Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Sim-Off:

    Sorry das meine Antworten bisher gedauert haben, doch zum einen beschäftigen mich die Ludi gerade etwas und ausserdem war ich bis heute Nacht noch in der Türkei im Urlaub. =)


    Eine ganze Weile antwortet Tiberius Vitamalacus nichts, sieht nicht ein mal auf. Dann legt er seine Schriftrolle beiseite und blickt seinen Bewerber an. Doch immer noch nicht antwortet er, sondern mustert stattdessen den jungen Mann vor sich mit diesem kalten und durchdringendem Blick, welchen schon so viele Probati vor ihm ertragen mussten.


    "Ja, das tue ich," antwortet er nach einiger Zeit mit festr, und haerter stimme, "Welche Qualifikationen bringst du mit ? Hast du referenzen ?"


    Es ist der Tonfall eines Rekrutierungsbüros und nicht eines Tabliniums, doch sollte er den jungen Mann einstellen, würde er spätestens dann die militärische Arbeitsweise des Tiberius Vitamalacus erleben.

    Das Rund hat sich gefüllt.Zwar stömen noch immer Zuschauer hinzu, doch unten in der Arena zeigt sich die erste Aktivität. Zunächst sind es nur vereinzelte Männer, die eilig sich am Rand der Arena zu schaffen machen, dann plötzlich verschwunden sind. Dann öffnet sich unmittelbar darauf eine Öffnung im Boden der Arena und wie aus dem nichts heraus erschient ein kleines Wäldchen, sehr dicht und nur der aufmerksame Beobachter vermag zu erkennen, das in dem Wäldchen sich etwas befindet, das sich bewegt. Nach und nach kommen im gesamten Rund zahlreiche kräftige, kahle Baumstämme aus dem Boden zum stehen.


    Dann erbebt sich die kräftige, sonore Stimme des Sprechers.


    "Heute, am ersten Tag der Tierhatzen, begeben wir uns in die finseren Wälder Germaniens. Es die Heimat zahlreicher Wildtiere. Eines der schönsten und auch begehrtesten Tiere sind die Hirsche. Wie dieser mit seinem prächtigem Geweih."


    Bei diesen Worten öffnet sich ein Gatter und ein prachtvoller Hirsch gallopiert herein, sein Geweih hat sicher 10 oder gar zwölf Enden. Die ersten Schritte macht er im schnellen Galop, dann bleibt er sichtbar verunsichert stehen. Suchend sieht er sich einen Moment um, und dann folgt er seinem natürlichen Instinkt. Er ergreift die Flucht, doch die Begebenheiten des Amphitheaters bringen ihn dazu immer schneller nur im Kreis zu laufen.


    "Doch, die Wälder Germaniens behergen noch ein Tier, welches uns nur zu gut bekannt ist und das uns so wichtig und heillig ist... Der...."


    Bei diesen Worten ertönt aus dem dichten Wäldchen in der Mitte der Arena lautes Heulen, erst eines, dann setzen nach und nach weitere ein. Bis, bis durch das ganze Theater ein lautes, fast unheimliches Wolfsheulen tönt, so laut, das die nächsten Worte des Sprecher nicht mehr zu hörenb sind.

    Zitat

    Original von Sextus Pomponius
    Ja, sakkra, den tät i gerne kaufn. Geht das??


    Zitat

    Original von Quintus Matinius Valens
    Sextus Pomponius: Jo, guat! Hast du zufälligerweise 150 Sesterzen...? Für so viel Geld gebe ich es dir!


    PS: Kummst - wie i' - aus Österreich? :D


    Ich würde euch bitten, euren Handel per PN, Icq zu besprechen. Oder natürlich auch SimOn auszuspielen.
    Wenn ihr zu einer Übereinstimmung kommt, teilt dies dann hier kurz mit, am besten schon mit einer eventuellen Namensänderung.


    Ach ja,... Sargon wurde von mir als Angestellter entfernt.

    [quote]Original von Quintus Tiberius Vitamalacus
    Der Sklave bahnt sich seinen Weg durch den Menge des Forum, überg1bt dem Ausrufer eine Schriftrolle und dieser beginnt mit lauter und fester Stimme die Botschaft zu verlesen.


    „Volk von Rom !"


