Beiträge von Medicus Germanicus Avarus

    Ein wenig Befürchtung war in seinen Worten schon vorhanden gewesen, als er die Wahl ansprach. Doch die augenblickliche Feststellung, das es weit mehr als das wäre, wurde ihm durch den Neffen Sedulus nachgereicht.


    "All jene hier außer der Gastgeber stehen zur Wahl." ;)


    Es gehörte schließlich zum guten Ton nicht selbst anzutreten. Wie schwer wogen den die Vorwürfe der Trunk wäre zu wässrig gewesen oder die enorme Dickflüssigkeit wäre dazu ausgeschenkt worden, die vernichtenden Gäste schnell vom eigenen Weinvorrat zu entfernen... Und wenn dies nicht im Guten gänge, dann wenigstens besoffen auf Sänften...


    Nein weder Jene noch andere Publik wollte sich Avarus in und um Rom 'gönnen'. Außerdem war der Keller gut gefüllt, der König konnte also walten, wie es ihm nur selten zustand zu einem comissatio. Es würde an ihm liegen, wie lange das Gelage ging und nicht am Gastgeber. 8)

    Das Schweigen kam ihm sehr spanisch vor, hatten die Gäste etwa seine kleine Einführung zu Beginn der geselligen Runde nicht gelesen? Denn wenn sie es gründlich getan hätten, würden diese Gedankenspiele einer Gleichsetzung von Bier- und Weinkönig garnicht erst zustande kommen... 8):P:D


    "Nun...? Wenn sich kein freiwilliger Gast findet, werden wir abstimmen müssen..." auffordernd sah er in die Runde.

    "Ist die langjährige Beschäftigung dein Hauptgrund oder gibt es da noch etwas anders, um sich nicht erneut zur Wahl zu stellen? Bevor du dich festlegen solltest, wäre es ansonsten vielleicht ratsam zu warten, ob sich genügend Kandidaten zur Wahl stellen, das man es eine solche nennen kann."


    Gab Avarus zu Protokoll nachdem er sich im Fahrergespräch etwas still verhalten hatte.

    "Nun...?"


    Ewig Zeit hatte Avarus auch nicht. Da warteten die Listen der Praefecten, die wie immer etwas später als zeitnah eintrafen. Was ihm bedeutete, das seine Praefecten genügend anderer Arbeit nachzugehen hatten und sich nicht langweilten. Auch der Vorjahresbericht wollte noch einmal durchgesehen werden, damit ein Schreiber des Postdienstes die letzte Abschrift würde erstellen können.


    Neben all jener Aufgaben gab es noch die des alltäglichen Lebens im Cursus Publicus. Da gab es Anfragen auf Berechtigungsscheine. Wortmeldungen zum Transport. Forderungen auf Regress und sowas eben in der Art. Man konnte nicht behaupten, das es mehr wurden, aber durch immer verzweigtere Niederlassungen, ein immer feinmaschigeres Netz von Stationen und Posten wurde es immer undurchsichtiger. Manchmal mußte selbst der Herr der Briefe feststellen, das er nicht wußte, wo dies auf der Landkarte sein sollte.


    So blickte er den jungen Mann ungeduldig an...

    Da der Sklavenhändler eine Gruppen ID ist, würdest du am Lenken dieser beteiligt werden. Dazu sprechen sich die Federführer intern ab, wer welchen, im Meldeforum eingeschleusten oder via PN gemeldeten Sklaven verhökern wird. ;)


    Dieser Gruppen ID Spieler wird das dann mit ausreichendem RPG auf dem Markt tun. Sein Grundgedanke sollte dabei sein dem Käufer soviel als möglich Sesterzen abzuringen. :D


    Schließlich bekommt er einen kleinen Sold für diese Schreibtätigkeit aus der Staatskasse zugeteilt.

    Mit einer hängenden Traubenrebe in Mundreichweite war es gut überspielt das Avarus sich einen Seufzer abrang, der die Worte seines Neffen kommentierte. Doch der Abend war dafür nicht geschaffen. Zwar würde es überhaupt schwer werden einen guten Augenblick dafür zu finden. Was er in diesem Moment aber et acta legte und sich vielmehr um seine Gäste sorgte.


    Während die Germanicas redeten, hatte er ganz die Freunde der Gens verdrängt, jene schienen sich aber wohl zu fühlen und ihrer Seits zu plaudern, da er nichts gegenteiliges vernahm.


    Der Abend war weit genug fort geschritten, um das Ritual anzugehen.


