Beiträge von Medicus Germanicus Avarus

    Sim-Off:

    Ah auch gut. :)


    "Ich denke wir haben das Anschlussproblem gelöst und kommen nun weiter gut voran. Ansich sind wir miteinander fertig damit."


    Zufrieden nickte der Senator und erfreute sich daran, das es nun endlich in die Endphase gehen konnte. Immerhin dauerte die Neuerrichtung schon eine ganze Weile und die Tavernenzeit, die Tage des fröhlichen Umtrunkes waren im Sommer besonders eng gesteckt. Da mußten sie endlich fertig werden.


    Noch einmal blickte er in den Graben, zu den Arbeitern und dann zurück zu Valentin.

    "Ähm nein... da muß ich passen." Nocheinmal überlegte er ob er den Matinius Fuscus irgendwo in Amteslinien gesehen hatte, es fiel ihm aber nichts dazu ein. Eine Nachfrage aber konnte er sich dann doch nicht verkneifen: "Willst du ihn zurück in die Provinz holen?"

    "Ah geht doch Hermes!" Hörte man eine ganze Menge aufatmen. Doch noch war das Rennen am Anfang, noch konnte alles gut werden und Hermes so weiter nach vorn laufen oder sich das Blatt derart wenden, das der Venetawagen zurück fiel. Um das zu verhindern, bauschte sich eine ganze Fankurve immer weiter auf und setzte die anderen Fahrer mit provozierenden Hymen unter Druck.


    Hermes hingegen wurde vermehrt angefeuert und ihm so der Rücken gestärkt. Avarus konzentrierte sich wieder auf das Rennen. Seine Erforschungen in der Menschenmenge hatte er durch die eben eingetretene Wende vom langweiligen zum aufflammenden Wagenlauf abgeschlossen. Etwas Wein, sehr stark verdünnt bei dieser Hitze ließ er sich kommen und man reichte Trauben und Früchte mit besonders saftigen Fruchtfleisch dazu. Etwas Luxus unter dem Sonnensegel ließ er sich nicht nehmen...





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    SODALIS FACTIO VENETA - FACTIO VENETA

    Während der Senator sich in der Stadt vergnügte und einige tausend Sesterzen unter den Händlern verteilte, kümmerten sich seine Diener bereits darum jene Sachen in stabile Holztruhen und Kisten zu verpacken, die Germanicus Avarus bis an diesen Tage erstanden hatte. Daneben räumten sie Wagen voll, die persönlichen Besitz beinhalteten. Dinge die seit Jahren in einem Haus gestanden hatten, das nun wohl irgendwann gänzlich leer sein sollte. Vielleicht fand sich ein Germanicer der die fruchtbaren Weiden darum bewirtschaften wollte. Bis das geschah, vertraute Medicus darauf, das der alte Verwalter das Nötigste tat, um die Objekte zu erhalten. Für einen Wohnsitz aber war er zu entlegen und der Legatus kam ganz gut damit zurecht bei seinen Besuchen die Herberge des Cursus Publicus zu bewohnen.


    Noch am Abend sollte die erste Reihe von Ochsenkarren den Weg nach Süden antreten. Vorerst würde man auf einem der Landgüter in der Nähe Roms die Waren, die Einrichtungsgegenstände, aber auch einige typisch germanische Kostbarkeiten unterstellen. Später wollte Avarus einiges mit in die Casa Germanica in Rom nehmen. Anderes konnte den neuen Landsitz in der Provinz Mauretanien schmücken. Doch bis es soweit war, würden noch einige Jahre ins Land ziehen.


    Mit Riemen spannten die Fuhrleute das Geschirre fest. Zurrten Schränke und Komoden an. Deckten Spiegel und Leuchter mit Planen ab. Ein Wagen nach dem Anderen wurde so gefüllt und jener Diener, der für den Transport zuständig war, wußte schon nach dem dritten Gefährt, das sie wohl nicht reichen würden. Zuviel hatte sich im Laufe der Jahrzehnte angesammelt. Ettliches würden sie wohl für den Nachfolger im Besitz oder im Bewohnen stehen lassen müssen.