    "Anlässlich der Ludi Romani beginnen im Ampithreatrum Flavium am heutigen Tag die ersten Tierhatzen. In einem der ersten Kämpfe werden die schlimmsten Bestien des Germaniens jenseits des Limes auf einander treffen."

    Ob es die letzten Strahlen der Mittags sind, oder aber die ersten des Nachmittags, ist schwer zu beurteilen und es bedarf eines genauen Blickes auf die Sonnenuhr auf dem Platz vor dem Falvischen Theater. Doch eines ist sicher, die Sonne brennt herab und die Schatten sind kurz, aber trotzdem strömen die Menschen herbei. Heute sollen Tierhatzen geboten werden, und sicher wird es das erste Blut der Spiele geben, jenes Blut das nicht von Opfertieren stammt. So soll erst Germanien das Ziel der Spiele sein. Und nichts jenes, welches in das Imperium eingegliedert ist, und das so vielen Römern schon schon wild und gefährlich erscheint, obwohl sicher die Reise von Moganticum nach Confluentes nicht gefährlicher ist, als eine Wanderung durch die Subura bei Nacht.


    Es sind unzählige Ordner, welche die Menschenmassen in die unzähligen Eingänge lotsen. Und wieder beherrschen die Ordner es perfekt, jene zu erkennen, welche bevorzugt eingelassen werden müssen, damit sie die Plätze in den ersten Reihen erhalten. Und selbst unter den Priviligierten wird es jene geben, die merken werden, das sie nicht zu allerersten im Staat gehören, zunächst an der Entfernung zur noch leeren Loge des Kaiserhauses, doch mit dem Fortgang des Tages, wenn die Sonne ihrem Lauf folgt, werden sie merken, das ihr Platz einen entscheiden Nachteil bietet : Die Sonnensegel, welche fast bis auf die Mitte der Arena herab gelassen wurden, bieten ihnen dann keinen Schatten mehr.


    Doch eines ist sicher, Hochstapler haben es an diesem Tag schwer, an den wachsamen Augen der Ordner vorbei zu kommen. Auch Gaius Taverius Magnus, einer der abgebrütesten Hochstaplers der Stadt. Auch seines sehr profesionellem und lang geübtem militärischem Auftreten und eines , von ihm eigens für diesen Tag gemieteten Sklaven, von schienbar germanischer Herkunft und sicher über zweischritt Körpergrösse, mit ähnlichem militärischem Gehabe, erlaubt ihm nicht, die Arena als Aedilis Curilis Tiberius Vitamalacus zu passieren. Freundlich, aber sehr bestimmt, mit einem Verweis auf diePraetorianer und Cohortes Urbanes, wird er zurück gewiesen. wenn sich nun der geneigte Leser fragt, woran denn nun der Hochstapler gescheitert ist, nun, es lag nicht an der Tatsache, das der wahre Aedil bereits die Arena erreicht hat, oder aber das der echte Aedil mit Begleiter dem Sklaven persönlich bekannt war. Nein, der ware Grund liegt einfach darin, das, nach allem, was dem Ordnern bekannt war, der Hochstapler einfach zu nett und auch zu gutaussehend war.


    Im sich füllenden Rund der Arena herrscht immer höhere Spannung, was denn ,an diesem Tag zu nächst geboten wird. Noch verträt nichts, ob eine Kulisse Aufgebaut wird oder nicht, noch sieht man nur den blanken Sand der Arena. Die Spannung ist hoch, viele starren in das Rund, suchen Hinweise, wo denn nun kullisen zum Vorschein kommen. Und wie Auguren den Flug der Vögel deuten, deuten die Zuschauer die Kulen und Hügel im Sand der Arena. Doch noch ist nichts wirklich zu erahnen, so beschäftigen sich viele Zuschauer lieber damit, von einem der zahlreichen Sklaven eine Kanne Wein, einige Trauben oder Oliven zu bekommen. Und Gerade jenen, welche in der ersten Reihe sitzen, mag auffallen, das nicht jede Tüte mit Obst, welche unter ihnen verteilt wird, das beste und frischeste Obst enthält.

    Der Sklave bahnt sich seinen Weg durch den Menge des Forum, überg1bt dem Ausrufer eine Schriftrolle und dieser beginnt mit lauter und fester Stimme die Botschaft zu verlesen.


