Beiträge von Medicus Germanicus Avarus

    Er mußte zwangsweise lächeln, als Valentin auf die Idioten zu sprechen kam. Immerhin war ihm einer davon fast in die Toga gerannt, als er das Officium erreicht hatte.


    "Am Besten so schnell wie möglich. Die Maurer sind unheimlich schnell. Schon Morgen werden sie mit dem ersten Stockwerk weiter machen. Mir geht das zwar etwas zu fix, zumal unten, dort wo die Anschlüsse rein sollen noch ein großes Loch in der Mauer prangt, doch sieht es wohl so aus, als seinen ihre Arbeitspergamente gut gefüllt. In Mogontiacum scheint eine Zeit des Aufschwungs jener der Rezession zu folgen."


    Es war natürlich die richtige Jahreszeit, um Reperaturen an Gebäuden vorzunehmen. Straßen auszubessern. Insulas neu zu errichten oder sonst wie oder was mit guten Handwerkern durchzuführen. Aber irgendwie kam es ihm so vor, als sei es seit einigen Jahren mal wieder eine Art Bauboom, der die Reichen und jene die es gerade wurden, dazu trieb mehr Geld in Stein anzulegen.

    Noch kurz wollte er sich über diesen Tölpel aufregen, doch die Worte blieben ungehört und er setzte eine freundliche Miene auf.


    "Salve Duccius Germanicus. Lang nicht gesehen..."


    Mit einem Danken und einem Hintergedanken im Kopf -es war gut möglich in einer Verwaltung früh nüchtern hinein zu eilen und durch die vielen Verstrickungen, anderen Zuständigkeiten und so weiter am Abend leicht beschwippst zu entkommen- nahm Avarus die Leckereinen an. :D


    "Deiner Arbeit wegen komme ich vorbei. Sicher hast du der Tage die wieder aufgenommene Bautätigkeit der Taverne Silvia Nigra beobachtet? Nun eine feine Schänke braucht auch einen Wasseranschluss und eine Rinne an die Kanalisation. Kannst du relativ zeitnah mit einem Trupp Aquarii zur Stelle sein und diese Versorgungsanschlüsse herstellen lassen?"

    Die Tage zogen dahin. Erst stand er in der Früh, wenn der Tau sich von den Wipfeln der Bäume und den Talauen des Rhenus zurück zog auf, wenige Tage danach hielt Avarus es deutlich länger in den Leinen des Nachtlagers aus. Er war einem Müßiggang verfallen, den er so oft in Germanien genießen konnte. Der ihn in Rom aber verwehrt blieb. Es war einfach es auf den Lärm zu schieben, der früh Morgens die Straßen erfüllte. Aber es waren auch die täglichen Notwendigkeiten, die ihn verlangten. Hier konnte er sie aufschieben und sich einer Lustlosigkeit ganz entspannt hingeben.


    Zwar war er in den Gedanken immer wieder an Schauplätzen seines Lebens, die ihn zu Eile drängten, doch der Widerwillen war stärker geworden. Das traf nicht auf die Vermählung mit Lucilla zu, die allein in Rom saß... nein dabei empfand er eine gewisse Sehnsucht, die den Widerwillen besiegen konnte. Aber Erinnerungen an die Tätigkeiten hier in Germanien schienen der Tage stärker zu sein, als die Last der Liebe. So ward er immer erst zum Mittag auf der Baustelle. Das machte aber nichts, denn die Handwerker waren die Besten der Stadt und manchmal fühlte er sich in deren Gegenwart überflüssig.


    Zwei Sklaven kamen herbeigeeilt und brachten ihm Wasser und etwas Rosenöl. Trotz des Launenvollen Lebens hatte er nur bei seiner Ankunft die Therme von innen gesehen. An manchen Stellen mußte Avarus bereits stinken wie ein Bock. Das gute Öl würde es aber wieder einen Tag lang vertuschen. Diese exorbitanten Eintrittspreise nötigten einen armen Römer schon zu sparen.