    Mit dem Dämmern der Nacht begaben sie sich dann auf den Weg. Eine gute Karawane von acht Wägen. Sieben davon wurden durch Ochsen gezogen. Einer von Eseln bewegt. In ein paar Tagen würde der Senator folgen. Auch dann gäbe es noch eine Reihe mitzunehmen...

    Mit dem Anfang der siebenten Bauwoche im Zyklus der Jahreszeiten setzte ein heller Putz am Forum ein Gebäude in neuem Glanz. Die Tage der letzten Woche hatten die Arbeiter nocheinmal mächtig rangeklotzt und neben dem Dachabschluss auch die Versorgungsleitung und das Abwasserrohr verlegt. Danach schlossen sie mit viel Präzision das klaffende Loch im Mauerwerk und begannen eben jenen Außenputz aufzutragen. Innen begann man hingegen mit den Mosaik- und Fliesenarbeiten und konnte auch dort so schnell und perfekt arbeiten, das in dieser Woche die Streicher und Künstler der Wandmalereien beginnen konnten.


    Avarus war nurnoch selten auf der Baustelle zu sehen. Vielmehr nahm er die Möglichkeit wahr an den Spielen gesehen zu werden und sich ein wenig auszuruhen. Auch ging es in dieser Endphase mehr nach den Wünschen des nächsten Besitzers und jene Arbeiten wurden durch Gewerke ausgeführt, die Jahrelange Erfahrung gemacht hatten. Viel brauchte der Architekt dort nicht hineinreden und wollte es auf Basis von Vertrauen und Respekt auch nicht.


    Seine Dienste würden bald abgeschlossen sein und er würde in die zweite Heimat zurückkehren. Mit etwas Wehmut, aber auch mit einem Funken Freude die Familie wiederzusehen...

    Nachdem die ersten Buhrufe auvh Hermes trafen, war Avarus damit zu beschäftigt das Publikum zu ergründen. Zwar hatte er die desolate Leistung des Veneta Fahrers bemerkt, doch gab es noch einige Runden zu beschreiten und sollte die Position des blauen Lenkers bis zum Ende nicht besser werden, wußte er auch schon wem er den schwarzen Peter zuschieben würde. Hermes Leistung hing nämlich nicht unwesentlich von der Trainingsaufstellung ab.


    Die Wagen brechten weiter über den harten Sand der germanischen Rennbahn. Ein wenig hart wurden die Schmährufe langsam schon...






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    Zitat

    Original von Lucius Octavius Detritus


    Mir brauchst du das nicht erklären. Steht alles in dem Buch. Die Frage bezog sich ja auch auf die Bezeichnung und nicht darauf, wie was abgelaufen ist und aus welchen Strukturen heraus dann der CP entstanden ist. Achja im Tab gibt es dazu ebenfalls einen Text und das seit Jahren. 8)


    Wißt ihr denn schon, wie ihr das von Parthien aus mit der Feldpost regeln wollt?

    Wagenrennen waren doch etwas schön spannendes. Mit dem Banner der Factio bewaffnet begab Avarus sich in die Arena, um den Vorläufen beizuwohnen. In der Fankurve der Blauen fiel er auch garnicht mehr so auf und war gleich unter Gleichen.


    Gespannt wurden die ersten Rythmen geprobt und Schmährufe erhellten die Arena. In dieser Sache waren sich die Rennställe fast gleich...









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    Vielleicht hat jener aber auch ein anderes Buch gelesen, wo es etwas abgewandelt beschrieben wurde. Hm welcher Autor hat nun mehr gesponnen? :P


    Zitat

    Zitat:


    ... Das hervorragend ausgebaute römische Straßensystem war natürlich die Voraussetzung für die Organisatiion des cursus publicus, der von Augustus geschaffenen und seinen Nachfolgern, vor allem Traian und Hadrian, ausgebauten kaiserlichen Post. ...