    „Volk von Rom !"


    "Anlässlich der Ludi Romani wird zu einem Bankett auf den Plätzen der Stadt geladen. 5.000 Tische werden aufgestellt, auf denen Brot, Wein, Trauben und andere Köstlichkeiten gereicht werden. Ein jeder Bürger ist eingeladen, auch Peregrini, Freigelasse und Sklaven können sich bedienen.“

    Unzählige Sklaven haben in der letzten Nacht und an diesem Vormittag ihre Arbeit getan. Auf den Plätzen und Strassen der Stadt zwischen den Flavischen Theater und dem Circus Maximus sind Tische und Bänke aufgestellt, fast an jeder Ecke ist steht ein Stand, an dem Brot, Wein und Trauben an die Zuschauer abgeben werden. Etwas seltener, aber dennoch sehr oft vorhanden, so das kaum jemand weit von seinem Platz gehen muss, sind Stände an denen Geflügel und Würste gebraten werden.
    Doch nicht nur die lukullischen Genüsse sind zahlreich Vorhanden, auch sind die Strassen und Plätze herrlich geschmückt. Wo sonst die tristen Wände der Insulas sind, von den Schmierereien des Pöbels verunstaltet, hängen nun bunte Tücher und zieren Girlanden von Blumen die Häuser.
    Mit Beginn des ersten Tages der Ludi beginnen sich die Strassen zu füllen,…


    Sim-Off:

    WiSim

    Als einer der ersten betrat der frisch ernannte Aedilis Curulis den Platz, sah sich noch einmal kritisch um, bevor er innerlich zufrieden nickte und dann seinen Platz im vorderen Bereich der Honorationen einnahm.
    Zum ersten mal trug er die Toga Praetextra seines Amtes bei einem öffentlichem Anlass und dann noch einem, das unter seiner Mitverantwortung stattfand. Doch wenn er nervös war, war ihm das nicht an zumerken.

    Ein Sklave bahnt sich einen Weg durch die Menschen auf dem Forum, erreicht ein Podest und und gibt dem Ausrufer, einem grossen Mann von aehnlicher Körperfülle eine Schriftrolle.


    Der Ausrufer erhebt seine Stimme, die Tief und Fest über die Köpfe der Menschen dringt, während er den Inhalt der Schriftrolle verliesst, welche ihm gereicht wurde.


    "Volk von Rom ! Am heutigen Tag beginnen die Ludi Romani."


    "Um die Götter um ihren Beistand für diese Spiele und für das nächste Jahr zu ersuchen, findet ein Opfer zu ihren Ehren statt. Das Volk von Rom wird angehalten und ersucht diesem Opfer beizuwohnen."


    "Es sei an die Ordnung erinnert : Honorationen in die ersten Reihen, das Volk dahinter und Ausländer, Freigelassene und Sklaven dahinter."


    Mehrmals wiederholt er diese Verlautbarung.

    Ein Raunen geht durch die Stadt, die Ludi Romani sollen heute beginnen.


    Es wurden Spiele versprochen, Spiele, welche den Ludi Romani gerecht werden sollen. In den Strassen der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte, von irgendjemand, der irgendetwas gehört haben will. Fast könnte man meinen, das die Organistatoren ganze Legionen von Gladiatoren in die Stadt geschaffft haben. Doch der vernünftige Bürger sagt sich selbst, das dies nicht stimmen kann. Eines der am wildesten kursieren Gerüchte handelt davon, das eine Cena Liber, ein Fest der Gladiatoren, stattfinden soll. Doch wo und wer denn Einlass erhält, das ist Thema der hitzigsten Debatten.


    Aber, vor den Spielen gilt es, den Segen der Götter so erbitten.


    So wurde es auf dem Forum bekannt gegeben und so rufen des die Ausfrufer in die Stadtteile, vom Aventin, von Palatin und Capitol, von Caelius und Esquilin, von Viminal und Quirinal und bis in die letzte Gasse der Subura.

