Während die Bärin noch das eine oder ander Obststück fängt, klettert ihr Artgenosse langsam aber sicher weiter den Baumstamm hinauf. Der Mann, der sich zunächst in etwa knapp drei Schritt höhe befunden hatte, klettert verzweifelt weiter nach oben, obwohl dort die Queräste immer dünner werden und auch der Stamm bald zu ende sein wird. Vielleicht erhofft er sich, das es der Bär nicht so weit schafft und er sich so noch retten kann.
Und in der Tat scheint es so zu sein, zumindest kann er den Abstand zu dem Bären vergrössern, da dieser nicht besonders schnell klettert, gelegentlich sogar einen Moment halt macht. Die Kletterfähigkeiten des Bären können nicht mit denen des Mannes mithalten, doch auch der Baum ist bald zu ende. Da passiert es : ein Ast, an dem sich der Mann festhält, er verliert den Halt und rutscht ein gutes Stück den Stamm herunter, bevor er sich wieder fangen kann. Nun aber trennt ihn nur noch ein kleines Stück von der Pranke des Bären, der durch die Nähe seiner Beute angespornt, noch etwas weiter klettert.
Verzweifelt probiert der Mann wieder mit einem Fuss einen Ast zu fassen zu bekommen, doch immer wieder rutscht er ab, zu hektisch werden seine Bewegungen. Zwei, drei Mal berührt ihn schon die Pranke des Bären, immer wieder kann er seinen Fuss im letzten Moment zurück ziehen, doch dann schlägt sich die riesige Bärenpranke in das rechte Bein des Mannes, das sich fast augenblicklich Rot färbt und ein fürchterlicher Schmerzensschrei durch die Arena hallt. Und trotzdes des blutenden Beines probiert der Mann immer weiter hoch zu klettern.
Erst als sich die Pranke noch zweimal in das Bein krallt, verliert der Mann seinen Halt und fällt aus nun fast vier Schritt höhe Kopf über in den Sand. Dieser dämpft das Geräusch des Aaufpralls, doch bleibt der Mann so verdreht liegen, das kein Zweifel daran bestehen kann, das dieser Mann nicht mehr aufstehen wird. Der Bär blickt etwas ratlos, was er denn nun tun soll und es dauert einen Moment, bis er langsam beginnt, den Stamm herab zu klettern. Als er nach einer Weile am Boden angekommen ist, stubst er noch ein paar Mal die Leiche an, doch da die sich nicht mehr rührt, gilt seine Aufmerksamkeit schnell wieder der Bärendame.
Und dieses Mal scheint sie ihn auch zu erhören, zumindest brüllt sich nicht wütend zurück. Stattdessen erhebt sie sich, nicht ohne noch etwas Obst zu nehmen, das im Sand der Arena gelandet ist und nähert sich ihrem Artgenossen, als ein Lockruf aus dem schwarzen Tor ertönt. Einen Moment scheint sie zu zögern, dann folgt sie dem Lockruf, dicht vom Bären gefolgt.
Rasselnd schliesst sich das Tor und plötzlich eilen Herrscharen von Sklaven herbei, räumen die Leichen aus dem Innern der Arena, der kleine Wald verschwindet im Untergrund, genau wie die Baumstämme. Und während die Arena für den nächsten Teil bereit gemacht wird, eilen durch die Ränge unzählige Männer, verteilen Brot, Wein und getrocknete Trauben. Und auch für etwas Unterhaltung in der kleinen Pause ist gesorgt. Zwei Streitwagen kommen in die Arena, fahren in entgegengesetzter Richtung im Kreis, dabei vollführen sie immer wieder kleine Kunststücke.