    Quelle:


    Die Reiter Roms
    Teil 1: Reise, Jagd, Triumph und Circusrennen
    Marcus Junkelmann
    Verlag Philipp von Zabern - Mainz
    ISBN 3-8053-1006-4


    ;)

    Die Fragen gingen also an die Basis. Der Gerüchtedienst schien nicht mehr so zu funktionieren, wie noch vor Jahren. Avarus überlegte, ob und wann er die Augusta selbst gesehen hatte. Doch das war Monate her. Er schüttelte den Kopf und sprach:


    "Zu den Umständen der Augusta kann ich dir auch nichts berichten. Sie hat sich lange nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Was aber durchaus schick ist und nichts zu bedeuten haben muß. Mehr kann ich dir da über deinen Freund sagen. Er diente im letzten Cursus Honorum und hat, soll man den Berichten, den Reden und dem Barometer Glauben schenken eine besonders fleißige Amtszeit hinter sich gebracht. Ich selbst hatte in dieser Zeit nur ein zweimal mit ihm zu tun und war überrascht welch Organisationstalent in dem jungen Mann steckt."

    "Durchaus möglich, das eine geringere Traglast über dem Stollen zu einer längeren Haltbarkeit führt. Zumindest von Außen eben..." kommentierte Avarus das Gesagte und überlegte im Anschluss, wem die Hros Duccia wohl gehörte. Sein Verwalter hatte ihm sicher einmal einen Bericht vorgelegt und ihm war der Name so geläufig. "... ich weiß jetzt nicht genau. Soviele Duccier sind mit meinen Landverwaltern in regen Handel verstrickt. Einige von ihnen kenne ich natürlich auch. Verina und Venusia zum Beispiel. Aber es gibt auch welche, die ich nur durch meine Aufstellungslisten beim Namen genannt bekomme. Sie erscheinen unter den Käufern. Ancius Duccius Munatianus oder Duccia Clara sind solche treuen Kunden. Ersterer kauft vorallem Brot und Wein regelmäßig ein. Sie setzt auf das alltägliche Lebensbedarfsgut. Naja jedenfalls schaff du nur mal die Urkunde zu ihm hin. Da kann ich mir einen Weg sparen." ;)


    In der Zwischenzeit begannen die Arbeiter den Graben zum Abwasserkanal etwas tiefer zu gestalten und einige leicht eingesackte Ecken neu auszuschachten. Danach würden sie die Rohre verlegen und mit feuchten Mörtel in einander binden. Arbeiten die Routine waren und keiner Aufsicht bedurften.


    "Wäre nicht schlecht, wenn sich dein Großcousin hier mal blicken lassen würde. Bald schon werden die groben Arbeiten abgeschlossen sein. Seine Inneneinrichtungswünsche könnten also umgesetzt werden. Ein Vorarbeiter könnte sich dessen annehmen und die Feinausgestaltung der Taverne überwachen."

    Unweit der Loge sitzend, war Senator Avarus überrascht den neuen und sicher besseren Legatus Augusti pro Praetore bei der Eröffnung zu erblicken. Hatten die Quellen doch nicht gestimmt oder war Marcus Vinicius Lucianus von seiner Inspektionsreise zurückgekehrt ohne das Avarus davon Wind bekommen hatte?


    War er nachlässig geworden, was das Lauschen anbelangte? Nun war es einerlei und er nahm sich vor nach dem ersten offiziellen Teil der Begrüßung, des Opfers und jener darauf folgenden Ansprache mal in der Loge des LAPP's vorbei zu schauen. Besonders eilig hatte er es dabei jedoch nicht, denn der Tag der Spiele hatte gerade erst begonnen...

    "Hm gut wenn das alles so glatt läuft." Es war wichtig solche Dinge in guten Händen zu wissen. Pfusch oder Unachtsamkeit schadete nicht nur dem Ruf, auch Menschenleben, Römer im Ernstfall wurden dann oft in Mitleidenschaft gezogen.


    Valentin schien noch etwas anderes auf dem Herzen zu haben, Avarus hatte genügend Zeit mitgebracht und war neugierig genug es erfahren zu wollen.


    "Du darfst natürlich..." antwortete er und wartete ganz gespannt.