    In zwei Tagen, dann wenn er sich selbst nicht mehr riechen konnte, wäre immernoch Zeit die Bäder aufzusuchen. So aber beschränkte er sich auf ein frisches Gewand und die überaus üppige Beträufelung mit Rosenblütenöl. Danach würde er speisen. Nur ein wenig, aber dafür edel. Das Beste, was man soweit im Inneren des Reiches zu kaufen bekam. Als Frühstück zu betiteln aber schien ihm in seinen Gedanken zu dekadent zu sein. Es war immerhin Mittags...

    Das tut es, ja das tut es.


    Ein Blick auf deine letzten Beiträge zeigt sehr genau, das du schon lange an dieser Sim selbst nicht mehr teilgenommen hast. Einzigst in diesem Simoff Forum findest du Notwendigkeit dich zu formulieren. Da stellt sich eine Frage, nein sie drängt sich mir regelrecht auf: Willst du der erste Kandidat zum Talk sein?


    Menschen kommen, Andere gehen. So ist das nunmal in einem Rollenspiel. Das es im IR über Jahre hinweg geht, drückt den Gedanken ebenfalls auf, das es Spieler geben wird, die genug haben.


    Grundsatzdiskussionen über das Warum und Wieso gibt es aber bereits hunderte und sind mit der Suchfunktion zu finden. Desswegen denke ich auch, das es müßig ist ständig von neuem darauf zurück zu kommen.


    Letztlich sind es Entscheidungen, die ein Mensch im RL trifft und die man akzeptieren sollte. Nicht selten kehren sie mit frischen Mut zurück. Das freut alte Gefährten und jene, die Männer zum Befehlen brauchen. Außerdem gibt es so immer neues Heiratsgut. Was wäre ein IR voller, besser geschrieben: mit nur alten Säcken, die schon alles erreicht haben und sich als non plus ultra sehen? Totlangweilig!

    Zitat

    Original von Annaea Quinta
    Wäre es nicht besser im Tab nur die Städte aufzunehmen, die auch tatsächlich spielbar sind?
    Unter spielbar sei verstanden: die mit ein Verwaltung und Bevölkerung.


    Halte ich persönlich für falsch. Nicht jeder Aushilfsrömer hier verfügt über die nötige Bibliothek, um Reisen anderer Gamer bildlich und geographisch zu verfolgen. Das es keine Ämter in den Städten gibt, heißt ja nicht, das man sie nicht besuchen kann.



    [SIZE=7]edit: so hab ich das übersetzt verstanden[/SIZE]

    Die Spiele.... natürlich! Hätte er davon Wind bekommen müssen, hatte es aber scheinbar doch nicht.


    "Öh ja die Spiele..." einen verräterischen Blick später ".. sind immer gut für das Gemüt, ich werde sie besuchen, versprochen..." Wenn Zeit war, was unwahrscheinlich schien, das es nicht einträfe.


    Nunja Avarus hatte zuletzt noch eine neue Adresse eingefangen und würde zusehen dort auch aufzutauchen, das konnte auf jeden Fall Bedenken ausräumen er wäre eh nicht mehr in der Provinz aktiv. Das er es sein mußte, zeigten auch die üppigen Ländereien, die er zu Traianus Zeiten rund um Mogontiacum erworben hatte.

    Die Serie im Free TV wird die DVD Session nicht erreichen.


    Schon die fünf Werbeblöcke auf einer reichlichen Stunde nerven. Dazu kommt sicher die ein oder andere Szene, die schlichtweg fehlt.


    Naja aber ansonsten schaut sie euch ruhig an. :D

    Ein wenig erleichtert, nickte Avarus und fühlte sich bei ihrer Entschuldigung nicht besonders wohl.


    "Ach lass nur, deine netten Worte sind zu schade, um sie für einen Duumvir diesen Schlages zu vergeuden. Ich erwarte soetwas von ihm, eine Entschuldigung zumindest. Dieser Marcus Octavius Augustinus hat meinen Namen beschmutzt und dieses Verwürfnis wird nicht so schnell aus der Welt zu räumen sein, denn jedes Mal wenn ich mich für den ruhigeren und gemäßigten Weg in letzter Zeit entschieden habe, um Wogen zu glätten oder dem Streitbaren aus dem Weg zu gehen, wurde es mir als Unlänglichkeit ausgelegt."


    Eine Miene zeigte tiefe Enttäuschung. Das Bein in der Tür konnte Augustinus vergessen, es würde im nächsten Windzug arg schmerzen.