    Der Platz vor dem Tempel ist sauber und aufgeräumt wie schon lange nicht mehr. Wer zum ersten Mal in die ewige Stadt kommt, muss glaubeb, er betritt die reinlichste Stadt des Imperiums. Wer hingegen in Rom lebt oder gar hier geboren ist, wird sich einfach fragen, wie viele Sklaven in der letzten Nacht gearbeitet haben müssen, um den Platz so zu säubern. Und einige eben jener Sklaven, welche bei Anbruch des Tages den Platz müde und erschöpft verlassen, werden sich bitter böse fragen, wie lang, oder wie kurz, denn die Römer brauchen werden, bis der alte Zustand wiederhergestellt ist.


    Doch, man kann sagen was man will, der Platz und auch der Tempel erstrahlen in voller Pracht, so wie am Tag seiner Fertigstellung. Von den umliegenden Häusern hängen prachtvolle tiefrote Fahnen und Flaggen herab, wehen leicht im Wind und überall hängen Girlanden aus prachtvollen Blumen, zieren den Platz und den Tempel auf das Prächtigste. Sind schon die Strassen eine prachtvoll geschmückt, dieser Platz und dieser Tempel lassen den Besucher sicher wissen, das er hier an der richtigen Stelle für das Eröffnungsopfer der Spiele ist.


    Auch wenn auf dem Platz kein speziellen Absperrungen ersichtlich sind, in den Köpfen der kleinen Gruppe von Sklaven, welche nun die unauffällige Herrschfat über den Platz innehaben ist der Platz streng aufgeteilt. Diese Gruppe verfügt neben einem unglaublich grossem Namens-, Gesichter- und Titelgedächnis über ein perfektes Gespür dafür, Honarationen vom Volk und das Volk vom Heer der Ausländer, Freigelassenen und Sklaven zu trennen. Sie werden die Menschen, die da kommen, unauffällig beobachten und gegebens Falls auf ihre falsche Position aufmerksam machen.

    Quintus Tiberius Vitamalacus trat aufrecht vor und sprach die Eidesformel mit gewohnt fester Stimme.



    "EGO, QUINTUS TIBERIUS VITALAMACUS HAC RE IPSA DECUS IMPERII ROMANI
    ME DEFENSURUM, ET SEMPER PRO POPULO SENATUQUE
    IMPERATOREQUE IMPERII ROMANI ACTURUM ESSE
    SOLLEMNITER IURO."


    "EGO, QUINTUS TIBERIUS VITALAMACUS OFFICIO AEDILIS CURULIS IMPERII ROMANI ACCEPTO,
    DEOS DEASQUE IMPERATOREMQUE ROMAE IN OMNIBUS MEAE VITAE
    PUBLICAE TEMPORIBUS ME CULTURUM, ET VIRTUTES ROMANAS
    PUBLICA PRIVATAQUE VITA ME PERSECUTURUM ESSE IURO."


    "EGO, QUINTUS TIBERIUS VITALAMACUS RELIGIONI ROMANAE ME FAUTURUM ET EAM
    DEFENSURUM, ET NUMQUAM CONTRA EIUS STATUM PUBLICUM ME
    ACTURUM ESSE, NE QUID DETRIMENTI CAPIAT IURO."


    "EGO, QUINTUS TIBERIUS VITALAMACUS OFFICIIS MUNERIS AEDILIS CURULIS
    ME QUAM OPTIME FUNCTURUM ESSE PRAETEREA IURO."


    "MEO CIVIS IMPERII ROMANI HONORE, CORAM DEIS DEABUSQUE
    POPULI ROMANI, ET VOLUNTATE FAVOREQUE EORUM, EGO
    MUNUS AEDILIS CURULIS UNA CUM IURIBUS, PRIVILEGIIS, MUNERIBUS
    ET OFFICIIS COMITANTIBUS ACCIPIO."


    Stesichoros
    ---------------------------------------------


    "Warte hier."


    Die Tür schliesst sich. Einige Zeit spaeter öffnet sich die Tür wieder und Ianitor bittet den Besucher herein.


    "Domine Tiberius Vitamalacus laesst bitten."


    Ein weiterer Sklave führt den Besucher ins Tablinium.

    Der Tisch des scheidenen Quaestor Consulum und werdenden Aedil1s Curulis war überseht mit Schriftrollen und Wachstafeln, welche innerhalb Roms hin und her geschickt wurden. Die Planungen und Vorbere1tungen zu den Ludi Romani waren in ihren Endphase.