    "So sieht es wohl aus..." kommentierte der Senator und wunderte sich selbst nicht den kürzeren Weg erkannt zu haben. Doch es war durchaus auch mit dem Längeren gut zu handhaben. "Ihr zwei wißt es nun also." Sprach er dann zu den Bauarbeitern und wartete nicht, bis jene mit dem Schachten begannen, sondern rief auch gleich zwei Maurer herbei, die den Kanal aufbrechen würden, um dann die Tonrohrschaalen einzubinden. Wieder bei Valentin angelangt im Blicke... "Du hast auch eine Urkunde für den Besitzer, der so wie ich hörte aus dem selben Geschlecht wie du kommt, ausstellen lassen?" Ihm schien es wichtig, das der zukünftige Eigner keine Probleme mit der Wasserbezugsinstitution bekam...

    Den Circus in Reich- und Sichtweise hatte Senator Avarus sich in einer kleinen Schankstube nieder gelassen und wartete auf den Moment, in welchen der hastige Ansturm auf die unzähligen, aber trotzdem nicht unbegrenzten Plätze etwas oder ganz abebbte. Mit diesen Minzgetränken ließ es sich auch ganz gut leben, dachte er als sein Gehör sich auf ein Gespräch zwischen Eheleuten am Nachbartisch konzentierte. Sie waren wohl nicht oft zusammen und tauschten nun die Neuigkeiten der letzten Wochen aus. Einige intressante Themen waren dabei und Avarus hätte beinahe den Anschluss an das eigentliche Ziel heute verpasst. Gerade noch rechtzeitig zahlte er den kleinen Trunk und begab sich zum Circus.


    Ein Mann in seiner Position brauchte nicht auf die mäßigen Plätze zu spekulieren, denn ihm würde ein Sitzplatz direkt unten an der Planke freigehalten werden. Zwei Diener wieder die Thraker begleiteten ihn und würden für sein Wohlergehen sorgen. Dazu gehörte sicherlich auch die Körperfreiheit, wenn es zu Gerangel kam. Vorrangig würde aber einer immer an der Seite des Senators sein, während der Andere Getränke und Obst herbei trug.


    Mit gelassenen Schritt erklomm er die Treppe nach oben. Dabei wurde er von einigen hastig eilenden Römern überholt. Nun, dachte er: Die letzten werden die Ersten sein. Oben angekommen blickte er durch die brechend gefüllte Arena und begab sich gewiesen von einem dafür zuständigen Platzweiser zu jenem Platz, der für ihn reserviert war. Ein Sonnenschirm schützte jene Position vor zuviel Hitze.


    Mit gelöstem Gesicht grüßte er einige ihm bekannte Gesichter und platzierte sich. Ein prüfender Blick folgte. Doch er mußte keine andere Sitzoption fordern, denn der bequeme Sitz war wirklich ideal um alles im Blick zu behalten.

    Der Architekt war gerade auf der oben gelegenen Terasse und beobachtete die Dachleger, wie sie Platte um Platte auf den stabilen Holzdachstuhl auflegten und mit einer Art verdünnten Mörtel fixierten, als er von unten her angesprochen wurde. Die Stimme kam ihm bekannt vor und Avarus drehte sich erfreut um, lehnte die Hände auf die Balkonbrüstung und grüßte die Ankömmlinge.


    "Guten Morgen Valentin, Procurator Aquarum..." fügte er schnell hinzu. Immerhin war dieser nicht allein gekommen. "Ich eile zu euch..." und schon verschwand der Senator aus der Blickfläche, um wenige Augenblicke später vor den Wasserleuten aufzutauchen.


    "Ein wirklich schön sonniger Morgen, um Versorgungsleitungen zu verlegen." Besser jedenfalls, als eine Schlammschlacht im Dauerregen. Germanicus Avarus winkte zwei Bauleute herbei. "Sie werden die Arbeit unten im Graben verrichten. Habt ihr die städtischen Plane dabei, wo wir das Kanalsystem anschlagen, um die Leitungen einzufügen?" Fragte er Valentin und blickte hin zum Loch im Boden. So ungefähr dort vermuteten sie die im Fußsteig neben der Straße verlaufenden Rohre...