    Der Becher war nicht mehr voll, eher ganz leer und Avarus erhob sich. Die Zeiten waren vorbei, das er hier auf einer Terasse sitzen konnte und schwelgen. Die Arbeit wartete nicht, sondern lief auf und mit jeder Stunde seines Trödelns lief es auf der Baustelle auf eine Baubehinderung hinaus. Schleunigst war Wasser gefragt und auch die Abwasserrinne mußte rein.


    "Gut, gut... ich würde mich freuen, wenn du und Parfur mich besuchen kommt. Ein paar Tage bin ich noch in der Stadt. Wenn nicht Wochen... bis dahin aber ist leider noch viel zu tun und das Rasten wird einem nicht gegönnt."


    Den Stress, den er jetzt verbreitete, versuchte Avarus mit einem Grinsen zu überspielen. Aufgestanden war er ja schon.


    "Dann werde ich mal meinen alten Freund Valentin aufsuchen..."

    Wenn Avarus geseufzt hätte, wäre wohl aufgefallen, das ihm das ganz schön leid tat überhaupt diesen Depp geschickt zu haben. Doch er schüttelte nur seinen Kopf.


    "Es hört sich so an, wie ich es mir in meinen schlimmsten Träumen vorgestellt habe. Dieser Mann war schon als mein Klient untragbar, worauf ich ihn irgendwann aus dem Haus warf. Das Auftreten seiner seits in Rom ebenfalls dem eines Magistraten nicht würdig. Nein ganz klar es war ein Fehler, den ich da begangen habe..."


    Er überlegte kurz.


    "Mein Anliegen ist es darauf zu hoffen, das man mir diese kleine Bitte gewährt, ein Schild des Erbauers an den Bauwerken Therme, Theater und Basilika anzubringen. Den damaligen Aufraggeber kann ich leider nicht mehr bitten."


    Schweigt und trinkt.


    "Gibt es eine Möglichkeit dahin gehend positiv benannt zu werden?"

    Sowas aber auch. Wenn er so frisch in Dienst gestellt war, beantwortete es die Frage nach dem Türschild schon fast von selbst. Avarus war natürlich gespannt wie es dem Duccier so ging und schüttelte somit sanft und leicht den Kopf.


    "Hm nein mach dir nur nicht zuviel Mühe. Ich werde dann mal sehen, ob ich den Valentin antreffe."


    Da war der Boden schonmal weg für das erste Anliegen. Das Zweite war etwas komplizierter und der Senator wollte sehen, ob er hier etwas heraus bekam, warum der Octavier sich nicht persönlich in Rom blicken ließ.


    "Vorhin sprach ich noch eine zweite Notwendigkeit an, dich aufzusuchen. Nun eigentlich dachte ich, das Parfur ebenfalls in der Curie sitzt, schon länger zumindest, dem war nicht so."


    Ein Schluck stark verdünnter Wein rann ihm die Kehle runter. Kurz zuvor war er eingeschenkt worden und er hatte sich dafür bedankt.


    "Es ist schon ein Weilchen her, da kam ein Duumvir von Confluentes auf mich zu ich solle der Stadt, jener Stadt doch ein Bauwerk errichten. So richtige Beflügelung konnte sich bei mir nicht regen. Naja ohne diese gehe ich eigentlich nie ein Bauvorhaben an, es würde nicht meine vollste Kraft bekommen und somit Gefahr und Sterilität binden."


    Wieder trank er, um Zeit zu schinden.


    "Dieser Mann bekam von mir einen Auftrag..." er verzog das Gesicht und erklärte sich: "... somit war ich ihn los, hatte aber zuviel Hoffnung da gesetzt, wo vertrocknetes Blattwerk keine mehr gibt. Jedenfalls bin ich nun hier, um mal zu erfahren, wie jener Marcus Octavius Augustinus meine schlichte Überlegung, Bitte und Anfrage auf eine kleine Erwähnung an den wichtigsten von mir errichteten und baulich überwachten Gebäuden hier in der Stadt der Curie vorgetragen hat."


    Ein kontrollierender Blick traf Venusia... ihm würde kaum eine regung entgehen.