    Ungeduldig blickt er auf, als ihm von der Tür ein Bewerber gemeldet wurde. Und dieser Sklave war noch so unfaehig, ihm nicht einmal den Namen des Bewerbers nennen zu können. Seine Antwort war dem entsprechend, doch trotzdem liess er ihn herein bitten.


    Er blickte erst mal nicht auf, als der Besucher herein tritt, sondern widmet sich einer Schriftrolle.

    Tiberius Vitamalacus sah seinen Verwandten scharf an.


    "Sicher strahlt der Ruhm unser Ahnen auf uns ab, doch dieser Ruhm ist nichts wert, wenn der Mann auf den Ruhm strahlt, ihn nicht verdient. Warum glaubst du, folgten die Maenner 1n den Legionen Gaius Iulius Caesaer ? Wegen seines Namens ? Den Ruhm seiner Ahnen ?"
    Er schüttelt den Kopf.
    "Nein, wegen seiner Taten und seiner Faehigkeit, die Maenner zu führen. Etwas, das keiner seiner Ahnen bisher so gekonnt hatte und kaum einer seiner Nachfahren."
    Fast entschuldigend blickt er zu den beiden Iulier in der Runde.

    Er musste schmunzeln bei ihren Worten, sowohl was ihren kleinen Angriff auf die Patrizier anging, als auch bei ihren Worten bezüglich ihre grossen Ahnen, den göttlichen Caesar selbst. Es war eigentlich ein Witz der Geschichte, das sie nun ein Plebjerin war und die Gens Tiberia Patrizier waren. Und irgendwie fand er gerade, es war ein schlechter Witz.
    "Nun, ich war schon immer Soldat und meine Ahnen sahen den wahren Adel immer Waffendienst für das Imperium. Mir war es nie wichtig, wer der Vater eines Mannes war, sondern nur, ob ich mich auf dessen Schwert und Schildarm verlassen konnte. Und auf die Kameradschaft verlassen. Das sind die Werte, welche für mich als Soldaten zählen." Wahrscheinlich verärgte er gerade einige seiner Verwandten, doch das waren sein Wurzeln, er war Soldat durch und durch, das könnte auch das Leben in Rom nicht ändern. "Als ich ein kleiner Junge war, vielleicht gerade mal Jahre, befahl mein Lehrer mir, ich solle die Scherben einer Vase aufheben. Doch ich meinte nur, ich sei der Herr und müsse es nicht. Als mein Grossvater das hörte, schlug er mir links und rechts eine Runter. Dann, lange nachdem ich die Scherben aufgehoben hatte und meine Wangen immer noch brannten, trat mein Grossvater zu mir und sagte : `Deine Ahnen bauten mit an der Cloaka Maxima, scheue du dich nie das selbe zu tun`. Erst später begriff ich wirklich, was er meinte, was er wirklich meinte."
    Er macht eine Pause, greift dabei nach etwas von den herrlichen Vorspeisen, welche sich nun langsam zu ende neigen, bevor er, sein Blick von Helena über seine Verwandten zurück zu Helena wandernd, fortfährt.
    "Es ist nicht der geerbte Name eines Mannes, der ihn den Respekt der anderen einbringt, sondern seine Taten. Erst durch das eigene Tun erhält man seinen wirklichen Namen."

    Den Weg zur Princ1pia fand selbst Ajax, ohne das T1berius Vitamalacus sein Pferd den Weg zeigen musste. Vor dem Gebaeude angekommen, stieg er schwungvol ab, warf Titus die Zügel hin.
    Dann betrat er das Gebaeude und ging zielstreb1g zum Off1cium des Legatus. Im Vorzimmer angekommen, grüsste er den Scriba knapp militaerisch.


    "Tiberius Vitamalacus, Tribun der IX., gewaehlter Aedil1s Curilis. Ich möchte dem Legatus sprechen." Seine Worte waren gewohnt knapp und befehlsgewohnt, den Leg1onaer, der wohl gerade e1n Anl1egen vorgetragen hatte, grüsste er noch wesentlich knapper.