    Avarus war neben seinen Bemühungen um die Taverne ab und an mit den Gedanken ganz wo anders. Fand aber den Faden zurück ins Gespräch.


    "Sowohl die nötigen Pläne sind vorhanden, als auch Baufreiheit geschaffen. Was von der städtischen Seite her fehlt, ist eine ordnungsgemäße Genehmigung und jene Stelle an der die Tonschalenrohre in die beiden System von Zu- und Abwasser eingemauert werden sollen. Jene sollten wir uns zusammen anschauen. Dann könntest du einen Aquarii abstellen, der die Arbeiten überwacht und dem Besitzer der Taverne die Anschlussurkunde aushändigen. Sicher würde er sich auch über die Kostenbescheinigung freuen, um seinen Betrieb weiter optimieren zu können."


    Er wußte zwar, was die Anschlüsse in Rom jedes Jahr verschlangen, aber in Germanien hatte Avarus sich nie damit beschäftigen müssen. In der Stadt kümmerte sich damals Felicia darum und auf dem Land hatten sie einen eigenen Brunnenstollen. Mit der Überlegung etwas vergessen zu haben, trank er vom Wein, blickte dann aber Duccius Germanicus wieder an und wartete auf seine Antwort.

    Mit dem ersten Sonnenstrahl erreichte an diesem Morgen der Senator das Baustellengetümmel. Die Arbeiter staunten nicht schlecht und hatten Mühe zu verbergen, was sie taten, bevor die Sonne hoch über der Stadt stand. Avarus entging es natürlich nicht, doch lagen sie trotz der Spielchen gut im Plan wurden nach Leistung bezahlt und waren sich so ihrer selbst verpflichtet. Oder eben ihren Herren.


    Kontrollgänge hatte er jeden Tag bisher gemacht. Ein anderer Bau in Mogontiacum drückte es in Zahlen aus, wieviel Betongemisch man zusätzlich rühren lassen muß, wenn ein Blick zuwenig auf den Untergrund oder die Traglast geworfen wurde. Hier aber lief alles bestens. Natürlich war es auch ein winziges Projekt zu dem was er früher in der Stadt gebaut hatte. Aber diese Schänke war ihm besonders ans Herz gewachsen.


    Zwischen den Pötten mit Lehmputz drängte er sich mehr durch, um nicht völlig vollgeschmiert zu werden. Dann noch einmal in den Keller hinunter und wieder hoch in den ersten Stock. Gute Steintreppen hatte man eingemauert. Ordentlich gleichmäßig war der Abstand zwischen den Stufen und eine kleine Rundung am Treppenschaft sorgte dafür, das sich Bedienstete und Gäste nicht die Zehen stoßen konnten.


    Im Obergeschoss begann man an diesem Morgen das Gebälk für den Dachstuhl aufzusetzen. Jener würde ein Steinplattendach aufnehmen und wurde desswegen mit besonders starken Balken aufgestellt. Früher war das Dach der Taverne eingereebt. Schilfhalme wurden dazu geschnitten, getrocknet und dann in geschnührten Ballen auf das Dach aufgelegt. Eine Harzmischung versiegelte restliche Spalten. Heute aber war es besonders für den Brandschutz in der eng zugewachsenen Stadt notwendig aufflammende Brandherde nicht zusätzliches Brot zu reichen, sondern die Flammen zu hemmen.


    Mit einem abschließenden Rundblick von der entstandenen Obergeschossterasse ließ Germanicus Avarus sich nocheinmal den Vorarbeiter rufen und hörte sich dessen Bitten und Berichte an. Die gute Nachricht hatte er sich für zuletzt aufgehoben und gab dem Baumann die erleichternde Nachricht weiter, das das immernoch im Rumpf des Hauses klaffende Loch wohl bald geschlossen werden könne.


    Dann verließ er auch schon wieder das Geschehen und wand sich zum Forum. Mit etwas Glück hatte die erste Schankstelle schon auf und er konnte sich ein gutes Frühstück mit auf den täglichen Arbeitsweg nehmen.