Land gedacht, aber wo ist dort ein 'e' in der Mitte. Größer als eine Ziege also... so im Umfang wie Sicilia?" Seine Augen wurden größer. Avarus glaubte nicht, was er dachte. Behielt aber die Beherschung und dachte laut weiter nach: "Am Anfang ein 'c' in der Mitte ein 'e' und am Ende ein 'a'. Es klingt trotzdem noch schwierig." Doch halt. Avarus hob den Finger. "Wie steht es mit der cisterna?" Natürlich! Lucilla hatte sicher eine ganze Hand voll Ländereien. Ein Wasserspeicher dort zu integrieren war sinnvoll, wenn es noch keinen gab. War es das nicht, würde er die Schultern hängen lassen und darauf hoffen, das sie ihn nicht weiter auf die Folter spannte.


    Hoffend blickte Medicus erst zu seinem Neffen, ob jener einen passenden Einfall hatte, dann zu den Hähnchenbrüsten, von denen er sich zwei Stück auf den Teller nahm und dann zur He... ähm zu ihr zurück. Zu Lucilla mit fragenden Blick.

    "Herzlich willkommen Aelius Callidus." Begrüßte auch Avarus den Gast in seinen Wänden. "Darf ich dir etwas anbieten?" Ein Geste wies dabei auf einen bequemen Sessel und bedeutete soviel wie 'hinsetzen' oder 'setz dich doch'. "Ich bin gespannt..." und wartete ab, was da wohl kommen möge.













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    Zitat

    Original von Decima Lucilla


    Das forderte eine Menge Überlegung. Während er mit einer Gedächtniszelle noch darüber sinnierte, wie wenig Römer sich selbst in einem Wettstreit maßen und wie viele doch ihren Sklavenhaushalt dazu verwendeten populistisch zu agieren, überlegte die zweite Erbse zum Thema "gekauftes Etwas mit C....A". Hm eine Culina würde es wohl nicht sein. Dafür war Lucilla sicher nicht zu begeistern und wenn doch, dann täten es Mägde verrichten. Das Cenatiuncula kam auf das Gleiche hinaus und außerdem was sollte das Mädel ein kleines Speisezimmer ohne Casa kaufen. Mysteriös!


    Die schweigsame Zeit wanderte fort und Avarus überlegte weiter. Die Krämerbude - canaba wohl eher auch nicht, ein calthula schon eher, aber was war so besonders an einem blumigen Kleid? Gut er müßte schwärmen wie wunderschön sie darin aussah, aber sowas tat er doch andauernd und log dabei noch nichteinmal. Mit einem Körbchen, dem canistra konnte sie auch nicht viel anfangen. Es sei denn, nein das wüßte er und so nah waren sie sich außerhalb der Ehe nicht gekommen. Einen Basdart traute er ihr ebenfalls nicht zu. Ihn ihm unterzuschieben erst recht nicht.


    Verdammt war das schwer. Er würde weitere Hilfestellung brauchen. Aber letztlich hatte jene Anschaffung nichtmal viel mehr Buchstaben...


    Ein Seufzen, ja das kam immer gut. Zumal er jetzt schon richtig lange nachgedacht hatte. *seufzt*


    "Du hast dir doch keine capella* gekauft oder?"


    Für eine Casa waren sie ungeeignet. Auf dem Land brachten sie wenig ein. Nur auf dem Altar machten sie eine gute Figur. Meist zumindest, oft aber nur kurz.



    [SIZE=7]*Ziege[/SIZE]

    Zitat

    Original von Decima Lucilla


    Eieiei... nun Avarus tat es seiner Lucilla gleich und mampfte einiger dieser leckeren Teile in sich hinein. Dabei lauschte er mehr ihren Worten, als selbst schmatzend mit mehr als fünfundzwanzig Gramm im Mund zu quasseln. Trotzdem verstand er sie.


    "Oh da hab ich wirklich etwas verpasst." Ein Blick zu Sedulus. "Du hast nicht daran teilgenommen?Warst doch bei den CU'lern!" Dann wieder zu ihr, denn Decima Lucilla tat schon wieder geheimnisvoll. "Hmmm du kaufst doch andauernd etwas ein. Nicht das ich es dir nicht gönne, aber da ist es besonders schwer zu erraten, wenn es etwas Exquisites sein soll..." das es Erwähnung findet, dachte sich Avarus dazu. "Gibt es eine Hilfe oder möchtest du, das ich laut darauf zu rate?" Eine Rebe Trauben zu sich genommen, zupfte der Senator jene süßen Beeren ab und steckte sie nacheinander zwischen die Zähne.

    ... war es recht einfach einen guten Moment abzupassen, wenn gegenüber mal etwas Luft herrschte. Avarus war zuvor auf dem Forum gewesen und hatte sich gesättigt. Auf dem Weg zurück in sein Arbeitszimmer stellte er dann fest, das im Officium des Rationalis Ruhe herrschte. Er selbst liebte solche Augenblicke auch, nun aber manchmal mußte man das Schweigen eben brechen. Die Tür stand halb offen und der Senator klopfte mit der Hand an das Türholz. Er lächelte entspannt und trat wenig später vor Plinius Funisulanus.