    Ein Stuhl eingenommen, drückte er den Rücken lang, um ein gewissen Schmerz zu bekämpfen. Diese ewige Plagerei sollte wohl mal durchbrochen werden. Doch nicht heute oder Morgen zuviel gab es zu tun...


    "Für einen Becher stark verdünnten Traubensaft könnte ich mich erwärmen."


    Sprach er und überlegte, was man bei den Ducciern wohl für eine germanisch gerebte Marke bevorzugte.


    "Die Taverne..." lenkte er ihre Aufmerksamkeit ersteinmal auf dieses Thema "... braucht verschiedene Medien, um produktiv, wie lebensfähig zu werden. Ich war lange nicht hier, um zu wissen, wer als Ansprechpartner in Frage käme. An einen Namen am Officium des Procurator Aquarum kann ich mich bei aller Anstrengung nicht erinnern." Avarus überlegt, ob ihn dazu nicht doch noch etwas einfiel, doch wie das so war, förderte die zielgenaue Anstrengung meist kein Ergebnis zu Tage. "....Nun auf jeden Fall bedarf es einer Zuführung von Quellwasser aus einer nahe lliegenden Zisterne, wie auch einer Verrohrung für das Abwasser."

    Mit entspannten Schritt betrat der Senator Avarus das Officium .


    "Salve Duccia Venusia." Ein freundliches Lächeln umspielte seine Aura.


    Wenig später nahm er Platz und begann mit seinen Ausführungen.


    "Zwei Dinge möchte ich mit dir besprechen. Zum Einen geht es mir um die versorgungstechnische Anbindung der Taverne Silvia Nigra: Dabei würde ich gern erfahren, wie es um einen öffentlichen Anschluss steht und zum Anderen würde ich mit dir gern über ein Thema reden, was ein Octavier in meinem Namen," (welch finstere Zusammenkunft) "völlig vermasselt hat."

    Wenn er schonmal hier war, würde eigentlich kein Weg daran vorbei führen auch Verina aufzusuchen. Doch da der Tag kurz und die Zeit eng bemessen war, wandte sich der Senator zur Tür der Comes und langjährigen Curievorsteherin Duccia Venusia.


    Als dienstbeflissener Mann von Welt mit dem Hang es lieber selbst zu tun, als Andere vorzuschicken, klopfte Avarus zweimal an.

    "Hm ja gut möglich..." er nahm sich vor noch heute am späteren Nachmittag die Curie aufzusuchen. "... dann werde ich mich mal wieder auf den Weg machen. Diesen Ancius schickst du der Tage bei der Baustelle vorbei?" Aufgestanden war er und wartete noch eine Antwort ab.

    ... Etwas gab es, das die Arbeiter oder besser die Vorarbeiter des Wiederaufbaus zum Kochen brachte, nämlich der Anblick, wenn der Seantor und Architekt zur Baustelle geschlendert kam, sich kurz umblickte. Hier und da seine Anweisungen erneuerte oder gar änderte und dann für ein paar Stunden wieder verschwand, um das Spiel am frühen Nachmittag nocheinmal und am Abend ein letztes Mal zu wiederholen.


    Das ihnen aber wichtige Medien fehlten, das schien den Germanicer nicht aus der Ruhe zu bringen. So prangte zur Straßenseite hin ein großes Loch in der Mauer, wo das Bündnis für Ab- und Zuwasser eingebracht werden sollte.


    Derweil mauerte man Stein um Stein immer höher und in gutem Verbund mit den Innenwänden. Alles massiv und ohne Stroh - Lehmgemische, um Stabilität und Brandschutz zu gewährleisten.


    Noch eine Woche und die einfachen Steinesetzer konnten abziehen und ihren Platz für die Veredlungsgewerke freimachen. Trotzdem war Eile geboten, was die Anschlüsse im Untergeschoss anbelangte.


    Einer jener Männer hielt es nicht länger aus und wies den Senator auf das rießige Loch hin. Avarus aber nickte nur und versicherte ihnen, das es keine Probleme damit geben würde. Immerhin war es nicht einfach einen gesicherten Anschlussvertrag auf so überstürzte Weise zu bekommen. Das fehlende Mauerwerk würde später eingepasst werden können.