    "Liebe Gäste und Hausbewohner, wir sollten uns um die Wahl des Trinkkönigs bemühen. Habt ihr Vorschläge?"


    Dazu hatte der Senator und Gastgeber sich etwas aufgerichtet, das auch wirklich jeder in der Runde seine Worte vernehmen konnte. 8)

    Mit einem Mal blieb er wie angewurzelt stehen. Vor seinen Augen stand ein Karren, wenig komfortabel und nur langsam gaben Männer um ihn herum das Gefährt frei. Ein Blick genügte, um die vorgetragene Worte des Vigilen als Wahrheit einsehen zu müssen.



    Avarus sank vor dem Leichnam seines Sohnes auf die Knie. Ein herbei geeilter Sklave stützte ihn sofort. Schweigend, äußerst tief getroffen harrte er da wo sonst Füße sich bewegten. Die Augen stierten auf den leblosen Körper...



















    ..."Warum...?" fragte er plötzlich. "Warum du, warum nur du, warum Sebastianus, warum?"

    Überzeugen? Wie meint er das jetzt wieder. Sein Blick wandert verstört zum Sklaven der Türe...


    Grundi nickt nur tief bestürzt. Aaabbber das konnte nicht sein. Avarus eilte aus dem Büro über das Atrium zur Pforte, durchquerte eiligsten Schrittes den Garten und blieb schließlich an der Straße stehen. Er nahm einfach an, das der Vigiles ihm folgte, wenn gleich es ihm in diesem Moment vollig egal war.

    Zitat

    Original von Marcus Valerius Mercurinus


    Nickend lässt Mercurinus ein Ende der Schriftrolle los, so dass sie sich wieder zusammenrollt. "Da ich nicht sicher bin, wer genau aktuell darüber Bescheid weiß und erst ein wenig nachforschen muss, was deswegen eine Weile dauern könnte, ist es sicherlich das Beste, wenn ich dir einen Brief zukommen lasse, sobald ich Ergebnisse habe."


    "Wenn dem so ist, dann sollte dem so sein..." sinnierte Avarus und fand es in Ordnung, das im CD genausoviel bürokratische Unwissenheit herrschte, wie überall in der Stadt, wenn man eine Verwaltung aufschlug.


    "Dann werde ich mich darauf verlassen, das du mir einen Brief zukommen läßt."


    Ein kurzer, aber kontrollierender Blick huschte über seine Mimik, dann war er auch schon an der Tür.


    "Vale und bis bald vielleicht."

    Der Hausherr ließ sich nichts neben der Freude anmerken. Später irgendwann war genug Zeit zum Reden. Sichtlich erfreut über ihren Besuch legte er eine Weile seinen rechten Arm um Lucilla's Schulter, bis sie sich zum Futtern legte und damit begann.


    "Einen guten Hunger hast du ja mitgebracht. Es freut mich, wenn es dir schmeckt."


    Sagte er noch eher beiläufig, um sich dann auf Sedi's Antwort zu konzentrieren. Wenn sie denn erhört wurde und so ihre Erwähnung fand. Fast unbewußt streckte Avarus dabei dem Tischsklaven seines Vertrauens den leeren Becher hin.

    Ich möchte heute mal ein altes Thema aus den Iden des März holen.


    Sollte nicht in Jenem die Nachfolgestaffel von HBO via DVD's und in deutscher Sprachfassung ins beschauliche Regal geflattert kommen?


    Hat wer dazu Info's?


    Einem wahren Römer ist es gar grippelig der Tage. :D

    "Ja das wäre durchaus sinnig. Mars hat ja derzeit einiges an Strapazen über sich ergehen lassen. Ein wuchtiger Blitz durch mächtige Gotteshand geschleudert, könnte in Rom dermaßen unfreundliche Folgen haben, was man -was die Behausung des Mars angeht- durchaus hinterher sein sollte."


    Avarus wartete, wie diese neuerliche Nachforschung aussehen würde. Vielleicht würde der gesprächige Scriba es ihm sogar sagen...

    Zitat

    Original von Marcus Valerius Mercurinus
    Die stillen Stunden nutzt Mercurinus dazu, ein paar Schriftrollen an ihren rechten Platz zu sortieren. Als es klopft legt er die in seiner Hand in einem leeren Regalfach ab, tritt zur Tür und öffnet sie. "Salve Senator! Wie kann ich dir helfen?"