    "Salve, ich hab gerade gesehen, das der Andrang abgeebbt ist..." Avarus vergewisserte sich den Mann nicht unbedingt zu stören. Manche Beamten waren nämlich kleine Sensibelchen. "Kann ich kurz deine Zeit in Anspruch nehmen?"

    Zitat

    Original von Manius Quintilius Fundulus
    "Prinzipiell kann ich mir alles vorstellen, wo eine helfende Hand von Nöten ist. Ich kann lesen, schreiben und rechnen. Ich weiss mit Menschen umzugehen und ich denke, das ich über gewisses Organisationstalent verfüge." Aufmerksam beobachtete er den Senator und wartete ruhig.


    "Hmm, hmm..." machte jener und überlegte sich einen Verwendungszweck. "Schonmal in einer Verwaltung tätig gewesen?" Nach einer kurzen Pause folgte eine weitere Frage: "Kannst du außerdem reiten?"

    Als sich dann später auch Aelia zu dieser zusammen gerotteten Gruppe gesellte, kam Avarus nur zu einem Zunicken. Sie hatte einen wunderschönen Anglitz und Corvus konnte Stolz sein, dieses Weib zu heiraten. Da soll man mal behaupten Römer heiraten nicht aus Liebe. Wenig später trieb der Bräutigam zum Schmaus und Avarus platzierte sich neben seiner Verlobten in unmittelbarer Nähe zum Brautpaar. Jenes blieb auch beim Essen eng umlagert und der Senator, nebst Hausherr würde sich seine Glückwünsche noch ein Weilchen aufheben. Vielleicht kam man zu späterer Stunde im Garten zusammen und er konnte ihr mit Diskretion das kleine Geschenk versprechen.


    Ihr Gatte Corvus würde also nach Aegypten gehen. Das erfuhr er eben mal so nebenbei. Nunja die Welt wurde immer schnell lebiger. Germanicus Avarus allerdings freute sich auch über diese Nachricht, denn sie machte nicht nur einen Verwandten zum mächtigsten Mann im Dienste des Kaisers im Osten, sondern beförderte einen weiteren Germanikuss in eine Führungsposition.


    Ein paar Datteln getunkt in Honig führte er ein und schob danach eine dieser leckeren herzhaften Würste nach. Selbst der Wein war einer der Besten. Gut neutralisieren ließ es sich mit den Oliven, bevor Avarus in die Obstschaale griff...

    Zitat

    Original von Decima Lucilla


    Nachdem sie mit diesem und jenem geplaudert haben, beginnt die Zeremonie. Es ist herzergreifend wie immer und Lucilla schafft es nicht ohne Taschentuch. Zum Glück steht auch noch Avarus neben ihr, er eignet sich wirklich sehr gut dafür, sich vorsichtig an ihn anzulehnen und dabei leise glücklich zu schluchzen.


    Nachdem sie sich dann auch nochmal zum Brautpaar durchgeschlagen und artig gratuliert haben, zieht Lucilla ihren Verlobten mit in Richtung Essen. Hochzeiten sind immer so nervenaufreibend und das beste gegen zittrige Nerven ist etwas zu Essen. "Wie war es in Germania? Glänzt der Rhenus immer noch so wunderschön in der Sonne?"


    Sim-Off:

    Jösas immer diese Zweizeilspamer, aber ich hab dich doch gefunden ...


    Sichtlich begeistert der Zeremonie beizuwohnen und ein weiteres Paar in der Gens vor dem wichtigen 'Ja-Wort' zu sehen, genoss Avarus die Nähe zu seiner Verlobten. Wenn es nach den Göttern ging, würden sie ebenfalls bald diesen Schritt tun und es sammelten sich erneut ähnlich viele Gäste in der Casa.


    Etwas geschockt war er, als er diesen Minor in seinem Hause sehen mußte. Gundhraban hatte diesen Abend Türdienst. Eine schwingende Peitsche würde ihn daran erinnern, welche Namen er vor der Casa zu belassen hatte. Jener Kerl wagte es doch glatt hier nochmal aufzukreuzen. Schande hatte er über den Namen Germanica gebracht. Seine verwandschaftlichen Verhältnisse gehörten gelöscht und waren es in den Analen bereits.


    Zum Glück riss Lucilla Medicus aus seinen Gedanken. Wer weiß welchen tiefrissigen Weg sie sonst noch genommen hätten.


    "Besonders warm war es, nein eher schwühl. Ich habe den Spielen im Circus zusehen können. Die Arbeit ist hingegen abgeschlossen und auch meine anderen Anliegen sollte ich auf dem Briefweg abschließen können. Und du? Hast du etwas Freude während meiner Abwesendheit gefunden?"


    Seine Aufmerksamkeit galt nurmehr ihr.