    Natürlich gab es viele Gründe, warum ihr Vater ihm noch keine Antwort irgendeiner Art gegeben hatte. Und neben der langen Distanz waren ihre Gründe eindeutig sehr plausibel. Doch es war wohl die Angewohnheit des Geistes, wenn er denn ungeduldig einer Antwort harrte und diese ausblieb, das er sich zunächst noch die optimistischen Erklärungen beiholte, das aber mit der Zeit immer mehr die unbefriedigenden, unerfreulichen Erklärungen überhand gewannen. Doch er bemühte sich innerlich Helenas Einschätzung zu teilen, denn er war entschlossen, sich nicht mehr von seinem Vorhaben abzubringen und wenn, dann nur von ihrer Ablehnung.


    Sicher dürfte sie auf seine Frage nicht antworten, wenn er seine eigenen Traditionen zum Mass ansetzte, doch dann hätte er selbst das Thema ja nicht erwähnen dürfen. Das er es getan hatte, lag einfach daran, das er in der Situation keine andere Möglichkeit gesehen hatte, diese zu retten, ausser eben eines unkonventionellen Manövers. Und da schon sein Grossvater ihn gelehrt hatte, das es in der Schlacht nicht die Tradition, sondern der Erfolg wichtig war, war für ihn selbst von einer seiner höchsten Instanzen, sein Vorgehen gerechtfertigt. Und mit jedem Wort der Iulierin wuchs seine Zuversicht, das er zumindest eine Antwort erhalten würde, egal wie diese ausfallen würde. Doch irgendwie gewann seine Zuversicht oberhand, denn eine Ablehnung hätte sicher nicht so viele Vorworte gebraucht.


    So studiert er gerade zu ihr Gesicht während sie spricht und besonders, während sie diese kleinen Pausen macht. Ihm entgeht nicht, wie sich ihn betrachtet, warm, vielleicht gar liebevoll und denoch mit dem Ernst, der der Situation so angemessen ist. Und als er ihre Antwort hört, die, die er erhofft, gar erahnt hat, legt sich ein Lächeln auf sein Gesicht. Nun würde er alle Hindernisse aus dem Weg räumen, egal er sie ihm stellen würde. "Helena, sie sollen es wagen, mich zu schmähen, ich werde ihnen zeigen, was es heisst, sich mit mir auseinander zusetzten," antwortet er ihr, leise, aber dennoch energisch und bestimmt im Tonfall," seit dem Tod meines Grossvaters gibt es niemand in meiner Familie, mit dem ich die Konfrontation scheue."


    Bei diesen Worten schüttelt er leicht den Kopf, wie um sie zu bekräftigen. "Nein, meine Familie wird es schnell lernen, dir den Respekt entgegen zu bringen, welcher dir als meiner Frau gebühren würde. " Er hätte auch noch `müssen` anfügen können, denn jeder, der es wagen würde, Helena nicht gebührlich zu behandeln, würde erfahren, wie ein Probati sich auf dem Exzierplatz fühlte. Langsam führt er noch einmal ihre Hand an seine Lippen, küsst sie sanft, dann lässt er sie los und fährt leicht über ihre Wange. "Nie würde ich verlangen, das du dein Leben vollständig aufgibst, nein, das sicher nicht. Ich will das du auch zukünftig das tust, was dich erfüllt. Ich weiss, es wird nicht immer leicht, denn wer weiss, wohin mich eines Tages meinen Pflicht für das Imperium verschlägt, doch ich bin sicher, wir schaffen es. Zusammen !" Bei diesen Worten beugt er sich etwas herunter und küsst sie sanft und behutsam auf die Stirn, während er sie noch immer fest in seinen Armen hält.

    Aber die Probleme, die er schildert, sind fern, sehr fern, anderes liegt da viel näher, denn es hätte dieses Gespräch zwischen ihnen eigentlich nicht geben dürfen. So zieht er sachte ihren Kopf an seinen Oberkörper und flüstert ihr leise ins Ohr. "Ich hätte nicht fragen dürfen, du nicht antworten, so bleibt uns nur dieses Gespräch als unser Geheimnis zu betrachten. Wenn ich eine Antwort von deinem Vater habe, werde ich dich erneut fragen und hoffe die gleiche Antwort zu erhalten, meine liebe Helena." Sanft streicht er ihr durch das Haar, hebt leicht ihren Kopf, senkt leicht seinen, bis seine Lippen wieder ihre berühren.