    "Salve, vielleicht..." kam auch der Senator gleich zum Punkt seines Besuches. "... ich hatte vor einigen Monaten ein Angebot zur Tempelsanierung des Marsanwesens eingereicht und wollte mich über den Stand erkundigen." Wenn nicht, dann konnte man ihn sicher weiterreichen. 8)

    Zitat

    Original von Manius Tiberius Durus
    Bitte meine Betriebe von Hamilikar von Karthago wieder auf mich zurückschreiben, da dieser scheinbar etwas inaktiv ist...


    So kann man uns auch beschäftigen.


    Neue Betriebe erstellt, Alte umgepflanzt.

    Zitat

    Original von Caius Furius Helios
    Und so trat Helios ein und ging auf den Senator zu.


    Vor dessen Arbeitstisch blieb er stehen.


    "Ich grüße dich Senator. Auch wenn ich unser Kennenlernen nicht als Unheilsbringer zeichnen wollte, so muss ich es.
    Heute, am späten Nachmittag, wurde der Praefectus Vigilum und dein Sohn, Germanicus Sebastianus, in seinem Officium tot aufgefunden."


    Während seine Stirn von den Augenbrauen Besuch bekommt, schlägt Avarus die Hände über die Brust. Ihm scheint das ein schlechter Scherz zu sein, ein sehr schlechter.


    "Willst du mich verkohlen Vigiles? Was bildest du dir ein solche Behauptungen in mein Haus zu tragen?!"


    Er war aufgesprungen, sowas hatte er nun wirklich noch nie erlebt. Sein Sohn war seit Germanien so sicher wie nie auf einem Posten untergebracht. Sollte er sich mit dem Griffel verletzt haben. Nein sicher nicht, solche Scherze gehörten verboten. Ja VERBOTEN!

    *sfz*


    Er legte die Abschrift eines hoch intressanten Werkes beiseite. Man konnte den Anfangsbuchstaben des Dichters erkennen. Ein fettes 'V' prangte auf der Pergamentrolle und war deutlich im Verlauf der Schrift ausgeschwungen.


    "Dann lass ihn eintreten."


    Hatte er die Feuerschutzvorschriften vernachlässigt? Und wenn schon warum kümmerte sich sein Sohn nicht darum. Schließlich hatte er selbst dafür gesorgt, das Sebi den Posten des Obervigiles angenommen hatte...

    Rom CCCXII - Ein Tag im Oktober


    ...noch dieses Jahr im Gasometer der Stadtwerke Leipzig zu sehen. Was einen erwartet, ist eine Panoramadarstellung der Stadt im Jahre 312 nach Christus Geburt. Dazu gibt es eine umfangreiche Ausstellung mit bedeutenden Exponaten.


    Ich selbst werde das Geschenk in zwei Wochen einlösen und dann sicher mehr berichten können. :]

    Zitat

    Original von Manius Matinius Fuscus
    Er griff einmal kurz verstohlen nach Titianas Hand und lächelte sie an, ehe er sich wieder an den Senator wandte. "Nun, es ist mein Wille diese junge Dame zu meiner Angetrauten zu machen. Dabei hat die Sache jedoch einen kleinen Haken. In meiner Position ist eine Frau von einem gewissen Stand gefragt. Titiana hier, ist jedoch "nur" eine Peregrina. Du kannst Dir sicher die Empörung und den Skandal vorstellen, wenn ich eine Peregrina zur Frau nehme." Er sah Avarus ernst an. "Allerdings bin ich auch nicht gewillt jemanden Anderen zu nehmen und nicht gewillt ihr ein "wildes" Leben aufzuzwingen." Er machte eine kurze Pause. "Nun wäre meine Bitte, so Du davon nicht zu sehr echauffiert bist, der alten Zeiten wegen, sie in Deine Familie zu adoptieren, um ihr die standesgemäße Ehe zu gewähren. Jegliche damit verbundenen Kosten und behördlichen Umstände würde ich so weit es in meiner Macht steht, übernehmen."


    Sim-Off:

    völlig übersehen


    Eine Weile schwieg Avarus, massierte sich das Kinn und blickte stumm zwischen den Beiden hin und her. Ansich war es keine größere Sache. Ein Gefallen, den er Manius nur schwer abschlagen konnte. Schon der alten Zeiten wegen. Trotzdem überlegte er lange über die Risiken, welche für ihn dabei entstünden. Endlich aber waren sie gering, da schon mit der Heirat die Führsorgepflicht auf den Martinier überging.


    "Soso." sagte er schließlich und wollte dazu noch etwas mehr erfahren.


    "Wo kommst du denn her, Mädel?"